Hallo ihr Lieben!
Ich habe ja schon einige Berichte über diverse Sushi-Restaurants verfasst und auch schon einige Berichte über Locations in Berlin. Heute kombiniere ich meine beiden Vorlieben ganz einfach mal und stelle euch ein Sushi-Restaurant im Berliner Süden, genauer gesagt in
Tempelhof vor, welches sich ganz einfach
Bambusstäbchen nennt. Als ich vor einer Woche in Berlin war, wollten wir unbedingt Sushi essen gehen. Wo genau - da waren wir uns nicht so sicher. Qype gab uns dann schliesslich den entscheidenden Tipp - da das
Bambusstäbchen mit durchweg guten Bewertungen punkten konnte und zudem halbwegs auf dem Weg lag, entschlossen wir uns, dorthin zu gehen.
Adresse
Restaurant & Cafe Bambusstäbchen
Tempelhofer Damm 140
12099 Berlin
030 75654131
www.bambusstaebchen.de
Ganz wichtig: Nicht mit dem Asia-Imbiss in Marzahn verwechseln, der auch Bambusstäbchen heisst.
Zu erreichen ist das
Bambusstäbchen am besten mit der U6 - die Haltestelle wäre
Alt-Tempelhof. Von dort aus sind es dann nur noch ein paar wenige Gehminuten. Einfach den Tempelhofer Damm runter und da findet es sich dann :)
Zu den Öffnungszeiten kann ich leider wenig sagen, da ich sie mir nicht notiert habe. Wir waren an einem Dienstag Abend gegen 20 Uhr dort, da hatte es offen.
Sushi
Ich denke, die meisten wissen mitunter, was Sushi ist. Für die, an denen der Trend vorbeigegangen ist, hier noch einmal kurz erklärt:
Sushi sind aus Japan stammende meist rohe Fischstückchen, wahlweise auch Gemüsestückchen, die man in Kombination mit Reis, einem Seetangblatt (Nori), grünem Meerettich (Wasabi), Ingwer und Sojasauce isst.
Es gibt prinzipiell 5 Arten von Sushi - natürlich teilweise abgewandelt - , die ich hier kurz erklären möchte.* # Classic Maki
Das "ganz normale", klassische Sushiröllchen. Fisch/Gemüse wurde mit einer Sushimatte in Reis und ein umschließendes Seetangblatt gedreht.
* # Inside-Out-Maki
Dieses ähnelt dem Classic Maki, allerdings befindet sich der Reis, oft mit Sesam oder Kaviar garniert, außen und Fisch/Gemüse, sowie das Seetangblatt innen.
* # Nigiri
Es handelt sich hierbei um ein Stück Fisch/Gemüse, das über ein kleines Reisbällchen drapiert worden ist.
* # Temaki
Das Seetangblatt wurde per Hand in Tütenform gewickelt und mit allerhand Gemüse und Fisch gefüllt.
* # Sashimi
Das sind einfach rohe Fischstücke ohne Reis, die man zusammen mit Wasabi und Ingwer isst.
So viel zu meinem kleinen Exkurs, aber nun möchte ich euch wirklich das Restaurant an sich vorstellen.
Einrichtung & Atmosphäre
Die Atmosphäre im
Bambusstäbchen würde ich als gemütlich beschreiben. Obwohl das Restaurant direkt am vielbefahrenen Tempelhofer Damm liegt, ist es drinnen im Restaurant recht ruhig und von der Hektik draussen bekommt man nicht allzu viel mit. Das Innendesign des Restaurants gefällt mir ausserdem sehr gut, die Wände sind hellviolett gestrichen und die Belichtung eher gedimmt, was dem Restaurant den eben erwähnten, gemütlichen Charakter verleiht. Die Tische sind relativ einfach, ebenso die Stühle. Sieht ein wenig nach Ikea-Einrichtung aus, aber das stört nicht. An den Wänden befinden sich allerlei Gemälde, sowie ein paar Tafeln, auf denen die neuesten Sushi-Angebote oder Getränkespecials angeboten werden.
