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Erfahrungsbericht

für Aydinbey Relax Hotel, Konakli
4 Sterne 4 Sterne für den Kurzurlaub Bericht mit Bildern
142 von 142 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Gastronomie, Preis

Kontra Lage, Strand

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

Rolfo1 Seit 8 Mai 2000

Talent ist die Fähigkeit, komplizierte Dinge einfach zu sagen - nicht umgekehrt. Jean Cocteau mehr

81 Mitglieder vertrauen mir

Eigentlich hatten wir das Hotel Anitas in Konakli gebucht, welches direkt am Strand in einer ruhigen Bucht liegt. Erst am Flughafen Antalya erfuhren wir, das es nicht dorthin ginge, sondern in das 4-Sterne Hotel Aydinbey Relax (bitte nicht verwechseln mit dem Aydinbey Gold in Alanya). Erst Tage später konnten wir uns überzeugen, dass Anitas renoviert wurde und keine Gäste hatte. Diesen Informationsmangel hatten wir dem Veranstalter Fefa zu verdanken, der auch in der weiteren Betreuung zu wünschen übrig ließ. Doch zurück zum Hotel.

Lage


Die aus zwei Häusern bestehende Hotelanlage mit 299 Wohneinheiten wurde 2004 eröffnet und liegt mit dem Eingang an der Autobahn 1 km hinter Konakli und etwa 13 km vor Alanya. Auf einer kleinen Anhöhe weht dort die wohl größte Fahne der Türkei, so groß wie ein Fußballfeld, ein deutliches Signal auszusteigen, wenn man mit dem Dolmus zurück zum Hotel will.

Bis zum Strand sind es 150 m auf einer vielbefahrenen Stichstraße entlang an 2 riesigen 5-sternigen Hotels (Eftalia Resort und Arancia) und einem schönen 4-sternigen Strandhotel, dem Caretta. An dieser Straße, die zur Hauptstraße eine Steigung von mind. 45° hat, gibt es neben den Hotels, wo pausenlos Busse an- und abfahren, einige Läden, Supermärkte, Fahrzeugvermieter und statt der auf den offiziellen Webseiten gezeigten großen Rasenflächen Gewächshäuser für Tomaten und etwas weiter entfernt riesige Baustellen. Hierdurch erscheint das Hotel Aydinbey eher ein Stadthotel zu sein, wofür es Punkteabzug gibt. Bis zum Flughafen Antalya sind es ca. 120 km und der Transfer dauert etwa 2 h.

Hotel


Zwischen den beiden fast gleich großen Gebäuden befindet sich ein großer Pool mit einer riesigen Rutschbahn, einem Plantschbecken, das Theater für die abendliche Animation, der Außenbereich des Miniclubs und einige Sportgeräte (Dart, Tischtennis, Billiard). In der Nische mit den Tischen stinkt es aber penetrant nach Toilette, so dass ein Spiel wenig Spaß macht. Allerdings wurde der Tischtennistisch während unseres 2-wöchigen Aufenthalts mind. 3x umgestellt.

Das Restaurant befand sich im Block A während der ersten Woche im April und die kleine Terrasse vor dem Theater wurde wegen der kühlen Witterung morgens und abends kaum genutzt. Ab Mai wurde im Block B, wo sich auch die Küche befindet, serviert und zwar vorwiegend auf der Terrasse und an den Tischen rund um den zweiten großen Pool.

Das Hotel hat im Block A einen Wellnessbereich im Keller (Türkisches Bad, kleiner Pool, Whirlpool, Massageräume, Sauna, Fitness) und dort - etwas versteckt - auch einen Friseur. Hier fand ich zum ersten Mal die Fitnessgeräte in einem tadellosen Zustand vor, sehr lobenswert! Friseur, Whirlpool und Massagen sind zu bezahlen, alles andere ist inklusiv. Im Erdgeschoß befindet sich außer der Rezeption auch ein paar kleine Geschäfte, die aber kaum besucht wurden, da sie im Vergleich zu den Läden an der Straße zu teuer sind.

Der Garten ist schön gepflegt und mit Blumen und kleinen Palmen bewachsen. Allerdings erkennt man am Bewuchs, dass die Anlage erst einige Jahre existiert.

Im Block B ist das Restaurant, die Küche, der Fotograf, die sanitären Räume für den Außenbereich und die Arztstation untergebracht. Erstaunlich, dass sich das Hotel mehrere Personen medizinisches Personal (Arzt, Assistentsarzt, Schwester) leisten kann. Als ich meinen Fuß nach einer unliebsamen Berührung mit einem Fels im Wasser verarzten ließ, waren sogar 3 Ärzte und eine Schwester anwesend. Letztere machte die Arbeit! Ich glaube, ich war der einzige Patient in den 2 Wochen.

