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Pro Gute Lage, gepflegtes Ambiente
Kontra -
Eines der exquisiteren Hotels ist das Best Western Island Palms Hotel & Marina, kurz Island Palms. Es liegt zentral auf dem südwestlichen Zipfel der Insel direkt neben dem San Diego Yachtclub und besteht aus drei Gebäuden: dem eigentlichen Hotel mit der Rezeption, einem südwestlich angrenzenden Suiten-Trakt und dem später hinzuerworbenen Casa Del Mar Building, in dem sich unser Zimmer befand. Wir parkten vor der Rezeption und checkten ein. Schon der Empfangsraum des Hotels ist sehenswert. Ein kleiner Wasserfall, gesäumt von Palmen und anderen Pflanzen, ist der Blickfang des Foyers. Der Boden ist mit Natursteinen gefliest, dazu ein in beige gehaltenes Ambiente. Zur linken Seite befindet sich der Rezeptionstresen mit Marmorabdeckung. Der Raum ist flach, mit holzvertäfeltem, schrägen Dach und Fenstern zu beiden Seiten. Über dem Foyer ist das Dach durch Plexiglas lichtdurchlässig. Diese Lichtdurchflutung in Verbindung mit der Farbgebung und den vielen Pflanzen vermittelt schon einen südländischen, wenn nicht gar karibischen Eindruck. Und hier sollten wir drei Nächte verbringen - kann es schöner sein? Nach kurzen Verhandlungen mit dem Rezeptionspersonal - ich hatte ja telefonisch einen Sonderpreis ausgehandelt, der zudem die örtlichen Steuern beinhaltete - bekamen wir unsere Zimmerschlüssel (natürlich Scheckkarten) und fuhren nun über den hauseigenen Parkplatzstreifen vor den Hotelgebäuden zum Casa Del Mar. Dieser Parkplatzstreifen hat übrigens mehrere Zufahrten, die anlässlich besonderer Ereignisse, wie beispielsweise einer Musikaufführung im benachbarten Hotel, abgesperrt sind. So konnten wir an einem Abend nur durch Vorzeigen unseres Gästeausweises an einer Absperrung passieren. Doch das nur am Rande.
Am Casa del Mar Gebäude gab es zwar keinen Wasserfall, dafür aber einen ansehnlichen Brunnen vor dem stattlichen Eingang, der von Palmen eingerahmt ist. Das Gebäude selbst kann nur mit dem Zimmerschlüssel betreten werden; ein deutlicher Hinweis auf die Exklusivität der Anlage. Hinter dem Eingang befindet sich eine Art großes Wohnzimmer mit gemütlichen Sitzgelegenheiten und flauschigem Teppichboden. Nach links und rechts zweigen die Flure zu den Zimmern ab. Unseres lag auf der rechten Seite, wenige Meter vom Eingang entfernt.Eine King Junior Suite hatten wir gebucht, und was wir bekamen war tatsächlich königlich, die Krönung des Urlaubs was die Unterkunft betrifft. Alleine die Grundfläche der Suite betrug geschätzte 40 qm. Hier lass ich mal die Bilder sprechen; schaut Euch an, wie wir gehaust haben. Das Bett war von ausgesprochen guter Qualität; nicht zu hart, nicht zu weich und angenehm hoch. Gegenüber dem Eingang führt eine Türe auf die Veranda, die mit Gartenmobiliar zum Verweilen einläd. Diese ist durch einen mit hohen Palmen bepflanzten Grünstreifen von einem kleinen Promenadenweg getrennt, der entlang der nördlichen Yachthafengrenze verläuft und den Blick auf eine schier endlose Zahl hier ankernder Boote freigibt. Dahinter noch befindet sich, direkt vor unserem Zimmer sozusagen, ein gut beheizter Jacuzzi, und etwas weiter links der normale Swimmingpool. Abends waren beide immer gut besucht, und es ist ja auch wunderschön, von Palmen umrankt auf den schwach angestrahlten Yachthafen zu blicken, dem Spiel der Wellen mit den Booten zuzusehen und dabei mit einem Glas Champagner im blubbernden, heißen Whirlpool zu sitzen.
