Unsere sechste Station führte uns von mit der Bahn von Leoben nach Graz, der Landeshauptstadt der Steiermark und zweitgrößten Stadt Österreichs.
Buchung und Preis:
Da September ein beliebter Reisemonat ist, haben wir für unsere Rundreise rechtzeitig mit der Buchung der Hotels begonnen. Als Bahnfahrer suchten wir für die eine Nacht in Graz ein Hotel, dass sich möglichst zu Fuß vom Bahnhof erreichen lässt. Das Hotel Daniel kann kaum näher am Bahnhof liegen, wenn ihr nicht auf den Gleisen übernachten wollt. Gebucht haben wir über das Hotelportal HRS ein Smart-Zimmer zum Preis von 79 Euro DZ zuzüglich 9,- Euro für das Frühstücksbuffet (das Hotel IBIS lag ähnlich gut, war aber deutlich teurer).
Lage / Anfahrt
Vom Hauptbahnhof einfach wenige Schritte nach rechts gehen, dann steht ihr vorm Hotel (von dieser Seite ist das Gebäude unauffällig-schlicht). Wer mit der Straßenbahn aus der Innenstadt kommt, sieht die bunte Fassade mit den Balkonen der Loggia-Zimmer schon von weitem.
Parkplatz:
Parkplätze sind wie an allen Citybahnhöfen dieser Welt rar und die Politessen fleißig, so dass die Investition in einen Stellplatz für 9,- Euro pro Nacht sicher gut angelegt ist; als Bahnfahrer haben wir diese aber nicht ausprobiert.
Hotel
4* Daniel, Graz
Europaplatz 1
8021 Graz
Tel. 0043-316 711-080
Fax 0043-316-711-85
www.hoteldaniel.com
hello@hoteldaniel.com
107 Zimmer auf 6 Etagen, davon 83 „Smart“-Zimmer und 24 „Loggia“-Zimmer (Komfort). Insgesamt 90 der 107 Zimmer sind Nichtraucherzimmer, in der Lobby-Bar und der Internet-Ecke darf geraucht werden.
Die Rezeption ist gleichzeitig die 24 h-Espressobar und daher auch immer besetzt, alle gängigen Kreditkarten werden akzeptiert.
Die Rezeption / Internet/ sonstiger Service
Der Empfang, als wir um 12:45 im Hotel ankamen, war freundlich und rasant, nur kurz Name und Geburtsdatum angegeben und schon hatten wir unsere Zimmerkarte mit dem Hinweis, dass Frühstücken von 06:30-10:00 Uhr möglich ist, außerdem erhielten wir einen Stadtplan von Graz mit Hinweisen für verschiedene Rundgänge (in deutsch und englisch).Die Rezeption ist gleichzeitig eine 24h-Espresobar, an der auch Snacks serviert werden, rechts des Eingangs befindet sich ein Tisch mit Apple-Rechner und Sitzsäcken; überall in der Lobby können eigene Rechner per Kabel mit dem Internet verbunden werden (ebenso in den Zimmer, mangels eigenem Rechner haben wir das schnelle Hotelgerät benutzt). Es gibt zwei kleine Lifte (für 4 schlanke Personen oder 2 Personen mit Gepäck), daneben zwei Automaten für Getränke, Snacks, etc.
Wer Graz nicht per Pedes oder mit dem öffentlichen Personennahverkehr (Tageskarte 4,40 € incl. Standseilbahn auf den Burgberg) erkunden will, kann für 9,- €/Stunde ein Piaggio Ape Calessio (Mini-Auto, das mich an die kleinen Fahrzeuge auf Golfplätzen erinnert) oder für 15,-/Tag eine Vespa oder Bikeboards (motorisierter Tretroller mit 3 Rädern) mieten.
Zimmer 318:
Unser Zimmer liegt im dritten Stock gleich neben dem Fahrstuhlschacht, den wir aber nicht hören. Nach dem Hotelplan für die Notausgänge scheint unser Zimmer über ein größeres Bad als die anderen Smart-Zimmer zu verfügen.Im Flur befindet sich links ein großer Spiegel, rechts die Wand zum Fahrstuhl.
Im Zimmer links erst eine Art Kofferbock-Kleiderstangen-Kombination, die einen Kleiderschrank ersetzen soll, daneben eine Schrank-Kombination, in der ein mittelgroßer Flachbildschirm mit DVD-Player auf einem Regal stehen, auf Sitzhöhe eine 3 m lange Bank, die sich durch variable Kissen unterschiedlich gestalten lässt.
