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Kontra Keine Kontras
Liebe Freunde und Leser,
und weiter im Text mit meinen Italienerlebnissen vom Gardasee:
GARDONE RIVIERA
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BOTANISCHEN GARTEN HRUSKA " FONDAZIONE ANDRÉ HELLER"
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Erwachsene 9 Euro
Gruppen (ab 15 Personen) 8 Euro
Kinder von 6 bis 11 Jahren 5 Euro
Kinder bis 5 Jahre frei
Bevor ich euch meine persönlichen Eindrücke schildere, möchte ich ein bisschen zur Entstehungsgeschichte erzählen. Der Gründer dieses wunderschönen Gartens war
Hruska (geb. 1880 in Innsbruck, gestorben 1971 in München) war der letzte Zahnarzt des letzten Zaren. Hört sich witzig an, ist aber eine Tatsache. Er machte seine Ausbildung in Belgien, Irland, Österreich, Frankreich, Deutschland, Schweiz, Italien und den USA, war wirklich eine Koryphäe auf seinem Gebiet und jemand, den man heute wohl einen Promi-Doktor nennen würde. Dementsprechend hatte er wohl auch ziemlich viel Kohle und konnte sich die Erschaffung dieses Gartens leisten. Neben dem Zahnarztberuf war er auch noch als Biologe, Ethnologe, Anthropologe, Paläoanthropologe, Sprachwissenschaftler und Essayist tätig - ein sehr vielseitig begabter Mann.
1903 begann Hruska am Gardasee sich eine Villa zu bauen, eröffnete eine Ordination und verwandelte ab 1910 10.000 m2 eines aufgelassenen Weingartens in einen Garten mit Bächen, Teichen und Pfaden. Er sammelte - ermutigt durch das günstige Klima - im Laufe der Zeit bis zu seinem Tode ca. 500 Pflanzenarten aus allen Kontinenten und erschuf dafür jeweils auch die natürliche Umgebung und das Mikroklima.
1988 wurden Haus und Garten verkauft - an den Österreicher
Dieser Künstler dürfte fast allen hier zumindest vom Namen her ein Begriff sein. Für alle die, die sich jetzt überlegen "Hab ich schon mal gehört, wer war das nochmal?" ein kleines Porträt, teilweise entnommen aus Wikipedia.
Franz André Heller wurde am 22.3.1947 in Wien geboren und ist Chansonnier, Aktionskünstler, Kulturmanager, Autor und Schauspieler. Seine bekannteste Unternehmung dürfte wohl die Gründung des Zirkus Roncalli 1976 zusammen mit Bernhard Paul sein, aus dem er sich aber kurze Zeit darauf wieder zurückzog. 1981 entsteht das poetische Varieté Flic Flac, mit dem er anschließend auf Europa-Tournee geht. Mit dem Programm "Afrika! Afrika!" feierte er 2009 große Erfolge.Heller erwarb die Villa Hruska und den dazugehörigen Garten wie schon gesagt 1988 und arbeite mit Keith Haring zusammen, um in diesem Kunst und Natur zu vereinen. So kann man seit dieser Zeit nicht nur eine außergewöhnliche Gartenanlage, sondern auch perfekt darin integrierte Kunstwerke von Haring, Roy Lichtenstein, Joan Miró und andern, auch weniger bekannter Künstler darin bewundern.
Heller selbst sagt über seinen Garten auf der Webseite htttp://www.hellergarden.com/link_01_de.html (auf der man auch Fotos und weiter Infos findet):"Diesem Paradies gehöre ich seit 1988 und es hört nicht auf, mich zu erstaunen und mit Freude auszustatten. Der Zahnarzt des letzten Zaren, Dr. Arthuro Hruska, war der Begründer dieses Glücks, in dem sich auch eine venezianische Villa befindet, die mein gesegnetes Zuhause wurde. Wenn ich von einem der Balkone auf die Herrlichkeit des Gardasees oder in eines meiner Bambuswäldchen schaue, fällt es mit immer noch schwer zu glauben, dass dieser Park mich als Hüter und Verbündeten wollte, und ich danke es ihm, so gut ich kann, mit Liebe."
