Dieser Erfahrungsbericht wurde von 21 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
In den nächsten Wochen werde ich die eine oder andere amerikanische Hotelkette näher vorstellen, den Anfang soll heute die größte Hotelkette weltweit machen, Best Western.
Geschichte: Best Western wurde 1946, wie so viele andere große amerikanische Ketten aller Industriezweige, nach dem zweiten Weltkrieg gegründet, die Soldaten kehrten aus aller Welt zurück und investierten ihre Abfindungen, zudem wurden Ansiedlungen industrieller Art in dieser Zeit, vor allem im etwas strukturschwachen Westen und Südwesten der USA , massiv subventioniert.Mit dem Wachstum im Tourismus der letzten 55 Jahre und der damit verbundenen internationalen Expansion zählt die Kette nun weltweit über 4000 Häuser, etwa 1900 davon in den USA und Kanada.
In Europa expandierte man vor allem in den letzten beiden Jahrzehnten massiv und kann auch hier auf ein riesiger Netz an Hotels zurückgreifen.Hier werden zumeist bereits schon länger existierende Häuser in die Kette aufgenommen, Neubauten sind sehr selten.
FRANCHISING: Alle Häuser werden individuell geführt, d.h. man firmiert zwar unter dem Label Best Western, ist aber ansonsten relativ selbstständig.Die Vorteile liegen für den einzelnen Hotelier primär im zentralen Reservierungssystem und der Vermarktung/Werbung, jedoch trägt er auch große Teile des Riskos, die Muttergesellschaft kassiert Lizenzgebühren und schiebt
ansonsten eine eher ruhige Kugel, Best Western gilt nicht gerade als Branchenprimus in Sachen Qualitätskontrolle.
LOYALITY PROGRAMM Der Gold Crown Club verfügt weitweit über die meisten Mitglieder aller Hotelprogramme.Branchenüblich bekommt man für jeden ausgegebenen Dollar 1 Punkt im Programm, diese können jedoch etwas unüblich nicht gegen freie Nächte getauscht werden , sondern gegen sugenannte Cheques. Gutscheine ausgestellt in US Dollar, für 650 Punkte ( also 650 ausgegebenen Dollar gibt es mikrige 15 Dollar Cheques. Solide Auswahl an branchenfremden Prämien bis hin zu Flugtickets und Gasoline Vouchern.
Fachleute erschaudern bei einer Rendite von 2.4 %, andere Programme bieten hier bis zu 15 %.
Man kann jedoch auch die Nächte als Punkte bei allen amerikanischen Airlines gutschreiben lassen, zwischen 250 und 500 Meilen bringt diese Variante ein.
Verschiedene Statusmitgliedschaften und event. daraus resultierende Privelegien gibt es nicht.
QUALITÄT DER HOTELS: Welten auseinander liegt die Qualität und Intention der Häuser, für mich einer der Hauptkritikpunkte, neben dem Loyalityprogramm. Unklug agieren alle Häuser unter einem Markennamen, dem Gast ist es kaum möglich Qualitätsunterscheide zu erahnen, in den USA verfügen die Häuser mindestens über ein AAA ( amerik. ADAC )2 Diamond Rating ( 1-5 Diamnaten, ähnlich den Sternen in Europa ), knapp 65 % verfügen sogar über ein 3 Diamond Rating. Dementsprechend klaffen auch die Preise weit auseinander, vom 23.99 USD Motel im tiefsten Georgia bis zum 299 USD Strandresort an Oregons Küste, dramatisch über den Felsen gelegen.Gerade im Westen der USA verfügt man über brilliant gelegene Küstenhotels , ebenso aber auch über exzellente Locations im Osten Kaliforniens, nahe der großen Nationalparks.
In Europa agiert man eher im 3 und 4 Sternesektor, vor allem in der Schweiz fast nur im 4 Sternebereich, mit verzüglichen Häusern, jedoch selten unter 300 DM.
