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Boston- eine Stadt zum verlieben
Pro Extrem überschauber
Kontra Nichts.
Boston ist genaugenommen eine Halbinsel: Boston Neck, über das die Stadt mit dem Festland verbunden ist, war ursprünglich kaum 400 Meter breit. Rund 58% der heutigen Stadt liegen auf aufgeschüttetem Gelände und man sieht auch sofort daß die ersten Plätze Bostons nach Londoner Vorbild angelegt wurden. Die Stadt , die schließlich nicht zu Unrecht als Wiege der amerikanischen Geschichte bezeichnet wird., bittet Kirchtürme, Statuen, Parks, und ein aktives kulturelles Leben ,wozu sich in den letzten 40 Jahren eine kompromißlos amerikanische Skyline aus Wolkenkratzern gesellt hat. Boston ist erfrießend, faszinierend verschiedenartig, teils fremdartig und zugleich vertraut : Ausgehend von der schicken Eleganz der Back Bay und dem europäischen Charme des North End bis hin zu der Modernität des Skylines der Waterfront (Vorsicht: Modern heißt nicht unbedingt schön...).
Das Herz der Stadt ist wahrscheinlich (geschmackssache!) Boston Common und den angrenzenden Public Garden. Der vom State House mit seiner imposanter Goldkuppel überragte Common, ist der älteste öffentliche Park der U.S.A. Ganz in der Nähe markiert ein Touristeninformationstand der Beginn des Freedom Trail. Östlich liegt das Zentrum der Stadt , dessen Verwaltungsgebäude sich um den riesigen Platz des Government Center gruppieren. Hier kann man auch den renovierten Faneuil Hall Marketplace besuchen , mit der historische Faneuil Hall , dem Quincy Market und den in Süden und Norden angrenzenden Märkten. Dort findet man Straßenkünstler, Porträtmaler und Essenbuden ohne Ende. Im historischen North End, dem von hier aus nördlich gelegenen italienischen Viertel, das an Sommerwochenenden mit belebten Straßenfesten aufwartet, gibt es ausgezeichnete Bäckereien und Restaurants.Der Post Office Square bildet den Mittelpunkt des von Bürohochhäusern dominierten Finanzzentrums. Nicht weit davon ragt Bostons erster "Wolkenkratzervariante" in den Himmel: das Custom House, ein neogotischer Glockenturm. Das ehemalige Hafenviertel, The Waterfront, wird schon lange nicht mehr als solches benutzt. Statt dessen haben sich an den alten Kais Wohnungen und Büros ausgebreitet. Hier liegen ausgezeichnete Restaurants und das exzellente New England Aquarium.1994 begann man damit ,den die Waterfront kreuzenden Highway unter die Erde zu verlegen, um die Gegend durch einen ca. 73 Acre großen Park aufzuwerten. Südlich des Finanzzentrums gelegen, ist Chinatown ( die Bostonerversion), ein buntes farbenfrohes Viertel, wo man billig einkaufen und gut essen kann.
Nördlich und westlich des Bostons Commons liegen die schöne, eleganten Wohnviertel Beacon Hill und Back Bay, wo man unter anderen die beiden Aussichtstürmen Bostons- dem Prudential Tower und dem Hancock Tower bewundern kann . Durch Back Bay verläuft die Newbury Street ,die eleganteste Einkaufstraße Neuenglands mit jeder Menge Boutiquen und Galerien zum Schaufensterbummel, parallel zur Commonwealth Avenue (eine der schönsten Straßen Amerikas) vom Public Garden aus. Sie bildet die Mittelachse der Back Bay, einer Gegend, die Ende des 19. Jahrhunderts im Rahmen eines großangelegten Landgewinnungsprojektes entstand; damals waren breite symmetrische Boulevards wie in Paris gefragt. In Beacon Hill, also nicht allzuweit entfernt, liegt die für ihre Antiquitätengeschäfte berühmte Charles Street. Die Mehrheit der Hotel residiert südlich von Copley Square,. An der Westseite dieses Platzes steht die würdige , im Renaissance- Revival- Stil errichtete Boston Public Library (1894), die erste öffentliche Bücherei der Welt. Östlich davon erstreckt sich das Theaterviertel , was immer ein Besuch wert ist. Das South End ist ein aufstrebendes Viertel mit hübschen vikrorianischen Stadthäusern, bunt gemischt und zusammengesetzt - hier leben zahlreiche Hispanics, Schwarze und viele Homosexuelle. Eine der attraktivsten Straßen hier ist die Union Park.Im Südwesten geht die Back Bay in den Fayway über, die Gegend rund um die Back Bay Fens (eine beliebte Grünanlage). Hier finden Sie zwei der wichtigsten Kunstmuseen der Stadt: das riesige Museum of Fine Arts und das eindrucksvolle Isabella Stewart Gardner Museum. Der Fenway Park, Heimat der Boston Red Sox, ist das kleinste und eines der ältesten Baseballstadien der USA.
