Ciao - für Leute mit eigener Meinung
Neueste Erfahrungsberichte
|
Neue Fragen
|
Erfahrungsbericht schreiben
|
Produktvideos
|
Pro Hoher Stellenwert beim Fachpublikum, kein Eintritt, enorme Pflanzenvielfalt
Kontra leider manchmal etwas überlaufen
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Sehenswürdigkeiten | |
| Sicherheit | |
| Gastfreundlichkeit |
---VORWORT---
Es ist nicht ganz einfach, über diese Anlage einen Bericht zu verfassen - denn einerseits ist der Botanische Garten Hof untrennbar mit dem Park Theresienstein verbunden, der ihn umgibt. Andererseits ist der Park ein faszinierendes Thema für sich. So werde ich in diesem Bericht den Park nur insofern kurz streifen, als es für die geschichtliche Entwicklung notwendig ist.---DIE STADT HOF/SAALE---
...liegt in Oberfranken unweit der Landesgrenzen von Sachsen und Thüringen und ist nur wenige Kilometer von den Städten Bayreuth und Plauen entfernt, dies nur zur ungefähren Orientierung. Geschichtlich war sie stets als Industriestadt einzustufen - als Residentstadt hatte sie niemals besondere Bedeutung. Insoweit nimmt auch der ab etwa 1816 entstandene Park (zunächst Fröhlichenstein genannt) eine Sonderstellung ein: Nicht Könige oder Fürsten, sondern ausschließlich Bürger trieben seine Entwicklung voran.---DER PARK THERESIENSTEIN---
In reizvoller Hanglage oberhalb der Saale erstreckt sich der Park praktisch am ganzen Stadtrand entlang. Angesichts seines reichhaltigen Baumbestandes mag man kaum mehr glauben, dass er in seiner Anfangszeit - teils wegen früherer militärischer Nutzung, teils wegen einer überlieferten Raupenplage - kahl und unwirtlich dalag. Die Grundlage für die Anlage eines Landschaftsgartens schuf 1816 ein Stadtkommissar Schuberth, und wohl ab 1819 wurde mit der "waldartigen Bepflanzung" - teils unter geschickter Einbeziehung miltärischer Terassenanlagen - begonnen. Auch erste Pavillons wurden errichtet, die heute leider nicht mehr im Original erhalten sind. Ein erstes Wirtschaftsgebäude als Ausflugslokal entstand ab 1832. Der Name "Theresienstein" entstand 1836 als fortan bleibende Bezeichnung für den Park, als Königin Therese von Bayern mit ihrem Sohn, Otto von Griechenland, den Park besuchte. Ab 1848 erlebte die Stadt Hof nach dem Bau der Eisenbahnlinie einen immensen Bevölkerungszuwachs, so dass auch der Park zunehmende Bedeutung erlangte. Doch schien es schon damlas nicht ohne Querelen abzugehen: 1857 trat ein Ludwig von Rücker sein Amt als leitender Pfleger des Parks an, beklagte sich jedoch schon bald über mangelnde finanzielle und personelle Ausstattung sowie Schwierigkeiten mit dem Pächter des Ausflugslokals. In dieser Phase bis zum Ausscheiden von Rückers 1861 wurde der Park wohl kaum vergrößert, da es schon beträchtliche Probleme mit der Erhaltung des bis dahin geschaffenen Bestandes gegeben haben muss.Zusehends aufwärts ging es, als der Stadtbaurat Johann Gottlob Thomas die Nachfolge von Rückers antrat und 1875 maßgeblichen Anteil an der Gründung eines "Verschönerungsvereins" hatte, der bis heute maßgeblich zur finanziellen Förderung der Pflege und Ausgestaltung des Parks beiträgt. Während der Amtszeit von Thomas ist überliefert, dass sich nun auch verstärkt Bürger mit Geld- und Pflanzenspenden für "ihren" Park engagierten, und der unermüdliche Stadtbaurat sorgte auch immer wieder im Detail für die optische Aufwertung der Anlage - so wurden unter ihm erstmals die bisherigen Steinbänke durch die bis heute erhaltenen Eichenlaub-Bänke aus Eisenguss ergänzt. Auch ein Musikpavillon entstand in den Folgejahren, und nicht zuletzt die Gestaltung des "Pleasuregrounds" mit Springbrunnen und Teppichbeet nach englischem Vorbild sowie der Bau der "Labyrinth-Ruine" ist Thomas zu verdanken. Er initiierte auch erstmals die Namens-Etikettierung der Bäume und Sträucher im Park. Wohl bis zu seinem Tod im Jahr 1901 blieb Thomas unermüdlich mit der Vergrößerung und Aufwertung des optischen Erscheinungsbildes des Parks befasst.
