Berastagi, Sumatra

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Berastagi, Sumatra

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ein Bergdorf (3)

5  15.07.2006 (17.10.2006)

Pro:
ein angenehmer und hübscher Bergort

Kontra:
nichts

Empfehlenswert: Ja 

Leo56

Über sich: Danke für eure tollen Bewertungen!!!!

Mitglied seit:06.02.2006

Erfahrungsberichte:130

Vertrauende:96

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 101 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Dieser Reisebericht ist Teil 3 von 31 Einzelberichten über eine faszinierende Indonesienreise, die uns im Jahre 2002 zunächst nach Nordsumatra inkl. eines Abstechers ins Orang Utan Rehabilitationscenter nach Aceh, dann auf die Insel Nias inkl. 3- Tagesausflug zur Insel Bawa im Westen von Nias und schließlich nach Westsumatra führt.

Eine Zusammenfassung und Auflistung der einzelnen Etappen findet ihr unter: http://reisen.ciao.de/Sumatra__Test_3109953 Abenteuerreise zu Batakern und Kopfjägern


Unsere 3. Etappe der Nordsumatrareise-Berastagi
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Am dritten Tag ist unser Ziel der Bergort Berastagi.
Wir fahren zunächst die gleiche Strecke wie am Vortag zurück nach Medan, von dort südlich über Sibolangit bis Berastagi.

Wir fahren wieder durch den herrlichen Palmenwald und beschließen, ihn uns heute genauer anzusehen; denn wir haben Zeit. Bereits gestern waren uns immer wieder mit eigenartigen Früchten gefüllte LKW aufgefallen. Roos erklärte uns, dass diese Früchte Kokosnüsse seien und wir dachten, sie hätte uns falsch verstanden.

Nach kurzer Zeit entdecken wir zwei Männer, die Früchte ernten und halten an. Tatsächlich handelt es sich um genau die Früchte, welche wir auf den LKW `s entdeckt hatten.

Geerntet werden sie mit einer Art Sense, die an einem langen Stab angebracht ist.
Es handelt sich hierbei um die "Romanzoffianische Kokospalme", die ursprünglich aus Südamerika stammt und mittlerweile weltweit in tropischen, subtropischen und mediterranen Gebieten kultiviert ist.

Die Früchte sind gelb, orange bis rot und etwa 3 cm lang.
Die kugelförmigen Samen sind von langen, schmalen Fasern umhüllt. Sie sind reich an Öl und können roh gegessen werden.

Wir probieren sie und stellen tatsächlich den typischen Kokosgeschmack fest. Angebaut werden diese Palmen jedoch nicht zum Verzehr, sondern zur Gewinnung des wertvollen Palmöls, welches für Kosmetika Verwendung findet. Bereitwillig zeigt uns der Ernter, wie er die Früchte vom Baum holt, bevor er schon weiterhastet; denn er wird nach Menge bezahlt.

Zuerst schlägt er die äußeren Blätter nahe der Früchte ab, um an die Früchte heran zu kommen. Anschließend schlägt er die etwa 20 cm großen Früchte einzeln mit der Sense ab. Ein anderer Arbeiter lädt die Früchte auf eine Schubkarre, um sie zu dem bereit stehenden LKW zu transportieren.

Wir sind beeindruckt. Diese Palmenart kannten wir alle bisher überhaupt nicht. Es dauert nicht lange und wir fahren an einer Palmöl-Fabrik vorbei. Auch Häuser von Arbeitern sehen wir etwas versteckt im Wald stehen.

Dann kommen wir in die Berge, es geht sanft bergauf bis auf das sog. Karoplateau, benannt nachdem hier lebenden "Karo"-Volk der Bataker (siehe meine Beschreibung Volk der Bataker)

Kurz vor Berastagi halten wir an einem Aussichtspunkt und anschließend bei einer Gärtnerei, in deren Nähe wir einige Traditionshäuser bewundern. Diese Häuser haben sehr eigenwillige Dächer, die manchmal (wie auf dem beigelegten Foto) weit nach oben gezogen sind, und oft noch in diesem hohen und steilen Dach eine große Gaube mit Fenster aufweisen. Für uns ist diese Bauweise sehr exotisch und schön.