Cambridge, am Nordufer des Charles River gelegen, ist zwar eine eigene Stadt, über die Harvard Bridge aber von der Back Bay aus zu Fuß leicht erreichbar. Die Harvard University (die älteste Universität der USA) und das aktive Straßen- und Nachtleben rund um den Harvard Square zählen zu den Hauptattraktionen von Cambridge. Ebenfalls in Cambridge, ist das MIT, das berühmte Massachusetts Institute of Technology (MIT) beheimatet.Boston ist zweifellos eine Stadt für Fußgänger, die Entfernungen sind gerade in der Innerstadt sehr gering und es gibt unglaublich viel zum Anschauen. Allerdings muß man aufpassen: Tagsüber kann man zwar gefahrlos alle Hauptstraßen entlang schlendern - sie zu überqueren ist aber eine andere Sache (La Place de la Concorde läßt grüßen). In Boston, das nicht umsonst als amerikanische Hauptstadt der jay-walkers (unachtsame Fußgänger) verschrien ist, herrscht nämlich die Unsitte, Ampeln zu ignorieren und sich statt dessen zwischen den fließenden Verkehr zu wagen. Mit dem Auto in Boston fahren, muß man nicht unbedingt, wenn es sich vermeiden läßt. Wer sowieso mit dem amerikanischen Einbahnstraßensystem nicht vertraut ist, braucht sehr gute Nerven, um sich in dem Labyrinth der Stadt zurechtzufinden, zu wissen, wer wo Vorfahrt hat, und eine der extrem raren Parkplätze zu ergattern.
Die öffentliche Verkehrsmittel in Boston verkehren von morgens fünf bis halb ein Uhr nachts. Das U-bahn-Netz, "T" genannt,oder ganz genau "the T.", verläuft quer durch die Stadt. Man muß vorher sogenannte tokens kaufen, die die Sperre am Eingang öffnen. Da es keinen Beleg gibt, fährt man quasi ohne Ticket. Nach Cambridge, zum Museum of Fine Arts, dem Isabella Gardner Museum und zum Flughafen (Logan Airport) benutzt man am besten die "T". Die farbig kodierten Linien machen selbst einem Neuankömmling, die Orientierung leicht. Man muß lediglich auf die Farbe und die Endstation des Zuges achten. Außerdem bieten drei Busunternehmen Stadtrundfahrten mit Trolleybussen an. Sie führen durch den historischen Teil der Stadt und schließen auch die meisten Sehenswürdigkeiten des Freedom Trail mit ein. Old Town Trolley Tours fährt bis Cambridge. Wer Doubledecker Tours wählt, fährt in Doppeldeckerbussen ähnlich wie in London.Eine alternative, sich in Boston zu bewegen, sind Bootsausflüge. Die Boote der Boston Harbor Cruises legen am Long Wharf beim New England Aquarium ab. Die Fahrt zum Charlestown Navy Yard ist die schnellste Art, zur USS Constitution zu kommen ( die Fregatte USS Constitution mit ihren imposanten Masten ist das berühmteste historische Kriegsschiff Amerikas) . Längere Bootsfahrten führen am Flughafen, verschiedenen Containerterminals und einer der größten Kläranlagen der Welt vorbei. Man kann zwar nicht behaupten daß die Aussicht besonders prachtvoll ist, aber man sieht immerhin die Befestigungen von Castle Island (17. Und 18. Jahrhundert), und der Blick auf die Wolkenkratzerkulisse der Stadt ist auch recht beeindruckend.
Wichtige Tagen des Jahres in Boston (die man am liebsten nicht verpassen sollte).Januar
18. Januar : Martin Luther King Day.
Chinese New Year, Chinatown: Feuerwerk und viel traditionelle Musik.
März
Spring Flower Show, Bayside Exposition Center: drittgrößte Blumenschau der Welt.
St. Patrik´s Day Parade (mitte März), Umzug zu Ehren des irischen Heiligen.
Mai
Boston Kite Festival, Franklin Park: Flugdrachenfans versammeln sich zu einer bunten Veranstaltung.
Art Newbury Street: Kunst, Sonderausstellungen, Jazz und klassische Musik.
Street Performers ´ Festival, Faneuil Hall Marketplace: Ein Wochenende mit zahlreiche Darbietungen und einer Parade.
Juli
Boston Pops :kostenlose Open-air-Konzerte in der Hatch Shell an der Esplanade.
Chowderfest, City Hall Plaza: die Auswahl der besten Fischsuppe Bostons. Herrlich.
Harborfest ( die Woche bis zur 4.Juli), Boston Harbor: Feier der Ereignisse des Revolutionskriegs mit Militärparade, Feuerwerk, Konzerten und ab 1996 mit der Einfahrt der USS Constitution in den Hafen.
September
Art Newbury Street ( die Septembervariante).
Boston Arts und Music Festival.
November
Boston Globe Book Festival.
Holiday Happenings ( eine verlängerte Adventszeit von 19. Nov. bis 24. Dez.): vorweihnachtliche Festivitäten, u.a. Winter Wonderland und Sleigh Bell Parade.
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Tyranno 09.05.2009 23:47
jeff2006 05.04.2007 09:05
farnbauk 22.08.2005 16:47
Ich war in den letzten 3 jahren etwa 20 mal in Boston, aber soviel wie in deinem Bericht habe ich von meinen Freunden dort nicht erfahren! LG Konrad
Digga1999 21.06.2005 23:44
Sonne-in-der-Nacht 24.12.2003 09:02