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Erfahrungsbericht

für Bintan
4 Sterne Singapurs Strandbad...
34 von 34 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Kurze Anreise, gute Organisation

Kontra Nicht wirklich Indonesien, sondern Singapur

Der Autor

scherpe Seit 18 Apr 2001

Scherpe in ein paar Worten? Ausgeschlossen! Schaut Euch meine Meinung zu Nutella und Dr. Oetker... mehr

17 Mitglieder vertrauen mir

Nur 45 min. mit der Fähre von Singapur entfernt liegt die Insel Bintan, das wohl beliebteste Reiseziel der Gegend für einen Wochenendausflug. (Beachte: Eine Stunde Zeitumstellung!)
Die Fähren fahren vom Tahna Mehra aus ab, der mit MRT/Bus (Bussteig 1!) bzw. MRT/Taxi gut zu erreichen ist.
Auch wenn Bintan wohl überwiegend Singapurern gehört, so ist der Unterschied zu Singapur deutlich spürbar: Die Menschen sind viel freundlicher und ruhiger.
Über die Reisebüros lassen sich sehr gute „Schnäppchen“ schießen, die Preise sind dann insgesamt sehr viel günstiger als wenn man bei den Hotels direkt bucht. Also nach package deals in Reisebüros fragen.
Das Leben auf Bintan als Erholungsinsel spielt sich maßgeblich in sog. Resorts ab, die unterschiedliche Standards aufweisen. Das „Mana Mana“ ist die Jungvolk-Partyzentrale, das eher mondäne Banyan Tree das Mekka der Luxussuchenden mit dem schönsten Golfplatz der Insel. Wir haben uns für unsren Ausflug das Angsana Resort ausgesucht, für S$ 300 (3 Tage, zwei Nächte, Fähre, Transfer und Frühstück incl.). Nicht billig – aber unglaublich gut! (Kontakt: bintan@angsana.com, oder in Singapur corporate@angsana.com, Tel. +65-849-5799)
Das Angsana liegt an der selben Bucht wie das Banyan Tree, dessen Facilities man mitbenutzen kann. Wie in fast allen Resorts werden die weiteren Leistungen in US$ abgerechnet, wobei jeweils 20% Tax zu addieren sind. Da ist dann ein Bier für 4 US$ kein Spaß. Profis empfehlen, sich zumindest einige Getränke mitzunehmen (auch hier bietet Singapur an der Fähre einen Duty-Free-Laden an!!). Die Zimmer sind sehr schön, die Betten sehr bequem, es gibt unendliche viele Fernsehkanäle und einen wirklich schönen Pool. Direkt dahinter ist der traumhaft weiße Sandstrand und das Meer. Im Beach Club gibt es die üblichen Wassersportaktivitäten und ein Beachvolleyball-Netz. Und die Beachbar versorgt mit den nötigen Getränken...
Ein Wort der Warnung allerdings: GANZ, ganz selten kommt es dazu, daß man/frau sich am Strand durch drauftreten einen Wurm einfängt. Merkt man daran, daß es juckt. Und der Wurm ist zu sehen!! Das Biest lebt direkt unter der Haut und bewegt sich. Mit den richtigen Medikamenten ist das Ganze sehr schnell erledigt, man kann sich auch Zeit lassen. Kein Grund zur Panik also, der Wurm ist ungefährlich. Aber mal auf den Juckreiz achten.

Das Früstücksbuffet im Angsana ist schlicht unglaublich und hat dankenswerterweise bis 10.30 Uhr geöffnet. Auch die sonstigen Speisen sind gut, wenn auch etwas teuer. Das samstägliche Seafood-Buffet am Strand (24 US$) sah ebenfalls fantastisch aus.

Wer nicht nur am Strand liegen will, der kann die Insel ein wenig erkunden, wir haben es nicht sonderlich weit geschafft. Entweder mietet man einen Wagen oder läßt sich mit den hoteleigenen Taxis durch die Gegend chauffieren. Letzteres hat den Nachteil, daß man angeben muß, wann man wieder abgeholt werden möchte – was sich schwer planen läßt.

Unser erster kleiner Ausflug trug ins in das „Dörfchen“ Oleh Oleh, welches im Grunde nur eine Ansammlung von Geschäften für Touristen mit 2 Cafés ist. Nach unserem ersten Schock haben wir uns dann mit Wonne dem Shoppen hingegeben. Kleidung und Drogerieartikel etc. sind unglaublich viel billiger als in Singapur. Dazu kommen unendlich viele illegale Kopien von DVDs und CDs, die man nicht legal nach Singapur einführen darf. Das Essen im Dorf war eher schlecht. Bezahlt wird hier in S$.

Um so besser war allerdings das Essen im „Kelong“, einem im Nirwana-Resort gelegenen Seafood-Restaurant. Zwar auch nicht geschenkt, aber wirklich großartig. Sehr nette und eifrige Bedienung. Tischreservierung sichert schöne Plätze mit Blick auf’s Wasser, denn das Kelong ist auf Stelzen am Meer gelegen. Absolut lohnenswert! Auch hier Abrechnung in S$.

Interessant war auch unsere Mangroven-Tour für starke 30 S$. Dafür geht’s mit einem Kahn den Fluß hinab bis in die Mangrovensümpfe, wo es die wirklich einzigartige Flora und Fauna zu besichtigen gibt. Affen gab’s keine, dafür aber eine Reihe von giftigen Schlangen in den Bäumen über dem Fluß und sogar eine Python. Und jede Menge Mücken. Die Guides kennen alle aktuellen europäischen Hits und Fußballspieler. Die Pflanzen sind wirklich bemerkenswert, alleine deshalb lohnt sich die Fahrt. Andererseits kann man sich für dasselbe Geld in Oleh Oleh jede Menge Unsinn kaufen.

Auf dem Weg zu den Ausflügen kamen wir dann an dem „echten“ Bintan vorbei, schnell hochgezogene Mietwohnungen für die Angestellten der Resorts, die aus ganz Indonesien angekarrt werden. Mit eigenem Fußballplatz und Food Court. Ausflüge dahin werden von den Resorts aber nicht angeboten. Unser Guide meinte aber, daß es sich dort recht gut und lustig leben ließe...

Die Golfplätze auf Bintan sollen gut sein, habe ich mir von Leuten sagen lassen, die es zu wissen vorgaben.

Alles in allem ein wirklich schönes Ziel für einen Wochenendausflug; für sehr viel länger ist’s wohl doch ein bißchen unspannend und arg auf Singapur-Tourismus getrimmt. Dann lieber nach Malaysia oder auf eine „echte“ indonesische Insel!

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Kommentare

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  • Leo56 15.07.2006 08:43
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Das ist ein Ort, den ich noch nicht kenne. Sehr interessant. LG Elke

  • Jessi83 01.01.2006 15:19
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • MarionH 01.07.2004 11:25
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • zoobremia 27.07.2003 15:43
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • JLauenst 13.01.2003 11:42
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Schöner Bericht. Golfen ist ganz nett da. Wenn auch sehr teuer. Aber die Caddie(ne) ist im Preis mit drin!

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