Borkum

Erfahrungsbericht über

Borkum

Gesamtbewertung (35): Gesamtbewertung Borkum

 

Alle Borkum Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


Mutter-Kind-Kur auf Borkum

5  04.01.2008

Pro:
Viel Pro, vor allem im Herbst

Kontra:
etwas teuer

Empfehlenswert: Ja 

Go.Crazy

Über sich: 35 Jahre alt geschieden, 1 Kind

Mitglied seit:01.05.2000

Erfahrungsberichte:21

Diesen Bericht empfehlen auf Google+
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 38 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Wenn einer eine Reise tut.......ist er mit Borkum gut bedient.
Mit meinem Sohn war ich September bis November 2003 und ebenfalls September bis November 2007 zur Mutter-Kind-Kur auf der wunderschönen Nordseeinsel Borkum.


Aber jetzt erst mal ganz von vorne:

Da mein Sohn geistig und körperlich behindert ist, riet mir die Kinderärztin zu einer Mutter-Kind-Kur. In der Praxis hing ein Plakat der Kur- und Reha GmbH, deren Internetseite ich mir gleich am selben Abend ansah (www.kur.org).
Man konnte die Fragebögen dort direkt auszudrucken. Diese habe ich zum ausfüllen den Ärzten gegeben und an die Kur- und Reha GmbH zurück geschickt. Die Kur wurde auch sofort von der Krankenkasse (BKK) bewilligt.


Anreise:

Nun sollte es also losgehen. Wir wohnen in der Nähe von Frankfurt am Main und haben, da wir mit dem Auto angereist sind, die Fähre in Eemshaven (Holland) genommen. Die fährt nur 50 Minuten und nicht 2 Stunden wie die aus Emden. Die Strecke ist mit dem Auto auch gut zu fahren.
Die Abfertigung ist in Eemshaven leider etwas hektisch und die Mitarbeiter auch manchmal etwas unfreundlich aber damit kann man leben. Die Überfahrt war in beiden Jahren leider regnerisch aber wunderschön. Wir haben lange an Deck gestanden, Holland gehen und Borkum kommen sehen.
Am Hafen angekommen sind wir mit dem Auto zunächst in die Jugendherberge im Ortsteil Reede gefahren (2 Minuten vom Hafen entfernt).
Da der Anreisetag der Mutter-Kind-Klinik Mittwoch ist, wir aber am Wochenende fahren wollten (weniger Lkws) habe wir uns für einen Aufenthalt in der Jugendherberge entschieden. Leider war auch nichts anderes mehr frei, erst recht nicht für einen Aufenthalt unter einer Woche.


Jugendherberge Borkum, Reedestr. 231:

Ansehnlich ist die ehemalige Kaserne nun wirklich nicht. Aber davon braucht man sich in diesem Fall wirklich nicht abschrecken zu lassen.
Die Zimmer sind zweckmäßig aber sehr schön eingerichtet und geräumig. Unser Zimmer hatte ein Hochbett, ein Tisch, Stühle, gepolsterte Bänkchen und einen großen Schrank. Sehr gefreut habe ich mich über das zum Zimmer gehörende, riesige Badezimmer.
Im Speisesaal des vorderen Gebäudes gab es morgens ein leckeres und absolut abwechslungsreiches Frühstück. Dazu konnte man sich ein Lunchpaket aus Brötchen, Obst, Getränken und etwas Süßem zusammenstellen. Damit man sich den Tag frei gestalten konnte, gab es dort das warme Essen abends. Auch dieses war reichhaltig und lecker.
Ein großes Dankeschön auch an das Personal der Jugendherberge die immer sehr nett und hilfsbereit waren.


Mutter-Kind-Klinik Borkum, Bubertstr. 5-7:

Da der Ortskern autofrei ist, haben wir unser Vehikel auf den Parkplatz "Am langen Wasser" abgestellt. Hier muss man darauf achten, dass man sich nicht in die Erste Reihe stellt, die kostet Parkgebühr. In den anderen Reihen findet man immer ein Eckchen.
In der Klinik angekommen haben wir erst mal die Neuankömmlingen-Runde durchlaufen (Zimmer beziehen, Untersuchung, Hausführung, Kindergarten usw.). Auch hier sind alle Leute sehr nett und das Essen reichhaltig und lecker.
Neben dem normalen Kurprogramm wie Massagen, progressive Muskelentspannung, Bauch-Beine-Po, Aqua-Fitness usw. haben wir nun auch viel Zeit die Insel kennen zu lernen.


Inselleben:

Im Herbst fängt die Insel langsam aber sicher an sich zu leeren.
Das ist aber sehr angenehm. Ich habe Bilder vom Sommer-Trubel gesehen und bin dann doch froh über ein bisschen Bewegungsfreiheit an Strand und Fußgängerzone und eine Menge freier Plätze in den Cafés und Kneipen z.B. in der Bismarckstraße.


Kutschfahrt:

An einem Sonntag haben wir bei Ommo Akkermann eine Kutschfahrt gebucht. Die Fahrten kann man im Kaufhaus Akkermann Bismarckstraße Ecke Goethestraße für 3 -6 Euro buchen. Dort steht auch meistens eine Kutsche abfahrbereit vor der Tür.
Die Fahrt ging über die Hindenburgstraße, den Barbaraweg und durch ein kleines Wäldchen zum Flughafen. Dort konnten sich die Kinder die kleinen Motorflugzeuge ansehen und auf dem Spielplatz toben bevor die Fahrt mit dem sehr schönen Planwagen wieder zurück ging.