Heute müssen manche der damals entstandenen Anlagen erst wieder freigelegt und rekonstruiert werden, da in den Wirren der Zeit Manches untergegangen war. Neben den zahlreichen baulichen Anlagen, die dem Theresienstein im Jahr 2003 den Titel des "schönsten Parks Deutschlands" bescherten, sind es auch magische Punkte wie die "Orte der Kraft" mit ihren geheimnisvollen Baumkreisen, die den Besuchern stets ein besonderes Erlebnis vermitteln. Soweit ein kurzer Rückblick in die Geschichte...---DER BOTANISCHE GARTEN---
Warum der Botanische Garten im obigen Abriss unberücksichtigt blieb, hat seinen Grund: erst mit der Übernahme des Parkgeländes vom Verschönerungsverein durch die Stadt Hof im Jahr 1921 wurden zielstrebige Anstrengungen - zunächst zur Einrichtung eines Schulgartens - unternommen. Auf Drängen des Stadtschulrates wurde 1928 durch die seinerzeit im Zuge der ständigen Erweiterung des Parks bereits etablierte Stadtgärtnerei - namentlich den Nachfolger des genannten Johann Gottlob Thomas, Rudolf Hutschenreiter - bis 1933 eine erste Schulgarten-Anlage im jetzigen Areal des Botanischen Gartens fertiggestellt. Heute ist diese "Keimzelle" des Botanischen Gartens nur noch ein kleiner Teil der in den acht Jahrzehnten seines Bestehens fortwährend erweiterten Gesamtanlage.Ich will in diesem Bericht die wichtigsten, auch touristisch relevantesten, Teilbereiche in Kürze vorstellen:
1) Heilpflanzen- oder ApothekergartenDies ist die Ursprungsfläche des Schulgartens, der bis in die 70er Jahre hinein hauptsächlich einer breiten Darstellung land- und hauswirtschaftliche nutzbarer Getreide- und Gemüsepflanzen gedient hat. Vor einigen Jahren ist er dank des Engagements der Vorsitzenden des Fördervereins Botanischer Garten, Ursula Dumann-Specht (einer ehemaligen Apothekerin), in übersichtlicher Neukonzeption zum Heilpflanzen-Garten umgestaltet worden. Getreu dem Motto, dass gegen jede Krankheit ein Kräutlein gewachsen ist, wurden hier beispielsweise nach spezifischen Männer- und Frauenkrankheiten, aber auch nach einzelnen Organen und Bereichen des menschlichen Körpers aufgegliedert, die Teilbeete mit den entsprechenden Heilpflanzen und Beschilderungen mit Erläuterung der verwendbaren Pflanzenteile und Wirkungsweise bestückt.
2) SaisonbeetVom Haupteingang her eintretend, bietet das am nach rechts führenden Hauptweg gelegene Saisonbeet alljährlich einen der beliebtesten Blickfänge. Um die wechselnde Frühjahrs- und Sommerbepflanzung einzubringen, wird hier die Stadtgärtnerei unter Anderem mit der Vorzucht der benötigten Pflanzen hilfreich tätig. Im Frühjahr wird das Beet naturgemäß dominiert von Stiefmütterchen und Tulpen - doch Jahr für Jahr wird hier in Zusammenarbeit des städtischen Grünflächenamtes, der Stadtgärtnerei und des Botanischen Gartens stets in aufwendiger Vorplanungsarbeit an immer wieder flexibel wechselnden Zusammenstellungen in Form und Farbe der Blumen gearbeitet, so dass der Besucher immer wieder neue Eindrücke mit nach Hause nehmen kann; dies gilt ebenso der folgenden Sommerblumen-Bestückung. Die Pflanzenwelt liefert ja auch infolge der weltweiten Bestrebungen von Züchtern ein schier unendliches Spektrum an Sorten, das den gestalterischen Freiheiten der Gärtner praktisch keine Grenzen setzt.
3) LewisienbeetDieses gigantische Hügelbeet oberhalb des Rosariums begeistert ebenfalls bereits ab dem Frühjahr die Besucher. Auch wenn einer der Schwerpunkte natürlich die Lewisie in ihrer farbenfrohen Vielfalt sein mag, sind es doch mit dem Erwachen der Vegetation zunächst Zwergtulpen, Pfingstrosen und Akeleien, die hier erste Farbtupfer setzen. Immergrüne Polster, Sedum-Arten in vielerlei Farbschattierungen, kuriose Zierlauch-Arten, diverse Vertreter der Gattung Yucca, die stolzen Eremurus und die in der linken Ecke das Beet prägende Tamariske sorgen hier das ganze Jahr über für bestaunenswerte Pracht.
