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Erfahrungsbericht

für Beijing/Peking
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5 Sterne Es ist unglaublich... China Peking und Shanghai Bericht mit Bildern
138 von 138 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro einmalig und schön

Kontra Glanz und Armut ungleich verteilt

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

straus07 Seit 10 Okt 2002

Bin jetzt viel im Garten und deshalb wenig bei ciao. mehr

102 Mitglieder vertrauen mir

Vor wenigen Tagen kam ich von meiner ersten
China-Reise vom 24.02.2010 – 04.03.2010 zurück. Sie führte nach Peking und Shanghai.

Buchung:
Blue and White
Alaunstrasse 11
01099n Dresden
Tel: 0351 808300 Fax 0351 8083030 Email: info @blueandwhite.de

Veranstalter:
World Travel Team
Gruppen und Medienreisen
Rhein- Kurier GmbH
Pastor- Klein- Str. 17 , Haus A
56073 Koblenz.


Kosten der Reise

im Doppelzimmer mit Frühstück, Mittagessen und mehrmals Abendessen Visum, Flug von Frankfurt nach Peking, Shanghai nach Frankfurt, Zubringer Berlin – Frankfurt und zurück und einem innerchinesischen Flug von Peking nach Shanghai, viele Ausflügen, Eintritte, Pekingentenessen am Abend in Peking, Pekinger Oper Akrobatik-Show in Peking und Shanghai: 2324 € für 2 Personen.
Ein Preis in einer 6-er Gruppe, der sicher nicht zu unterbieten ist und wahrscheinlich auch gesponsert wird.

Zum Verlauf

Am 24.02.2010 flogen wir, meine Frau und ich mit LH von Berlin- Tegel über Frankfurt nach Peking.
Vorher gab es viel Unruhe waren doch die Flüge wegen des Streik der LH- Piloten unklar, was sich aber dann nachdem ich schon Bahnkarten nach Frankfurt hatte, klärte.
Der Flug ab Frankfurt dauerte 9 Stunden, die Zeitverschiebung beträgt 7 Stunden so dass wir am 25.03. gegen 9.15 Uhr landeten.
Die Abfertigung verlief kurz und ohne Probleme. Obwohl wir von der Reise geschafft waren, ging es gleich mit dem Kleinbus zum Lama- Tempel.
Bis zum 28.02. findet in China das Frühlingsfest mit Urlaub und vielen Tempelbesuchen statt und so sahen wir massenhaft Buddhisten, betend und ihre Holzstäbe verbrennend , vor den verschiedenen Buddha Figuren kniend und liegend. Für jede Sache ist Buddh zuständig, hier im Tempel ist u.a. ein riesiger aus Holz gefertigt.
Danach ging es zum Konfuzius-Tempel, der aber kaum besucht war. Eine Beschreibung der beiden Lehren würde sicher in diesem Bericht zu weit führen.

Hotel

Wir wohnten in einem Best Western Hotel unweit des Olympiakomplexes, dass erst zu den Olympischen Spielen 2008 eröffnet wurde. Geräumige Zimmer, guter Service und peinliche Sauberkeit fielen auf.
Im Zimmer stand ein PC mit Internetanschluss und im Fernsehen konnte man 50 Sender u.a. CNN und Deutsche Welle ( Asien) empfangen. Ein Hotel gleichen Standards und gleicher Firma beherbergte uns in Shanghai

Peking

hat 13 Mio. Einwohner, die auf einer Fläche wie das Bundesland Thüringen wohnen. Gegenwärtig gibt es schon 4 Millionen PKW, die meisten sind VW, Audi, Mercedes, BMW, Skoda und andere Typen aus den USA und Japan ab Mittelklasse aufwärts.
Dazu sind Massen auf Millionen Fahrrädern und sicher mehr als 1 Million Mopeds und Roller unterwegs.

Die Verkehrgewohnheiten und Regeln

sind etwas gewöhnungsbedürftig und erscheinen etwas chaotisch aber überschaubar .
Man nimmt Rücksicht auf andere, fährt vorausschauend und scheint nicht wie in Deutschland, sein „ Recht“ ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzen zu wollen.
Trotz bedeutend mehr Verkehr als z. B. in Berlin, habe ich in 5 Tagen keinen einzigen Unfall festgestellt. Fußgänger gehen ohne Rücksicht auf die Farbe über die Strasse , was man auch erst lernen muss.
Übrigens braucht man in China einen nationalen Führerschein und Ausländer dürfen erst nach einer Zusatzprüfung auf die Strasse.