Roos kauft einige Pflanzen für Nias ein. Überall an der Straße werden gekochter Mais und andere Speisen angeboten.

Ein typischer bunter Bus fährt vorbei, in dem die Menschen schon so gedrängt sitzen, dass auch noch Dachplätze vergeben wurden.

Der Fruchtmarkt in Berastagi ist sehr eindrucksvoll. Hier wird auch die delikate Marquisa-Frucht, deren Saft besonders beliebt ist, angeboten. Wir kaufen uns einige Maracuja und Orangen.

Die Maracuja haben eine gelbe schrumpelige Schale und sind besonders süß. Uns fällt auf, dass überall Obst- und Gemüseschalen herumliegen. Jeder, der Obst isst, lässt die Schalen einfach dort fallen, wo er sie schält.

Berastagi (Brastagi gesprochen) ist ein ehemaliger Luftkurort der Holländer, liegt in 1330 m Höhe und hat ein angenehmes Klima. Durch Lavaschlacke ist der Boden sehr fruchtbar.

Der Ort wird malerisch von den Vulkanen Sibayak (2078 m) und Sinabung (2636 m) umrahmt.

Wir übernachten in einer besonders schönen Anlage, dem Berastagi-Cottage.

Brastagi Cottage
Jl. Gundaling No.65,
Berastagi
Phone: (0628) 720421
Fax : (0628) 717522
Telex : 51605
Rooms: 76
Class : * *

Dieses Cottage hat zwei Sterne, den Preis weiß ich leider nicht, da wir mit Bernd einen Komplettpreis vereinbart haben und ich hier nirgendwo die Preise finde. (Eine Verlängerungsnacht kostet im Internet bei einem holländischen Reiseunternehmen nur 9 €, dann kann auch der reguläre Preis nicht hoch sein.)

Die Anlage besteht aus einem langgezogenen Haupthaus mit Rezeption und Restaurant, das mit schönen Schnitzereien verziert ist und einzelnen etwas höher gelegenen Bungalows, die wie an einer Schnur aufgefädelt nebeneinander liegen. Rund um die Bungalow befindet sich ein wunderschöner tropischer Garten, der wahrscheinlich wegen des angenehmen Klimas hier sehr üppig blüht.

Die Bungalows sind jeweils für zwei Personen großzügig eingerichtet und haben hinten einen zweiten Ausgang zur wunderschön gepflegten Anlage. Hier würden wir gern einen Tag dranhängen, aber es geht nicht, weil ja schon alles durchgeplant ist und wir den Termin für die Fähre nach Nias nicht verpassen wollen. Immerhin fährt sie nicht täglich, sondern nur einmal in der Woche. Vielleicht hätten wir, anstatt 5 Wochen, gleich 10 Wochen Urlaub planen sollen? (Ja, eine Juristin unserer Firma hat sich doch tatsächlich mal für ein Jahr unbezahlt beurlauben lassen, um eine Weltreise zu unternehmen. Das wäre toll!)

Bei Kabanjahe, in der Nähe von Berastagi und auf dem Weg zum Tobasee, haben wir am nächsten Morgen Gelegenheit, einige traditionelle Häuser der Bataker zu besichtigen.

Diesen Besuch habe ich unter "Volk der Bataker" beschrieben.

Bilder von Berastagi, Sumatra
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wieder eine von mir selbst gemalte Karte- also kein Maßstab
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Leona11

Leona11

22.10.2007 13:22

Schon wieder ein toller Bericht, der Lust auf mehr macht. : )

offerendum

offerendum

09.04.2007 12:58

Wäre ein teurer Urlaub bei einem Jahr unbezahltem Urlaub........

benjaminrostock

benjaminrostock

25.03.2007 01:17

klasse

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