Daneben ein weißer Rolltisch mit schwarzer Kante, der sich auch dank seiner C-Form als Bett-Tisch für PC, Buch, … nutzen lässt. An der Seite hängt eine weiße Lkw-Planen-Tasche, die sog. „Danieltasche“, die während des Aufenthaltes kostenlos genutzt werden kann. Wem sie so gut gefällt, dass er sie mitnehmen möchte, erhält an der Rezeption für 39,- € eine neue.
Auf der rechten Seite ein 160*200 großes Queen-Size-Bett (größere Betten nur in den Komfort-Zimmern) mit zwei kleinen Ablageborden. Rechts des Bettes geht eine Tür zur Toilette, links vom Bett befindet sich ein (offener) Durchgang zum Bad, das sich nicht verschließen lässt. Bad und Zimmer haben je zwei Fenster, die geöffnet werden können und sehr gut isoliert sind, weder Straßenbahn noch Baulärm waren zu hören. Über dem Eingangsflur in Richtung Sideboard-Couch befindet sich die Lüftung der Klimaanlage (nur Kühlung), unter den Fenster jeweils ein Heizkörper.
Bad:
Ein Waschtisch mit schicken Armaturen, Spiegel und riesigen Keramik-Zahnputzbechern (Blumenvasen von IKEA?), daneben eine Seitenwand zur riesigen Dusche mit großem „Raindance“-Duschkopf. Die Dusche heißt wohl nicht nur wegen ihres großen Duschkopfes Raindance, sondern auch wegen des langsamen Abflusses, bei dem man schon nach kurzer Zeit in einer tiefen Pfütze steht, die bei längerem Duschen ins Bad überzuschwappen droht.
Frühstück:
Frühstück gibt es für jedermann (nicht nur Hotelgäste) in der Lobbybar für 9,- Euro von 06:30-10:00 Uhr (Sa.+So. bis 11:00), für Langschläfer wird bis 14:00 ein Langschläfer-alacarte-Frühstück serviert.
Auf dem Tisch befinden sich Besteck und Untertassen, alles andere ist Selbstbedienung. Teewasser und 6 Sorten Teebeutel von Ronnefeldt (davon 1 Schwarztee), 6 Sorten Kaffee aus dem Automaten (auf keinen Fall den Kaffee aus der Thermoskanne nehmen, der ist lauwarm, abgestanden und bitter), diverse Jogurt- und Müslisorten, Müsliriegel, Apfel, Weintrauben, Paprika, Tomate, Actimel, 2 Eiersalate, diverse Marmeladen, 1 Honig, 6 Wurstsorten, 8 Käsesorten, Butter, Margarine, große Brötchenauswahl in hell, Vollkorn und Körner, Croissants mit Schoko- oder Marmeladenfüllung, Muffins, Teilchen, gekochte Eier (4 und 5 Minuten, heiß gehalten im Kaffeebohnenbett), Rührei (leider aus Pulver?), Orangen- und Grapefruitsaft. Im vorderen Barbereich ist Raucher, hinten Nichtraucher (aber ohne Abtrennung). Für den Preis ein opulentes Frühstück und verqualmt war es erst zum Ende der Frühstückszeit.
Fazit:
Positiv:- zentrale Lage direkt am Bahnhof
- sehr freundliches Personal, unkomplizierter Service
- kostenloser Internetzugang mit eigenem- oder Hotelrechner
- tolles Frühstücksbuffet zu günstigem Preis
- schönes Zimmer in frischen Farben, schallisolierte Fenster, Klimaanlage
- für Raucher die Möglichkeit, in der Lobby zu rauchen
Negativ:
- Die Smartzimmer sind schick designt, aber nicht besonders groß (s. Foto)
- Sanitärbereich nicht vom Zimmer trennbar, in einigen Smartzimmern befindet sich das Waschbecken im Zimmer (lt. Plan)
- in er Lobbybar darf geraucht werden – und da diese offen ist, muss jeder Gast durch den Qualm zum Lift
Ein schönes junges Hotel mit tollem Service, dass ich mit den kleinen Mankos uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
Bei dem Preis kann man nicht meckern ... : - ))) LG bongilein