Zum Programm

gehörte der "Platz des himmlischen Friedens" und der
Kaiserpalast mit der „Verbotenen Stadt“.
Riesige Anlagen, die beide auf dem Weg liegen. Der Platz des Himmlischen Friedens ist umgeben vom Nationalmuseum, dem Mao-Mausoleum , dem Denkmal für die Helden des Volksaufstandes
und das Parlamentsgebäude für den Volkskongress.
Weitere Ausführungen dazu spare ich mir , da ja viele darüber schon berichtet haben und unsere Medien sich da besonders gut auskennen.
Am Nachmittag besichtigten wir noch den Himmelstempel, in dem die Frühlingskulte in der Kaiserzeit durchgeführt wurden. Ein großer Park mit den traditionellen Tempel und den „ Mittelpunkt der Erde“ auf einer Plattform.
China nannte sich ja das „ Reich der Mitte“ und alle historischen und neuen Gebäude im Zentrum und Umgebung zeigen die Pracht und Herrlichkeit des alten und neuen Chinas , viel Prunk und Kunstfertigkeit auf Kosten des „ gemeines Volkes“.
Meine Frau war begeistert von einer Visite in einem Verkaufspavillon der Chinesischen Kunstakademie und kaufte gleich vier Gemälde moderner Art. Abends dann besuchten wir eine Aufführung der Peking-Oper..
Sie ist mit unseren nicht zu vergleichen. Es ist eine Kombination von Ausdruckstanz und balladenhaften Szenen, schrillem Gesang und mit viel Farbe und Dekoration.
Die Zuschauer sind in normaler Strassenkleidung und in den vorderen Reihen sind Tische mit gastronomischer Betreuung vorhanden. Man muss eben alles mitmachen, wenn man schon einmal da ist und wer da nur rum meckert, sollte zu Hause bleiben.
Mehr Begeisterung fand bei uns das Artistikprogramm mit Weltniveau, was dann in Shanghai noch getopt wurde.

Nervig sind die Straßenhändler

in allen Städten , in denen wir waren.
Sie boten uns Postkarten, Broschüren, falsche Rolex-Uhren und fliegende Drachen, Adler u.a. aufdringlich an. Die Preise dieser Leute sind von billig bis unverschämt bei gleich bleibender mieser Qualität.
Nach Auskunft der Reiseleiter braucht man auch hier einen „Schein“ , was man aber nicht so tragisch nimmt und penetrant verfolgt , gewährt man doch damit vielen der Ärmsten ein Einkommen oder einen Nebenverdienst und einer der gegenwärtigen chinesischen Führer soll verkündet haben: „Im klarem Wasser schwimmen keine Fische“ , eine Weisheit, der man auch in Deutschland folgen könnte

Ein Höhepunkt war die Chinesische Mauer

in Bao-lin. Über 2 Stunden kletterten wir hoch und runter und das bei Neuschnee. Eine interessante, aber halsbrecherische Aktion nach dem Motto, wer nicht an der chinesische Mauer war, war nicht in China.
Nebenbei bewunderten wir von oben erst die Bahngleise der Transsibirischen Eisenbahn und plötzlich sogar einen echten Zug.
Man findet in manchen Berichten und generell in deutschen viel Kritik und jeder Sack Reis, der in China umfällt, ist für eine Schlagzeile , wenigstens aber für eine Nachricht wert und so waren wir nicht verwundert als sich drei gut gekleidete Germanen mit süddeutschen Dialekt darüber erregten dass es an der chinesischen Mauer keinen Aufzug gibt und sie die ungleichmäßigen Treppenstufen als Zumutung empfanden.
Interessant war der Ausflug zu dem Grabmal eines Mingkaisers. Wie überall erst einmal Tempel und schöne Gärten. In einer Halle wurden Gegenstände verschiedener Grabstätten ausgestellt Die Mehrzahl der Kaisergräber wurden bisher nicht geöffnet da man große Verluste hatte bei den ersten Grabungen und außerdem weiß man bisher nicht genau, wie man die Funde konservieren und aufbewahren soll.

