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Erfahrungsbericht

für Barcelona Rent A Bike
5 Sterne I want to ride my bicycle .... in Barcelona! Bericht mit Bildern
278 von 278 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro eine einzigartige Erfahrung, Sightseeing, magische Orte

Kontra vielleicht könnte man den Startpunkt auf den Flyern etwas genauer drucken

Detailbewertung

Beratungskompetenz:
Zufriedenheit mit Hotel, Appartement etc.:
Kinderfreundlichkeit:
Service
Häufigkeit der Buchung:
Dauer der Reise: Tagestour
Buchungsort: Hotel

Der Autor

travelgirl Seit 12 Jan 2007

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INTRO


Wie ihr vielleicht gelesen habt, war ich im vergangenen Sommer in Barcelona. Im Urbany Hostel, wo ich genächtigt habe, gab es am Check-In verschiedene Flyer. Neben denen für sehr zu empfehlende Umsonst-und-zu-Fuß-Stadtführungen bin ich auch auf einen Prospekt der Barcelona Ciclo Tours (wer sich im Internet informieren will, schaut am besten bei http://www.barcelonaciclotour.com vorbei) aufmerksam geworden, mit dem das Hostel eine Kooperation hat. Angeboten werden verschiedene Stadttouren auf dem Fahrrad. Da es in Barcelona im August ja ziemlich warm ist, ich etwas mehr von der Stadt entdecken wollte und die typischen Hop-on-Hop-Off-Busse nicht wirklich toll finde, wusste ich, dass ich auf jeden Fall eine geführte Radtour durch Barcelona machen wollte. Zudem hatten mit Freunde, die zuvor in Barcelona waren, gesagt, dass man unbedingt eine solche Tour machen sollte, da man so auch die schönen, versteckten Ecken der Stadt kennenlernt.

PREIS


Die Preisstruktur von Barcelona Ciclo Tours ist etwas unübersichtlich, auf der Website erfährt man, dass der reguläre Preis für eine geführte Fahrradtour bei 21 Euro liegt. Da der Veranstalter eine Kooperation mit dem Hard Rock Cafe hat, kann man ein spezielles Menu im Hard Rock Cafe zur Tour dazu buchen, bezahlt dann allerdings 33 Euro. Würde ich allerdings nicht empfehlen, denn man kann in Barcelona günstiger und besser essen, zudem ist die Bedienung im Hard Rock Cafe in Barcelona ziemlich lahm. Aber das ist eine andere Sache. Nun ja, zurück zum Thema. Auf der Website, die ich mir natürlich auf im Hostel angeschaut habe, findet man eine Tabelle mit möglichen Ermäßigungen. So gibt es für Inhaber von Jugendherbergskarten, Studenten, Kinder unter 15 Jahren und Inhaber von Hop-On-Hop-Off-Bus-Karten je 2 Euro Rabatt, diejenigen, die ihr eigenes Fahrrad mitbringen, bekommen gleich 6 Euro Ermäßigung. Ich habe mein Ticket im Urbany Hostel gekauft, unten an der Rezeption, und dafür 16 Euro bezahlt. Bekommen habe ich eine Art Gutschein für die Teilnahme an der Rad-Tour, und einen Flyer.

