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Pro gut angelegt, viele Pflanzen, nette GärtnerInnen, sehenswert
Kontra noch nichts festgestellt
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
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| Anbindung | |
| Öffnungszeiten | |
| Spaßfaktor |
Mittlerweile bin ich im Botanischen Garten von München fast so etwas wie ein Stammgast. Immer wenn ich in der Stadt bin, führt mich mein Weg auch durch diese Anlagen. Sie sind sehr sehenswert, egal zu welcher Jahreszeit.
Seit heute gibt es auch ein paar Bilder am Schluss des Berichtes.
Der Biotanische Garten schliesst sich nördlich an die Anlagen des Nymphenburger Schlosses an.
Botanischer Garten MünchenInfotelefon : 089 - 17861316
Mail : botgar@botanik.biologie.uni-menchen.de
Man kann mit dem PKW anreisen, denn es gibt am Botanischen Garten und auch am benachbarten Nymphenburger Schloss eine größere Anzahl von Parkplätzen.
Ich bevorzuge jedoch die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, denn die Tram 17 oder auch der Bus 41 halten in geringer Gehweite und verkehren sehr regelmässig.
Diese Daten können sich natürlich immer wieder ändern.
Sicherer ist es deshalb vor dem Besuch unter der Adresse http://www.botmuc.de/info/info0.html
die ganz aktuellen Öffnungszeiten / Preise zu erfahren!!!!!!!
Ich betrete den Botanischen Garten meistens durch den Eingang neben dem Schlosspark Nymphenburg und befinde mich dann im Rhododendronhain, der sich im Schutz hoher Kiefern ausdehnt. Die Sträucher, die hier in fast 200 Arten stehen, haben vielfach bereits eine Höhe von über 2 Metern und sind besonders natürlich besonders während ihrer Blütezeit im Mai bis Juni eine wahre Pracht.
Dann halte ich mich links und gelange in die Farnschlucht, durch die sich ein kleiner Bach schlängelt. Dieser Bereich gleicht einem verwunschenen Wald und ist einfach ein Erlebnis. Unter hohen Nadelbäumen befinden sich seichte Hänge, die von Farnpflanzen besiedelt sind. Es riecht "waldig" und die verschiedenen Farbtöne haben eine interessante Wirkung. Auch verschiedene Schattenstauden wie verschiedene Anemonen, Geißbart und Waldmeister haben sich hier angesiedelt.Weiter geht es in einen Bereich, der Moor- und Heidegarten genannt wird. Hier werden verschiedene pflanzengeographische Landschaften gezeigt. Das Moor ist mit kleineren Wasserbecken durchzogen, die dunkles Wasser enthalten. Dazwischen liegen abgestorbene Stämme, die von Moos bewachsen sind, es folgt eine Verlandungszone und ein Bereich des Hochmoores. Die Arktis (ja, auch von hier kommen Pflanzen!!),Steppe, Dünenlandschaften folgen und gehen über in einen Lohwald mit großen Eichen und Hainbuchen. Es ist eine alte Form der Waldnutzung (in Niedersachsen beispielsweise Krattwald) genannt.
Ausserdem gibt es hier einen Alpengarten. Es ist schon erstaunlich, welche Pflanzenvielfalt sich auch auf kargsten Verhältnissen einzustellen weiss. Zu fasst jeder Jahreszeit blüht hier etwas und wenn die steinigen Treppenstufen entlang geht, kann man immer neue Blickwinkel geniessen.
Ein weiterer interessanter Abschnitt ist das Aboretum mit vielen verschiedenen Baumarten. Auch ein "Zwergengarten" mit Kleinformen verschiedener Bäume wird hier aufgebaut.
Der Weg führt dann geradeaus weiter zur Genetischen und Ökologischen Abteilung. Hier werden die Pflanzen auf kleinen Hochbeeten kultiviert. Es soll ein Eindruck von der Anpassungsfähigkeit der Pflanzen an verschiedene Standortbedingungen (nass oder trocken, sonnig oder schattig) gegeben werden, ausserdem werden die Verschiedenatigkeit der Bestäubungsarten der Pflanzen (einhäusig, zweihäusig oder zwittrig) demonstriert und weitere genetische Eigenarten vorgeführt.
