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Erfahrungsbericht

für Bond Place Hotel, Toronto
2 Sterne Übernachten am "Klein Times Square" Bericht mit Bildern
180 von 180 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Nein

Pro zentrale Lage, freundlicher Empfang

Kontra Zimmer sehr laut, außerdem stank es undefinierbar, kostenpflichtiges Parken

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

Linnie1978 Seit 9 Apr 2003

** 315856 to go ** 53 to read ** ♥ Jonas Simon - 27.05.10 ♥ ** Bitte keine bh-Betteleien im PGB... mehr

186 Mitglieder vertrauen mir

Nach Ottawa führte unsere Reise uns weiter ins Landesinnere von Kanada und weiter ins Innere des Bundesstaats Ontario. Mit Zwischenstopps im wunderschönen Kingston und im enttäuschenden Whitby, wo wir vergeblich den angekündigten Miniaturenpark suchten (der inzwischen geschlossen hat), kamen wir bei starkem Berufsverkehr in Toronto an. Glücklicherweise konnten wir das hohe Bond Place Hotel schon von weitem ausmachen, sodass uns Zeit blieb, in die Straße vor dem Hotel einzubiegen, um dort kurz zu halten und die Koffer abzustellen. Ist man erstmal am Hotel vorbeigefahren, dürfte man einen weiteren Umweg fahren müssen... Bereits in der Haltezone des Hotels wurden wir von einem Hotelangestellten sehr freundlich begrüßt, der beim Koffer tragen half und meinem Mann den Weg ins hotelzugehörige Parkhaus anwies.


Mein Name ist Bond


Das Bond Place Hotel liegt direkt am Yonge und Dundas Square in Toronto – also fast in der Innenstadt. Der Yonge Square wirkte auf mich wie ein kleiner Times Square mit viel blinkender Werbung und vielen Menschen, allerdings ist die Lärmbelästigung dort auch nicht unerheblich... Immerhin sind es bis zum riesigen Eaton-Einkaufszentrum keine fünf Minuten zu Fuß, sodass man seine Einkäufe nur einmal über die Straße ins Hotel schleppen muss. Zudem fahren am Yonge Square die Doppeldeckerbusse für die Stadtbesichtigung ab.


Auf der Homepage macht das Hotel Werbung für eine hundertprozentig rauchfreie Umgebung, mir kam es aber so vor, als sei das erst seit kurzem so, denn auf den Gängen und in unserem Zimmer stank es ziemlich eindeutig nach abgestandenem Rauch. Es gibt 285 Zimmer verschiedener Kategorien, wir hatten vermutlich ein Standardzimmer. Darüber hinaus bietet das Hotel Vergünstigungen für längere Aufenthalte an, aber ich denke, das dürfte nicht so interessant sein (ich würde dort nicht länger bleiben wollen)... Immerhin gibt es ein Restaurant, eine Lounge, einen Fitnessraum und vier Tagungsräume für bis zu 200 Personen. Die Zimmerpreise liegen laut Internet zwischen 109 und 199 kanadischen Dollar (also zwischen 68 und 124 Euro) – für meinen Geschmack eigentlich zu viel, auch wenn die Lage schon recht komfortabel ist. Einchecken kann man ab 15 Uhr, ausschecken muss man bis 12 Uhr. Zu den Zimmern gehört ein kostenpflichtiger WLAN-Zugang, Kabelfernsehen mit Pay-per-View-Filmen, ein Kaffeekocher, ein Haartrockner, Bügeleisen und -brett und auf Anfrage ein Mini-Kühlschrank. Außerdem gibt es einen Wäscheservice.


Im Eingangsbereich des Hotels steht ein kleiner Schreibtisch für den Concierge (täglich von 8 bis 17 Uhr besetzt), bei dem man sich über Besichtigungstouren rund um Toronto informieren und diese auch buchen kann. So bietet das Hotel beispielsweise Ausflüge zu den Niagarafällen an. Zudem kann man bereits vorab im Internet Pakete buchen, in denen bestimmte Ausflüge oder Besichtigungen bzw. Frühstück oder Abendessen im Hotel inklusive sind. Das mag sich durchaus lohnen, wenn einen bestimmte Ausflüge interessieren und man sie vorher fest buchen möchte.