EIGENE ERFAHRUNGEN: Durchweg sehr ordentlich, wie schon oben erwähnt, ist jedoch die Qualität der Häuser sehr unterschiedlich.Das letzte von mir besuchte Haus war das BW Mayan Inn Beachfront in Daytona Beach, FL für USD 39.99 im Januar.Solider Preis, solides Haus. Für amerik. Verhältnisse kleine Zimmer, jedoch mit Balkon und Meerblick.Gutes inkludiertes Frühstück im Frühstücksraum am Pool mit Meerblick.Leider zu wenig Parkplätze am Hotel, aber eine Tiefgarage in der Nähe. Desweiteren gibt es mehrere von mir besuchte Hotels in Oregon und Kalifornien, gerade hier ist das Preisniveau, aber auch die Qualiät zum Teil überragend.Gerade in Lincoln City, Oregon liegt ein Strandhotel mit brillianter Lage.In der Hauptsaison am Wochenende liegt jedoch das güntigste Zimmer bei 150 USD und mehr, Fireplace Suites ab 349 USD.In Bishop, CA nahe des Yosemite NP kann ich das BW Creekside Inn sehr empfehlen, ab 80 USD tolle Lage am Fluß.
Directory: Durchweg gut sind die BW Directories, in den USA ist dies ein Din A 4 Heft mit zusätzlichen Straßenkarten , jedes Haus ist mit Karte beschreiben, auch die Preise sind angegeben, etwas schwammig zwar, aber zumindest wird ein Überblick gegeben.
In Europa verschickt BW gerne Länderkarten , die auf der Rückseite die Hotelbeschreibungen, aber der Vorderseite die Geographie mitsamt eingezeichneter Häuser bieten, ein wenig aufwendig im Format, dennoch sehr übersichtlich.
INTERNET: Brilliant ist der Internetauftritt unter www.bestwestern.com, solides Design , sehr informell. Vorbildlich ist die Hotelsuchfunktion, nach Eingabe des Ortes und Staates bekommt man die Hotels innerhalb von 100 Meilen mitsamt Karte angezeigt. Online Reservations sind natürlich möglich, die Preise werden von teuer bis billig angezeigt, Angebote müssen nicht erst auf speziellen Seiten gesucht werden, Promos sind durchweg solide, sehr oft ist die AAA Rate am güntigsten. Die Hotels erscheinen sehr oft mit Bild und guter Beschreibung, leider fehlen jedoch häufiger weitere Fotos.
Einige Hotels haben sich staatenweit eigene Seiten zugelegt, unter anderem www.bestwesternoregon.com oder www.bestwesternidaho.com
Fazit: Best Western lebt vor allem von der extremen Dichte der Häuser, in fast jedem Winkel der Welt findet man ein Haus der Kette, leider ist das dazugehörige Loyalityprogramm eigentlich kaum der Rede wert, zur Loyalität animiert es kaum.Jedoch überzeugen zum Teil brilliante Locations, die aber erst bezahlt werden müssen.Der Internetauftritt rangiert auf den Spitzenplätzen der Branche. Konstant ziehe ich jedoch andere Ketten wie Hilton ( Hampton Inns ) oder Bass ( Holiday Inn , HI Express ) den Best Westerns vor, primär durch das bessere Loyalityprogramm.
war auch in einem best western hotel, in sedona (arizona). hat mir dort sehr, sehr gut gefallen, auch wenn's nicht gerade billig war (im gegensatz zu anderen bw-hotels aber noch günstig ;)) gruß, anne
Die Qualität ist wirklich sehr unterschiedlich - wir haben in Fresno in einem BW gewohnt, das seine Diamonds in keiner Weise verdient hat.
Noch keine derartigen Erfahrungen haben wir mit Hampton Inns gemacht.
Mal sehen.
29.12.2001 23:33
war auch in einem best western hotel, in sedona (arizona). hat mir dort sehr, sehr gut gefallen, auch wenn's nicht gerade billig war (im gegensatz zu anderen bw-hotels aber noch günstig ;)) gruß, anne
21.11.2001 13:20
Wir haben auf unseren USA Trips auch im Best Western Hotels gesucht, sind zwar ein bischen teurer, aber die Qualität stimmt auch, CU Tom
18.11.2001 14:54
Die Qualität ist wirklich sehr unterschiedlich - wir haben in Fresno in einem BW gewohnt, das seine Diamonds in keiner Weise verdient hat. Noch keine derartigen Erfahrungen haben wir mit Hampton Inns gemacht. Mal sehen.