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Pro Traumafte Landschaften und jede Menge Tiere
Kontra Lange Überfahrten zwischen den Parks
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
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| Anbindung | |
| Sehenswürdigkeiten | |
| Sicherheit | |
| Gastfreundlichkeit |
Leider ist der Urlaub vorbei. Wir waren vom 7. – 29.09. in Kenia. Und in der Zeit vom 16. – 23.09. hatten wir eine Safari gebucht. Und genau darum soll es heute in meinem neuen Bericht gehen.
Privatsafari „Big Five Special“. Gebucht haben wir Reise, Safari und Flug über das Internet bei Nova – Tours Dresden, in direkter Kooperation mit Monaco Safaris Nairobi. Ein Reiseveranstalter, welcher sich unter anderem auf Ostafrika Kenia Tansania spezialisiert hat. Unser Bezahlter Preis lag bei 1.328€ pro Person.Vorab noch kurz zu unseren Beweggründen das ganze als Privatsafari zu buchen. Wir kannten die Safarifahrzeuge aus unserer Hochzeitsreise von 2008. Da hatten wir das Glück nur zu zweit im Fahrzeug zu sein. Bedingt war das Ganze durch die damaligen Unruhen in Kenia nach der Wahl Ende 2007. Damals waren wir so gut wie allein auf Safari. Das dies nicht wieder so sein wird, war uns bewusst. Um wenigsten das Fahrzeug für uns allein zu haben, buchten wir die Safari als Privatsafari mit deutschsprachigem Fahrer.
16.09. – StartAm 16.09. gegen 17 Uhr wurden wir von unserem Badehotel abgeholt. Wichtig ist für uns immer auch die Menschen und Kultur eines Landes kennen zu lernen. Somit haben wir uns als Start für eine Übernacht Zugfahrt von Mombasa nach Nairobi mit der Kenya Railways Corporation entschieden. Bevor es auf den Bahnhof von Mombasa ging, hat uns der Fahrer noch mit einer kleinen Stadtrundfahrt eingestimmt. Nach unserer Ankunft am Bahnhof wurden wir in unserem 1. Klasse Schlafwagenabteil einquartiert. Erster Eindruck, 1. Klasse in Kenia ist nicht 1. Klasse in Deutschland. Eben Landestypisch. So wollten wir es aber. Gegen 19 Uhr fuhr der Zug dann los. Begonnen wurde mit dem Bau der Strecke im Jahre 1896. Berühmt und verfilmt wurde die Strecke durch den Brückenbau über den Tsavo River im Jahre 1898. Die „Menschenfresser von Tsavo“, so nannte man 2 Löwen die offiziell bis zu 35 Bauarbeiter und wohl noch mehrere Einheimische getötet haben. Dies brachte den Bau der Strecke zum erliegen, bis der Leitende Ingenieur John Henry Patterson die beiden mähnenlosen Löwen im Dezember 1898 erlegte. Der Film darüber hieß „Der Geist und die Dunkelheit“ mit Michael Douglas. Aber zurück zur Fahrt. Kurz nach dem Start ging es in den Speisewagen. 3 Gang Menü. Die Zeit wurde dazu genutzt das Abteil für die Nacht vorzubereiten. Ich hatte mich schon auf eine gemütliche Nacht mit meiner Frau gefreut. Doch die obere Ablage diente nicht als Gepäckablage, sondern als zweite Schlafgelegenheit. Ich durfte natürlich oben schlafen. Unsere Fahrt sollte ca. 14 Stunden dauern. Das Schlafen entwickelte sich aber zu einem wahren Abenteuer. Außer den Neigungen nach links und rechts, flog man auch öfters ziemlich in die Höhe. Da merkte man der Strecke ihr Alter auf jedem Meter Schiene an. Die Fahrt führte uns durch mehrere Bahnhöfe, in denen wir auch einige Male länger standen, um einheimische Fahrgäste aufzunehmen. Außerdem konnten hier Züge im Gegenverkehr passieren, da die Strecke größten Teils Einspurig ist. Gegen 7 Uhr früh sind wir dann zum Frühstück in den Speisewagen gegangen. Da es bereits hell war, konnten wir die Landschaft genießen. Den letzten Teil der Strecke fährt man nämlich durch den Nairobi Nationalpark. Hier konnten wir schon die ersten Tiere direkt an der Bahnstrecke bewundern. Unter anderen Zebras und Giraffen. 9.30 Uhr waren wir dann endlich auf dem Bahnhof, wo uns unser Fahrer Evans von Monaco Safaris in Empfang nahm.