Das Restaurant ist sehr sauber, auf Hygiene wird anscheinend sehr viel Wert gelegt. Auch die Sanitäranlagen (zumindest was die Damentoiletten betrifft), sind einwandfrei in Ordnung. Was ich auch als angenehm empfunden habe, ist, dass das Restaurant zwar gut besucht, jedoch nicht übervoll ist. Wir haben ohne Reservierung sofort einen Platz bekommen - und das zu fünft!
Auswahl/Qualität der Speisen
Das
Bambusstäbchen verfügt über eine sehr grosse Auswahl auf der Speisekarte. Besonders wichtig ist es für mich immer, dass auch eine grosse vegetarische Auswahl dabei ist, da ich ja kein Fleisch und keinen Fisch esse. Ins
Bambusstäbchen kann man als Vegetarier - ich wage zu behaupten, auch als Veganer - ohne Probleme gehen. Es gibt zahlreiche Sushi-Röllchen ohne Fisch und auch viele vietnamesische Gerichte mit Tofu, z.B. Nudeln oder Currys.Neben den Sushi-Klassikern wie beispielsweise der California Roll gibt es auch viele Eigenkreationen des Küchenchefs, oder Sushi-Varianten, die man eher selten findet wie zum Beispiel das sogenannte
Hot Sushi, frittierte Sushiröllchen.
Auch Vorspeisen findet man zahlreich auf der Speisekarte des Bambusstäbchen. Es fängt bei den klassischen Appetizern wie den vegetarischen Miniröllchen an und hört bei spezielleren Auswahlmöglichkeiten wie frittierten Shrimps mit Asia-Sauce auf. Da sollte für jeden Geschmack was dabei sein.
Das Sushi und auch die warmen Gerichte werden auf Bestellung komplett frisch zubereitet. Das merkt man auch, der Geschmack ist unschlagbar. Die Speisen sind wirklich sehr, sehr lecker.
Service
Zum Service kann ich auch nur Positives sagen. Der Kellner, der uns bediente, war sehr aufmerksam, aber nicht aufdringlich. Die Wartezeiten waren zwar ein wenig länger, aber wenn man dafür sicher sein kann, dass alles frisch zubereitet worden ist, nimmt man das gerne in Kauf.
Das Team des
Bambusstäbchen hat sich auch bemüht, Sonderwünsche zu erfüllen. Als kleiner Kritikpunkt wäre eventuell zu erwähnen, dass der Kellner zum Sushi nur Stäbchen als Besteck reicht, gerade für Kinder oder Sushi-Neulinge wäre eine Gabel vielleicht von Vorteil. Auf Nachfrage hat man aber ganz schnell klassisches, westliches Besteck bekommen :)
Es ist auch möglich, sein Sushi mitzunehmen. Damit habe ich aber keine Erfahrungen gemacht, wie die Wartezeiten und der Service in der Beziehung sind, kann ich nicht beurteilen.
How I liked it
Ich habe mich für das Sushi-Menü M3 (oder war es M5, ich weiss es nicht mehr?) entschieden. Dabei handelte es sich um ein vegetarisches Menü mit einer Suppe vorweg, die aus Tofu und Algen bestand (sogenannte Miso-Suppe). Das vegetarische Menü an sich war ein Sushi-Mix aus Maki mit Gurke, Avocado, Rettich und Kürbis, sowie einer Inside-Out Roll. Dazu bestellt habe ich mir noch vegetarisches
Hot Sushi. Darin enthalten war Gurke, Seaweed, Avocado und Rettich und das Ganze war frittiert.
Ich fand das Sushi, wie erwähnt, richtig lecker. Gut gefallen hat mir auch, dass der Koch die Röllchen richtig fest gerollt hat, ich mag es nämlich gar nicht, wenn die Sushiröllchen noch vor dem Essen aufgehen und auseinander fallen. Selbst die Inside-Out-Röllchen (die zählen immerhin zur Königsdisziplin) waren 1A und sind nicht auseinandergegangen.