Die Kontaktdaten:
Bond Place Hotel
65 Dundas Street East
Toronto, Ontario, Canada
M5B 2G8
Tel.: 416-362-6061
gebührenfrei: +1 800 268 9390
Fax: 416-362-9372
Mail: info@bondplace.ca
oder für Reservierungen: reservation@bondplace.ca
www.bondplace.ca


Welcome to Toronto


Während mein Mann unseren Mustang ins Parkhaus fuhr und dort 15 kanadische Dollar pro Nacht löhnen musste, checkte ich ins Hotel ein. Das ging wieder einmal sehr problemlos: Nachdem ich meinen Namen genannt und den Voucher abgegeben hatte, musste ich nur noch den üblichen Anmeldezettel ausfüllen und meine Kreditkarte vorzeigen. Im Gegenzug bekam ich die Zimmerschlüssel (wie immer Magnetkarten) zu unserem Zimmer im 13. Stock überreicht. Der Mitarbeiter an der Rezeption wies mich bei der Gelegenheit noch darauf hin, dass wir ein Nichtraucherzimmer hätten und das Frühstück nicht inklusiv sei, aber wir im hoteleigenen Restaurant Frühstück bekommen könnten. Außerdem erklärte er mir, dass wir im Aufzug unsere Zimmerkarte einstecken müssten, um den Fahrstuhl in Bewegung zu setzen. Da auch im Parkhaus Warnschilder hingen, dass man vor dem Losfahren unbedingt nachschauen solle, ob jemand auf der Rückbank säße, gehe ich mal davon aus, dass wir in einer eher gefährlichen Gegend gelandet sind...


Nach kurzer Fahrt im Fahrstuhl kamen wir im 13. Stock an, der als Nichtraucheretage angekündigt war. Dennoch stieg mir direkt, nachdem sich die Fahrstuhltüren geöffnet hatten, ein Geruch von kaltem Rauch in die Nase, als sei bis vor kurzem dort noch geraucht worden. In unserem Zimmer gesellte sich zu diesem Geruch noch eine andere Note, die vielleicht von einer Art Raumerfrischer stammen konnte, die aber zu einer ziemlich ekelerregenden Mischung führte.


Das Zimmer blieb deutlich unter den Ausmaßen, die wir in Ottawa genießen durften. Immerhin konnte sich mein Mann aber über einen Flatscreen-Fernseher freuen, der vor dem Bett an der Wand hing, und der abends natürlich auch in Gebrauch genommen wurde. Sehr praktisch fand ich, dass wir relativ viel Ablagefläche hatten, nämlich ein kleines Bord und einen Schreibtisch. Für unsere Koffer blieb dagegen nur wenig Platz neben bzw. vor dem Bett, sodass man bei der Fortbewegung im Zimmer schon recht eingeschränkt war. Die Klimaanlage stand wie eigentlich fast überall unter dem Fenster und natürlich direkt neben dem Bett.


Wir hatten ein Queen-Size-Bett, das 1,40 oder 1,60 Meter breit gewesen sein dürfte. Wie immer war die Matratze zu weich, und leider gab es nur eine Decke, um die wir nachts wieder einmal streiten mussten. Am schlimmsten fand ich aber, dass das Bett auf Rollen stand und sich bei der kleinsten Bewegung auf dem Laminatboden selbstständig gemacht hat. Eine Bremse gab es dafür nicht, wir behalfen uns ein wenig damit, Broschüren vor die Rollen zu legen, um das Bett zumindest ein wenig zu bremsen. Lesen mit Anlehnen an der Wand war in Toronto leider nicht möglich. Wie dank der Lage zu erwarten war, wurde es im Zimmer auch nachts nicht ruhig, sodass wieder einmal meine Ohropax herhalten mussten. Wer da empfindlich ist, sollte sich lieber nach einem anderen Hotel umsehen oder außerhalb der Stadt nächtigen.


Das Badezimmer machte einen ganz ordentlichen Eindruck, auch wenn die Dusche wieder einmal aus einem spärlichen Duschkopf an der Wand bestand. Zu bedienen war die Dusche nur, wenn man sich bis zum Wasserhahn herunter gebeugt hat. Und auch hier musste man erst über das kalte Wasser "hinwegdrehen", bis endlich warmes Wasser aus der Dusche kam. Ich weiß wirklich nicht, wer auf die Idee gekommen ist, eine Bedieneinheit so zu konstruieren, dass man nicht direkt das warme Wasser in Betrieb nehmen kann!


