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3  19.09.2002

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Aida24

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Mitglied seit:27.09.2001

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 57 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

18,75 Jahre bin ich nun alt. Knapp 16,5 davon wohnte und lebte ich in Bottrop. Grund genug für mich euch meinen Heimatort vorzustellen!

Beginnen möchte ich mit einer kurzen chronologischen Einführung, die natürlich nicht auf von mir gemachten Erfahrungen beruht! Ich halte sie aber für unbedingt notwendig und vor allem interessant, da es in diesem Bericht auch nicht einzig und allein um die „Attraktionen" Bottrops gehen soll. Vom „Warner Brothers" und der „Skihalde" gibt es schließlich schon genügend Berichte bei ciao!


BOTTROPS GESCHICHTE:
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Die erste bekannte urkundliche Erwähnung fand das heutige Bottrop 1032 n.Chr. in Form einer Streusiedlung. 1254 n.Chr. gründete der Deutsche Ritterorden eine Kommende im Stadtteil Welheim („Haus Welheim"). Heute noch existiert in Welheim Überbleibsel aus der längst vergangenen Zeit: „In der Kommende", eine Straße in Welheim überwiegend mit Hochhäusern bebaut.
Das erste steinerne Gebäude allerdings entstand 1419-1425 in der Streusiedlung „Borthorpe" (heißt soviel wie: Dorf am Berg. Gemeint ist damit der Donnerberg nahe der Stadtmitte. Später entstand daraus: „Bottrop".): St. Cyriakuskirche. Diese wurde 1861/62 im neugotischen Stil umgebaut.
Die älteste Karte auf der Bottrop verzeichnet ist, stammt aus dem Jahre 1579, angefertigt wurde sie von Arnold Mercator und wird daher die „Mercator-Karte" genannt.
1764: Kirchhellen ist auf der Kupferstichkarte von Tobias Lotter vermerkt.
1815 wird Bottrop Bürgermisterei.
Kirchhhellen erhält 1846 eine eigenständige Verwaltung.
1863: Mit Inbetriebnahme des Schachtes „Prosper 1" wuchs die bis dahin 4.000 Einwohner zählende Landgemeinde zum „größten Dorf" Preußens. Danach entstanden noch folgende sechs Zechen: „Prosper 2" (1871), „Rheinbaben" (1900), „Prosper 3" (1908), „Arenberg-Fortsetzung" (1912), „Vereinigte Welheim" (1914) und „Franz Haniel" (1953).
1883 wurde die Martinskirche erbaut. Sie stellt bis heute die Stammkirche der Protestanten in Bottrop dar.
1901 entstand die „Villa Dickmann" am Donnerberg. Sie ist bis heute eine der imposantesten Villen Bottrops und zählte damals zu eine der ersten.
1914 zählte man schon 68.000 Einwohner was nicht zuletzt an den Hilfsarbeitern, vornehmlich aus dem osteuropäischen Raum, lag. Die vormals rein westfälisch-katholische Landgemeinde wandelte sich somit immer mehr zu einer konfessionell gemischten Industriestadt.
1914 begann der Bau des Bottroper Rathauses. Der Bau endete 1916.
1919: Erhalt der Stadtrechte. Die Einwohnerzahl liegt nun bei über 72.000
1921: Erstellung des Stadtgartens im Stil eines englischen Landschaftsgartens. Der Stadtgarten hat bis heute seinen Ursprünglichen Flair behalten und ist nicht nur für die Besucher des anliegenden Krankenhauses immer wieder gerne einen Spaziergang wert. Die jüngeren Bottroper unter uns veranstalten an wärmeren Tagen allerdings lieber ein „Sit-in". Sehr gemütliche Atmosphäre mit 2 Springbrunnen, anliegendem Minigolfplatz und Restaurant: „Overbeckshof".
1953: Bottrop rückt mit einer Bevölkerungszahl von inzwischen 100.000 Einwohnern in die Reihe der Großstädte auf.
1966: Nach umfangreichen Renovierungen der St. Cyriakuskirche, erhält die Kirche ihr jetziges Erscheinungsbild.
Im Rahmen einer kommunalen Neugliederung schließen sich Bottrop und die Nachbargemeinde Kirchhellen 1976 zusammen, worüber bis heute noch nicht jeder glücklich ist. Kirchhellen ist wohl das Wattenscheid Bottrops. Die neue kreisfreie Stadt Bottrop zählt nun 116.043 Einwohner.
1996: Die Einwohnerzahl liegt bei 121.335. Der Stahltetraeder wird auf der Halde an der Beckstraße aufgestellt. Eröffnung des Freizeitparkes: „Warner Brothers Movie World".

