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Erfahrungsbericht

für Bar Harbor
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5 Sterne Kühles Bar Harbor Bericht mit Bildern
70 von 70 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Ländlich

Kontra Anreise schwierig

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

celles Seit 27 Feb 2011

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Einen heißen Nachmittag aus Wien !

Ich führe Euch in kühlere Breiten, nach Neuengland, wo immer eine frische Brise fehlt:


Allgemeines:
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Bar Harbor liegt im Acadia Nationalpark in Neuengland. Diesen kennt man für seine zerklüftete Felsküste. Er liegt an der Küste und ist rund 192 km groß.


Da das Klima sehr rau und windig ist und Bar Harbor doch bei 44 Grad nördlicher Breite liegen, ist ein Aufenthalt in den Sommermonaten am empfehlenswertesten. Die Temperaturen pendeln dann tagsüber um die 20 Grad Marke.
Bar Harbor wurde 1796 gegründet und hieße damals noch Eden. Ihren heutigen Namen bekam die Stadt erst 1918. Sie gilt als Sommerfrische der Oberklasse, wie damals für die Rockefellers oder Astors. Mit einem Schnellkatamaran kann man nach Yarmouth, Kanada in unter 3 Stunden übersetzen.


Die Einwohnerzahl ist mit 2700 sehr gering.
Wir kamen mit der Grandeur of the Seas nach Bar Harbor. Sie lag auf Reede, da es keinen geeigneten Hafen gibt. Der taugt gerade mal für Segelschiffe und Yachten. Dann ging es mit dem Tender an Land. Sehr gespenstig war es dann, wie das Schiff im Nebel plötzlich versank. Wir haben dann Deutsche getroffen. Die sind einen irre langen Weg von Boston nach Bar Harbor gefahren. Das ist der nächste große Flughafen. In der Nähe gibt es nur einen wenig beflogenen Lokalairport.


Shoppen in Bar Harbor:
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Die Main Street ist das erste, worauf man stößt. Sie ist die Einkaufsstraße der Stadt. Sie steigt vom Pier an der Frenchman Bay, neben dem Agamont Park, steil bergauf an. Nahe des Meers sind noch zwei Kanonen übergeblieben. Die haben wir bestaunt.


Sie ist fast ausschließlich von Geschäften und Lokalen flankiert. Die Straße selbst wird von Laubbäumen gesäumt. Am Stadtpark, an der Ecke zur Mount Desert Road, liegt der Busbahnhof des Island Explorers. Die Busse sind kostenfrei. Dort ist auch eine wunderschöne, schwarze, historische Standuhr mit weißem Ziffernblatt und schwarzen Zeigern.


Sehr sehenswert ist Dinks Taxis mit seinem über der Türe herausragendem yellow cab. Beim rosa-blauen Geddys Fischlokal hängen wiederum rote Langusten beim Fenster heraus. Echt abstrus. Testas macht das dezenter und verwendet sie nur als ulkiges Werbeschild.


Im Baystyle Trading Company findet man alles zum Wandern. Wunderschön ist noch die First National Bank im Ziegelbau-Stil. Auch die Uhr unter Glas davor ist nicht zu verachten. Sehr erfreulich ist der oft wechselnde Baustil der Häuser. Selbst die Baumaterialen sind oft verschieden. Das Tourmaline hat einen ausgestreckten Adler auf der Vorderfront.


Sakrales Bar Harbor:
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Wir stießen dann auf eine weiße Holzkirche mit von zwei Säulen gestütztem Giebel. Schöner war dann aber die Saint Saviour's Episcopal Parish of Bar Harbor. Sie wurde 1876 erbaut und ist durch wundervolle Buntglasfenster gekennzeichnet. Der Unterbau ist mit Steinen errichtet worden, der Oberbau wurde durch braune schindelartige Elemente realisiert, die durch ein schönes graues Giebeldach abgeschlossen wurde. Dort befindet sich die Rosette umrahmt von einem grünen Halb-Oval. Der Kirchturm wurde durch eine grüne Metallkonstruktion mit acht Kirchglocken umgesetzt. Umgeben ist die Kirche von einem Friedhof. Wir hatten Glück und konnten ins Innere vordringen. Innen war es eher dunkel. Der Altar war nicht schlecht, aber von außen war die Kirche beeindruckender.


