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Traditionsreiche Börse im Herzen von Hamburg
Pro zur Zeit courtagefreier Handel für kleinere Aktienorder
Kontra nicht gefunden
Detailbewertung
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I Einleitung
Die Börse Hamburg befindet sich in zentraler Innenstadtlage Hamburgs im Gebäude "Rathausmarkthof", also links gegenüber dem Rathaus. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Börse also problemlos zu erreichen. Die heutige Hamburger Börse wird von der 1999 gegründeten BÖAG Börsen AG - kurz Börsen AG - als Trägergesellschaft und Betreiber der Wertpapierbörsen in Hamburg und Hannover geführt, dass heisst die Hamburger und Hannoveraner Börsen haben sich zusammengeschlossen.
Heute zählen beide Börsen zusammen über 170 Kreditinstitute und Wertpapiermakler zu ihren Handelsteilnehmern, darunter auch ausländische Institute. Nach der offiziellen Orderbuchstatistik belegen die Börsen Hamburg und Hannover den dritten Platz unter den deutschen Börsen. Ein besonderer Schwerpunkt ist der börsliche Fondshandel. Durch ihre geschäftspolitische Ausrichtung - sowohl auf den privaten, als auch auf den institutionellen Anleger - will die Börsen AG ihren Partnern und Handelsteilnehmern optimale Angebote machen.
II Aktuelle Courtagefreiheit von kleineren Aktien-Ordern
Diese Grenzen können im Detail unter http://www.boersenag.de/cgi-bin/ix.cgi?IXpg=hn59_c ourtage nachgelesen werden. Einige Beispiele:
DAX- Werte bis 50.000 Euro courtagefreiLeider ist die Courtagefreiheit begrenzt auf Aktien im Rahmen der Grenzen. Wer sich hierfür interessiert, sollte sich stets vergewissern, ob diese "Aktion" noch gültig ist. Leider gilt diese auch nicht für verzinsliche Wertpapieren, was durchaus sehr interessant wäre.
1. Aktien
Gehandelt werden an der Börse Hamburg nahezu alle liquiden Aktien deutscher und internationaler Indizes in den Handelszeiten von 09.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Die Betreuung der Werte erfolgt durch Makler, so dass die Ausführung der Order innerhalb von wenigen Sekunden gewährleistet ist. Dabei wird das Referenzmarktprinzip genutzt; d.h. der Anleger bekommt mindestens den gleichen Ausführungskurs, wie er am liquidesten Referenzmarkt, z.B. Xetra, herrscht.Dies klappt nach meinen Erfahrungen einwandfrei. Zusammen mit der Vermeidung von Teilausführungen und o.g. Courtagefreiheit für bestimmte Order bietet die Börse Hamburg somit einen großen Vorteil gegenüber Xetra und den anderen deutschen Regionalbörsen. Innerhalb von Liquiditätsgarantien wird die Ausführung unverzüglich und marktgerecht gewährleistet. Die Liquiditätsgarantien gelten unter Berücksichtigung der jeweiligen Orderbuch- / Markttiefe am Referenzmarkt und können unter http://www.boersenag.de/cgi-bin/ix.cgi?IXpg=hn16_h andelsbedingungen abgerufen werden.
Die Hamburger Börse habe ich für den Handel von Anleihen noch nicht genutzt. Der variable Handel von Renten erfolgt in Hamburg wie meines Wissens an allen anderen deutschen Regionalbörsen im Vergleich zum Aktienhandel gekürzt und zwar von 09:00 Uhr bis 17:30 Uhr. Analog zum Aktienhandel wird die Ausführung in Anlehnung an die jeweiligen Rentenfutures bzw. die aktuelle Berechnung des Emittenten / Market Makers vorgenommen, die Ausführung aller bis 11:00 Uhr zum Kassakurs erteilten Aufträge in beliebiger Höhe wird zum Frankfurter Fixing vorgenommen. Weitere Angaben gibt es auf der Homepage der Hamburger Börse. Ich bevorzuge für den Kauf- und Verkauf von Anleihen die Börsen Stuttgart und Frankfurt, da diese nach meinen Erfahrungen die geringsten Handelsspannen und die beste Liquidität aufweisen.
Eine Besonderheit der Hamburger Börse ist der Handel von Fondsanteilen. Da ich kein Freund von Fonds bin und sozusagen mein eigener Fondsmanager für meine kleinen Ersparnisse bin, habe ich hier keine Erfahrungen. Jedoch bietet die Hamburger Börse damit erfahrenen Anlegern die Möglichkeit, Investmentfonds über die Börse zu kaufen und zu verkaufen, so dass oft üppige Ausgabeaufschläge - allerdings auch die damit oft verbundene Beratung - entfallen. Allerdings bestehen Handelsspannen / Spreads, die zu beachten sind. Nähere Informationen zum Handel von offenen Investmentfonds gibt es unter http://www.fondsboerse.de/cgi-bin/ix.cgi?IXpg=hn28 _handelsbedingungen.
Eine Besonderheit der Börse Hamburg ist der Handel von geschlossen Fondsanteilen. Zusammen mit den Börsen Hannover und München betreibt die Hamburger Börse die Fondsbörse Deutschland als Plattform für den Handel von über 4000 geschlossenen Fonds, insbesondere Immobilien-, Schiffs- und Leasing-Fonds. Die Plattform ist neutral und transparent. Der Handel erfolgt in Anlehnung an Börsenusancen und wird von Mitarbeitern der Börsen Hamburg und Hannover überwacht.Auch in diesem engen Marktsegment habe ich keine eigenen Erfahrungen gemacht. Wer sich hierfür interessiert, kann sich unter http://www.zweitmarkt.de/ informieren.
