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Erfahrungsbericht

für Beatenberg, Schweiz
5 Sterne Berge in Zuckerwatte. Bericht mit Bildern
115 von 115 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro tolle Aussicht vom Dorf Beatenberg auf dem Niederhorn auf die Schneeberge Eiger Mönch und Jungfrau. Imposante Aussicht. Ausgewogene Mischung im Dorf aus ländlicher Atmosphäre und weltoffenem touristischen Leben. Sehr freundliche Menschen, Gästekarte, etc

Kontra nichts wesentliches

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

dahia Seit 30 Jan 2007

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79 Mitglieder vertrauen mir

Beatenberg Allgemein

Eiger, Mönch und Jungfrau.


Reisen bildet. Reisen öffnet den Horizont. Reisen vergrößert Toleranz. Reisen schafft Verbindung. Und bringt einem z.B. die Namen verschiedener Bergmassive bei. Somit sei auch die Frage geklärt, was meine Überschrift denn zu bedeuten hat.

Eiger, Mönch und Jungfrau sind die Namen von 3 Bergen, die man vom Beatenberger Panorama aus betrachten und bewundern kann. Ganz klar sind es sehr "maskuline" Berge, wie meine Mutter gesagt hat. Ganz anders als der Schwarzwald, oder andere Berge, die man in Deutschland antreffen kann, und die in ihrer Gestalt eher feminin wirken: sanft, weich, naiv, brav.

Die 3 Bergmassive Beatenbergs haben mich fasziniert. Eiger und Mönch sind dabei ganz eigen und liegen direkt nebeneinander. Beide Spitzen sind sozusagen in einem Berg miteinander vereint. Ganz stolz blickt die Jungfrau zu uns herab, mit ihrer weißen Farbe sieht sie aus wie eine wirkliche Jungfrau und erinnert an die Gottesmutter Maria.

Und in der Schweiz - da liegt Beatenberg und das Dreigestirn der Berg nämlich - ist man besonders fromm. Jedenfalls schien es mir so. Nicht nur, da wir im Gästehaus der Beatenberger Bibelschule unsere Herberge gefunden haben, und nicht nur wegen den volkstümlichen Sendungen, in denen das Thema Gott oft behandelt wird (Das Lachen von spielenden Kindern, der Garten vor deiner Tür, das alles hat Gott uns geschenkt *sing*), sondern auch wegen den Menschen. Ich habe viele Begegnungen mit gläubigen Christen gehabt, in Beatenberg wie auch in Interlaken, der Berg-Ferien-Region Nr. 1 in der Schweiz mit seinem schönen, mediterran anmutenden Thunersee.

Beatenberg selbst ist das "längste Dorf Europas", wie ich aus einem Touristen Prospekt entnehmen konnte. Ganze 8 Kilometer umfasst die Hauptstraße. Dabei fungiert die Bergstraße, die von Interlaken, am Fuße der Berge, nach oben führt, auch als Hauptstraße. Der Weg bis zur Mitte des Dorfes dauert, je nach Art des Wetters, 20 - 30 Minuten. An der Hauptstraße entlang reihen sich hier und da kleine Gruppen von Häusern zusammen, hier und da steht auch ein einzelnes ganz verlassen im satten Grün der Wiesen herum. Auf dem Weg nach oben sieht man grasende Kühe, Ziegen, die uns mit einem "Mäh" oder einem Glockengeläut begrüßen, eine sehr schöne, romanische Kirche, 2 oder 3 Bäckereien, das Touristenamt, viele, viele Hotels und Gästehäuser, kleine, gemütliche Kneipen und Restaurants, und kleine Läden.

Und was das wichtigste ist: die atemberaubende Aussicht, die man von der Straße aus bewundern kann. In mehreren hundert Metern Höhe hat man schon einen bemerkenswerten Ausblick auf Interlaken und den mediterran anmutenden Thunersee, dessen Überquerung per Schiff vom einen zum anderen Ende mehr als 2 Stunden dauert. Und noch weiter oben, z.B. von der Sonnenterrasse unseres Gästehauses, hat man einen wunderschönen Panoramablick auf die Bergmassive der Alpen und auf das Dreigestirn von Eiger, Mönch und Jungfrau.


Beatenberg liegt auf dem "Aussichtsberg Niederhorn" von dem man wie gesagt einen wunderschönen Panorama-Blick hat.