Produktwerbung

Man merkt natürlich dass die Chinesen solche Reisegruppen nutzen, um ihre Produkte in der Welt bekannt zu machen. Und so besuchen wir ein medizinisches Institut, dass uns mit der chinesischen Medizin bekannt machte.
Wir erhielten zum Anfüttern eine kostenlosen Fußmassage, mit der Bitte, den Mädchen dann eine kleine Prämie zukommen zu lassen. Danach erschienen zwei Professorinnen, die am Plus , der Zunge und der Gestalt alle Krankheiten ablesen konnten. Was da richtig und gut war möchte ich nicht kommentieren, sicher haben die chinesische Heilkunst und die klassische Schulmedizin ihre Daseinsberechtigung. Ich könnte mir aber vorstellen auch klare Diagnosen stellen zu können, wenn ich einen etwas dicklichen 70igjährigen durch Pulsfühlen sagen würde, dass er sicher zu hohe Cholesterin Werte hat , die man dann bestätigt, sicher würde ich Fragen , ob er Diabetes hat, was man natürlich auch bestätigt bekommt und letztendlich würde ich auch feststellen, dass er öfters als früher nachts pullern gehen muss, was man natürlich auch zugeben muss.
Die Diagnose ist klar und eindeutig und da helfen nur die Pillen A und B , die 54 Euro pro Packung und Monat = 104 kosten und die man natürlich auch gleich für 3 Monate mitnehmen kann.
Wer keine Karte oder nicht genügend Geld mit hat, bekommt es abends im Hotel gegen bar zugestellt.
Die Chinesen sind sehr geschäftstüchtig und Langnasen kann man erst einmal „ ein gutes Angebot“, überteuert machen. Die Reiseleiter gaben den Rat zu „ Handeln“ und 1/3 bis zur Hälfte ist drin.

Wir besuchten den Sommerpalast,

eine tolle Parkanlage mit überdachter reich mit Historienmalerei gestalteten Promenade vielen chinesischen Häusern und einem großen See mit Insel und Schiffen und Booten.

Erlebnisreich war ein Bummel durch die Altstadt ,

eine Rundfahrt mit einer Fahrradrikscha und den Besuch einer Familie . Trotz vieler Abrisse und Neubauten, beginnt man auch historische Wohngegenden zu rekonstruieren und zu modernisieren und das ist auch notwendig, um die Lebensbedingungen der Bewohner zu verbessern.
Die Leute bekommen bei der Evakuierung riesige Summen für Eigentumswohnungen am Stadtrand, verlieren damit aber alle gewohnten sozialen Bindungen, was viele Probleme mit sich bringt.

An einem Stand wurden farbige Namensbänder in Chinesisch geschrieben , pro Buchstaben 20 Yuan, das heißt wir ließen 2 x 4 Buchstabe = 160 Yuan schreiben. Als alles fertig war, führte man uns nach hinten und zeigte uns ,das die natürlich verwischen und man sie durch Laminieren sichern kann= 120 Huan pro Stück.
Sicher alles zusammen ein preiswerte originelles Mitbringsel , aber gewusst wie…

Der 28.02. war der letzte Tag des Frühlingsfestes

, entsprich Silvester bei uns und so nutzten Hunderte einen freien Platz im Park zu einem Tänzchen im Freien und in einem Pavillon fand ein Volkssingen mit Hunderten älteren Leuten statt, die laut, lustig und mit Inbrunst sangen.

Abends dann nahmen wir an einem Pekingentenessen teil
. Pekingente gehört zum Abschied von Peking und es war ja auch unser letzter Tag. Alles schwärmte von dem Service, man konnte sogar die Zubereitung verfolgen und fotografieren, meine Begeisterung hilft sich aber in Grenzen.
Seit Tagen knallen Leuchtraketen und Böller in der ganzen Stadt wegen des Frühlingsfestes und so wurden wir mit einem riesigen privaten Feuerwerk nach dem Essen ins Hotel begleitet.

Am nächsten Tag ging es per Flugzeug nach Shanghai,
einer Stadt der Superlative .

Die Stadt soll 19 Millionen Einwohner zählen und hat über 4000 Hochhäuser ab 30 Stockwerke. Auch hier massenhafter mehrspuriger Verkehr, viel Licht, Farbe und Krach.