Da ich mich ja nun nicht schon zuhause näher informiert und wir nur den Tipp vor Ort bekommen hatten, dass sich ein Besuch lohnt, betraten wir den Garten völlig unvoreingenommen und ohne Vorwissen. Schon das Eingangstor - gusseisern und mit einem Mond verziert - begeisterte mich, wohingegen meine Männer dafür keinen Blick hatten. Nun gut, schließlich habe ja nun mal ich die Künstlerseele in der Familie und damit die Aufgabe, auf solche Feinheiten hinzuweisen. Schön, dass meine Männer sich dann darauf einlassen.
Da der GöGa die Eintrittskarten erwarb und ich ihm nicht über die Schulter schaute, hatten wir absolut keinen Plan, wohin wir uns wenden sollten - einen Plan gibt es nämlich gratis an der Kasse, aber danach hatte er natürlich nicht geschaut *g*Weiter über eine Holzbrücke kommen wir an den exotischsten Pflanzen vorbei. Ich entdecke eine amerikanische Hibiskusart mit roten, wunderschönen Blüten, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Wir tauchen ein in das absolute Grün, an einem kleinen Bambuswald vorbei zu einer Formation von Palmen. Die Bambusstäbe waren schon beeindruckend, manche davon sind fast armdick und unglaublich hoch. An der Palmen aber stoße ich auf eine Pflanzenart, die mich schon immer fasziniert hat: an ihnen sind Pflanzgefäße aufgehängt, die Orchideen in den unterschiedlichsten Farben und Formen beherbergen. Dazwischen ist wieder Kunst eingefügt: Stäbe und Palmstämme, die bunt bemalt wie Ringelsocken wirken.
Ups, ich glaube, ich bringe die Reihenfolge durcheinander, denn dazwischen kamen wir auch noch an einer tempelartigen Einrichtung mit einer indischen Elefantengottheit vorbei, die meinen Jungs besonders gefallen hat. Aber eigentlich sollte ich sowieso von einer minutiösen Abfolge abkommen, denn sonst sind wir hier noch lange unterwegs - real war es sicher eine gute Stunde, wenn nicht mehr. Also fasse ich mich etwas kürzer und beschreibe nicht mehr jede einzelne Pflanze und jedes einzelne Kunstwerk, sondern beschränke mich auf die wirklichen Besonderheiten:Der Koi-Teich: ein wunderschöner ruhiger Teich, an einer Seite ein Steg, in dem rot-schwarz gesprenkelte und auch zwei weiße Kois ruhig ihre Bahnen ziehen. Dazu gibt es folgende Geschichte: Heller hat diese Kois, die sicherlich eine Menge Kleingeld kosten, von einem Mann geschenkt bekommen, der in Scheidung lebte und seiner Frau eins auswischen wollte. Dieser stand eines Tages mit einem Tankwagen vor der Villa und überreichte Heller den Inhalt - Heller nahm an und hat seither nie mehr weder von ihm noch von ihr etwas gehört.
Unschöner Hintergrund, für den Besucher schön anzuschauen *g*
Der Wunschbaum: wir kamen an einem Baum vorbei, an dem hunderte von Zetteln hingen. Zunächst dachten wir, das solle moderne Kunst darstellen, aber beim näheren Hinsehen bemerkten wir, dass hier Besucher des Gartens ihre Wünsche auf kleine Zettel - zum Teil die Eintrittskarten - geschrieben und dort hingehängt hatten. Keine Tafel, die dazu einen Anlass gab, kein Kästchen mit Zetteln oder einem Kugelschreiber dazu... ob diese Aktion irgendeinmal tatsächlich angeregt wurde oder ob sie spontan begann? Keine Ahnung und da wir keinerlei Stifte dabei hatten, konnten wir uns auch nicht beteiligen.