LEISTUNGSUMFANG


Nun ja, also was bekommt man denn nun für sein Geld? Zum einen natürlich ein Leihfahrrad – das gibt es in zwei Versionen: einmal ein Hollandrad für die Damen und dann ein Rad mit Stange für die Herren. Die Fahrräder gibt es übrigens in verschiedenen Größen – sogar mit verstellbaren Satteln, so dass jeder sein optimales Fahrrad finden dürfte. Notfalls helfen auch die freundlichen Mitarbeiter vor Ort bei der Wahl des Fahrrads. Das Fahrrad hat übrigens auch ein Lenkradtäschchen, in dem man u.a. Fotoapparat, Geldbeutel und Co verstauen kann. Etwas schade finde ich, dass es keine Körbchen auf den Gepäckträger gab (wäre super gewesen, um meine Riesenhandtasche zu verstauen), aber gut. Wer nichts zu transportieren hat, und seine Geldbörse in der Gesäßtasche verstaut, kann immerhin die eisgekühlte 0,5 l Wasserflasche im Täschchen verstauen, die man zu Beginn der Tour bekommt. Spanientypisch ist die natürlich ohne Kohlensäure. Gerade in den warmen Sommermonaten würde ich jedem empfehlen, noch mehr zu trinken mitzunehmen, oder zumindest genug Geld dabei zu haben, um sich etwas am nächsten Kiosk zu kaufen, schließlich ist es in Barcelona warm und das Radfahren mitunter anstrengend. Übrigens kann man auch den Nachwuchs getrost mitnehmen, für die ganz Kleinen gibt es Fahrradsitze – auch Helme kann man in allen möglichen Größen leihen. Achja, ein englischsprechender Guide ist auch noch inklusive – das hatte ich ganz vergessen.

ZEIT UND ORT


Nunja, also im Grunde genommen werden drei verschiedene Touren angeboten, die sich allerdings nur durch die Uhrzeit unterscheiden, an der die Tour beginnt. Pi mal Daumen dauern alle Touren gleichlang, nämlich 3 Stunden. Für die Frühaufsteher wird um 11 Uhr morgens eine Tour angeboten, und zwar an allen Tagen, außer dem 25. Dezember und dem 1. Januar. Mittags, zur besten Siesta-Zeit um 16:30 Uhr kann man an jedem Tag vom 15. April bis 31. Oktober sowie allen Novemberwochenenden mitfahren. Die 19:30 Uhr-Uhr wird nur in den Sommermonaten angeboten. Und zwar von Juni bis September von Donnerstags bis Sonntags. Im Oktober kann man Freitags und Samstags an der Abendtour teilnehmen.
Auf dem englischsprachigen Flyer war der Plaza de Catalunya, genauer gesagt das Hard Rock Cafe als „Departure Point“ angegeben. Ein anderer Pfeil mit „Barcelona Ciclo Tours“ lag allerdings auf der c/ Tallers 45. Dummerweise hatte ich mich nicht erkundigt, wo die Tour losging, als aber gegen 19:25 Uhr keiner am Hard Rock Cafe war, machte ich mich mit dem Flyer auf den Weg in die C/ Tallers, was allerdings etwas komplizierter war. Auch wenn ich einen guten Orientierungssinn habe, konnte ich die Nebenstaße der Ramblas nur mit Hilfe einiger Einhemischer (ich habe mehrere gefragt, allerdings kannten viele die Straße nicht) finden.

CHECK-IN


Vor Ort konnte ich dann einchecken. Eine nette Österreicherin erklärte mir dann auf Deutsch, dass das Hard Rock Cafe schon OK gewesen wäre, ihr Kollege wäre gerade auf dem Weg dahin (ich sags ja, die Spanier nehmen es mit der Zeit nicht so genau) und würde dort die Wartenden abholen. Da ich aber schon einmal da war, konnte ich einchecken.
Dazu gab ich dann meinen Gutschein aus dem Hostel ab und wurde dann geben, mir ein Fahrrad auszusuchen. Im Hinterhof befanden sich in einem Gang ein paar Räder, noch mehr gab es in der Werkstadt bzw. neben dem Counter. Schnell hatte ich mein Fahrrad gefunden, wurde dann aber noch drauf hingewiesen, dass ich den Sattel einstellen kann, ehe man mich gebeten hatte, eine Proberunde zu fahren. Alles verlief gut, so dass ich noch etwas Zeit hatte, mit einem anderen Tourteilnehmer zu quatschen. Übrigens kann man sich die Fahrräder auch auf Fotos auf der Website anschauen.

