Bombay

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Echt lecker, wie der Bremer sagt!

5 14. Jan 2002

Pro:
Service, Speisenauswahl und  - qualität

Kontra:

Empfehlenswert: Ja 

postth

Über sich: Tipps zu Büchern, DVD's/Kino, Musik (Alternative, Rock, Pop, Trip-Hop) + Reisen gibt es hier! :-) ...

Mitglied seit:24.09.2001

Erfahrungsberichte:66

Vertrauende:38

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 37 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Was macht man an einem echt trüben verregneten Sonntag in Bremen? Zum Beispiel super-lecker indisch Essen gehen!!

LAGE
Irgendwo schräg hinterm Hauptbahnhof liegt die Daniel-von-Bühren-Strasse, die einE echteR BremerIN sicherlich eher einem Stadtteil zu ordnen kann, als ich als Tourist. Egal, werdet Ihr schon finden. Auf jeden Fall solltet Ihr die Hausnummer 29 an der Ecke zur Falkenstraße suchen. Dort verbirgt sich hinter zwei kleinen Glasfenstern ein echtes kulinarisches Juwel, das noch nicht durch entsprechend hohe Preise sondern eine hervorragende Küche zu glänzen weiß.

AMBIENTE
Tritt man aus dem ekligen Nieselregen in das Lokal ein, fühlt man sich sofort ein bisschen wie im Urlaub. Klein, mit vielleicht Platz für ca. 40 – 50 Gäste, strahlen die Räume z.B. wegen der schönen Wandmalereien mit indischen Motiven und verspielten Torbögen eine große Gemütlichkeit aus. Wir haben uns für einen Platz auf der „Empore „(rechts vom Eingang) entschieden, wo man etwas erhöht einen guten Überblick über das Lokal und vor allem das Buffet (dazu später mehr) hat. Außerdem finde ich es klasse, mich auf eine plüschig-bequeme Bank zu fläzen. Auf jeden Fall finden dort auch Gruppen (wir waren an diesem Tag zu fünft, aber es hätten noch bestimmt 5 weitere Esser an den großen Tisch gepasst) genügend Platz und man ist durch die Bögen etwas für sich.

AUSWAHL und SERVICE
Gleich nachdem wir uns geplatzt hatten, kam der junge und mega-freundliche indische Kellner mit der Speisekarte. Sehr höflich aber unaufdringlich, erläuterte er uns die Spezialitäten des Hauses und empfahl uns das Sonntagsbuffet für DM 16,90. Dann verschwand er mit unseren Getränkebestellungen Richtung Küche und ließ uns die notwendige Zeit, um die Sonderkarte „Tandoori-Ente“, das Buffet (2 Suppen, indisches Brot „Pappadam“ und 5 Hauptgerichte, davon 2 vegetarisch, plus den üblichen Sößchen, Pickles und Chutney, plus Dessert) und die reguläre Karte mit ca. 60 Vor- und Hauptspeisen in aller Ruhe zu studieren. Man, war da die Entscheidung schwer! Gewonnen hatte dann bei mir die Tandoori-Ente, bei der der Chef des Hauses später breit grinsend darauf hinwies, dass die Chinesischen Restaurants in Bremen nun ernsthafte Konkurrenz bekommen hätten.