Der See mit Buddha-Statue: dieser war für mich ein Traumanblick, der soviel Ruhe und Besinnlichkeit vermittelt, dass ich dort eine halbe Ewigkeit verweilen hätte können.
SO VIEL ZU SEHEN
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Die ganze Anlage ist mit viel Liebe sorgfältig gestaltet und wird auch sehr gepflegt: in einem vor den Besuchern abgeschlossenen Bereich sahen wir ein paar Gärtner werkeln. Die verschiedensten Landschaften auf kleinstem Raum lassen den Besucher durch die ganze von den Alpen in die Tropen reisen, das Ganze nahtlos verwoben mit Kunstwerken, die sich nahtlos in die Natur einfügen. Ich bin ein Mensch, der mit beiden Beinen fest in der Realität steht und zwar durchaus auch auf Gefühle baut, aber nicht allzu esoterisch ist. Dieser Garten hatte auf mich aber eine meditative Wirkung, er bietet eine Reise für die Sinne und vermittelt einfach nur Harmonie. Ein Highlight für die Seele, laut meiner Männer auch für sie, die nun wirklich keine besonders künstlerische Ader haben oder das große Göttliche in der Natur suchen *gg*.
Ich habe auch hier sicher hundert Fotos gemacht, für meine Kamera war der Giordano Botanico Heller natürlich ein Leckerbissen erster Güte. Eine winzige Auswahl habe ich dem Bericht beigefügt, im Netz findet ihr noch viele weitere Bilder, wenn ihr in Suchmaschinen "Botanischer Garten Gardone" eingebt.Lange Rede kurzer Sinn: solltet ihr einmal in der Gegend sein und einfach mal die Seele baumeln lassen, dabei aber gleichzeitig Eindrücke sammeln wollen, dann solltet ihr diesen außergewöhnlichen Garten auf alle Fälle besuchen.
Ich für meinen Teil möchte auch hier noch ein zweites Mal hin. Dann aber werde ich auf alle Fälle zwei Dinge anders machen: ich werde einen Wegeplan an der Kasse mitnehmen, um gezielt bestimmte Orte dort mit Informationen anzusehen und sicher nichts zu verpassen und ich werde einen Zettel und Stift dabei haben und einen (immateriellen) Herzenswunsch an den Wunschbaum hängen: an diesem magischen Ort wird er sicher erhört.Für den traumhaften Botanischen Garten Hruska "Fondazione Heller" uneingeschränkte 5 Sterne plus absoluter Empfehlung!
Eure Ceridwen alias Kerry3
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hasen4 14.04.2012 21:07
giselamaria 22.03.2012 08:32
hier ist das Foto________http://www.giselasletterbox.rosslauer.de/sonstige_bilder/Kakteen%20und%20Interessantes/hibiskus_800_75.jpg
giselamaria 22.03.2012 08:27
und diese Riesen-Hibiskus-Art gibts auch bei uns, hat Nachbar 4 davon, fährt extra nach Speyer um die zu kaufen, hat sie schon das 4. Jahr, vermehrt sie mittlerweile selbst...Die Blüten werden ca. 30 cm im Durchmesser, Wahnsinn. In allen möglichen Farben. - Ich suche mal ein Foto, habs mal fotografiert. LG gisela
giselamaria 22.03.2012 08:17
oh, so eine Riesenblüte bringt eine meiner Sukkulenten auch hervor: guck mal: http://giselasletterbox.rosslauer.de/fotos/blumen/images/sukkulente_riesenbl%FCte01.jpg - ________wunderbare Fotos sind das!!
giselamaria 22.03.2012 08:14
oh, DAS hätte mich auch interessiert, André Heller ist ja ein sehr interessanter und vor allem vielseitiger Künstler, toll !!! (wieso habe ich diesen Bericht nie gesehen ?) - LG gisela