Wer dann ersteinmal eine Pause braucht, kann in dem Cafe-Restaurant Schmidtbauer einkehren. Danach kommt man in den Rosengarten, der besonders ab Juni bis in den Herbst sehr attraktiv ist. Im Juli werden hier auch Rosenschauen angeboten, die mit einem extra Eintrittsgeld zu erleben sind (habe ich aber noch nicht mitgemacht).Mit einem leichten Linksschwenk kommt man in den Bereich der geschützten Pflanzen. Hier werden, wie der Name vermuten lässt eine Auswahl von in Deutschland geschützten Pflanzen vorgestellt. Hier schliesst sich der Garten mit Nutz- und Arzneipflanzen an. Es wachsen hier verschiende landwirtschaftlich wichtige Getreidearten, Gemüse und jede Menge Kräuter, so dass es hier auch sehr aromatisch riecht. Die Heilpflanzen sind nach ihren Verwendungsarten und Inhaltsstoffen gegliedert.
Nun gelangt man in das sogenannte "System", dass einen Einblick in botanische Zusammenhänge unterhalb der einzelnen Pflanzen geben will. Hier sind auch die Anzuchtgärten untergebracht.Von den Versuchsfeldern und dem Alpinenhaus kann ich nicht ganz so viel berichten, denn im Hintergrund sieht man schon die gläserene Front der Gewächshäuser, die mich magisch anziehen. Immerhin habe ich in solchen Häusern meinen Beruf erlernt. Sie haben beherbergen hier etwa 6000 Pfanzenarten. Damit ist es eine der größten Anlagen Europas. Hier lernt man die Pflanzen in veschiedenen Lebensbereichen kennen. Man schwitzt im Tropenhaus, in dem auch Schildkröten daheim sind.Es gibt Kakteen- und Agavenhäuser, Orchideensammlungen, das Victoriahaus mit den berühmten grossen Seerosen. Besonders sehenswert sind auch die Palmfarne (sie waren vor Millionen von Jahren das Futter der pflanzenfressenden Dinosaurier und hier kann man dast 30 ganz alte Arten bestaunen!) und tropischen Farne, die viele Seltenheiten parat halten.
An der Verwaltung gelangt man dann mit vielen Eindrücken zum Ausgang des Gartens.Die drei Toiletten sind sauber, wenn es mal nicht so ist, weil sich seltsame Zeitgenossen darin ausgetobt haben, wird schnellstmöglich Abhilfe geschaffen.
Im Cafe war ich nicht, da ich mir immer ein Geränk und Obst im Rucksack mitnehme, ich habe aber gelesen dass es verschiedene kalte und warme Getränke sowie kleine Speisen zu akzeptablen Preisen gibt.Für den Besuch dieses Gartens muss man sich schon ausreichend Zeit nehmen. Ich brauche allein für die Gewächshäuser eine gute Stunde, nicht selten bin ich von 13:00 Uhr bis zur Schliessung in diesem Park unterwegs. Bei dem Eintrittspreis von 2,00 € kommt man also allemal auf seine Kosten.
Wie ich den Flirtfaktor einschätzen soll, weiss ich nicht so ganz. Wenn ich alleine durch den Park streife ist er natürlich höher, als wenn ich meinen Freund dabei habe ;-) aber ich komme weniger dafür hierher.Wer in München ist, sollte also durchaus einmal den Botanischen Garten mit in das Programm nehmen.
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hubbie 27.03.2012 09:10
als Freund der Sukkulenten sollte ich auch einmal dort gewesen sein
Bluebirdunfa 18.03.2012 16:53
sussmannwerner 17.03.2012 11:47
da werden Erinnerungen wach. danke lg
Goldband49 12.03.2012 13:05
Unglaublich. Das klingt wirklich traumhaft schön... Vielen Dank für den Tipp und die ausführliche Beschreibung!