PUBLIKUM


Die anderen Tour-Teilnehmer waren sowohl was das Alter als auch was die Nationalität angeht ziemlich gemischt, was aber umso spannender war. Man kam so mit einem jungen niederländischen Paar, Backpackern aus Brasilien, einer alleinerziehenden Amerikanerin mit Teenie-Tochter, einem jungen Paar aus Australien etc. in Kontakt; andere Deutsche haben übrigens nicht an der Tour teilgenommen, aber das hängt ganz von Tag und Uhrzeit ab. Fahrradfahren konnten eigentlich alle, das sollte auch Grundvoraussetzung dafür sein, dass man teilnimmt, schließlich ist Barcelona an einigen Stellen doch relativ steil und hügelig.

GUIDE


Unser Guide war wirklich Klasse. Der junge Mann aus den Niederlanden mit einem Zungenbrechernamen führte und zielsicher durch Barcelona und sprach gut Englisch, jedenfalls konnte ich ihn problemlos verstehen. Wir konnten ihn nicht nur mit Fragen löchern, sondern auch mit Haltewünschen zwecks Foto machen. Praktischerweise hatte unser Guide auch Reparaturwerkzeug mit, so dass er auch bei Pannen hätte reagieren können. Während unserer Tour ist allerdings nichts passiert…

TOUR


Unserer Tour startete dann am Fahrradverleih und führte uns vorbei am Museu d'Art Contemporani de Barcelona (MACBA, dem Museum für Zeitgenössische Kunst) und die Rambla de Raval. Auf dem Plaça Reial konnten wir dann die Laternen Gaudis bewundert, ehe es zum Plaza San Jaume weiterging. Dort haben wir die Gebäude des Palau de la Generalitat (vergleichbar mit dem Landtag) und direkt gegenüber das Ajuntament de Barcelona (Rathaus von Barcelona) bestaunen können. Weiter gings zum Plaça Sant Felip Neri, übrigens auch Schauplatz der Carlos-Ruiz-Zafon-Bücher, an dem man noch Einschlusslöcher aus dem spanischen Bürgerkrieg sehen konnte. Weiter vorbei an der gotischen Kathedrale (übrigens auch einen Besuch wert, schnatternde Gänse im Innenraum sind schon lustig….) ging es weiter zum Plaça del Rei (besonders mittags und zu Fuß ein Platz der zum entspannen perfekt geeignet ist, v.a. wegen der tollen Stufen), und an vorbei am Nord-Bahnhof ging es dann zum Ciutadella Park mit seinen idyllischen Wasserfällen. Hier hatten wir auch noch einmal die Möglichkeit an einem öffentlichen Brunnen unsere Wasserflaschen aufzufüllen. Vorbei an der Columbus-Statue führte uns dann unser Weg zum Strand. Weiter gings zum Port Vell, der mit seinen idyllischen Verkaufsbuden ein besonderes Flair ausstrahlt. Am olympischen Hafen konnten wir dann den ‚Fisch‘ von Gehry bestaunen, ehe wir dann in Barceloneta-Nähe eine knapp halbstündige Pause einlegten. Eigentlich hätten wir uns danach noch die die Gaudibauten angesehen, wie die die Sagrada Família und die Bauten am Passeig de Gracia. Allerdings hatten alle von uns schon wenigstens eine Gaudi Tour mitgemacht, so dass unser Guide eine Überraschung für uns hatte. Über die Ramblas del Raval mit der Botero-Katzenplastik ging es zum Font Màgica, was mich umso mehr freute, schließlich war ich tags zuvor auch schon dort. Am magischen Brunnen endete dann quasi unsere Tour, wir hatten nur zurück zum Startpunkt zu radeln, und das kam mir ewig vor, erst recht als wir bald 3 km die Gran Via de les Corts Catalanes entlangradelten, wo wir knapp 3.5 Stunden nach Start der Tour wieder ankamen.

