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Erfahrungsbericht

für Backpacker, Neuseeland
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5 Sterne Das beste Hostel in Neuseeland?
147 von 147 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro gute Lage, gute Einrichtung

Kontra etwas unpersönlich

Der Autor

Mountain_King Seit 1 Jul 2000

Die neue Tool Cd ist der Wahnsinn. Nur noch 8861 Punkte bis Orange. Das muss doch zu schaffen... mehr

23 Mitglieder vertrauen mir

So, nachdem ich ja inzwischen schon so einige Berichte über meine Zeit in Australien bei Ciao veröffentlichte habe, hatte ich doch ein anderes meiner Reiseziele bislang völlig vernachlässigt. Und zwar Neuseeland. Ein Land das nicht minder interessant und schön ist als sein großer Bruder.
Und deshalb schreibe ich heute mal meinen ersten Bericht dazu, und andere Berichte werden mit Sicherheit folgen.
Beim rumsurfen habe ich diese Kategorie hier entdeckt, und ich hoffe mal das mein Bericht auch hier rein passt. Aber ich denke mal das mit Backpacker Neuseeland nicht ein bestimmtes Hostel gemeint ist.
Denn es gibt doch unheimlich viele dieser Unterkünfte. Zur Erklärung, unter einem Backpacker oder auch Hostel genannt, versteht man eine Jugendherbergen mäßige Unterkunft, die aber im Gegensatz zu den Jugendherbergen meistens privat betrieben sind, und damit auch keinen gleichbleibenden Standard wie z.b. die YHA’s in Australien bieten. Was aber auch nicht unbedingt etwas schlechtes bedeuten muss. Zumindest sind die Hostels meistens etwas preiswerter als die YHA’s. Aber da weiß man was man hat.

Heute soll es um das vielleicht bekannteste und wohl auch größte Hostel in Neuseeland gehen. Und zwar um das Auckland Central Backpacker. Kurz ACB genannt. Das unglaublich beliebt bei den jungen Reisenden ist, und daher muss man auch schon relativ früh buchen. Und da ich einfach mal neugierig darauf war, ob das Hostel seinem guten Ruf auch gerecht werden kann, habe ich dieses Hostel direkt auch schon mal von Australien aus gebucht, damit ich eine Unterkunft habe bei meiner Ankunft in Auckland. Denn im Sommer kann es relativ schwierig sein ein Bett in Auckland bzw. in ganz Neuseeland zu finden. Obwohl es eigentlich sehr viele Hostel gab.

Die Lage:

Wie der Name schon sagt, liegt das ACB in Auckland, der größten Stadt von Neuseeland. Welche aber nicht die Hauptstadt ist, wie viele fälschlicherweise annehmen. Diese ist Wellington, und liegt am südlichen Ende der Nordinsel.
In Auckland und Umgebung leben ca. 4 Millionen Menschen. Was in etwa 30 % der gesamten Bevölkerung von Neuseeland entspricht.
Ein Tourguide hat mal erzählt das Auckland die viertgrößte Stadt der Welt sei. Zumindest flächenmäßig. Und um ehrlich zu sein, das könnte sogar stimmen. Denn außerhalb des Stadtzentrums, bestimmen Einfamilienhäuser die Straßenbilder. Und auch von der Ausbreitung ist Auckland nicht gerade eine kleine Stadt.
Das ACB liegt nun wirklich richtig zentral. Genauer gesagt, auf einer Nebenstraße der Queen Street. Welches die Haupteinkaufsstraße der Stadt ist. Hier findet man eine unglaublich dichte Ansammlung von Malls, Läden, Restaurants, Kinos, Cafes, Fast Food Ketten und sonstige Läden, wo der willige Tourist sein Geld lassen kann.
Damit ist man nicht nur schnell bei den Geschäften, sondern auch bei einigen der Attraktionen von Auckland. So ist z.b. der beeindruckende Yachthafen nur ein paar Minuten Fußweg vom Hostel entfernt. Hier fand 2003 der America Cup statt, und wenn man das Glück hatte zu dem Zeitpunkt in der Stadt zu sein, wie ich. Dann konnte man sich dort die tollen, aber vor allem teueren Schiffe anschauen. Auf jeden Fall ein Erlebnis.
Auch nicht weit vom Hostel, ist der wunderschöne Albert Park, der nur ein paar Straßenzüge entfernt liegt. Ein wunderschöner Englischer Garten.
Auch das Wahrzeichen von Auckland, der Skytower, liegt nicht weit vom Hostel entfernt. Von hier soll man einen tollen Blick auf die Stadt haben. Allerdings kostet es auch unverschämte 25 Dollar, hier mit dem Lift hochzufahren.
Also, die Lage ist wirklich recht gut. Besonders für Leute die sich ins Nachtleben der Stadt stürzen wollen.

