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Erfahrungsbericht

für Bierkönig, El Arenal
4 Sterne Ich bin kein Döner, aber...
103 von 103 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Spaß im Urlaub

Kontra Das darf man daheim nicht erzählen

Detailbewertung

Essen & Trinken
Preis-/Leistungsverhältnis
Atmosphäre
Service
Anbindung
Auswahl

Der Autor

dik1609 Seit 4 Jun 2010

Ich bin 53 und bedanke mich für Lesungen, Bewertungen und Kommentare - Gegenlesungen sind... mehr

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Wer nicht unbedingt der schönen Landschaft wegen auf die Mittelmeerinsel Mallorca reist und sich dort dann auch noch im Raum Arenal/Platja de Palma aufhält, der wird nicht unbedingt merken, dass er in einem spanisch sprachigen Land ist. Das gilt erst recht und ganz besonders für die berühmt-berüchtigte Schinkenstraße, wo es deutschen Filterkaffee, Bratwurst - und natürlich den Bierkönig gibt. Dieses Lokal ist Treffpunkt der Partyszene und hier wird ebenso begeistert wie lauthals bei Musik mitgesungen, von der später die meisten behaupten, sie noch nie in ihrem Leben gehört zu haben. Während unseres Kurz-Tripps nach Mallorca mit nur 24-stündigem Aufenthalt (dazu habe ich hier auch schon einen Bericht veröffentlicht) wohnten wir in Arenal - und waren natürlich auch im Bierkönig.

Wo er zu finden ist

Wer an der Promenade in Platja entlang schlendert und den berühmten Balnearo 6 dabei streift, wird den Bierkönig kaum übersehen können, denn mit einer sehr hohen großen beleuchteten Tafel macht er in der Schinkenstraße auf sich aufmerksam. Wer es nicht sieht, sollte dem Lärm folgen. Internet: www.bierkoenig.tv, Mail: alex@bierkoenig.tv
Wie es dazu kam

Der Bierkönig wurde 1988 von zwei spanischen Gastronomen in der bis dahin unbekannten Schinkenstraße gegründet. Wenig später, im Jahr 1990, wurde er von Manfred Meisel und seinem Partner Gerd Nicolai erworben. Zu dieser Zeit bestand das Lokal nur aus einem Gebäude, die heutige Terasse gehörte nicht dazu. Im Jahr 1993 gab es größere Umbauten: Durch zwei neuen Außentheken wurde der Zulauf in der Schinkenstrasse verstärkt. Der Name Bierkönig besteht schon von Anfang an und etablierte sich, als man sich für "König Pilsener" als Hausmarke entschied. Der Bierkönig wurde von Jahr zu Jahr beliebter und bekannter. Doch im November 1997 wurde Manfred Meisel unter mysteriösen Umständen ermordet, die bis heute nicht aufgeklärt sind. Seine Frau verkaufte das Lokal an Juan Gea, den Besitzer eines Getränkehandels. Gea entschied sich im Jahr 2000 für einen neuen Partner, der für die enormen Umbauten verantwortlich ist, die im Jahr 2002 vorgenommen wurden.

Wie es dort aussieht

Wer sich dem Bierkönig nähert, wird zunächst helle Lichter sehen und verlockende Gerüche spüren, denn im Außenbereich werden Pizza, Gyros und Bratwürste verkauft. Das offene, aber komplett überdachte Lokal bietet hohe Tische und Barhocker sowie mehrere Theken - alles ist in hellem Holz gehalten. Zudem gibt es einen Riesen-Fernseher, der schon einer Kino-Leinwand gleicht und auf dem zumeist Fußballspiele zu sehen sind. Es gibt zudem einen Innenraum auf zwei Etagen, in dem nach Mitternacht und bei schlechtem Wetter gefeiert wird. Auch hier gibt es natürlich eine große Theke, Tische und Barhocker sowie eine Ecke, in der der DJ für musikalische Unterhaltung sorgt. Im oberen Stockwerk sind unter anderem die (großen und sauberen)Toiletten und ein Souvenir-Shop zu finden.
Was getrunken wird