4) Das SchattenquartierKommt man vom hinteren Eingang aus Richtung des sogenannten Luitpoldhains im Park Theresienstein in den Botanischen Garten, erwartet den Gast - der Wegbiegung nach rechts folgend - im Frühjahr zunächst ein Meer berauschender Düfte, das den laubwerfenden Rhododendren (früher Gattung Azalea) geschuldet ist. Diese säumen hier über weite Strecken den Weg und erfreuen das Auge mit variierenden Blütenfarben in Gelb und Orange, etwas später dann mit dem Rosa der immergrünen Rhododendren durchsetzt. Nach und nach kommen dann die riesenblättrigen Stauden mit ihrem grandiosen Laub und im Sommer ihren von violett über Rosa und weiß bis zum grellen Gelb hin spielenden Blütenvarianten.
5) Die SteingärtenÄhnlich wie im Lewisienbeet müssen die Pflanzenhier mit nährstoffarmen Böden, "schlechter" und oft schotterig durchsetzter Erde, zurechtkommen. Steingartenbereiche finden sich sowohl an den Begleitwegen des Rosariums als auch - vom erwähnten Hintereingang her kommend - am links zum Teich führenden Weg. Hier sind eine Vielzahl von Schwertlilien, aber auch charakteristische alpine Pflanzen, im Frühjahr beispielsweise Küchenschellen, später dann Enziane, Akeleien, Glocken- und Ballonblumen, auch Pfingstrosen und polsterbildende Blütenpflanzen zu finden. Eine Sonderstellung nehmen hier die unlängst erst angelegten...
6) Felsspaltengärten...ein, hier wurden rund 100 Tonnen Gestein aus dem Raum Kronach aneinandergewuchtet. Die Pflanzen können sich hier tatsächlich nur die Spalten zwischen den riesigen Steinklötzen nutzbar machen. Diese zwei Bereiche werden derzeit immer wieder durch neuen Besatz ergänzt.
7) Die PrachtstaudenDiesen wurden zwei Bereiche längs des Saisonbeetes gewidmet. Die teils ebenfalls mit gigantischem Blattwerk auffallenden und oft über menschliche Größe sich erhebenden Gewächse sind meist erst im Sommer so weit, mit der Blüte einzusetzen - dann aber um so heftiger und überwältigender. Hier finden sich alle Schattierungen an Farbe, die man sich nur vorstellen kann. Taglilien, Phlox, Eupatorium, Eisenhut, Rittersporne und Helenium, Ehrenpreis und Germer, Scheinmohn und Rodgersien, Acanthus und Kermesbeere, alle wetteifern sie um die Gunst des Betrachters.
8) Das RosariumDie Sammlung der Rosen in Hof wird seit Jahren schon bei Fachleuten in der ganzen Welt beachtet und geschätzt, da es hier von relativ früh und auch dauerhaft blühenden Wildrosen über seltene historische Rosen, schwer zu findende kleine bodendeckende Rosen, Beet- und Strauchrosen renommierter Züchter bis hin zu den robusten und unermüdlich durchblühenden Floribunda- und Polyantha-Sorten ein so immenses Spektrum gibt, dass man selbst in mancher Großstadt neidisch nach Hof äugt.
9) FarbspielereienFolgt man vom Haupteingang her dem Hauptweg nach rechts, am Saisonbeet und den Prachtstauden vorbei, in Richtung Teich, so kommt man unweigerlich an den sogenannten Kaleidoskop-Garten und den Goldenen Garten. Ersterer besteht auch noch nicht gar zu lange - hier wurde der Versuch unternommen, eine gestaffelt abgestufte Bepflanzung mit Pflanzen zu schaffen, die in ihren Laubfarben allein die in der Natur anzutreffenden, aber auch züchterisch erst verwirklichten, Mannigfaltigkeiten wiedergeben. Fürwahr, hier kann man lange stehen und schauen, ohne dass es langweilig wird... dunkles Purpur und fast Schwarz reiht sich an grelle Gelbtöne, die mit irreal wirkenden Cremefarben und blassem Graugrün konkurrieren, mit zusätzlichem Reiz variierender Blattformen und Pflanzengrößen. Der "Goldene Garten" erhält seinen Hauptakzent durch Funkien in gelben Laubtönen.