Eine weitere Besonderheit der Börsen Hamburg und Hannover ist der Handel von Lebens- und Rentenversicherungen vor Laufzeitende an der Policenbörse Deutschland, d.h. hier können unabhängig von ihrer Fälligkeit und ohne Kündigung liquidiert werden. Die Handelsplattform unterliegt einer Handelsüberwachung durch Börsenmitarbeiter aus. Die Policenbörse Deutschland ist von der Börsen AG Hamburg und Hannover initiiert. Auch in diesem sehr engen Marktsegment habe ich keine eigenen Erfahrungen gemacht. Wer sich hierfür interessiert, kann sich unter http://www.policenboerse-deutschland.de/ informieren. Da diese relativ junge Handelsform sicherlich eine Alternative zur häufig vorkommenden, oft nachteiligen Kündigung von Lebens- und Rentenversicherungen vor Fälligkeit ist, sollten Leser mit Erfahrungen mit der Policenbörse hier bei dooyoo einen Erfahrungsbericht schreiben.
Last but not least komme ich zu den seit einigen Jahren sehr beliebten Zertifikaten, die ich jedoch ebenfalls nicht nutze. Insoweit habe ich auch noch keine Zertifikate über die Börse Hamburg gehandelt, was jedoch auch an der Börse Hamburg mit folgender Handelsgarantie möglich ist; demnach wird die Auftragsausführung mindestens so gut erfolgen, als wäre die Order direkt beim Market Maker oder Emittenten eingestellt worden. Insoweit ist auch hierfür die Börse Hamburg geeignet. Leser mit Erfahrungen im Handel mit Zertifikaten an der Börse Hamburg können meinen Bericht ja durch einen diesbezüglichen Kommentar bereichern. Vielen Dank!
Die Geschichte der Hamburger Börse geht zurück auf das Jahr 1558, als der Kaufmannschaft erlaubt wurde, einen Platz gegenüber dem Rathaus an der Trostbrücke als täglichen Versammlungsort zu nutzen. In der Folgezeit entstand hier von 1577 bis 1583 das erste Börsengebäude, das bereits 1669 um einen rückwärtigen Anbau und ein Haus für die Waage ergänzt wurde. Aufgrund des ständig wachsenden Börsenbetriebs wurden Anfang des 19. Jahrhunderts die Planungen für den Bau eines Börsenneubaus aufgenommen.
Doch erst nach jahrelangen Beratungen über dessen Finanzierung (schon damals war dies nicht so einfach!), Standort und architektonische Ausgestaltung konnte 1837 mit dem Bau begonnen werden, so dass die Einweihung der "Neuen Börse" im Dezember 1841 stattfinden konnte. Durch den Brand der alten Börse und des Rathauses im Jahr 1842 bekam die neue Börse Raum für spätere Erweiterungen, die dann auch im 19. Jahrhundert vorgenommen wurden.Auf der Rückseite der Börse befand sich eine Freifläche, die später für den Neubau des 1842 zusammen mit der alten Börse beim großen Brand zerstörten Rathauses genutzt wurde. Dadurch wurde die Börse mit dem neuen Rathaus durch zwei Flügelbauten zu einem geschlossenen Baukomplex Ende des 19. Jahrhunderts verbunden und durch Erneuerungen der Fassaden aufgewertet.
Die letzte Erweiterung der Börse erfolgte schließlich im Zusammenhang mit dem Bau des Hochbahntunnels, der Anfang des 20. Jahrhunderts die Niederlegung des alten Ostflügels erforderte, so dass Ersatzbauten geschaffen wurden. Während des zweiten Weltkrieges erlitt das Börsengebäude schwere Schäden. Der Mittelbau und der Westflügel am Alten Wall wurden weitgehend zerstört, nur der östliche Börsensaal blieb damals benutzbar. Die Mittel für die 1949 begonnene Wiederherstellung der historischen Architektur wurden wie ihre spätere Unterhaltung allein von der Hamburger Kaufmannschaft aufgebracht. Seit 1952 steht die Börse unter Denkmalschutz und im Jahre 1957 war der Wiederaufbau der Börse weitgehend abgeschlossen. Seitdem residiert die Hamburger Börse in zentraler Lage in einem geschichtsträchtigem Gebäude, auch wenn der Platzbedarf in den letzten Jahren doch deutlich geschrumpft ist.
V Serviceangebote
Soweit in aller Kürze einige Informationen zur Börse Hamburg. Weitere Infos erhaltet ihr unter www.boersenag.de/, denn schließlich soll dieser Bericht nicht alle Details einer Börse widerspiegeln.
Meine Erfahrungen mit der Börse Hamburg sind aktuell im Aktienbereich sehr positiv. Durch das für kleinere Order courtagefreie Handelsangebot für bestimmte Aktien (siehe oben) ist auch Xetra-Schluss bis 20 Uhr eine courtagefreie Handelsoption gegeben, die insbesondere lästige Teilausführungen vermeidet. Mit diesem Angebot ist die Börse Hamburg sehr empfehlenswert. Für den Handel von Anleihen ziehe ich wie beschrieben andere Börsen derzeit vor.
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engel1502 08.03.2010 22:34
Joe69 08.03.2010 21:46
Flo_Grundmann 28.02.2010 17:53
blonde_lady 28.02.2010 11:02
Versprechen endlich eingelöst.
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Die Hamburger Börse 1558-2008: Trends im Börsenwesen - Handelskammer Hamburg Hrsg. Seiten: 344, Ausgabe: 1, Gebundene Ausgabe, Murmann-Verlag GmbH |
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...hier bei dooyoo...? ;-))