Unser Hotel, das Gästehaus der Bibelschule Beatenberg, liegt in ca. 1500m Höhe.Woher kommt denn der Name "Beatenberg"?
Die Legende des Drachen…

Da ich es nicht besser erzählen kann, und die Legende auf der Homepage des Ortes beatenberg.ch schon so fesselnd war, will ich sie einfach hier einfügen. Es lohnt sich, die Geschichte zu lesen…

Vor vielen Hunderten von Jahren kamen aus der Fremde zwei sonderbare Männer mit langen Pilgerstäben in unsere Gegend. Beatus und Justus hiessen sie. Überall auf ihrem Weg erzählten sie den Menschen von Jesus Christus. Gar freundlich wurden sie vom Hirtenvolk und den Fischersleuten am Thunersee aufgenommen. Von den Einwohnern erfuhren Beatus und Justus, dass ein gar schrecklicher Drache in den Höhlen bei Sundlauenen sein Unwesen trieb. Die beiden beschlossen, diesen aufzusuchen und zu vertreiben. Als sie am nächsten Morgen den Drachen entdeckten, streckte Beatus dem furchterregenden Ungetüm mutig sein Kreuz entgegen. Darauf stürzte der Drache zischend und fauchend in den Thunersee und ist seither verschwunden.
Beatus richtete nun bei den Höhlen, wo er den Drachen vertrieben hatte, seine Wohnstätte ein, um den Menschen die frohe Botschaft zu verkünden. Von weit her kamen die Leute mit ihren Sorgen zu ihm und fanden Hilfe und Erleichterung. Nach seinem Tod wurde der Ort eine berühmte Wallfahrtsstätte.
Viele Jahre später, während der Reformation im 16. Jahrhundert, wurden die Höhlen zugemauert und die viel besuchte Wallfahrtskirche geschlossen. Dies geschah auf Befehl der Obrigkeit in Bern, die damit die Pilgerreisen unterbinden wollte.
Als Ersatz für die Kapelle wurde aber in Beatenberg eine hölzerne Kirche errichtet. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche durch eine gemauerte ersetzt. Sie hat bis heute ihr schlichtes Aussehen bewahrt und steht unter Denkmalschutz.Adressen:

- Touristenamt:
Beatenberg Tourismus Montag - Freitag 08.00 - 12.00 Uhr /14.00 - 18.00 Uhr
Samstag 09.00 - 12.00 Uhr
Samstag/Sonntag Zusatzöffnungszeiten in Hauptsaison
Tel. 033 841 18 18
info@beatenberg.ch

- Bibelschule:
Bibelschule Beatenberg
Schul- und Direktionssekretariat
3803 Beatenberg
Telefon: +41 (0)33 841 81 00
Fax: +41 (0)33 841 15 00
www.bibelschule.ch
info@bibelschule.ch
Beatenberg ist ein liebreizendes Dorf, schön zum Erholen, zum Entspannen, und für den idealen Familienurlaub. Wer Komfort mag, sollte in der Bibelschule übernachten. Das Gästehaus bietet schönes Flair und Komfort für den etwas höheren Anspruch.
Wer noch mehr Komfort sucht, und den Swimmingpool im Hotel nicht missen möchte, kann auch in einem der vielen Grand-Hotels der 4-Berge Kategorie übernachten: darunter Dorint, Marriot, Sheraton Hotels…

Aber die Bibelschule bietet auch guten Komfort, schöne angenehme Zimmer, einen guten, freundlichen Service, eine Rezeption, die so gut wie jedes touristische und anderweitige Problem lösen kann, sehr leckeres Essen und Balsam für die (christliche) Seele.
Dabei kann man auch am christlichen Programm, Seminaren, sowie an sonntäglichen Gottesdiensten teilnehmen.


Beatenberg hat trotz des regen touristischen Betriebs nichts von seiner dörflichen Stille und seinem Charme eingebüßt. Es werden alle guten Dinge miteinander verbunden. Ländliches und Weltoffenes bilden eine ausgewogene Einheit.

Tipp: Falls sie keine Ferienwohnung beziehen, sondern in einem Hotel/Gästehaus nächtigen, bekommen sie gleich bei der Ankunft eine Gästekarte, die Ihnen vielerlei Vergünstigungen bietet.
Unter anderem kann man kostenlos mit dem Postbus (der einzigen öffentlichen Verbindung zwischen Beatenberg, Ramsern und Interlaken) im Ort Beatenberg und Ramsern fahren. Nach Interlaken wird allerdings ein kleiner Aufschlag aufgelegt (ist nicht in der Vergünstigung mit dabei). Dann kosten die Tickets pro Erwachsenen für eine Fahrt ungefähr 10 CHF (schweizer Franken).


Mir hat es in der Region gefallen, ich habe mich gut erholt vom Abitur, Unvorbereitungen etc. und habe dort wieder innere Kraft tanken können.

Noch ein Tipp: Die Bäckerei "Bel Air" (ja ich weiß, das klingt ziemlich nach Florida, oder Kalifornien) bietet die leckersten Tortenstückchen, undglaublich leckeres, uriges Brot und sehr freundliche Atmosphäre. Für einen kleinen Kaffee lohnt sich ein Besuch dort auch!