Ein Genuss war auch unser Badezimmer. So großzügig war es angelegt, dass man es wirklich Zimmer nennen konnte. Ein gigantischer, in schwarzem Bambusrohr eingerahmter Spiegel bedeckte eine komplette Wand. Dazu gesellten sich, wie in der gesamten Suite, geschmackvoll ausgewählte Wandbilder und ein zugegebenermaßen eher an einen Krankenhausnachttisch der 20er Jahre erinnerndes kleines Holzschränkchen. Die zahlreichen Halogenstrahler tauchten den in beige gehaltenen Raum in eine angenehm wohlige Wärme, zu dem auch die Fußbodenheizung beitrug. Zur Küche muss ich anmerken, dass sie zum Kochen nicht wirklich geeignet war. Ein Herd fehlte, dafür gab es eine winzige Mikrowelle. Die Minibar versteckte sich hinter einem der Schranktüren, ansonsten waren die Schränke leer und wohl eher Zierrat. Kein Amerikaner würde ohnehin auf die Idee kommen, in einer Suite zu wohnen und sich was zu bruzzeln. Ich frage mich nur, wozu dann die OP-mäßige Neonleuchtwand oberhalb der Pseudoküchenzeile angebracht war... Eine große Schlafcouch, die selten einfach aufzuklappen war, ergänzte den Wohnraum und machte ihn so für uns mit drei Personen erst nutzbar. Das einzige etwas störende Einrichtungsobjekt war meiner Meinung nach der viel zu dunkle und viel zu große Fernsehschrank; aber das ist Geschmackssache. Ansonsten fühlten wir uns allesamt sauwohl und genossen die drei Nächte im Luxus, die wie immer leider viel zu schnell vorüber gingen.Zum Frühstück und auch Abends nutzten wir das hoteleigene Restaurant "Blue Wave Bar & Grill", dass sich im Hauptgebäude neben der Rezeption befindet. Man geht vom Eingang aus an dem Wasserfall vorbei, steigt eine kleine Treppe empor und steht schon fast vor dem Rezeptionisten. Auf der linken Seite befindet sich übrigens ein PC mit Internetzugang, gut versteckt in einem ebenso monströsen Fernsehschrank wie in unserer Suite. Als wir das erste mal dort vorbeikamen war der PC online und wir konnten kostenlos Emails abrufen. Über einen solch netten Service hatte ich mich schon gefreut, doch am nächsten Tag war der Holzschrank abgeschlossen mit dem Hinweis "out of order", und am dritten Tag war er wieder verfügbar, kostete aber plötzlich teuer Geld. Die Ursache war wohl die, dass jemand herausgetüftelt hatte, wie man dem Programm, dass die Freischaltung für eine bestimmte Zeit gewährleistet, mit einem irrsinnige Wert speist, um so tagelang kostenlos online zu sein - auf wessen Rechnung auch immer.
Im Restaurant galt natürlich auch wieder Wait to be seated. Man hat die Wahl zwischen einem Platz auf der Terrasse oder im Inneren. Wir entschieden uns aufgrund des draußen herrschenden Windes zunächst für den Innenraum und erst am letzten Tag für einen Platz unter freier Sonne. Große Sonnenschirme, Plexiglasscheiben und Heizstrahler sorgen ansonsten im Außenbereich für ein erträgliches Klima. Im Innenraum tat die Klimaanlage an den Fensterplätzen (mit tollem Blick auf den Yachthafen) allerdings ihr Bestes, auch diese Plätze genauso windig zu gestalten wie die Terrasse, auch wenn der Luftstrom raffiniert umgelenkt war und an der Wandverkleidung wie ein kalter Strom herunterfiel. Während wir an der Rezeption auf eine Platzzuweisung warteten konnte ich einen flüchtigen Blick auf die Unterlagen werfen, mittels derer die Tischvergabe von statten geht. Kein Wunder, dass man hierfür extra jemanden einstellen muss - ein auf den ersten Blick höchst komplizierter Plan bildet die Grundlage der Tischvergabe. In verschiedenen Farben wurden Markierungen und Kommentare eingetragen - das verstehe wer will. Eine simple Tischliste mit einem Marker "besetzt" oder "frei" wäre wohl zu simpel gewesen. Und überhaupt: es gab vielleicht 10 Tische im Innenraum und 5 draußen - wozu der Aufwand? Ich werde es wohl nie verstehen... Aber sei's drum, ein freundliches "Please follow" und wir spazierten wie die Entlein hinter dem Platzanweiser zu einem freien Tisch.Nach kurzer Zeit kam ein Oberkellner zu uns, stellte sich als unser Betreuer vor, machte ein wenig Smalltalk und verabschiedete sich dann mit dem Hinweis auf den für uns zuständigen Kellner. Business-Class, dachte ich. Sogleich erschien der Kellner und das übliche Procedere konnte beginnen. Zu Essen gab es durchweg edlere Dinge - von Pommes keine Spur. Hier hieß die Standardbeilage "Mashed potatoes", also Püree. Das war mal ganz angenehm, und bezahlbar war es auch. Das Frühstück zum Beispiel (siehe Foto) schlug für zwei Personen mit 18 Dollar zu Buche; in dem Ambiente und dem Ausblick eigentlich ein überraschend niedriger Preis. Eine besondere Attraktion der ungewollten Art bildete die Terrassentüre. Diese entsprach offenbar europäischen Feuerschutzvorschriften und hatte folglich einen mehr als kräftigen Schließmechanismus. Mit ganzem Körpereinsatz mussten sich die armen Kellner dagegenstemmen, um hindurchzukommen. Und einmal - ja es musste wohl so kommen - hat es dann tatsächlich ein ganzes Frühstückstablett auf den Boden gescheppert.
So waren wir rundherum zufrieden mit unserer Hotelwahl, und für den nächsten Urlaub in San Diego ist das Island Palms bereits wieder gebucht.Fotos zu diesem Bericht gibt es in meinem Webprojekt "Westküste USA".
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offerendum 29.05.2007 09:44
Sieht irgendwie amerikanisch aus..........
ozimmi 28.05.2007 09:40
ein sehr guter und hilfreicher Bericht :- ) - Otto
Tommy1959 27.05.2007 21:57
Miamibeach-Mike 26.05.2007 06:52
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'Exquisit' und 'Best Western'? Das geht?. ;) Guter Bericht. LG