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Pro Moderne Architektur, ideal für Freunde dieses Baustils, gut saniert, leicht erreichbar, günstig
Kontra Dass man die meisten Gebäude nicht betreten kann
Detailbewertung
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Das Bauhaus war bekanntermaßen eine revolutionäre Architektur, die ihren Aufschwung in den 1920er Jahren nahm und berühmte Vertreter wie Walter Gropius, Le Corbusier und Ludwig Mies van der Rohe hatte. Nicht nur in Dessau und Stuttgart, sondern auch in Leipzig gibt es solche Gebäude. Sie sind leicht erreichbar und gut an einem Wochenende zu besuchen. Im Folgenden möchte ich diese vorstellen und allen Lesern etwas Lust zur eigenen Entdeckung machen.
Das Krochhochhaus am Augustusplatz wurde 1927 und 1928 erbaut und war das erste Hochhaus von Leipzig. Finanziert wurde es durch den jüdischen Bankier Hans Kroch. Ihm gehörte das Bankhaus Kroch jr. Kommanditgesellschaft auf Aktien in Leipzig, welches zuvor in der Goethestraße 7, Ecke Ritterstraße ansässig war. Das Gebäude hat zwölf Geschosse, wobei am vorletzten eine Turmuhr angebracht ist und am obersten zwei speiende Löwen prangen. Auf dem Dach befindet sich ein Glockenwerk mit der Aufschrift OMNIA VINCIT LABOR. Es ist eigentlich ganz leicht zu finden und schon fast so etwas wie ein Wahrzeichen von Leipzig. In fünf Gehminuten ist man vom Hauptbahnhof dort. Im Krochhochhaus, das die Anschrift Goethestraße 2 trägt, sind heute universitäre Einrichtungen und das Ägyptische Museum untergebracht. Dieses Museum kenne ich bereits aus den Räumen, wo es vorher untergebracht war, ich kann nur sagen, anschauen ! Die Fundstücke sind echt selten und hochinteressant, und die Leute haben sich auch viel Mühe mit dem Konzept gegeben.
Auf Krochs Betreiben hin wurde im Norden von Gohlis die nach ihm benannte Krochsiedlung errichtet. Diese liegt in einem Quadrat zwischen Max-Liebermann-Straße und Landsberger Straße und besteht aus mehrstöckigen Wohngebäuden. Die meisten Straßenzüge tragen die Namen von ostfriesischen Inseln, wie Wangerooger Weg oder Borkumer Weg. Alle weisen den Bauhausstil mit den charakteristischen Flachdächern auf. Für die damalige Zeit war diese Architektur geradezu revolutionär, die Räume und Inneneinrichtung entsprachen den gehobenen Ansprüchen. Die Treppenhäuser und Wintergärten sind großflächig verglast. Während der DDR-Zeit befand sich die Siedlung im Dornröschenschlaf. Bei meinem Besuch sah man einigen Gebäuden noch an, dass sie längere Zeit vernachlässigt wurden. Aber der überwiegende Teil ist heute saniert, und dank der umfangreichen Begrünung wohnt es sich hier bestimmt ganz gut.
Als Teil des Gesamtkonzeptes muss die evangelische Versöhnungskirche betrachtet werden. Sie sollte im Zentrum der neuen Wohnsiedlung stehen. Stattdessen sind die beiden Anlagen heute einen halben Kilometer voneinander entfernt. Als ich das erste Mal hier war, wollte ich die Siedlung natürlich auch besuchen. Aber ich kannte den Weg nicht, und so musste ich das auf später verschieben und mit einem Stadtplan zurückkommen. Die dazwischen liegende Fläche wird durch den Kleingartenverein Germanus genutzt. Zahlreiche Glaselemente, darunter ein überdimensionales Kreuz im Vorderbereich, sind auch für dieses Gebäude prägend. Die Kirche befindet sich in der Nachbarschaft des Gohliser Friedhofs mit einer sehenswerten Kapelle. Hier kann man recht angenehm sitzen, die Vögel zwitschern um einen herum, und die hohen Bäume spenden im Sommer viel Schatten.
Nicht minder interessant ist die „Rundling“ genannte Wohnsiedlung im Leipziger Stadtteil Lößnig. Der Ort rund um die Bornaische Straße war ein sehr alter und spielte mit seiner Pfarre, der heutigen Gethsemanekirche, eine bedeutende Rolle für die Umgebung. Am Rande befanden sich vorwiegend landwirtschaftliche Nutzflächen. Darauf wurde in den Jahren 1929 und 1930 die Siedlung im Stil der neuen Moderne angelegt. Die Wohnhäuser gruppieren sich um eine kreisrunde Straßenanlage und in einigen Nebenstraßen. Diese sind nach Figuren aus der Nibelungensage benannt, daher ist auch der Name „Nibelungensiedlung“ geläufig.
Sie tragen die Namen Siegfriedstraße, Nibelungenring, Kriemhildstraße, Etzelstraße, Giselherstraße, Dankwartstraße und weitere mehr. In der Mitte liegt der begrünte Siegfriedplatz mit einer Anzahl von Sitzbänken. Im Zweiten Weltkrieg wurde diese Siedlung bombardiert. Heute sind die maroden Hinterlassenschaften beseitigt und man kann das Ensemble in einem sanierten Zustand besichtigen. Am Rande davon entstand wenig später die Gudrunsiedlung. Alle Gebäude sind in Flachdachbauweise errichtet, nur im nördlichen Abschnitt überwiegen die Eigenheime mit normalen Dächern. Es macht Spaß, sich das alles anzuschauen. Lößnig ist sowieso ein Stadtteil, wo sich verschiedene Baustile auf eine gelungene Art mischen.
Haus Rabe – 04442 Zwenkau, Ebertstraße 26
Krochhochhaus am Augustusplatz
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duderally 16.02.2012 06:15
badewanne08 17.08.2011 12:58
Jollynchen 16.08.2011 09:38
Marnie61 14.08.2011 17:14
Tommy1959 14.08.2011 15:26
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