Wie komme ich vom Flughafen zum Hostel?

Ist zum Glück recht einfach, aber leider auch nicht so billig. Es gibt vom Flughafen aus etliche Shuttle Busse, die in Richtung Stadt fahren. Eine einfache Fahrt kostet 12 Dollar, wobei man für Hin- und Rückfahrt dann 18 Dollar bezahlt. Beim Einstieg in den Bus, sagt man dem Fahrer nur den Namen der Unterkunft, also hier das ACB, und er lässt einen dann genau davor auch heraus. Bzw. an der Ecke auf der Queen Street.

Die Rezeption:

Also, endlich angekommen, ging es nun auch ins Hostel hinein. Von außen macht das Hostel einen recht modernen, aber auch eher unscheinbaren Eindruck, denn es befindet sich in einem, vielleicht 15 Etagen hohen Haus, das auch noch von ein paar anderen Unternehmen genutzt wird. Aber das Hostel selber nimmt schon 11 Etagen ein. Also, wirklich wahnsinnig groß. Aber es gibt mit Sicherheit Hostels die von außen einladender und reizender aussehen, aber das muss ja auch nichts heißen.
Die Rezeption befindet sich übrigens nicht im Erdgeschoss, sondern in der dritten Etage. Diese erreicht man nur über einen der Lifts. Eine der guten Sicherheitsmaßnahmen des Hostels. Dazu aber gleich mehr.
Steigt man aus dem Lift, bekommt man erst einmal große Augen, denn von der Größe her, kann die Rezeption wohl auch mit großen Hotels, wie z.b. der Marke Hilton mithalten.
Eine riesiger Raum, in dessen Mitte, direkt am Fenster die riesige Rezeption steht, die 24 Stunden am Tag besetzt ist. Und zu Stoßzeiten auch mit mindestens 3 oder 4 Leuten. Und die braucht es auch. Denn andauernd klingelt das Telefon, und eigentlich ist immer jemand da, der einchecken will, oder eine Frage hat.
Aber das Personal ist wirklich sehr nett und freundlich, wie es die Neuseeländische Art ist, und versucht einen immer zu helfen. Und nimmt sich auch die Zeit dafür, auch wenn noch 20 Leute dahinter stehen. Aber trotzdem ging es recht zügig vorwärts. Da ich ja schon gebucht und bezahlt hatte, ging es auch recht schnell. Als Sicherheit wird eine Kopie des Reisepass gemacht, falls man sich mal daneben benimmt, und zehn Dollar Pfand für den Zimmerschlüssel werden einkassiert.
Damit bewaffnet, machte ich mich auf den Weg auf mein Zimmer. Was gar nicht so einfach war, wie sich herausstellte. Wie schon gesagt, lassen sich die Etagen nur über den Lift erreichen. Nur gab es in den Lift nur ein paar Tasten. Mit denen sich aber nur die offenen Etagen wie das Erdgeschoss oder eben die Rezeption erreichen lassen. Um auf die Etage mit seinen Zimmer zu kommen, muss man den Anhänger, den man an seinen Schlüssel hat, vor einen Infrarotsender im Aufzug, der bei den anderen Tasten angebracht ist, halten. Dieser Anhänger hat auch solch einen Sender, und signalisiert dann dem Aufzug auf welcher Etage er halten soll. Zumindest sollte er das. Aber irgendwie reagierte er nicht auf meinen Sender. Nachdem ich ein paar Mal durch das komplette Hostel gefahren bin, hielt er dann doch einmal auf meiner Etage, und ich konnte endlich auf mein Zimmer. :-)