10) Bachlauf und TeichDas Leben auf dieser Erde ist ohne Wasser bekanntlich nicht denkbar. So zeigt es sich am unteren Bachlauf im Frühjahr ganz deutlich, wenn die riesigen Scheincalla den sumpfigen Uferbereich mit ihren eigenartigen Blütenkolben in Gelb und Weiß und ihrem mehr als halbmeterhohen Blattwerk zu erobern beginnen. Der Teich - majestätisch überragt von einer gewaltigen Trauerweide - erfreut die Besucher sowohl mit fröhlichen Froschkonzerten und einer wenig scheuen Goldfisch-Population als auch mit dem charakteristischen "Drumherum" an Pflanzenpracht wie Teich- und Seerosen.
Um den Bericht nicht endlos in die Länge zu dehnen, sei mit diesen zehn Bereichen die Beschreibung einmal abgeschlossen. Da immer wieder einmal gefragt wird, warum denn manche Einzelbereiche plötzlich komplett "abgeräumt" und neu gestaltet werden, hierzu vielleicht noch eine kurze Erklärung:---Neugestaltungen---
Warum sind diese notwendig ? Das kann mehrere Ursachen haben:a) Planerische Gründe
Auch ein Botanischer Garten kann sich aktuellen Trends im Pflanzenzuchtbereich nicht ganz verschließen. So werden immer wieder einmal bislang ungenutzte oder wenig attraktive Teile der Hofer Anlage versuchsweise neu überplant und neu bepflanzt.b) Verwilderung
Bisweilen tritt das Phänomen auf, dass manche Pflanzen nach der Eingewöhnung durch Selbstaussaat oder Ausläuferbildung einen Bereich derart massiv für sich selbst erobern, dass anderen Pflanzen der zugedachte Lebensraum genommen wird. Nimmt dies überhand, muss gezwungenermaßen regulierend eingegriffen werden.c) Überalterung
Auch wenn manche Pflanzen mehrere Menschenleben überdauern können, gelangen sie früher oder später an die Grenze der Überalterung, die ihrer Wuchsentwicklung, ihrem Habitus und der Blüte ein Ende setzt. Hier bleibt dem Gärtner dann einfach keine andere Wahl, ein Gewächs - und sei es noch so "bewährt" - zu ersetzen. In künstlich zusammengesetzten Pflanzengesellschaften im Botanischen Garten bleibt dann gelegentlich nur eine komplette neue Überplanung eines Bereiches. Dies gilt auch für...d) Auslaugung des Bodens
Dies kann auch häufig in freier Natur beobachtet werden: wird ein Gelände zunächst willig von miteinander harmonierenden Gewächsen besiedelt, ändert sich das Erscheinungsbild nach Jahren oder Jahrzehnten oft rapide von selbst - weil die etablierten Pflanzen alle für sie notwendigen Nährstoffe aufgebraucht haben, ihre Lebenskraft schwindet und sie anderen Nachrückern Platz machen müssen, denen die neuen Gegebenheiten viel besser gerecht werden. Im Botanischen Garten Hof werden solche Bereiche auch durch kompletten Austausch der Erde wieder für komplette Neugestaltungen nutzbar gemacht.---DER FÖRDERVEREIN---
Es muss hier erwähnt werden: Der aktuelle, überregionale Stellenwert des Botanischen Gartens Hof wäre nicht denkbar ohne den Förderverein, der zu den mitgliederstärksten und rührigsten Vereinen der Stadt Hof zählt und dank eifriger Spenden-Zuläufe seitens Sponsoren und Bürgern der Stadt Hof Jahr für Jahr Tausende an Euro der Kostenbelastung für bauliche Maßnahmen und Pflanzenzukäufe abnimmt. Hierzu hat der Verein in diesem Jahr zum 10. Mal sein großesRosenfest
Ende Juni veranstaltet, das als Publikumsmagnet bei freiem Eintritt stets unterhaltsame kulturelle Genüsse zur ersten Hauptblüte der Rosen verspricht. Rund 2000 Besucher haben sich nach Schätzungen der örtlichen Tageszeitung in diesem Jahr hier gedrängt.Das Filmprojekt:
Das Jahr 2009 als 80. Jahr des Bestehens des Botanischen Gartens wurde auch zur Herstellung eines DVD-Films über die Anlage genutzt. Eine DVD-Vorserie sowie ein Elfenkalender 2011 wurden inzwischen erfolgreich veröffentlicht. Hierzu gibt es auch eine eigene Webseite, auf der mehr Informationen erhältlich sind:www.die-elfen-von-hof.de
Die Gesamtproduktion des Films liegt übrigens beim Autor dieses Berichts.---ADRESSEN, ÖFFNUNGSZEITEN---
Die Anschrift des Botanischen Gartens:Alte Plauener Str. 16
95028 Hof
09281 1446762
Geöffnet ist der Botanische Garten von April bis Oktober, täglich 8 - 20 UhrFörderverein Botanischer Garten Hof e.V.