Im Zentrum befindet sich ein Museum der Stadtentwicklung,
dass das Tempo und die Entwicklung der Stadt eindrucksvoll belegt. In wenigen Wochen findet die Expo 2010 statt und schon heute 60 Tage vor Eröffnung ist alles fertig, was man braucht und im Museum ist das natürlich alles im Modell zu sehen. Nach und nach verschwinden viele der alten Stadtviertel und das in einem
unglaublichenTempo.
Nehmen wir an 1000x 1000m werden mit einen ca. 3m hohen Mauer umgeben, dann wird in 3- 4 Tagen alles bis auf den Erdboden abgetragen und 12 Monate später sind mehrere Volkskratzer bezugsfertig.
Die Zeit braucht man in Deutschland, um die Planungsunterlagen in einem deutschen Rathaus von der Abteilung A nach B zu tragen.

Zur Abwechselung eine Rechenaufgabe

Am 08.03.2010 ist Baubeginn mit Vollsperrung für die Rekonstruktion eine ca. 400 m langen Strasse in meiner Heimatstadt, am 01.10.2010 rechnet man mit der Fertigstellung. 2008 begann man mit dem Bau einer 1300 km langen ICC- Strecke von Peking nach Shanghai, 2012 ist Einweihung. Rechensaufgabe für die Unterstufe in Deutschland: Wie lange brauchen die Chinesen um die Strasse in meiner Stadt zu rekonstruieren ?

Anschließend bummelten wir in der Fußgängerzone in Shanghai –
in einer großen Einkaufsstraße, der Nanjing Lu.
Luxus pur aus aller Welt außer Deutschland, viel Leute, viel Verkehr , beeindrucken und auch die Preise sind gepfeffert. Es scheint aber genug Leute zu geben, die sich das leisten können.
.

Wir waren natürlich auch im Yu-Garten.
Wieder viele alte Häuser im traditionellen Stil und einen typischen chinesischen Garten mit viel Wasser, Steinen und Bäumen und Sträuchern. Da Shanghai in einem subtropischen Gebiet liegt, findet man ab und an schon Blumen und die Magnolien fangen an ihre Knospen zu öffnen. Daneben ist der traditionelle Altstadtmarkt mit massenhaft Leuten, Läden und Ständen und natürlich die lästigen Straßenhändler.

Interessant in Shanghai der Tempel für den Buddha aus Jade , alte historische Gebäude, viel historisches Kunstgewerbe mitten in einer Wolkenkratzerlandschaft Die vielen Tempel finanzieren sich selbst und so sind überall Spendenbehälter aufgestellt, die mit Münzen und Scheinen gut gefüllt sind und ansonsten verkauft man alles , was Geld bringt.

Alles in den Schaden stellt das Geschäftsviertel Pudong
mit seiner Skyline und den höchsten Gebäuden der Stadt.
Da wären der fast 500m hohe
Jin Mao-Tower mit 88 Stockwerken und die Bank of China nicht weniger hoch. Die Spitzen konnten wir leider nicht sehen waren sie doch in Wolken verschwunden. Wir fuhren nur bis zum 58igsten Stock und warfen einen Blick auf die Stadt und den Luxus in der Rezeption für ein Luxushotel.
Deutsche Medien und manche Berichterstatter ,auch bei ciao schreiben ja gerne vom Smog und Nebel durch die schlimme Umweltverschmutzung und den Chinesen mit Mundschutz.
Mal ist es Schutz vor der Vogel- oder Schweinegrippe, mal Schutz vor dem Smog und die Reiseleiter sagen, das ist Schutz der Bronchien vor der kalten windigen Seeluft. Manche scheinen aber auch nur zu spinnen und sich wichtig zu machen. So sah ich einen Herrn mit kurzen Hosen, kurzärmlichen Pulli grün und blau gefroren mit Mundschutz herumzulaufen und das bei 2 Grad minus.

Zum Besuchprogramm gehörte die Seidenfabrik Nr. 1
mit Unterweisung über die Seidenzucht, die Verarbeitung der Seide und der Fabrikation von Textilien und Bettenfüllungen . Anschließend konnte man dann kaufen, was das Herz begehrt zum tollen Preisen u.a. Slipse . Ernüchtert war man dann an der Kasse, wenn die tollen Preise um die Mehrwertsteuer erhöht wurden. Zur Fabrik gehörte eine Gaststätte für die Belegschaft und die vielen Reisegruppen – Vermarktung pur.