Eigentlich alles, was Alkohol enthält *grins*. Natürlich gibt es Bier, aber auch Wein, Longdrinks (42-er mit Milch war im vergangenen Jahr angesagt) und Cocktails. Und auch alkoholfreie Getränke sind selbstverständlich im Angebot. Die Preise übrigens sind normal und angemessen, zur Happy Hour (20 bis 22 Uhr und auch am Nachmittag) gibt es jeweils 2 Getränke zum Preis von einem. Beliebt ist die "Literware", bestehend aus Sangria oder Long-Drinks, die preislich günstig ist. Für Gruppen übrigens gibt es ein Angebot mit besonderen Preisen. Der Service erfolgt zumeist ausgesprochen zügig - die Kellner arbeiten wohl in erster Linie auf Provisions-Basis. Gäste können sich die Getränke aber auch an der Theke selbst abholen. Natürlich wird nach jeder Runde sofort bezahlt.

Was gehört wird

Ja, da ist er: Der Knackpunkt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass gerade die vielen jungen Menschen auch in der Heimat ständig Lieder wie das vom roten Pferd singen, dass sie behaupten, sie hätten eine Zwiebel auf Kopf (Nur Döner macht schöner), dass sie die Regenwürmer husten hören und so weiter und so weiter. Die Musik-Kultur ist hier einmalig. Die DiscJockeys Chriss Tuxi (kam unlängst bei einem Verkehrsunfall ums Leben), DJ Düse und DJ Ralli haben dennoch beinahe schon Kult-Status. Und besonders hoch geht es her, wenn Stargäste wie Peter Wackel ("Party, Palmen..."), Tim Toupet (das ist der mit dem Döner und dem "Fliegerlied"), PS Alex, Krümel, Libero 5, Helmut aus Mallorca, Axel Fischer ("Amsterdam"), Tobee, Anna Maria Zimmermann, Haidie, Antonia oder die Lollies zu Gast sind.
Das Publikum

Eigentlich ist es gleichgültig, ob Männlein oder Weiblein, ob dünn oder dick, ob alt oder jung: Im Bierkönig trifft sich einfach alles. Eigentlich gibt es nur eine Voraussetzung: Das Beherrschen der deutschen Sprache - mit spanisch kommt man hier nicht weit, mit reichlich Alkohol-Genuss dafür um so weiter. Und natürlich werden hier manche zarte Bande geknüpft, die anschließend andernorts vertieft werden.

Meine Meinung

Als halbwegs gebildeter Mensch, so sollte man meinen, betritt niemand dieses Lokal. Aber wenn niemand hinein geht, warum ist es dann immer so voll? Ich habe meiner Frau vom Bierkönig erzählt - sie fand es schrecklich. Andersherum wäre es wahrscheinlich ganz genau so gewesen. Vor Ort aber hatte ich meinen Spaß. Es gab Musik zum Mitsingen (ja, ja: der Döner!), man konnte sich unterhalten und hörte sogar einige Lieder, die seit gefühlten 40 Jahren in Vergessenheit geraten sind ("Das kannst du mir nicht verbieten", das Original stammt aus dem Jahr 1963 und wurde von Bernd Spier gesungen; oder Lolitas "Seemann, deine Heimat ist das Meer"). Unglaublich, dass ich daran Spaß hatte! Aber gut: Ich habe halt auch nicht nur Filterkaffee und Mineralwasser ohne Kohlensäure getrunken :-p
Mein Fazit

Der Erfolg gibt dem Lokal recht. Hier kann gefeiert, gesungen und auf den Tischen getanzt werden. Im Urlaub, wenn die Hemmschwelle nicht ganz so hoch wie der Alkoholpegel ist, macht das alles wirklich Spaß. Und bezahlbar ist es auch noch.

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Kommentare

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  • heike79 11.06.2011 11:37
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • yesup 06.05.2011 22:31
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Die-Xanadu 24.04.2011 18:43
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • YvonnaJ 20.02.2011 17:33
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • PrincessJ76 01.01.2011 20:07
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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