17.09. – 2. TagÜberfahrtmarathon beginnt. Vom Bahnhof Nairobi in den Masai Mara Nationalpark. Die Fahrt führte uns durch das Rift Valley in die Masai Mara. Auf der Fahrt zur Lodge haben wir schon die ersten Tiere gesehen. Giraffen, Zebras, Antilopen und vor allem Gnus. Gegen 15 Uhr sind wir dann in unserer Lodge. Der David Livingston Lodge direkt am Mara River. Was für ein Anblick. Direkt im Flusslauf vor der Lodge jede Menge Flusspferde. In mehreren Gruppen sind es an die 40 Tiere. Wir wurden schon erwartet und bekommen unser Mittagessen. Danach ging es gegen 16.15 Uhr zur ersten Pirschfahrt durch die Masai Mara. Das Naturschutzgebiet ist ca. 1.500 km² groß und grenzt direkt an den Serengeti Nationalpark in Tansania. Wir sind begeistert von der Ruhe. Auch andere Safarifahrzeuge sind nicht viele unterwegs. Wir sehen wieder viele Tiere unter anderem Hyänen, Löffelhunde, Warzenschweine und ein Löwenpaar. Man und Frau. Unser Fahrer erklärt uns, das sie wahrscheinlich auf Hochzeit sind. Wir fahren ganz nah ran. Ein Traum geht in Erfüllung, da wir die Löwen von 2 Jahren nicht zu Gesicht bekommen haben. Nach einer aufregenden Pirschfahrt geht es wieder in unsere Lodge. 19.30 Abendessen und Hippobeobachtung. Die Flusspferde verlassen in der Abenddämmerung den Fluß und gehen an Land, wo sie die ganze Nacht fressen. Ein Naturschauspiel, wie sich die Flusspferde einen Weg an Land bahnen. Wir lassen den Tag am Lagerfeuer ausklingen.
18.09. – 3. TagNach einem leckeren Frühstück geht es wieder auf die Pirsch. Beim Frühstück können wir sehen, wie die ersten Hippos zurück zum Mara River kommen. Man bekommt die Flusspferde selten so schön zu sehen. 7.15 Uhr brechen wir auf. Wieder sehen wir Elefantenfamilien, Antilopen und die verschiedensten Vogelarten. Außerdem bekommen wir auch Schakale, Mangusten und wieder jede Menge Gnus zu sehen. Die Gnus sind auf ihrer Wanderung aus der Serengeti hier in die Masai Mara gekommen um Nahrung zu finden. Die Gnuwanderung ist eines der größten Naturschauspiele. Gegen 12.30 Uhr sind wir zum Mittagessen in der Lodge. Zum Mittagessen kommt dann eines der Krokodile, welche mit den Flusspferden zusammen im Fluß leben, an Land. Es hat bestimmt 2,50 m Länge. Ein toller Anblick so nah. Leider fängt es mit regnen an. Ca. 16 Uhr wollten wir zu nächsten Pirschfahrt aufbrechen. In der Masai Mara gibt es keine festen Fahrtwege, man fährt direkt dahin wo man will. Dies wurde uns hier aber zum Verhängnis, da unser Fahrer bereits auf der Fahrt zu uns so seine Probleme hatte. Also entschieden wir uns in unserer David Livingston Lodge zu bleiben. So schlenderten wir durch die Anlage, beobachteten Meerkatzen, Paviane, Eidechsen und die Hippos. Nach dem Essen und dem Lagerfeuer ging es ins Bett. Danke an die Lodgemitarbeiter, welche uns auf Grund der kühlen Temperaturen Wärmflaschen ins Bett gelegt hatten.