BOTTROP HEUTE (STATISTIKEN):
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GESAMTFLÄCHE: 10.061 ha

KLIMATISCHE VERHÄLTNISSE:
Durchschnittliche Lufttemp.:
Jan.: 1,2 - 2,0° C
Juli: 17,5 - 18,0° C

EINWOHNER: 121.191
männlich: 58.674
weiblich: 62.517
ausländ. Mitbürger: 10.003

RELIGIONSZUGEHÖRIGKEIT:
römisch-katholisch: 67.024
evangelisch: 28.172
sonstige: 25.790

ÖFFENTLICHE FINANZEN:
Schuldenstand insgesamt: 260.402.000,- DM

VERKEHR:
gemeldete Kfz insgesamt: 73.627
davon Pkw: 63.215

SCHULEN:
insgesamt: 47
Schüler insgesamt: 16.437

PARTNERSTÄDTE:
Tourcoing (Frankreich): seit 1967
Blackpool (Großbritannien): 1980
Veszprém (Ungarn): seit 1987
Wedding (Berlin): seit 1983
Merseburg (Deutschland): 1989

FREMDENVERKEHR:
Gäste insgesamt: 35.592
davon aus dem Ausland: 6.937
Aufenthaltsdauer in Tagen: 1,9

STADTTEILE:
Stadtmitte, Kirchhellen (unterteilt in: Kirchhellen, Feldhausen, Grafenwald), Fuhlenbrock (unterteilt in: Fuhlenbrock-Heide, Fuhlenbrock-Wald), Batenbrock (Nord/Süd), Welheimer Mark, Welheim, Vonderort, Lehmkuhle, Eigen, Boy, Ebel


RAT & VERWALTUNG:
Ergebnisse Kommunalwahl 1999:
CDU: 21.414 Stimmen (42,0% / 24 Sitze)
SPD: 20.488 Stimmen (40,2% / 23 Sitze)
ÖDP 3.258 Stimmen (6,3% / 4 Sitze)
Grüne: 2.280 Stimmen (4,4% / 3 Sitze)
DKP: 2.263 Stimmen (4,4% / 3 Sitze)
FDP: 1.250 Stimmen (2,4% / 1 Sitz)

aktueller
Oberbürgermeister: Ernst Löchelt (SPD)
Bürgermeister: Bernhard Thiehofe (CDU)
Bürgermeisterin: Cornelia Ruhkemper (SPD)


„TIEF IM WESTÖÖÖHÖÖÖÖN" oder auch: MEIN BOTTROP:
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12 Jahre in der Boy aufzuwachsen bedeutet hier in Bottrop: Geprägt fürs Leben! Wenn es deine Eltern jedoch geschickt angestellt haben, landest du nicht auf der Hauptschule Welheim, sondern wirst was vernünftiges und schreibst Erfahrungsberichte für eine Seite im Internet namens „ciao".
Erst recht wenn du dann mit 12 im Fuhlenbrock Freunde fürs Leben findest die dich wieder auf den richtig Pfad zurückbringen. Schließlich verprügelt man sich hier nicht wie in der Boy zur Begrüßung.
So, krasse Erfahrungen hab ich zum Glück nicht gemacht! Es ist aber leicht in Stadtteilen wie der Boy, Ebel oder Lehmkuhle an die falschen Freunde zu geraten. Vonderort, Fuhlenbrock sind meiner Meinung nach die teuren und „angesehen" Stadtteile Bottrops, in der die Kriminalitätsrate deutlich geringer sein dürfte als in den übrigen Stadtteilen.
Nachdem ich dann mit 16 Jahren mit meiner Mutter rüber nach Oberhausen-Schmachtendorf zog, ging ich weiter auf das Josef-Albers-Gymnasium in Bottrop, welches durch die hervorragenden Busverbindungen gut zu erreichen war. In Bezug auf das Busnetz hat Oberhausen Bottrop einiges! voraus. Busse und auch Straßenbahnen (die es in Bottrop genauso wenig gibt wie U-Bahnen) fahren den ganzen Tag rund um die Uhr durch die ganze Stadt. Eine meiner Freundinnen hingegen hat das Problem mitten in der Woche um 22.00 h mit dem Bus heim zu kommen weil zur Welheimer-Mark kein Bus mehr runterfährt! Zustände an denen sich leider nichts machen lässt!
Aber wenn man ehrlich ist bietet Bottrop so wenige Möglichkeiten zum Ausgehen, dass man getrost daheim bleiben könnte!:
Mit 2 „Discotheken" darf sich unsere Stadt brüsten: das „Swing" im Brauhaus und das „Nox" (hat an Freitagen übrigens einen türkischen Namen, der mir leider immer wieder entfällt!). Das Swing ist eher für die Generation „Mama". Aber auf den etlichen „Goldkettchen"-Partys findet man auch sicherlich Bottrops junges Prolleten-Volk wieder.
Das Nox hingegen ist eher etwas für entweder die richtig Harten, die zum Abendbrot Pillen uns Red Bull schlucken (sprich: unsere Gabber"menschen") oder für die 10.000 und 3 ausländischen Mitbürger.
Der „Normalo" findet sich hingegen eher am frühen Abend im schräg gegenüber gelegenem „Jeunesse", eine Art: Bistro/Cafe, wieder. Der Altersdurchschnitt beträgt hier um die 16-17. Daher hat mich das Jeunesse auch schon lange nicht mehr gesehen. Denn wenn ich Minderjährige sehen will die sich mit Bier zu betrinken versuchen, brauche ich nur in meiner Vergangenheit schnüffeln und das kann ich auch ganz gemütlich Zuhause in meinem Bett (das nun übrigens wieder in Bottrop und zwar im Eigen steht!).
Zudem hat vor kurzem in der Innenstadt ein „Jamaika-Pub" eröffnet. Es befindet sich in dem Gebäude indem zuvor das „Irish-Pub", welches auch wesentlich besser besucht war, seinen Sitz hatte. Aus finanziellen Gründen, so munkelt man, musste es allerdings seine Pforten schließen.
Fast neben dem Jamaika-Pub gibt es schon seit einigen Jahren das „Schäfer". Zur Abendstunde immer gut von Studenten und angehenden FAZ- Abonnenten besucht. Recht gemütliche Atmosphäre zum Milchkaffee und Bravo-Hits aus der Box an der Decke.