Auf der Konsole im Bad standen Zahnputzbecher bereit, außerdem fanden wir dort Waschlappen, Shampoo, Conditioner und ein Seifenstück. Darüber hinaus hatten wir zwei große und zwei kleine Handtücher und einen Haartrockner an der Wand. Leider funktionierte dieser nicht richtig. Man musste ihn erstmal mehrfach vergeblich in Betrieb nehmen, dann einige Minuten warten und es dann noch einmal versuchen, dann hatte er sich berappelt und spuckte warme Luft aus... Immerhin erschien mir das Bad halbwegs sauber.


Etwas merkwürdig fand ich, dass an beiden Tagen morgens um 9 Uhr das Zimmermädchen anklopfte und auch sofort die Tür öffnete. So etwas sollte eigentlich nicht passieren, denn wir gaben beide Male sofort zu verstehen, dass wir noch im Zimmer waren und nicht gestört werden wollten...


Besuch im Restaurant


Am ersten Morgen wählten wir das Frühstück im hoteleigenen Restaurant, weil wir zu faul waren, um uns einen Coffee Shop zu suchen. Den findet man aber bereits auf dem Weg in Richtung Yonge Square praktisch schräg gegenüber des Hotels in Form eines sehr empfehlenswerten Tim Hortons. Im Restaurant muss man sich sein Frühstück a la carte bestellen. Mein Mann entschied sich für ein deftiges Frühstück mit Rührei, Speck und Toast, ich wählte stattdessen die Pancakes. Nach kurzer Wartezeit brachte uns die Bedienung einen Kaffee, einen leckeren Orangensaft und das Essen. Merkwürdigerweise lagen neben den drei großen Pancakes auf meinem Teller auch ein paar Stücke Schinken, was irgendwie nicht zusammen passte. Ich reichte den Schinken an meinen Mann weiter und widmete mich den leckeren Pancakes, zu denen ich Butter (wie immer gesalzen), den berühmten Ahornsirup und eine Auswahl an Marmelade bekam. Für 10 Dollar (also knapp 8 Euro) fand ich die Auswahl sehr in Ordnung. Auch mein Mann wurde satt und lobte das Essen. Dennoch entschieden wir uns am nächsten Tag für den Besuch bei Tim Hortons, weil man dort eben noch günstiger frühstücken kann.


Unter dem Strich


Insgesamt war ich mit dem Bond Place Hotel nicht sonderlich zufrieden. Die Lage war zwar gut, so war man in einer knappen halben Stunde zu Fuß am CN Tower, aber die Lage bringt auch eine Menge Lärm mit sich. Am meisten gestört hat mich aber der sonderbare Gestank in unserem Zimmer, den ich sehr unangenehm fand. Auch ein rollendes Bett und eine sehr spartanische Dusche führten nicht gerade dazu, dass ich mich wohl fühlte.


Und noch ein Tipp: Mit dem Zimmerschlüssel bekommt man einen Gutschein ausgehändigt, mit dem man im gegenüber liegenden Imperial Pub 25 Prozent Nachlass auf das Essen bekommt. Wir haben das am zweiten Abend ausgetestet, weil der Pub am ersten Abend rappelvoll war. An diesem Abend war der versiffte Pub aber halb leer, und was wir dann als Essen serviert bekamen, war einfach nur ekelhaft. Die Pommes waren halb verkohlt und schwammen vor Fett, schmeckten aber nach rein gar nichts, und auch das Fleisch schmeckte nur, wenn man es dick in Sauce tauchte. Widerlich! Um diesen Pub sollte man trotz Gutschein einen weiten Bogen machen!


Ich werde im Bond Hotel sicher nicht wieder nächtigen, zumal mir Toronto nicht so sehr gefallen hat. Empfehlen kann ich es auch nur mit Einschränkungen.

Bilder

für Bond Place Hotel, Toronto
bondhotel1 - Bond Place Hotel, Toronto
Das Bond Place Hotel von außen
von Linnie1978 Linnie1978
bondhotel1 - Bond Place Hotel, Toronto

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Kommentare

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  • belli4charlotte 15.04.2012 13:24
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Velu1961 03.03.2012 12:22
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • dik1609 08.12.2011 12:54
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • miss_chocolate 17.11.2011 17:40
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    sehr wichtige Infos!!

  • duderally 15.10.2011 00:19
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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