PAUSE


Eben habe ich ja über eine Pause geschrieben, die wir gemacht haben. In einer kleinen Strand-Kneipe am der Carrer del Judici wurden wir zu einem Bier oder alkoholfreien Getränk eingeladen. Wir hatten Freizeit und konnten diese nutzen, um mit anderen zu quatschen oder den Sonnenuntergang am Strand zu genießen. Einige von uns waren auch im kleinen Dia Supermarkt um die Ecke, um sich mit Knabberzeug und weiteren Getränken für die Fahrt einzudecken, andere holten sich Barcelona-Insider-Tipps von unserem Fahrrad-Guide. Ich fand die Gestaltung der Pause wirklich gut – wir hatten sie auch bitter nötig. Unser Guide meinte, dass wir während der Tour gut 15 km geradelt sind, und wenn man weiß, dass Barcelona auch etwas hügelig ist, kann das schon etwas stressig sein.

HIGHLIGHTS


Nunja, fragt man mich nach meinen persönlichen Highlights während der Fahrradtour durch Barcelona, so gehören dazu sicherlich das entspannte Fahrradfahren durch die kleinen und verwinkelten Gässchen im Barri Gòtic, dem gotischen Viertel Barcelonas, in dem glaube ich auch der höchste Punkt der Stadt liegt – wir haben ihn jedenfalls gesehen und er liegt nur knapp über dem Meeresspiegel… Außerdem hat mir die Gegen um Barceloneta gut gefallen, abends den Sonnenuntergang bei dunkelblauem Himmel, Meeresrauschen und angenehmen angenehmer Wärme nebst warmen Sand zu erleben war schon ziemlich klasse. Am besten hat mir aber der Font Magica gefallen. Schon am Abend zuvor war ich von dem Brunnen im Montjuic begeistert. Auf den Stufen, die zum Museu National d'Art de Catalunya (MNAC) führen, hat man einen klasse Blick auf die Licht- und Wasserspiele des Brunnens, der zahlreiche Besucher anlockt. Mit einem eisgekühlten Getränk in der Hand, das man bei den zahlreichen Straßenhändlern für einen Euro kaufen kann, der Musik – es gibt jeweils verschiedene Sets (Klassik, Rock, Pop – und natürlich auch das Barcelonalied von Freddy Mercury und Montserrat Caballé), die eine Viertelstunde dauern; zwischenzeitlich gibt es Pausen – zu lauschen ist ein tolles Gefühl und verursacht Gänsehaut. Außerdem sorgt der eine oder andere Wasserspritzer, den man abbekommt für die passende Abkühlung!

FAZIT


Ein wirklich gelungener Abend, auch wenn ich nach der Tour so durchgeschwitzt war, dass ich dringend eine Dusche brauchte, was nach 20 km Fahrradfahren durch das Teils uneben-hügelige Barcelona bei entsprechend warmen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit nicht verwundert. Die Fahrradtour hat uns auch die etwas entlegenen Ecken Barcelonas gezeigt, die man mit Touristenbussen und Metro kaum erreicht und so kann ich sie jedem halbwegs geübten bzw. routinierten Fahrradfahrer empfehlen. Die 16 Euro, die ich bezahlt habe, klingen relativ viel, allerdings bekommt man dafür eine kompetent geführte Tour, gut gewartete Fahrräder, ne Flasche Wasser, nen Getränk am Strand und ist gut dreieinhalb Stunden beschäftigt, in denen man sonst auch viel mehr Geld ausgeben könnte… Trotz der anfänglichen Orientierungslosigkeit vor dem eigentlichen Tourstart vergebe ich volle fünf Sterne und eine Empfehlung.
Auf eure Kommentare freue ich mich!

Bilder

für Barcelona Rent A Bike
Sonnenuntergang am Strand Barceloneta
Sonnenuntergang am Strand Barceloneta
von travelgirl travelgirl
Sonnenuntergang am Strand Barceloneta

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  • winnymaus 29.05.2012 18:01
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • flubber 29.05.2012 15:51
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • schumitoni 28.05.2012 15:50
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • redel99 28.05.2012 11:41
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Yamcha 25.05.2012 10:19
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