Bottrops Einkaufmöglichkeiten sehen leider ebenso spärlich aus:
seit Jahren geht das Gerücht um Karstadt hält die Filiale in Bottrops Mitte für unrentabel und will es schließen, womit das einzig gescheite Geschäft verziehen würde! Wahrscheinlich würde ein Optiker oder eine Bäckerei das 4stöckige Gebäude beziehen. Überraschen würde es mich jedenfalls nicht. Der Menge der in Bottrop ansässigen Optiker und Bäckereien nach zu urteilen dürfte für jeden Bürger jeweils ein eigener zur Verfügung stehen!
Im Herbst, so heißt es, bezieht H&M die ehemaligen Verkaufsräume von „Rickert", worauf sich schon Hundertschaften von Cord- und „Stone-washed"- Hosen tragenden Teenies freuen (inklusive mir =)). Zudem gibt es nahe des Zentralen Omnibus Bahnhofes (ZOB) eine JP (Jean Pascale)- Filiale, die sich über mangelnde Umsätze wohl nicht beschweren dürfte, zumindest bis H&M die Mode-Herrschaft an sich reißt!
Ansonsten gibt es noch zahlreiche Boutiken, deren Ware und deren Qualität äußerst zu wünschen übrig lässt!
Zum Glück gibt es die gute Busanbindung zu Oberhausen, die ich bereits ansprach, die einem zu jeder Zeit die Möglichkeit bietet ins „centrO" zu fahren und dort richtig schön gepflegt einkaufen zu gehen!

Da ich merke, dass ich so langsam den Rahmen eines überschaubaren Berichtes sprenge, werde ich diesen gezwungenermaßen schließen. Ich für meinen Teil denke, dass genügend Erfahrungen (trotz der breiten Masse an Statistiken) enthalten sind. Falls ihr nicht der Meinung seid, werde ich es wohl oder übel merken und den Bericht anpassen.
Falls ihr noch Fragen zu Bottrop habt, werde ich euch gerne helfen!


In diesem Sinne,
recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit!
<Aida24> im September für ciao.de

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
mg1970

mg1970

02.07.2004 17:18

In meiner Kindheit war ich mehrmals im Traumlandpark, das war der Vorgänger vom Warner Bros. Movie World. Oberhausen-Schmachtendorf sagt mir auch etwas, diese Autobahnabfahrt führt zur Niederrhein-Therme Duisburg, die ich mehrmals im Jahr mal besuche (so weit ist das nicht, ich komme aus Bocholt, das ist ein Stück weiter nördlich des Ruhrgebiets).

Aida24

Aida24

28.06.2004 16:55

hab bis heute nicht verstanden wo ich den text kopiert haben soll, aber der gute kevin ist ja leider nicht mehr angemeldet um mir diese frage beantworten zu können ...

kevin-voigt

kevin-voigt

19.08.2003 19:30

TUT mir leid ein WH!! Texte kopieren kann ich auch Fräulein

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