Das Zimmer:

Das Zimmer war eine recht positive Überraschung. Ich hatte mich in ein 6 Bett Zimmer buchen lassen. Normalerweise eine Bettenanzahl die noch in Ordnung ist. Darüber hinaus kann es dann schon mal etwas unruhiger in der Nacht werden. Wie z.b. in einem gemütlichen 32 Bett Zimmer, das ich einmal in Brisbane hatte.
Die Zimmer hier waren sehr, sehr sauber und auch sehr gepflegt. Das auf jeden Fall ein großer Pluspunkt. Denn sehr oft nimmt man es leider nicht so genau mit der Gründlichkeit in Hostels. Aber hier wird anscheinend jeden Tag geputzt. Die Betten, drei Etagenbetten, waren jeweils an eine Wand gestellt. So, das im Zimmer noch sehr viel Platz hatte, und man sich ohne Probleme bewegen konnte. Auch stand genügend Platz zur Verfügung das man seine Taschen zur Seite stellen kann. Was auch nicht immer selbstverständlich in Hostels ist.
Das Fenster ging zur Hauptstraße, der Queen Street hinaus. Aber das gute, alles war gut isoliert, so das man keinen Lärm von draußen mitbekam.
Die Betten waren auch richtig bequem. Ich hatte eins der oberen Betten, und entgegen meiner Befürchtung konnte man bequem dort liegen. Die Matratze war nicht zu weich oder durchgelegen, und man konnte sich auch bewegen, ohne dass das ganze Bett anfing zu knarren und quietschen.
Auch wird einem komplette Bettwäsche zur Verfügung gestellt.
Also, ich kann nur sagen das die Zimmer wirklich Top waren. Sauber, gemütlich und es wurden nicht zu viele Betten in das Zimmer gestellt. Genauso sollte es eigentlich sein. Auch hatte ich noch das Glück nette Zimmergenossen zu haben, so war die Zeit dort wirklich sehr angenehm.

Neben meinem 6 Bett Zimmer gab es auch noch Zwei Bett und 4 Bett Zimmer in dem Hostel.

Sanitäre Einrichtungen:

Auch immer sehr wichtig bei einem Hostel sind die Toiletten und die Duschen. Beides wurde hier außerhalb der Zimmer angebracht. Also, die üblichen Gemeinschaftsduschen. Hier gab es auf meiner Etagen drei verschiedene Räumlichkeiten mit Duschen. In jeden gab es ca. 3 – 4 Duschen. Also, für die Etage ausreichend, wenn nicht gerade alle gleichzeitig duschen wollen.
Auch hier kann ich nur sagen, das die Anlagen sehr gepflegt waren. Die Duschen waren alle anscheinend noch sehr neu (Das Hostel gab es aber auch noch nicht so lange) und vor allem sehr sauber. Also, keine sehr große Fußpilzgefahr. Das gleiche gilt eigentlich auch für die Toiletten die sehr gepflegt waren. Da habe ich doch schon sehr viel schlimmere Erfahrungen gemacht.
Also, auch hier alles super.

Küche:

Natürlich gab es in diesem riesigen Hostel auch eine Küche, die musste natürlich dementsprechend auch groß sein. Und das war sie auch. Insgesamt standen bestimmt über 30 Kochplatten zur Verfügung. Anscheinend auch genügend Pfannen, Töpfe, Geschirr, etc. So das man durchaus in der Lage war hier etwas gutes zu kochen. Auch hier keine Beschwerden.

Aufenthaltsräume:

Das Hostel hatte zwei Fernsehzimmer eingerichtet, ein riesiger Raum mit sehr vielen Sitzgelegenheiten, wo vor allem Filme geschaut wurden, und dann gab es auch noch einen kleineren Raum, wo mehr Sport, Serien, etc. geschaut wurden.
Aber auch für die anderen Leute gab es noch Möglichkeiten zum zusammensitzen. So befand sich direkt hinter der Küche ein großer Raum mit Sitzmöglichkeiten. Oder auch in der großen Lounge, wo man unter anderen das Internet Cafe findet, oder auch das Reisebüro.