19.09. – 4. TagFrühstück, auschecken und von den Flusspferden verabschieden. Danach Abfahrt zum Lake Nakuru Nationalpark. Gegen 12.20 Uhr Ankunft. Fahrt zur Lake Nakuru Lodge. Auf der Fahrt dahin Blick auf den See mit Hunderten rosafarbenen Flamingos und Pelikanen. Ein unvergesslicher Anblick. Und der Park hat noch ein anderes Highlight. Nashörner. Wer bis dahin noch kein freilebendes Nashorn gesehen, der würde hier die Gelegenheit bekommen. Und so war es dann auch. Wir sahen ein Spitzmaulnashorn. Die eher seltenere Art. Ein wunderschöner Augenblick, diese vom ausstreben bedrohte Tierart so nah zu sehen. 13.30 Uhr Ankunft in der Lodge und Mittagessen. Hier war es leider nicht mehr so gemütlich, denn es war voll. Und dann gab es ein Unwetter mit Regen, Blitz, Donner und Sturm. 15.30 Uhr ging es trotz Regen auf Pirschfahrt. Wieder ein toller Blick auf die Flamingos am See und Nashörner. Kein Scherz, jede Menge. Die dunkleren Spitzmaul- und die helleren Breitmaulnashörner. Der Regen hatte in der Zwischenzeit auch aufgehört. Unser Fahrer steuerte auf einen Haltepunkt am See zu. Hier konnte man aussteigen und die Flamingos und Pelikane ganz nah sehen. Nur mussten wir vorher durch eine größere Pfütze fahren, welche sich dann als sehr tückisch herausstellte. Denn wir blieben stecken. Zum Glück waren zu diesem Zeitpunkt jede Menge anderer Fahrzeuge hier, so es kein Problem war und das nächste Fahrzeug uns herausziehen konnte. Dafür entschädigte der Blick über den Lake Nakuru. Und dann stand da noch ein Nashorn in ca. 50 – 60 m Entfernung. Gänsehautgefühl. Weiter ging unsere Suche nach den Leoparden, welche in diesem Park auch sehr häufig vorkommen sollen. Wieder sehen wir Nashörner und in einiger Entfernung eine große Gruppe Giraffen. Diese erreichen wir auch nach kurzer Fahrt. Irre Anblick. Es sind weit über 30 Tiere in allen Größen. Wir bleiben einfach stehen und genießen den Augenblick. Es dämmert schon, also zurück in unsere Lodge. Der Weg sieht hier vom Regen noch sehr schlammig aus. Ich sage noch zu unserem Fahrer, du wirst da nicht lang fahren wollen. Eevans hatte wohl aus unserer ersten Aktion nichts gelernt und fuhr uns gerade zu ins Unheil. Der Wagen fing an zu rutschen, die Reifen drehten durch. Am Ende standen wir quer auf dem Weg. Es ging nicht mehr vor noch zurück. Diesmal kein anderes Fahrzeug in der Nähe. Also sollten wir aussteigen und schieben. Knöcheltief stehen wir im Schlamm. Da lässt es sich auch schlecht schieben. Doch irgendwie kam da aus dem Nichts ein großer Safaritruck. Für sie waren wir aber die Attraktion im Park. Alle holten ihre Fotoapparate und knipsten uns beim schieben. Dann winkte meine Frau und der Fahrer und ein Reisender halfen uns beim Schieben. Wir bekamen das Fahrzeug wieder frei. Nun fuhr er sicherheitshalber, bis der Weg wieder trocken war. Somit mussten wir noch ca. 500 m durch den Park laufen. Und das zur besten Jagdzeit der Leoparden und grünen Mambas im Gras. Und unsere Safarischuhe voll Schlamm. Wir waren schon ein wenig angefressen. Worauf unser Fahrer sagte, das ist Safari. Auf der Fahrt zur Lodge klärten wir mit Evans ab, das er sich um unsere Schuhe kümmern muss. Gegen 18.30 waren wir dann im Zimmer. Zum Dinner ging es dann in Badeschlappen. Ein wirklich ereignisreicher Tag ging zu Ende.