Fahrradtour:

Da Inseln im Allgemeinen platt sind, kann man auch mit Kindern eine sehr schöne Fahrradtour machen. Fahrradverleiher gibt es fast an jeder Ecke. Wir haben uns unsere Räder direkt bei der "Borkumer Kleinbahn" auf der Rückseite des Bahnhofsgebäudes geliehen. Für 3 - 8 Euro bekommt man dort gut gepflegte Erwachsenen- und Kinderräder (mit Helm), Kinderanhänger, Kindersitze, Gokarts und alles was sich sonst mit Rädern vorwärts bewegen lässt.
Unsere Tour führte die Hindenburgstraße hinauf mit einem kurzen Abstecher durch die Dünen zum Café Sturmeck. Dort kann man bei einer kleinen Pause über die Dünen zum Strand gucken. Weiter führte uns der Weg an vielen Pferden vorbei zum Upholmhof. Bis Oktober kann man hier hervorragend und sehr günstig im großen Biergarten essen. Wer es gerne ein bisschen edler mag (oder auch bei Regen), kann auch im Hauptgebäude essen.
Auf der Richthofenstraße ging es in Richtung altem Ortskern. Wenn man den Alten Leuchtturm und den darunter liegenden alten Friedhof besichtigt hat, kommt man auf der Willhelm-Bakker Straße zu den imposanten Walkinnladen.
Wenn man die Gasse zwischen Grundschule und Rathaus hindurch fährt, sieht man die Evangelisch-reformierte Kirche mit dem schönen, silbernen Schiff über dem Eingang. Weiter über die Neue Straße und durch die Alte Schulstraße sieht man in der Mitte eines kleinen Platzes eine Litfasssäule auf der "Borkumer Jungens" steht. Von dieser Litfasssäule stürzen sich während des "Klaas Ohm" Festes am 5. Dezember maskierte Borkumer Jungs in die tobende Menge.
Wer ohne oder mit größeren Kindern unterwegs ist, kann die Tour auch weiter ausdehnen. Es gibt auch im Ostland viel zu sehen.


Was mache ich bei Regen?:

Bei Regenwetter lohnt sich ein Besuch in der Spielinsel, einem überdachten Spielplatz, in dem man auch Spiele usw. ausleihen kann oder man geht ins neu gebaute Erlebnis-Schwimmbad "Gezeitenland". Dazwischen kann man in der Kulturinsel Bücher lesen oder sich einen Kinofilm ansehen. Alles ist über die Westerstraße (gleich beim Parkplatz "Am langen Wasser")zu erreichen.


Was kann man sonst noch mit Kindern unternehmen?:

Am Ende der Goedeke-Michel Str. können Kinder täglich bis 16 Uhr durch ein abgestecktes Dünengebiet Ponys reiten. Man sollte jedoch keine Angst vor Pferden haben, denn die Eltern müssen die Ponys selbst führen.
Wer gut zu Fuß ist kann den neuen Leuchtturm hinaufsteigen und einen atemberaubenden Ausblick genießen.
Im Oppermanns Pad kann man Minigolf spielen und natürlich an vielen Stränden toben, Muscheln sammeln, baden, Drachensteigen lassen oder einfach nur faulenzen.


Heimreise:

Nach einem anschließenden Aufenthalt in einer sehr schönen Ferienwohnung in der Kiebitzdelle-Ostdünen ging es nun wieder nach Hause. Im Jahr 2007 mit einer kleinen Verzögerung. Wir hatten Sturmflut. Das kann hin und wieder vorkommen, doch diese Sturmflut war auch für Insulaner etwas nicht Alltägliches. Ein Bananentransporter war vor der Holländischen Küste gekentert und das ölverschmierte, grüne Obst ließ sich auch am Borkumer Südstrand bewundern. 10 Meter hohe Brecher waren vor der "Heimlichen Liebe", einem Cafe an der Süderstraße zu sehen. Die halbe Insel hatte sich mit Kameras und Fotoapparaten bewaffnet dort versammelt. Hollands Häfen haben dann auch noch geschlossen und uns blieb nur noch der Emdener Hafen. Nach drei ausgefallenen Fährüberfahrten haben wir um ca. 16 Uhr endlich die Fähre bestiegen und sind mit viel Geschaukel pünktlich in Emden angekommen.


Resümee:

Borkum ist eine wunderschöne und wohl auch etwas teure Insel (na ja, die Insulaner wollen ja auch leben) aber ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Besuch, wenn man wieder im Regen an Deck steht, Holland gehen und Borkum kommen sieht.

Diesen Bericht empfehlen auf Google+
Sponsoren-Links
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
sandraberg

sandraberg

04.01.2008 22:33

toller bericht - klares SH - gar keine frage *zwinker* glg sandra

Rheinkieker

Rheinkieker

04.01.2008 22:15

sehr schöner bericht und sehr informativ geschrieben. lg willi

Alwini

Alwini

04.01.2008 22:08

EINMAL BORKUM, IMMER BORKUM - mein ich natürlich!!!

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 13437 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (100%):
  1. MasterSirTobi
  2. Micaela030
  3. jockel2001
und weiteren 35 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.