Vorgeschichte
Auf gehts.......unser letzter Tag in Kanada bricht an und wird eine 6000 km lange Tour durch Britisch Columbia und Teile von Alberta beenden. Aber noch sind wir nicht am Ziel, denn zunächst müssen wir von Vancouver Island wieder aufs Festland gelangen. Wir hatten uns an einer der letzten Touristeninformationen bereits einen Fahrplan der Fähren geholt und wussten so, dass fast stündlich gefahren wird.
Von Ucluelet mussten wir nach Nanaimo. Gern hätte ich noch einen Abstecher nach Victoria gemacht, aber unser Zeitplan ließ das nicht zu.
In Parkersville schauten wir uns den schönen Strand an, in Coombs einen herrlichen Markt, auf dessen Dach Ziegen weiden sollten. Leider fanden wir die Tiere nicht, aber Gras gab es da oben wirklich.
Als wir in Richtung Nanaimo fuhren, gab es über dem Highway immer schon elektronische Hinweise auf die Abfahrtszeiten der Fähren und wieder einmal zeigte sich, dass Frauen auch ab und an Recht haben. Während mein Mann am liebsten die allerletzte Fähre genommen hätte, drängte ich auf die um 15.10 Uhr. Weibliche Intuition eben......im Fährgebiet angekommen, wurden 100e von Autos in den Terminal geleitet. Mitten auf der Straße musste man drehen und sich einreihen....das konnte sich ja nur um Stunden handeln bis wir da auf ein Schiff kommen.......Dann eine Hiobsbotschaft.....die Fähre um 15.10 Uhr fiel wegen einem Schaden aus, die nächste geht 2 Stunden später .........am Tickethäuschen meinte die Kassiererin, sie könne aber nicht garantieren, dass wir da mitkommen. Boah ey.......was nun? Brütende Hitze.....wir standen auf Lane 9 und wohl so 15 Lanes waren gefüllt. Aussteigen, etwas trinken gehen, sich die Zeit vertreiben....was anderes konnten wir tun?! Aber nach einer Stunde gab es einen Lichtblick.....die Fahrer wurden gebeten, zu den Autos zu gehen. Wir konnten nur die Daumen drücken, wenn wir es nicht auf das Schiff schaffen, müssen wir wieder 2 Stunden warten. Ein Auto nach dem anderen rückte vor......eine Anzeige verriet uns, dass die Fähre 155 Fahrzeuge aufnehmen konnte......was soll ich sagen....wir waren Fahrzeug Nummer 154!!!!!! Noch ein Auto nach uns und die Luke wurde geschlossen....................puh.....welch ein Glück für uns.
Die Fährüberfahrt dauerte ca. 1,5 Stunden und endlich sahen wir wieder den Ausgangspunkt unserer Reise.....die Skyline von Vancouver.
Die Fahrt ins Zentrum war recht lang, alle Autos quälten sich von der Fähre nach Vancouver hinein. Über eine herrliche Brücke leitete uns unser Navi zum endgültig letzten Hotel......................dem
'''BEST WESTERN SANDS, VANCOUVER'''
AdresseBest Western Sands by the Sea Hotel Vancouver
1755 Davie Street Vancouver, BC Kanada V6G 1W5
Tel : 604.682.1831
Fax: 604.682.3546
Email: info@bestwesternsandshotelvancouver.com
LageDas Best Western Sands liegt nur wenige Gehminuten vom Ufer des Pazifik entfernt in einer Seitenstraße, der Davie Street. Wirklich sehr zentral gelegen, kann man schnell Shops, Restaurants oder den Stanley Park erreichen. Während die weitere Umgebung wirklich prima ist, liegt das Hotel recht unschön in einer Straße mit viel Verkehr, Busse halten genau vor dem Gebäude, was der Nachtruhe nicht unbedingt zuträglich war. Auf unseren Nachttischen lagen Ohrstöpsel und ein Schreiben mit der Bitte um Entschuldigung, weil sich gegenüber momentan eine Großbaustelle befindet. Das war ja anständig, wenn auch nicht gerade toll.
Lobby und ZimmerDie Lobby gefiel mir recht gut, sie hatte Großstadtflair. Das Hotel hat 119 Zimmer und Suiten. Mit dem Fahrstuhl fuhren wir nach oben und betraten das Zimmer. Das erste, was auffiel, war ein großes Fenster....leider war der Blick nicht so toll, Straße, Bushaltestelle. Der versprochene Meeresblick war auch da, allerdings musste ich mich ganz schön weit aus dem Fenster lehnen, um etwas Wasser zu erhaschen. Aber man konnte sich in die breite Fensterbank setzen und das Geschehen draußen beobachten. Was fanden wir vor?
- Zwei Doppelbetten
- Tisch und Stühle
- Kostenlose Ortsgespräche (unter 30 Minuten)
- Voice Mail
- High-Speed-Wireless-Internet-Zugang
- Bügeleisen / Bügelbrett
- Kaffeemaschine mit kostenlosem Kaffee & Tee
- Haartrockner
- TV
Das Zimmer machte einen ordentlichen Eindruck, war sauber, wenn auch nicht modern eingerichtet. Aber das hatten wir gelernt.....die Hotels waren alle recht rustikal eingerichtet. Auch das Bad war Standard, helle Fliesen, weiße Handtücher, alle Utensilien zur Körperpflege waren vorhanden. Gefallen hat uns hier der geschmackvolle Waschtisch.