20.09. – 5. Tag6.00 Uhr aufstehen und eine halbe Stunde später zur Pirsch. Temperatur 8Grad. Wieder gibt es große Gruppen Paviane, Zebras, und Büffel zu sehen. Und wieder Nashörner. Später sehen wir noch Schliefer und Golobusaffen. 8.30 Uhr Frühstück und danach auschecken. Die Fahrt führte uns dann wieder durch das Rift Valley, dem afrikanischen Grabenbruch, nach Nairobi in Kenias Hauptstadt. Hier leben ca. 6 Mio Menschen, wobei ca. 1. Mio Menschen davon in Slums wohnen. Damit gehören die Slums von Nairobi mit zu den größten Afrikas. Wir hatten hier einen halben Tag zusätzlich eingebaut, damit die Überfahrt zwischen den Parks nicht so extrem wird. Zu Mittagessen ging es dann in das berühmte Carnivore, einem der bekanntesten Restaurants in Afrika. Hier bekommt man auf Masaispießen gegrillte Fleischspezialitäten. Vom Rind, Schwein, Hammel, Ziege, Hühnchen und Pute. Natürlich gab es auch exotische Sorten wie Strauß, Krokodil und Kamel. Letzteres hat aber nur meine Frau probiert. Wer einmal in Nairobi ist. Der sollte ein Essen im Carnivore fest einplanen. Es war sensationell lecker und mehr als ausreichend. Man hatte ein kleines Fähnchen auf dem Tisch stehen und so lange es stand wurde auch serviert. War man satt, musste die Fahne hingelegt werden, was gleichzeitig bedeutete, das man aufgab. Da wir noch Zeit hatten, besuchten wir nach dem Essen noch das Animal Orphanage am Eingang des Nairobi Nationalparks. Dies ist eine Station für Tierwaisenbabys und verletzte Tiere. Hier konnte man neben dem Warzenschweinpärchen Patrick und Patricia, Löwen, Geparden, Leoparden und Affen sehen. Aber am niedlichsten war der Kindergarten mit 3 Löwenjungen im Alter von 4 Monaten einem Leoparden im alter von 3 Monaten und einem ganz jungen Serval. Hier hätten wir Stunden bleiben können und den Kleinen zu schauen. Nach eine quälenden Fahrt durch Nairobi sind wir in unserem Hotel, dem Sentrim Boulevard Hotel, angekommen. Hier gab es dann nur einen kleinen Snack. Schließlich waren wir noch satt vom vielen Fleisch im Carnivore. Ausruhen für den nächsten Tag, welcher noch so manche Überraschung bereithalten sollte.
21.09. – 6. TagFrühstück und auschecken, weil es dann 7 Uhr zur Fahrt in den Amboseli Nationalpark gehen sollte. Unser Fahrer Evans überbrachte uns aber beim Abholen erst einmal eine schlechte Nachricht. Vorn rechts klappert etwas. Wir müssten erst noch mal in sein Büro und da wäre dann auch ein Mechaniker und eine Werkstatt. Na gut, denn Sicherheit geht ja vor. Wie ein Werkstatt sah es nicht aus und der angebliche Mechaniker klopfte und hämmerte am Fahrzeug rum. Er konnte nichts finden, hat aber alles festgezogen. Nach einer Probefahrt, wir standen Mutterseelenallein an einer Tankstelle, kamen Fahrer und Mechaniker mit folgender Erkenntnis zurück. Es klappert zwar noch leicht, aber es ist alles in Ordnung. Mit einem etwas mulmigen Gefühl stiegen wir dann doch ein und fuhren los. Endlich aus Nairobi raus wurde nicht nur das Geräusch lauter, sonder auch unser ungutes Gefühl größer. Dann entschloss sich meine Frau dazu nicht mehr weiter zu fahren. Als der Fahrer dann anhielt, wurde just in den Moment das Geräusch richtig laut. Jetzt bestanden wir auf einem Fahrzeugwechsel, welches nach kurzem Disput mit dem Fahrer auch kommen sollte. Über 2 Stunden dauerte es bis das Fahrzeug da war. Wie sich am nächsten Tag herausstellte, war das Radlager vorn rechts komplett defekt gewesen. Somit fiel unsere vormittägliche Pirschfahrt im Amboseli aus. Gegen 13.45 Uhr erreichten wir unser Camp. Das Sentrim Amboseli Camp. Ein luxuriöses Zeltcamp. Allerdings erinnerte nur noch das Zelt von außen daran. Innen war dann alles mit Fliesen und das Bad war Extraklasse mit Wellnessdusche. Das Essen war dann auch nicht so schön, weil es schon kalt und der Reis hart war. Nun konnten wir nur noch auf eine erlebnisreiche Fahrt durch den Amboseli hoffen. Der Amboseli ist mit 390 