Ursula-Dumann-Specht
Krötenhofer Weg 28
95028 Hof
Der Autor des Berichts ist seit vielen Jahren mit der Anlage vertraut. Ich habe hier auch schon oft ehrenamtlich mitgeholfen, wenn es um beispielsweise Unkrautbekämpfung, aber auch die Erfassung von Bestandslisten der Pflanzen ging, und dem Botanischen Garten auch gelegentlich Pflanzen aus eigener Zucht im Tausch überlassen. Da ich auch die betrieblichen Voraussetzungen recht gut kenne, möchte ich doch einmal lobend hervorheben, wie mit einem absoluten Minimum an Personal hier stets ein hervorragender Pflegestandard gewährleistet wird - und ich denke, man muss hier auch einmal eine Lanze für den Fortbestand der Stadtgärtnerei brechen, die Jahr für Jahr Tausende von Pflanzen fachgerecht vorzieht und der Stadt Hof wohl mancherlei Enttäuschung mit minderwertigem zugekauftem Pflanzenmaterial ersparen kann.
Erst neulich habe ich eine auswärtige Besucherin wieder sagen hören: "Ui, das ist ja der reinste Märchengarten hier!". Ich denke, solche Statements haben für sich eine enorme Aussagekraft, die ich nicht gesondert zu kommentieren brauche.
Gerührt hat mich auch der Besuch einer Familie aus Frankreich, die absolut begeistert von der Rosenpracht war, immer wieder Fotos gemacht hat und keine Ruhe gab, bevor ihnen die Gärtner nicht eine Tüte voll Rosenblüten abgefüllt haben, um ein wenig von der bezaubernden Duftvielfalt der Rosen mit nach Hause nehmen zu können.
Ich selbst werde bei meinem vielen Besuchen im Botanischen Garten auch laufend von Touristen angesprochen, doch bitte mal ein Foto von ihnen mit dem Hintergrund besonders schöner Blumenmotive zu schießen, was ich natürlich immer gerne mache... ;-)
Ich kann es nur besten Gewissens versichern: Die immense Vielfalt von inzwischen mehreren Tausend Pflanzenarten - vom bescheidenen Miniaturgewächs bis hin zu den gewaltigen Bäumen, macht einen Besuch der Anlage während der gesamten Öffnungsperiode hindurch immer wieder lohnenswert - ganz egal, ob man nun selbst ein "Pflanzenfreak" ist oder nur zum Relaxen unter dem Eindruck grandioser Natur hier verbringen möchte.
Aber: sollte der Garten selbst überlaufen sein, bietet der riesige umliegende Park Theresienstein genügend einsame "Fluchtpunkte"... allerdings sollte ein ortsunkundiger Besucher dann schon wirklich einige Tage Zeit für einen Aufenthalt in Hof mitbringen, um sich ausreichend ortskundig zu machen. Denn im weitläufigen Areal des Parks mit seinen in mehreren "Etagen" verlaufenden Wegen - die für den Verkehr mit Fahrzeugen natürlich gesperrt sind - ist eine Stunde Wandern vorbei wie ein Klacks... ;-)
Noch einmal Bezug nehmend auf den Historischen Rückblick - dass niemals das Geld irgendwelcher Königs- oder Fürstenhäuser zu dieser Anlage beigesteuert hat, sondern allein der Wille und das Durchhaltevermögen der Bürger der Stadt Hof - denke ich doch, dass hier die fünf Sterne vollends gerechtfertigt sind, und ich lege es jedem ans Herz, hier einmal vorbeizuschauen...PaterBrown für ciao, 7.8.2009
Hier bekommt der einsame Steinlöwe im Park Gesellschaft von drei Elfen... ;-)
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
Anstatt dem Mitglied eine negative Bewertung zu geben, bitte daran denken:

Helfe diesem Mitglied durch nützliche Tipps

Melde einen Missbrauch wegen unerlaubter Kopie oder anderer Gründe an das Ciao Support Team.
Kommentar schreiben
schotterkoenig 27.09.2011 06:15
bh
yesup 25.09.2011 21:30
schwupsy 27.06.2011 09:26
BH - was sonst. LG von der schwupsy
Kyrl 21.05.2011 23:24
Klasse Bericht! LG lassie222