Das
Hot Sushi hat recht interessant geschmeckt, es war leicht süsslich, fast als ob man es mit Honig frittiert hätte (die Aussenhülle schmeckte so ähnlich wie das Äussere von den gebackenen Bananen beim Chinesen), auf der anderen Seite war es aber durch die Sojasauce, in die es getunkt worden ist, auch ein wenig salzig. Das Geschmackserlebnis war jedenfalls sehr interessant.Als Getränk habe ich eine Art alkoholfreien Mojito bestellt, irgendeine Zitronenimonade mit Minze, Rohrzucker und Crushed Ice. Den genauen Namen habe ich vergessen, aber sie war sehr schön angerichtet und auch ziemlich lecker.
Gut gefallen hat mir auch, dass das Sushi sehr kunstvoll angerichtet war, davon kann man sich auf dem beigefügten Bild trotz schlechter Handykamera-Qualität überzeugen. Neben dem obligatorischen Wasabi und Ingwer war auch noch eine Radieschen-Schnitzerei, die auf jeden Fall beeindruckend aussah, mit auf dem Teller.
Getränkekarte
Von der Limonade also direkt zur Getränkekarte: Allzu Aufregendes werde ich euch wohl jetzt nicht erzählen, denn auf der Getränkekarte des
Bambusstäbchen stehen hauptsächlich die üblichen Verdächtigen wie Cola, Cola Light, Fanta, Sprite, Apfelschorle und Wasser.
Wer es ein wenig exotischer mag, kann sich ja mal an japanischem Bier oder dem Reiswein, auch Sake genannt, versuchen. Man findet auch Cocktails auf der Getränkekarte des
Bambusstäbchen, sowohl alkoholfreie als auch welche mit Alkohol. Und natürlich auch Shots, Longdrinks usw. usw.
Preis-Leistungsverhältnis
Vom Preis-Leistungsverhältnis im
Bambusstäbchen war ich begeistert. Das Sushi dort ist nämlich wirklich günstig. Sechs Avocado-Makiröllchen kosten 1,70€, in meiner Stamm-Sushibar zahle ich dafür 2,50€. Für das vegetarische Menü inklusive Suppe habe ich knapp 6€ gezahlt, hier wäre in ungefähr das Doppelte fällig. Und nein: Ich war nicht zur Happy Hour da, das sind die regulären Preise. Für acht
Hot Sushi Röllchen habe ich 3€ gezahlt, hier zahlt man dafür ungefähr 6€.
Auch die warmen Gerichte sind wirklich günstig, für gebratene Nudeln mit Tofu zahlt man auch ungefähr 5€. Die Currys sind ein klein wenig teurer. Die Getränkepreise sind auch richtig fair.
Wie es möglich ist, dass in Berlin so ein günstiges Lokal existiert, ist mir schleierhaft. Gut, Tempelhof ist nicht der Ku'damm oder Unter Den Linden, aber selbst in der bayerischen Kleinstadt sind die Preise deutlich höher :)
Wichtig ist noch, dass meines Wissens das Bambusstäbchen nur Barzahlung akzeptiert.
Fazit
Mich hat das
Bambusstäbchen voll überzeugt und ich statte diesem kleinen, aber feinen Sushi-Restaurant mit Sicherheit einmal wieder einen Besuch ab, falls ich zufällig in der Nähe sein sollte. Das Personal war freundlich, die Auswahl gross, das Preis-Leistungsverhältnis einfach top. Besser gehts eigentlich kaum und daher bekommt das
Bambusstäbchen auch eine verdiente 5-Sterne-Bewertung von mir.Danke für's Lesen, Bewerten und Kommentieren! :)
pinkbubbles / Juni 2011
Würde ich mir zum Mittag gefallen lassen ;) BH und LG Jan