In Interlaken findet Ihr alles, was das Luxusherz begehrt und in Beatenberg nicht haben kann: Uhren von traditionsreichen Schweizer Firmen wie Rado, Swatch, Rolex, etc. …

Lindt und Cailler Schokolade (die Luxusschokolade des Nestlé Unternehmens) findet man überall. Auch in Beatenberg.

Wer schöne Souvenirs sucht, eine edle Hotelbar aufsuchen möchte, Shoppingbummel machen will, für den ist die Altstadt von Interlaken wie gemacht. Dort lässt es sich schön flanieren. Allerdings fand ich es dort schon ein bisschen zu schnelllebig, da ich mich schon an die Stille der Berge in Beatenberg gewöhnt hatte.

Doch in der Stadt selbst waren wir erst am letzten, dritten Tag. Am zweiten Tag machten wir Muße zur Tugend und erlebten eine wunderschöne Bootsfahrt auf dem Thunersee, bis nach Beatenbucht ThS. Hin- und Zurück betrug die Gesamtzeit ca. 2 Stunden. Wir mussten zeitig alles hinbekommen, da sich die Bootsfahrt sonst mit unserem Kirchenfreizeitprogramm überschnitten hätte.
Ab Beatenberg Post fährt man mit dem Postbus ca. 23 Minuten bis zur Endhaltestelle Interlaken West. Und wie gesagt ist es eigentlich die einzige öffentliche Verbindung zwischen beiden Stätten. Abgesehen von Auto und Taxi. Der Bus wird von der Post gestellt. Das ist in vielen schweizer Dörfern so.
Direkt ab Interlaken West kann man dann auch mit dem Boot bzw. Schiff fahren. Man muss nur ein paar Schritte laufen, und schon ist man an der Schiffsstation. Allerdings waren die Preise ziemlich horrend. 50 Schweizer Franken mussten wir für Hin- und Zurück bezahlen, für 2 Personen insgesamt. Das wären ungefähr 30-40 Euro, da wir für 50 Euro Wechselgeld ungefähr 70 Schweizer Franken erhielten… Aber: es war einen wunderschöne Bootsfahrt, bei leichtem Nieselregen, dem mediterranen, fast kaum überschaubaren Thunersee und mit den Bergen, in Wolken eingehüllt wie in Zuckerwatte…
Der Thunersee kann in 3 ½ Stundendurchfahren werden, von einem zum anderen Ende, nur damit man die Spannweite dieses Sees sich noch mal vor Augen führen kann…


Ab Mannheim fährt man mit 2 größeren Pausen ungefähr 6 Stunden nach Beatenberg. Wir waren 3 Tage dort. Das Wetter hat am Anreisetag schön mitgespielt, sodass ich ein paar sehr schöne Fotos schießen konnte. An den nächsten 2 Tagen war es ziemlich neblig, und teilweise ziemlich regnerisch. Was mich allerdings nicht gestört hatte! Denn wir waren in 1500m Höhe, und waren sozusagen direkt in die Wolken getaucht. Bei schönem Wetter konnte man von unserer Herberge aus das Dreigestirn der Eisberge sehen. Aber bei diesem trüben Wetter konnte man nichts erkennen! Zum Teil sah es so aus, als würde sich das Gästehaus auf einer Wolke im Himmel befinden, und wir schwebten mit im Raum… Das hatte etwas bedrohliches, aber auch etwas sehr schönes. Und es passte zur religiösen, wenn auch sehr gelassenen und freundlichen Stimmung im Gästehaus.Ich habe einen sehr guten und bleibenden Eindruck von den Menschen bekommen, denen ich auf dieser kurzen Reise begegnet bin, und ich kann sagen, dass Schweizer ein sehr herzliches, wunderbar warmherziges Volk sind.

Ich habe mich sehr wohl gefühlt.


Bilder

für Beatenberg, Schweiz
Karten zum Berner Oberland
von dahia dahia

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Kommentare

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  • ausforming 19.09.2008 23:47
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Obwohl ich schon oft am Dreigestirn war und die Region zu meinen liebsten überhaupt gehört, war ich erst ein Mal in Beatenberg oben. Wir waren am Ende immer im Nachbardorf Habkern, das ebenfalls im Gegensatz zum großstädtischen Dorf Interlaken recht ländlich ist. Die Beatushöhlen hab ich zweimal gesehen, allerdings lohnen sich die nicht wirklich. Die Höhlen sind nichts besonderes und die Klause des heiligen Beatus ist auch eher Nepp, alles in allem war der Eintritt einfach viel zu teuer (genauso wie die Busfahrscheine, ist uns von Habkern aus auch aufgefallen).

  • Trisa 17.03.2008 00:06
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • cordila 15.10.2007 12:07
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Das liest sich richtig gut!

  • X-Large187 29.09.2007 02:42
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Osiris_68 25.09.2007 10:52
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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