Saint George’s, Bermuda

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Die älteste Stadt, wo die Männer noch die Bermudas anhatten....

5  07.06.2011 (10.01.2013)

Pro:
UNESCO

Kontra:
Keine Flüge, via Hamilton anreisen

Empfehlenswert: Ja 

celles

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Grüß Gott aus Wien !

In der UNESCO Stadt waren wir im Mai 2008... die Insel zählt zu meinen Topfavoriten, Bermuda hat echt viel zu bieten

Saint George's befindet sich auf Saint George's Island im Nordosten des Bermuda-Archipels. Seit 1612 ist sie eine feste Ansiedlung und hält sogar den Rekord als älteste durchgehend bewohnte englische Siedlung in Amerika.

Nur 3 Jahre vor der Stadtgründung erfolgte die recht unfreiwillige Besiedlung, da diese auf ein Schiffsunglück vor der Küste zurückzuführen ist. Bevor 1815 Hamilton zur Hauptstadt erhoben wurde, nahmen Saint George's und auch Saint Catherine diese Rolle ein. Da die Stadt voller historischer Bauten ist und auch als Freilichtmuseum bezeichnet wird, erhob sie die UNESCO im Jahre 2000 zum Weltkulturerbe.


R E I S E Z E I T

Eine optimale Reisezeit für Saint George's festzulegen, ist nicht so einfach. Es herrscht subtropisches Klima und selbst im Winter erreichen die Temperaturen über 20°C, die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist aber höher. Was aber ganz sicher ist, sind die niedrigeren Hotelpreise, da sich der Atlantik ganz und gar nicht zum Baden eignet. Ab Frühlingsmitte bis Herbstmitte hat man Hochsaison und eher trockene Verhältnisse. Das Wasser erlaubt ein verhaltenes Badevergnügen und die Hotelpreise sind dann die höchsten. Im August und September wird schon mal die 30°C Marke überschritten.


E I N R E I S E

Saint George's auf Bermuda ist von New York aus mittels diverser Fluglinien zu erreichen. Zu den Linienflügen gehören die Flüge von American Airlines, United, Jet Blue Airways. Delta und US Airways haben auch andere Abflugsorte. Von Toronto aus fliegt Air Canada. Die einzigen Direktverbindungen von Europa aus bieten British Airways und Zoom vom Flughafen London-Gatwick.

Saisonal begrenzt verkehren auch Northwest Airlines und USA3000 Airlines. Alle landen am L.F. Wade International Airport. Der rote Stempel, den man dort in den Reisepass bekommt, ist das Aufenthaltsvisum für maximal 21 Tage. Bei der Abreise bietet der Flughafen eine obligatorische Pre-clearance Einrichtung an, das heißt, US-Behörden nehmen die Einreiseformalitäten vor und der Rückflug gilt bei der Landung in den USA als Inlandsflug. Zahlen kann man mit US Dollar oder Bermuda Dollar. Vom Flughafen muss man sich ein Taxi nehmen und das braucht dann rund 1 Stunde. Mit dem Bus darf man leider kein Gepäck mitnehmen.


S T ::: G E O R G E S

Auch zu Wasser kann man in die Stadt kommen, wenn das auch nicht der Weg ist, um dort länger zu bleiben, denn es gibt keine Regelverbindungen in die USA. Der Hafen von St George's liegt direkt in der Altstadt, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Dort legen neben den Express Katamaranen von den Royal Naval Dockyards auch Kreuzfahrtschiffe an. Im Hafen liegen auch Segelboote und Jachten. Am Hafenbecken ist ein Kriegsdenkmal mit zwei Kanonen sowie das Rathaus anzutreffen. Man kann dort auch den antiken Großsegler Deliverance besuchen. Außerdem befinden sich dort auch der rekonstruierte Pranger und der Tauchstuhl. Letzterer diente als Züchtigungsmittel für widerspenstige Frauen. Das Abtauchen wird den Touristen heutzutage mit Schaustellern vorgeführt.


W A T E R ::: S T R E E T

Geht man nach Osten, kommt man unweigerlich auf die Water Street. Sie ist die einzige Fußgängerzone von ganz Bermuda und liegt in der von der UNESCO im Jahre 2000 zum Weltkulturerbe ernannten Altstadt. Sie erstreckt sich auf einer Länge von rund 150 m vom King's Square am Hafen bis nach Westen zur Duke of York Street. An ihr liegen das Tucker Haus Museum, der Zollplatz, der Somers Kai sowie das Hauptpostamt. Zunächst verläuft sie recht eben, steigt aber zu ihrem Ende hin recht an. Von ihr aus gelangt man auch zu einem Restaurant mit Seeblick, der Tavern by the Sea.


T U C K E R ::: H O U S E

Ebenfalls auf der Water Street liegt das Tucker Haus. Es wurde um 1750 errichtet und nach seinen berühmtesten Einwohnern, den Tuckers, benannt. Henry Tucker, Präsident des Gouverneurrats, zog 1775 mit seiner Familie in dieses Haus ein. Seine Familie blieb bis 1809 dort. Eine Auswahl des Familiensilbers der Tuckers, deren Porzellan und Kristalle sowie antikes Mobiliar ist heute im Museum zu betrachten. Nebenbei erfährt man bei geführten Touren, dass die Tuckers in der amerikanischen Revolution eine Rolle spielten. Im Keller befindet sich eine Dauerausstellung über das tägliche Leben der Bewohner des Tucker Hauses über die Jahrhunderte hinweg. Auch ein Buchladen mit Souvenirs ist im Erdgeschoß vorzufinden.