HAUPTGERICHT
Die Ente war, wie man es beim Tandoori, also der Zubereitung in einem Lehmofen, erwarten kann, nicht ein wabbeliges Etwas sondern eher knusprig. Durch das vorherige Marinieren des Fleischs mit so exotischen Gewürzen wie Kardamom, Kurkuma, Kreuzkümmel und alten Bekannten, wie Knoblauch, schmeckte die Ente wirklich einmalig würzig, ohne dabei zu scharf zu sein (was beim Inder ja gut passieren kann) und auch nicht zu sehr nach Lebkuchenmischung. Begleitet von einer Soße auf der Basis von Mandel, Sahne und „geheimen Gewürzen“ und serviert auf gelb-, rot-, orange-gefärbtem (durch Gewürze und nicht Chemie!) Basmati-Reis war das Gericht ein Traum. Da muss sich die gemeine „Peking-Ente“ aber warm anziehen! Die Chinesen in Bremen haben echte Konkurrenz auf dem Entensektor bekommen! Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis war bei einem Preis um die 27,- DM für einen vollen, großen Teller mit mehr als ein paar verirrten Fleischfetzen ausgezeichnet.
DAS BUFFET
Das andere Highlight war das „Indische Buffet zum Sattessen“ (Originaltitel), bei dem zum sensationellen Preis von 16,90 DM nach dem „All-you-can-eat-Prinzip“ ein schmackhafte Linsensuppe (Dal) neben einer Art Hühnersuppe, das auf der Herdplatte gebackene papierdünne leicht gewürzte Pappadam (Brot), sowie ein vegetarisches Gericht auf Spinatbasis (würzig), ein vegetarisches Curry, ein Lamm-Curry, ein würziges Hühner-Curry und ein weiteres eher scharfes Hühnergericht um die Aufmerksamkeit des geneigten Essers wetteiferten. Leider kann ich als interessierter „Mitesser“ bei meinen Tischnachbarn die vertretenen Speisen nicht genauer beschreiben, da es zu viele waren und man mit einem Probierhappen nicht sämtliche im Gericht enthaltenen Köstlichkeiten erfassen und wiedergeben kann. Auf jeden Fall waren die Kostproben so lecker, dass ich mich beim nächsten Mal für´s Buffet entscheiden werde. Denn wie gesagt für 16,90 DM ist das echt geschenkt. Besonders nett fanden wir auch, das unser 4.-Klässler am Tisch für´s Buffet sogar nur 12,90 DM bezahlen musste, obwohl er ganz schön zugelangt hat.

DRINKS
Für Nachtisch war dann verständlicherweise leider kein Platz mehr! Als Getränk kann ich sowohl den angenehm „unsüßen“ Mango-Lassi, einer Art Buttermilch mit Geschmack, in etwa mit dem türkischen Ayran vergleichbar, empfehlen. Ein großes Glas (0,3) ist mit DM 4,50 auch nicht zu teuer bezahlt. Ebenso ist bei dem tollen Herbstwetter ein Kännchen des gewürzten, mit Milch gekochten und gesüßten indischen Tees zu empfehlen! Der Preis liegt so um die 5,- DM.


FAZIT:
Bei der Qualität und Auswahl der Speisen, die auch für den in der indischen Küche Unerfahrenen viele nicht zu scharfe Kreationen, z.B. Chicken-Biryani, bietet, ist das Bombay wirklich so etwas wie ein Geheimtipp. Zwar in einer nicht so schönen, langweiligen Gegend der Bremer Innenstadt gelegen, ist das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich auch einen längeren Anreiseweg wert. Besonders gefallen hat uns auch der sehr aufmerksame, höfliche und überaus gut gelaunte Service des jungen indischen Kellners und seines älteren Kollegen (Chef??). Das ist aus meiner Erfahrung eines seltene Kombination bei indischen Restaurants, wo oft der höflich distanzierte Service bevorzugt wird. Also wer das Privileg hat, in dieser schönen Stadt zu wohnen, sollte mal den nächsten Sonntag das Buffet im Bombay stürmen!

FACTS:
Vorspeisen: von 5,- bis 9,- DM (Ausnahme Scampis für 18,- DM)
Hauptgerichte: von 15,80 – 27,80 DM
Menüs: von 27,80 bis 32,80 DM
Mittagskarte: zwischen 8,70 und 12,50 DM inklusive Vorsuppe
Getränke: Wasser, Cola (0,2 l) 2,20 DM, Bier (0,3 l) 3,- DM
Kartenzahlung: Ec-Karte (??)

Adresse: Daniel-v.-Büren-Str. 29 / Ecke Falkenstraße
Telefon: 0421 / 17 05 96


Erstveröffentlichung dooyoo.de Postth 22.11.2001

P.S.: Sorry für die DM-Preise, aber die kennt Ihr eh noch besser, oder?! 



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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
LILITH21

LILITH21

16.07.2005 21:54

Klingt Lecker bekommt man ja Hunger

peter774

peter774

16.02.2003 20:24

Schöner Bericht. Nur leider ist es zu weit weg :-)

d.wendt

d.wendt

17.01.2002 22:20

ich war auch schon oft da....schmeckt immer wieder lecker!!gruss dörthe

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