Waschmaschinen:

Gab es natürlich auch. Eine Ladung kostete 2 Dollar. Der Trockner schluckte noch einmal das gleiche.

Extras:

Das Hostel hatte neben den obengenannten Standards auch noch einiges anderes zu bieten. So gab es zum Beispiel eine Job Agentur, die den Backpackern dabei hilft einen Job zu finden. Allerdings braucht man dazu ein Working Holiday Visum.
Anscheinend arbeitet das Hostel vor allem mit Farmen zusammen, die auf diese Weise sich ihre Leute suchen. Aber auch innerhalb der Stadt gab es einige Angebote.

Weiterhin gab es auch ein Reisebüro, wo man alle möglichen Attraktionen von Auckland buchen konnte. Sowie zahlreiche Bustouren, Ausflüge, Fallschirmsprünge, Bungeesprünge, etc. über ganz Neuseeland verteilt buchen konnte. Und teilweise zu recht fairen Backpackerpreisen. Allerdings waren hier die Leute nicht gerade sehr freundlich, was aber vielleicht auch daran lag, das sie wirklich sehr viel zu tun hatten. Muss man ja fairerweise sagen.
Und dann gab es auch noch ein Internetcafe. Hier konnte man sich sowohl einen kleinen Snack kaufen, als auch im Internet surfen. Die Stunde kostete 4 Dollar. Also, noch recht fair. Allerdings ist manch anderer Internetshop billiger.
Und es gab auch noch eine Hausbar. Die Globe Bar, in der ich allerdings nicht drin war. Meistens sind diese Hostelbars nicht so dolle. Allerdings bekommt man bei Ankunft einen Gutschein für ein Gratisbier in dieser Bar.
Hat wohl auch die ganze Nacht geöffnet.

Fazit:

Insgesamt ein wirklich gutes Hostel. Aber einen Kritikpunkt habe ich dann doch noch anzubringen. Diese großen Hostels sind oft sehr unpersönlich. Aufgrund der Masse dort, ist es manchmal schwieriger Leute kennen zulernen als in einem kleinen gemütlichen Hostel. Auch sind die Aufenthaltsräume nicht wirklich gemütlich.
Aber das ist schon das einzige was ich bemängeln kann. Ansonsten ist alles wirklich klasse. Die Leute an der Rezeption sind freundlich und hilfsbereit, die Räume sind groß und sauber und auch die restlichen Anlagen sind wirklich in Ordnung.
Also kann ich hier trotz der unpersönlichen Größe ohne Probleme 5 Sterne verteilen. Denn für ein Hostel bekommt man hier eine Menge geboten.
Für die Nacht habe ich 22 Neuseeländische Dollar bezahlt. Was in etwa 13 Euro sind. Damit liegt der Preis etwas über den Durchschnitt, aber er ist gerechtfertigt.
Also, wenn ihr mal in Auckland seid, dann nehmt ruhig dieses Hostel.

Hier sind mal die wichtigsten Daten:

Auckland Central Backpackers (ACB)
Cnr. Queen Street & Darby Street
229 Queen Street, Auckland
New Zealand
Tel: +64 9 358 4877
Fax: +64 9 358 4872
Email: backpackers@acb.co.nz
www.acb.co.nz

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Kommentare

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  • Lady_in_Black666 13.11.2005 16:18
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Relaxation 06.10.2005 10:41
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Wow hammer bericht, dass gibt n bh ich selbst bevorzuge die hostels der bbh kette, da weiss man an was man ist. War in auckland leider nur im X-Base in der victoria str.... würd ich am liebsten vergessen, den aufenthalt. Greetz marcus

  • nicky82 18.08.2005 10:34
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    neuseeland...das ist auch ein traum von mir und hoffe dass ich da auch mal hin komme toller bericht! lg nicky

  • ISchoenherr 05.08.2005 20:48
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Dr.Claudia 03.08.2005 16:09
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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