Am vorletzten Tag ging es in die südlicher gelegene "Kleinstadt" Suzhou
mit rund 2 Millionen Einwohner und etwas niedrigeren Gebäuden wie in Shanghai. Wir fuhren auf dem alten Kaiserkanal und besichtigten die Altstadt , das „ Venedig Chinas“ und wieder einen tollen historischen privaten Garten . Davon gibt es hier viele und so bezeichnet man diese Stadt auch „ Stadt der Gartenbaukunst“. Bei strömenden Regen mit Schirm wurde der Besuch gemeistert und viel Neues gesehen.


Am 04.03.2010 ging es dann mit dem Transrapid-Zug, von Deutschland gebaut, zum internationalen Flughafen in sieben Minuten mit 431 Km /h . Gegen 13.00 Uhr Ortszeit ging es ab in Richtung Frankfurt am Main um gegen 19.00 Uhr Ortszeit zu landen. Danach folgen wir weiter nach Berlin und so gegen 24.00 lagen wir wie gerädert und erschlagen im Bett.

Einige allgemeine Bemerkungen:

Zum Essen und Trinken:
Grundsätzlich, auch entgegen anderen Meinungen, gibt es in China genügend zu essen und niemand muss als Besucher hungern. Die Frühstücksbüfett in den Hotels sind gut gefüllt mit chinesischer und internationaler Kost reichlich versehen.. Der Kaffee schmeckt und auch auf gekochtes Ei oder Spiegelei braucht niemand zu verzichten. Das Personal ist freundlich und aufmerksam.

Das Mittagessen war typisch chinesisch mit runden Tisch, Drehscheibe in der Mitte für mehrere Teller Fleisch, Fisch Gemüse, Reis, Suppe Obst und Kuchen. Als Getränke wurden Bier, Wasser, Sprit, Cola und Tee angeboten.
Der Tee war für meinen Geschmack mehr als dünn, soll aber so richtig chinesisch und bekömmlich sein, was uns auch bei einem Besuch in einem Teehaus in Peking vorgeführt wurde..
Alle Gerichte sind gewürzt mit Curry, Schily, oft mit Ingwer und anderen exotischen Gewürzen, Nüssen und natürlich etwas angesüßt.
In Peking war alles etwas herber, in Shanghai etwas süßer und es gab hier auch mehr Fisch und Meeresfrüchte. Das Abendessen ist ähnlich, das Pekingentenessen und ein Abschlussessen in Shanghai sind natürlich ein Höhepunkt mit edlem Geschirr und individueller Bedienung am Tisch.
Wer natürlich Eisbein mit Sauerkraut oder Kotelett und Schnitzel sowie Warsteiner erwartet, sollte zu Hause bleiben oder für viel Geld in Nobelrestaurants essen gehen.
In China wird vieles gegessen ob Hunde Katzen, Frösche, Ratten und wie man sich selbst vereiert , isst man alles, was fliegt außer Flugzeuge, alle was 4 Beine hat. außer Tische und Stühle – wir selbst haben manches gesehen, angeboten wurde es uns nie.

Trinkgelder

sind nicht obligatorisch sondern freiwillig. Da aber wie überall in der Welt Angestellte dieser Branche wenig verdienen, nimmt man auch in China gern Trinkgelder zur Aufbesserung des geringen Gehalts an.

Zum Wetter

In Peking lagen die Temperaturen um die 0- 4 Grad minus, in Shanghai um die 0- 6 Grad plus mit Nebel, Wind und sogar einen Regentag. Mir kam alles sehr bekannt und typisch für das Wetter im März vor , Smog und Umweltbelastungen konnte ich nicht erkennen.

Zu den Reiseleitern

Sie sprechen ausreichend deutsch und beherrschen ihr Metier. Sehr gute Kenntnisse besitzen sie zu den historischen Objekten und Sehenswürdigkeiten. Sie sind sehr umsichtig und aufmerksam und man füllt sich wohl geborgen.
Wir waren eine Reisegruppe mit nur Leuten aus den Neuen Bundesländern und das merkte die Leiterin in Peking sehr schnell . Im Gegensatz zu den Shanghaier verzichtete sie auf dümmlichen und anmaßenden Antikommunismus und deutscher Lobhudelei. Sie machte deutlich die Widersprüchlichkeit der Entwicklung in China mit dem unsäglichen Reichtum auf der einen Seite und dem Elend weiter Bevölkerungskreise.
Der Shanghaier konnte uns nicht deuten und dachte uns mit antikommunistischen Parolen und Witzen , die schon vor 30 Jahren nicht mehr modern waren, zu erheitern. Von ihm erfuhren wir auch, dass unsere Bundeskanzlerin mit „ihrer Frisur und Kleidung „auffällig sei.