S A N K T ::: P E T E R S ::: C H U R C H

Die grau-weißliche Sankt-Peter-Kirche liegt, über Stufen erreichbar, über der Altstadt von St. George's. Sie ist die älteste, kontinuierlich genutzte anglikanische Kirche der westlichen Hemisphäre. Die ursprüngliche Kirche wurde 1612 mit einem Zedern-Palmetto Dach bedeckt. Die Struktur stammt zumeist aus dem Jahr 1713. Der Kirchturm wurde erst später hinzugefügt. Im Inneren hat der Altar die ursprüngliche Struktur bewahrt. Der Kirchhof verfügt über zwei Friedhöfe: der westliche Teil der Kirche war für die schwarzen Sklaven gedacht, während der östliche den weißen Gemeindemitgliedern vorbehalten war.


S T E L L A ::: M A R I S

Geht man weiter nach Norden Richtung Governors Alley, stößt man auf die weiße katholische Stella Maris Kirche mit den knallroten Stufen .Sie steht erhöht über der Stadt und ist frei zugänglich. Stella Maris ist die lateinische Bezeichnung für Meerstern und ist ein schmückender Beiname für Maria, die Mutter Jesu. Unter diesem Namen ist sie die Schutzpatronin der Seeleute und symbolisiert den rettenden Stern, der dem Nautiker die Richtung weist. Die Kirche dient vor allem der portugiesischen Bevölkerung zum Abhalten ihrer Gottesdienste. Ein Souvenirladen und ein Vorgarten mit einer weißen Marienstatue und einer weißen, steinernen Sitzbank runden das Kirchenbild ab.


U N F I N I S H E D ::: C H U R C H

Eines der größten Highlights ist die Unvollendete Kirche am Nordrand der Stadt. Der Bau der Kirche begann 1874. Das gotische Bauwerk war als Ersatz für die St. Peter's Church gedacht. Nach einer Reihe von Problemen, einschließlich Streitereien in der Pfarrei, finanziellen Schwierigkeiten und der Abspaltung eines Teils der Gemeinde wurde die Kirche am Vorabend ihrer Vollendung 1924 von einem verheerenden Hurricane schwer beschädigt und nicht mehr wiederaufgebaut. Heute sind die Ruinen ein geschütztes historisches Monument und ein Teil der St. George's World Heritage Site. Diese ist mit Warnhinweisen versehen und darf wegen herunterfallendem Mauerwerk nicht von allen Seiten besichtigt werden. Die unvollendete Kirche ist mit den Buslinien 1, 3, 10, 11 erreichbar.


F O R T ::: S A I N T ::: C A T H R I N E

Ist man nun bereit, noch 3 km weiter nach Norden ans Meer zu gehen, stößt man auf das Fort Saint Cathrine. Es ist von der Schnellfähre aus als freiliegend erkennbar. Es liegt an der Nordost-Spitze der Gates Bay, die vom gleichnamigen Strand umgeben wird. 1609 erlitten hier Sir George Somers und seine Besatzung Schiffbruch. 1612 errichtete Richard Moore, der erste Gouverneur Bermudas, mit sechzig Siedlern eine hölzerne Festung, um Bermuda gegen die Spanier zu verteidigen. Die gegenwärtige Struktur stammt aus dem späten 19. Jahrhundert. Heute ist die Festung auch ein Museum mit antiken Waffen. Das Fort wurde durch 5 Woolwich Kanonen verteidigt, die jeweils ein Gewicht von 18 Tonnen besaßen. Das Fort selbst ist von einem trockenen Graben umgeben, der durch eine Zugbrücke überwunden wird. Fort St. Catherine wurde im Frühjahr 2008 generalsaniert. Es ist nur zu Fuß, per Motorroller oder Taxi erreichbar. Nach 2 km Fußmarsch kann man aber in den Stadtbus nach St. George's einsteigen und ins Zentrum gelangen.


U N T E R K Ü N F T E

Mit Unterkünften ist man in St.George's nicht eben verwöhnt. In der Nähe der Kirche der Heilsarmee, die man auf dem Fotos rechts sieht, liegt das 3-Sterne-Hotel Aunt Nea's Inn. Es bietet seinen Gästen Zimmer mit Bügeleisen, Videorekorder, Fenster zum Öffnen, Fernseher, Heizung, CD-Spieler, Highspeed-Internet, Kabel-TV, Klimaanlage, Kühlschrank, Pay-TV, Radio, Telefon, Ventilator sowie W-LAN. Zusätzlich gibt es einen Internet-Zugang. Auf Anfrage gibt es Babybetten. Ein Minimarkt , Parkplätze und eine Terrasse komplettieren das Hotelangebot.

Am Rose Hill liegt das 3-Sterne-Aparthotel The St George's Club. Es verfügt über Zimmer mit Badewanne und Dusche, Fernseher, Heizung, Kabel-TV, Kaffee- und Teekocher, Küche, Kühlschrank, Mikrowelle, Schreibtisch, Sitzecke, Telefon sowie W-LAN. Weitere Annehmlichkeiten sind unter anderem der Fitneßraum, der Garten, die Hotelbar, das Hoteleigenes Freibad, der Leseraum, die Poolbar, das Restaurant oder der Whirlpool.

Tausend Dank fürs Lesen

Celles

Bilder von Saint George’s, Bermuda
  • Saint George’s, Bermuda 3953176_l - Bermuda's Town of St. George
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Saint George’s, Bermuda 3953176_l - Bermuda's Town of St. George
Sankt-Peter-Kirche
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
pinkdawn

pinkdawn

14.01.2013 00:41

Auf den Bermudas wär ich jetzt gern. Schöner Bericht und tolle Fotos. lg + bh

manuelmama

manuelmama

13.01.2013 16:54

BH! LG Sabine

quacky4321

quacky4321

12.01.2013 02:15

BH und LG

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