km² zwar sehr klein, aber einer der meistbesuchtesten Kenias. Er liegt direkt am Fuße des Kilimandscharo. Bei unserer ersten Keniareise 2008 waren wir auch in diesem Park. Wir hatten ihn als sehr grün mit weiten Sümpfen und riesigen Elefantenherden in Erinnerung. Andere Jahreszeit und lange kein Regen ließen den Park aber sehr staubig und trocken werden. Wie wir erfahren haben hatte es lange nicht geregnet und viele Tiere sind gestorben. Darunter auch Elefanten. Auf Grund des Nahrungsmangels wurden zudem einige Elefanten in andere Parke gebracht. Trotzdem gab es viel zu sehen. Neben Elefanten, Antilopen, Büffeln, Zebras, Flußpferde und Gnus, sind wir an einem Hyänen Erdbau vorbeigekommen. Hier lagen viele Hyänen verschieden Alters. Besonders interessant waren die Neugeborenen, da sie ganz schwarz waren. Die Färbung des Fells kommt erst später. Außerdem hatten wir noch das Glück 2 Geparden zu sehen. Somit hatten wir unsere Big Five vollständig. Löwe, Elefant, Büffel, Nashorn und Gepard. Das war natürlich ein schönes Gefühl. Später haben wir dann auch noch 2 Löwinnen mit 2 Löwenbabys gesehen. Dann ging es wieder zur Lodge, wo wir die Ereignisse des Tages am Lagerfeuer verarbeiten konnten.
22.09. – 7. TagWir checkten direkt nach dem Frühstück wieder aus um gleich wieder auf Pirschfahrt gehen zu können. Einen wolkenfreien tollen Anblick bot uns dann der Kilimandscharo. Ein Moment zum Genießen. Wieder konnten wir den Augenblick der Freiheit und dem Anblick der Tiere auf uns wirken lassen. Dann bekommt unser Fahrer einen Anruf. Das Auto ist repariert und ist uns in den Amboseli hinterhergebracht worden. Kurz darauf treffen wir den Mechaniker und einen anderen Fahrer mit unsrem Fahrzeug. Boxenstop im Nationalpark. Hoffentlich kommt kein Ranger, denn das Aussteigen im Park ist streng untersagt. Nun konnte wir die letzen Minuten im Park wieder in unserem alten Safarifahrzeug zurück legen. Dann hieß es Abschied nehmen vom Amboseli National Park und Weiterfahrt in den ältesten und bekanntesten Nationalpark Kenias dem Tsavo East. Auch hier waren wir 2008 schon einmal. Bekannt ist er wegen seiner roten Elefanten. Welche die Färbung durch die rote Erde im Park bekommen. Gegründet wurde der Park schon 1948 und hat eine Fläche von knapp 12.000 km². Direkt neben an liegt der kleinere Tsavo West. Direkt bei der Fahrt zu unserem Camp, bekommen wir ein Löwenrudel zu sehen, welches faul unter einem Baum liegt. So kennt man es aus Fernsehdokumentationen. Nach Ankunft beziehen wir unser Zelt im Sentrim Tarhi Eco Camp. Hier ist es schon eher ein Zeltcamp. Direkt vor dem Camp ist ein Wasserloch, an dem gerade eine Herde Elefanten ist. Superschön dieser Anblick, wenn man dabei sein Mittagessen zu sich nimmt. Das sind die Momente die man nie wieder vergisst. Unser Zelt war diesmal eher rustikal. Das Wasser kam aus einer Tonne und die Dusche hatte nur einen Absperrhahn. Das ist Safari. Wir fanden es richtig romantisch. Noch mal einen Blick auf die Elefanten am Wasserloch und dann auf zur Pirsch. Das Löwenrudel lag immer noch faul rum. Was wir diesmal hier im Park zu sehen bekamen, waren die großen Elefantenherden, wie wir sie vor 2 Jahren im Amboseli hatten. Es ist schon ein Anblick, wenn solch große Herden an einem vorbeiziehen. Man stellt den Motor ab und die Tiere laufen direkt vor einem vorbei. Zu Anfassen nah. Auch hier sehen wir wieder viele Tiere. Am tollsten ist das Lichtspiel im Park. Wolken und die hindurchstechenden Sonnenstrahlen. Wir genießen wieder die Stille des Augenblicks. Große Herden von Zebras und Antilopen ziehen vorbei. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kehren wir ins Camp zurück. Abendessen und dann ans Lagerfeuer mit Blick auf das Wasserloch. Dieses ist beleuchtet, so das man auch in der Nacht einen schönen Blick auf die Elefanten hat. Mit etwas Wehmut gehen wir in unser Zelt, denn morgen geht es ja zurück in unser Badehotel.