Zur Stasi, Polizei und Militär:
In manchen Berichten fühlte man sich von „Leute“ fotografiert und gefilmt, was mir , trotz einschlägiger Erfahrung, nicht auffiel.
Polizei fand man nicht mehr als in Deutschland und wenn, dann bei der Verkehrregulierung auf den Strassen.
Interessant ist die Tatsache, dass man Leute über 50, die schwer in Arbeit zu bringen sind, als „ Hilfsverkehrsregler“ einsetzt. Sie leisten eine notwendige und disziplinierte Arbeit und vielleicht tritt Herr Westerwelle mit dem chinesischen Außenminister zu dem Thema in einen Erfahrungsaustausch.
Auffällig war, dass im Bereich des Pekinger Zentrums und an nationalhistorischen Bauwerken und Tempeln Soldaten der Armee Ehrenposten bezogen hatten, sicher nicht zum Schutz sondern mehr zur Repräsentation.
Was auffällt, sind die Massen von Sicherheitsdiensten in Uniformen, die der Polizei ähneln. Sie stehen vor Hotels, Betrieben und Einrichtungen, an den Eingängen von Märkten und Wohngebieten u.a.. Eine Show ziehen sie bei Geldtransporten vor Banken ab. Der Geldtransporter wird von 3- 4 Mann mit MPi in Anschlag gesichert, obwohl es nach Meinung der Reiseleiter keine auffällige Banken Kriminalität in China gibt.

Zu meinen Fotos:

Der Raum bei ciao ist hier natürlich beschränkt, deshalb habe ich versucht solche auszuwählen, die man nicht überall sieht.

Fazit und es ist nicht alles Gold was glänzt,
auch nicht in China.

Das Land nimmt eine stürmische , rasante Entwicklung, hat Deutschland als Exportweltmeister überholt und setzt zum Sprung auf die Wirtschaftsmacht Nr. 1 USA an.
Was man so sieht ist fantastisch und und man fragt sich, ob das die Zukunft oder das Ende der Menschheit einleitet.
Viel steigernder wachsender Reichtum und massenhaft zunehmende Armut kann auf die Dauer nicht gut gehen.
China ist ein Markt ersten Ranges für Deutschland und es ist für mich unverständlich, dass deutsche Medien täglich irgendeine abwertende Nachrichten über dieses Land bringen müssen.
Andererseits kann Deutschland viel von China lernen , was unbedingt nötig ist, wenn wir die Herausforderung der Globalisierung meistern wollen .

Eine Woche mit 7 Übernachtungen reichen nicht aus, so ein riesiges Land kennen zulernen, es reicht aber aus, sich eine Meinung zu bilden ( nicht von BILD abgeleitet) und zukünftig Meldungen aus deutschen Medien mit Vorsicht zu genießen und ich glaube, die chinesischen Touristiker und Sponsoren dieser Reisen haben damit ihr
„ Bildungs- und Erziehungsziel“ voll erreicht.
Ich kann so eine Reise nur empfehlen.

.


Bilder

für Beijing/Peking
Hanne Ming Kaisergräber - Beijing/Peking
Eingang MingKaisergrab
von straus07 straus07
Hanne Ming Kaisergräber - Beijing/Peking

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Kommentare

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  • Weighardt 14.05.2012 21:46
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Hallo straus; vielen Dank für den interessanten Bericht. Wir folgen Deiner Empfehlung gern und fliegen in zwei Monaten für zweieinhalb Wochen ins Reich der Mitte. Peking und Shanghai stehen auf jeden Fall auf dem Programm, wahrscheinlich auch Dandong. Wir freuen uns beide schon sehr auf unsere Reise.

  • schotterkoenig 10.01.2012 13:44
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh

  • RIESENFUSS 19.11.2011 22:08
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Anbei die versprochene Wäsche. Ciao Thorsten

  • MaeusleXXL 18.11.2011 13:17
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Ganz toller Bericht...

  • meerline77 11.11.2011 04:12
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Hat ein paar Tage gedauert, aber nun ist die versprochene Frischwäsche endlich eingetroffen:_)

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