Auf der Rasenfläche gab es noch ein Highlight. Das weiße, hohe Monument der Kämpfer für die Union 1861-1865
Nach wenigen Schritten stießen wir abermals auf einen Sakralbau. Die Geschichte der Holy Redeemer Church in Bar Harbor geht auf das Jahr 1613 zurück, als dort drei jesuitische Missionare an Land gegangen sind. Gottesdienste wurden damals unregelmäßig in diversen Gebäuden abgehalten. Nachdem die Anzahl der katholischen Gläubigen immer stärker zunahm, wurde eine Kapelle errichtet, die zunächst Sankt Syvia hieß. 1882 konnte diese eingeweiht werden. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das heutige Gebäude in Angriff genommen. Es ist eine Steinkirche mit grauem Dach und steht Besuchern aller Konfessionen offen. Diese war ebenfalls viele Fotos wert.


Wir haben dann einen Streifzug durchs Stadtzentrum gemacht. In den Nationalpark wollten wir nicht fahren. Vorher hatte schon ein Bus eine Panne und wir wollten wegen dem Schiff nichts riskieren. Nochdazu ist zwar der Bus gratis, sobald man aber einen Fuß auf den Nationalpark setzt, muss man dafür bezahlen.


Wir kamen an vielen bunten Pensionen vorbei und auch an Wohnhäusern. Viele Sehenswürdigkeiten per se gibt es nicht. Bar Harbor insgesamt ist total sehenswert. Die Diversität ist riesig.


An die Küste:
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Wir überquerten nochmals die Main und kamen zum Küstenpfad. Er wurde um 1880 der Bevölkerung von Bar Harbor für Küstenspaziergänge an der Felsenküste übergeben. Dies war nur durch den Einsatz der Gemeinde möglich, die die Anrainer dazu bewegen konnte, einen Streifen ihres Grundstückes abzutreten, um an der Küste einen Wanderweg schaffen zu können. Dieser ist rund 1500 Meter lang und steht der Öffentlichkeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zur Verfügung.


Das Betreten der angrenzenden Grundstücke ist untersagt. Der Shore Path führt von der Frenchman Bay über eine Nebengasse zurück auf die Main Street. Entlang des Pfades gab es leckere Brombeeren. Wir sind dann schon mal auf die Felsenlandschaft abgewichen, um das Panorama besser genießen zu können. Die Seeluft war auch einfach herrlich.


Wir gingen dann auf der Uferstraße noch etwas stadtauswärts. Da sahen wir, wie Autos über ein schmales Band aufs Meer fuhren.


Die Insel Bar Island in der Frenchman Bay ist die einzige Insel der Bucht, die bei Ebbe über einen Schotterdamm befahren werden kann. Der Weg, der an der Bridge Street in Bar Harbor beginnt, steht auch Wanderern zur Verfügung. Die Gezeiten werden täglich ausgeschildert. Die waldreiche Insel, die einen Blick auf Bar Harbor bietet, ist Bestandteil des Acadia National Parks. Wir hatten Bedenken, auf die Insel hinauszumarschieren, falls dann doch die Flut einsetzt und wir hängenbleiben. Wir sahen dann auch, wie das Band immer schmaler wurde.


Schlussendlich nahmen wir dann einen Tender hinaus zur Grandeur of the Seas.


Danke fürs Lesen

Celles

Bilder

für Bar Harbor
000www - Bar Harbor
Kämpfer für die Union 1861-1865
von celles celles
000www - Bar Harbor

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Kommentare

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  • Chaoscrash 22.03.2012 13:22
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • immomaus65 21.11.2011 22:15
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • mr.matze 18.09.2011 01:40
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • t.schlumpf 08.09.2011 07:56
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • quacky4321 04.09.2011 20:34
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    klingt gut.lg

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