23.09. – Letzter TagNoch einmal heißt es zeitig raus. Frühstück, Check Out und ab in unser Auto. Wieder sehen wir die Roten Elefanten vom Tsavo und es gelingt uns ein Dikdik zu fotografieren. Und das ist wirklich Glück, denn die afrikanische Zwergantilope ist äußerst scheu. Wir hatten es allerdings dem Umstand zu verdanken, das Frau Dikdik schwanger war und somit nicht so beweglich war. Sie blieb ganz ruhig stehen und hatte Angst. Herr Dikdik hatte sich in der Zwischenzeit dünn gemacht und beobachtete sein Weibchen und uns aus sicherer Entfernung.
Ein anderes Auto mit südafrikanischem Kennzeichen hält neben uns und gibt uns den Tipp, das in die eine Richtung eine Großkatze zu sehen ist. Wir im Eiltempo in die Richtung fahrend, finden wir eine einzelne Löwin. Sie stolziert vor unserem Auto und schenkt uns wenig Beachtung. Und zum krönenden Abschluss bekommen wir einen alten Elefantenbullen zu sehen mit Stoßzähnen die bis zum Boden reichen. Kaum das er mit seinem Rüssel noch an Nahrung kommt. Selbst unser Fahrer ist beeindruckt. Ein letzter Blick auf die rot gefärbte Erde des Tsavo East. Dann führt uns die Fahrt vorbei an großen Kokos-, Ananas- und Sisalfeldern zurück nach Mombasa an den Bamburi Beach zu unserem Badehotel.
Ein tolles Erlebnis mit „kleinen“ Hindernissen. Jeder Park hat seine Highlights, so wie jede Lodge und jedes Camp ihren eigenen Reiz haben. Es sind die Momente und Augenblicke der Ruhe, ihrer Einzigartigkeit und dem Anblick der wilden Tiere die diese Safari zu einem unvergesslichen Erlebnis für uns machen. Im Preis der Safari waren alle Pirschfahrten und Parkgebühren enthalten. Wir hatten einen deutschsprachigen Fahrer und das Safarifahrzeug für uns allein. 3 Flaschen Mineralwasser pro Person und Tag sowie die Übernachtungen mit Vollpension und die Zugfahrt. Die Getränke Zum Mittag und Abendessen mussten noch von uns bezahlt werden. Hierfür haben wir nochmals ca. 60 € extra gebraucht. Am Anfang der Safari haben wir einen Safarihut und eine Tasche für jeden als Geschenk bekommen. Die Organisation und der Ablauf der Safari waren wie beschrieben. Für technische Probleme und das Wetter kann niemand etwas. Genauso wenig kann man eine Garantie geben, welche Tiere man sieht. Wir hatten das Glück die Big Five diesmal zu erspähen. Wir können sagen, das es eine rundum gelungene Safari war und wir jedem dieses Erlebnis an Herz legen können. Denn man muss es selber erleben, um unsere Erfahrungen zu verstehen und nachvollziehen zu können.
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
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MonaR 12.05.2012 09:10
bh is da
rosequeeny 07.05.2012 09:55
Da wäre ich gerne mit dabei gewesen.
Tazi 01.05.2012 21:49
mjm1987 13.04.2012 13:24
Ich bin ganz begeistert. Von deinem Bericht UND von den Fotos, der Tour.....fast sogar ein bisschen neidisch ;). Ganz toll ge-/beschrieben!
Sh. Lg Jessica :-)