Preise1. Januar bis 30. April $109 - $179
1. Mai bis 30. Juni $149 - $229
1. Juli bis 30. September $179 - $249
1. Oktober bis 31. Dezember $119 - $189
Das entspricht während unseres Zeitraumes im August einem Preis von 155 Euro bezogen auf unser Zimmer mit 2 Queensize-Betten.
Das sind Großstadtpreise, akzeptabel für uns.
Wellness
Den Wellnessbereich lernten wir nicht kennen, allerdings soll es auch hier einen Fitnessraum und eine Sauna geben, ebenso ein Dampfbad. Von einem Pool konnten wir nichts lesen.
Das Frühstück
Hinter der Lobby gelegen befand sich das Restaurant und die Bar, Checkers Bar & Grill genannt. Hier wurde am Morgen auch gefrühstückt. Schnell fanden wir zwei Plätze. Wir suchten nach dem Frühstücksbüfett, welches uns die Reisebeschreibung von CANUSA versprochen hatte. Fehlanzeige....Zunächst dachten wir, dass wir im falschen Restaurant seien, aber wir waren richtig. Der Kellner fragte zunächst nach Kaffee oder Tee. Da wir den Kaffee immer gut fanden, tranken wir ihn auch hier. Positiv in ganz Kanada....Kaffee wurde immer nachgeschenkt, ohne Aufpreis. Eine Dame kam an den Tisch und nahm ein Bestellung auf. Sie fragte nach Toast, ob wir hellen oder braunen (damit ist Vollkorntoast gemeint) wollten. Weiterhin wurde unser Wunsch nach Eiern aufgenommen.....Sunny Side up.....Spiegeleier, Dotter oben, bestellten wir. Die Dame verschwand und 10 Minuten später kam unser Teller....es schmeckte, aber wir waren maßlos enttäuscht.......das war es.....keine Marmelade, kein Frischkäse, nichts weiter.......na wenigstens einen Orangensaft bestellten wir noch. Als er gebracht wurde, erklärte uns die Kellnerin, dass dieser Saft aber nicht zum Frühstück gehöre, sondern extra bezahlt werden muss. Nur meiner Gutmütigkeit war zu verdanken, dass wir gute Miene zum bösen Spiel machten, denn mein Mann war schon auf 180. Unzufrieden verließen wir den Frühstücksraum.
Parken
Zum Hotel gehört eine Parkgarage, ich schätze, 50 Stellplätze mögen es sein. Durch Zufall bekamen wir am Vortag einen Platz, denn ein Auto verließ gerade das Gebäude. Das nutzten wir am letzten Tag. Weil unser Flugzeug erst um 18 Uhr startete, wollten wir noch nach Downtown Vancouver um ein paar Souvenirs für die Familie zu kaufen. Wir ließen den Wagen einfach im Parkhaus stehen, obwohl wir schon ausgecheckt hatten......das war für das miese Frühstück.
Zurückgekehrt, zogen wir uns um, verstauten alles in den bereits am Vorabend gepackten Koffern und begaben uns zunächst in den weltbekannten Stanley Park und am späten Nachmittag in Richtung Airport.
Mein Fazit
Das Best Western Sands ist ein Mittelklassehotel in zentraler Lage.
Das Zimmer war geschmackvoll gestaltet, sauber und ordentlich. Leider hatten wir keinen schönen Blick nach draußen und erheblichen Baulärm. Die nahe Lage am Pazifik und der sich gleich in der Nähe befindende Stanley Park entschädigten uns für das Frühstück, welches nicht wie versprochen als Büfett geboten wurde.
Das Hotel bekommt die Note 3, also 3 Sterne.
Nachtrag
Damit endet meine Berichteserie über Kanada. Wir verbrachten drei wunderschöne Wochen in dem Land der unendlichen Weiten. Wildtiere, gigantische Entfernungen, landschaftliche Schönheiten, all das machte uns diese Reise zu einem wunderbaren Erlebnis. Leider waren wir von Neuseeland schon so sehr verwöhnt, dass wir manche Naturschönheiten gar nicht mehr entsprechend würdigen konnten. Alles in allem fanden wir Neuseeland noch schöner, hier hat man auf wesentlich kürzeren Distanzen einfach noch vielfältigere Dinge gesehen. Kanada bietet vieles....Wälder, wunderschöne Seen, Meer, Wildtiere, aber auf unseren 6000 Kilometern hat sich davon auch vieles wiederholt. Trotzdem....Kanada als das zweitgrößte Land der Erde ist und bleibt einer meiner Favoriten.....ich hoffe, ich konnte euch mit meiner Berichteserie Geschmack auf das Land des Ahornblattes machen.....es lohnt sich wirklich, 10 Flugstunden auf sich zu nehmen. Die Kanadier sind ein unheimlich gastfreundliches Volk, möglicherweise werden wir den Osten des Landes auch noch einmal erkunden.
Fotos......
Von solchen Erlebnissen hat man lange was.