Zimmer


Wir bekamen nach meiner vorsorglichen Ansprache "wir haben aber ein ruhiges Hotel gebucht" (siehe oben) dann das wohl ruhigste Zimmer im Block A, ziemlich hoch gelegen, mit Meerblick in der Ferne und Abendsonne (schön). Dafür war dieses Eckzimmer recht klein aber hübsch möbliert und sauber. Ich hasse es aber, aber die Betten steigen zu müssen, wenn die Frau vor dem Spiegel sitzt! Recht klein (37 cm) war auch das Sat-TV-Gerät (allerdings mit mehreren deutschen Sendern belegt) und die an sich leere Minibar, die gelegentlich (in Abhängigkeit vom Trinkgeld?) mit einer Flasche Wasser von der Putzfrau aufgefüllt wurde. Der Möbel-Safe (mit Schlüssel) kostet 1€/Tag. Da es in dem Hotel im Frühjahr viele Mücken gab, haben wir uns einen Mückenbrenner für die Steckdose gekauft, der ein Plättchen erhitzt und dann einen Geruchsstoff abgibt, der für Mücken abschreckend und letzlich tödlich ist.

Gastronomie


Die 3 Hauptmahlzeiten wurden in Büffetform geboten. Morgens gab es neben Brot und Bagett viele Salate, Müsli, Gebäck und Obst (Äpfel und Orangen). Sogar der Kaffee aus dem Nescafe-Automaten war akzeptabel. Mittags ebenfalls Salate, zwei Suppen und als Hauptgericht mehrere Fleischsorten (meist Huhn, manchmal Lamm oder Rind) mit Gemüsebeilagen und Reis, Kartoffeln oder Nudeln in verschiedenen Zubereitungen. Auch (guter) Fisch wurde häufig geboten. Abends ist die Auswahl noch größer und es fand häufig Showgrillen mit leckeren Ergebnissen statt. Der Nachtisch bestand wieder aus Obst, Kuchen und Gebäck (meist süß). Zudem betätigten sich zwei Kellner gelegentlich mit dem Schnitzen von Dekorationen aus Obst, die richtige Kunstwerke wurden (siehe Bilder).

Zwischen den Hauptmahlzeiten wurde je nach Tageszeit Snacks (Hamburger, Bagetts) oder Kuchen am Pool serviert. Auch am Strand gab es mittags einen kalten Imbiß.

Die Getränke wurden stets serviert, man konnte sich aber auch an der Bar selbst bedienen. In der 1. Woche hatte ich den Eindruck, dass es mehr Kellner gibt als Gäste. Entsprechend aufmerksam wurde man bedient.

In der 2. Woche war das Hotel dann voller Russen und die Kellner kamen nur noch im Laufschritt zurecht. Obgleich viele Berichte von unmöglichen Tischmanieren der Russen existieren, haben wir das hier nicht angetroffen. Keiner war besoffen aus der Rolle gefallen. In Erinnerung ist mir nur eine junge Frau, die sich ausschließlich von den kunstvollen Dekorationen ernährte und bei anderen, dass sie mehr vom Büffet holten als sie essen konnten. Schade was da in den Abfall ging!

Service


Der Service war stets okay. Im Restaurant wurde man zügig mit Getränken versorgt. Manchmal wurde etwas übereifrig abgeräumt, aber bei All-inclusive ist das kein wirklicher Nachteil...

Der Zimmer-Service war meistens okay. Ein wenig ärgerlich war, dass am frühen Nachmittag die Putzfrau noch nicht da war. Das Schild "Do not disturb" wurde deshalb häufig rausgehängt.

Auch an der Rezeption war man bemüht, die kleinen und großen Wünsche der Gäste zu erfüllen. Gefallen hat mir der Fotograf, der bei jeder Gelegenheit fleißig seine Aufnahmen machte und trotzdem noch für ein Gespräch zu haben war. Er war nicht aufdringlich und trotzdem geschäftstüchtig - und auch für Sonderwünsche aufgeschlossen. Der freundliche Bademeister Dgingiskan dagegen hatte nur Interesse an den Gästen, solange sie noch nicht bei ihm waren.

Strand und Meer


Ein Strandabschnitt ist für Hotel Aydinbey reserviert. Die Liegen mit Auflagen und durchgehenden Sonnenschutz sind für die all inclusive Gäste kostenlos. In der Bar sorgen mehrere Getränkeautomaten (Kaffee, Tee, Cola, Sprite, Fanta, Wasser, Bier und Limonaden) für Erfrischung. Mittags wird ein kleines Buffet mit Salaten und belegten Bagettbrötchen bereitgestellt. Auch eine Bedienung ist anwesend. In dieser Strandbar findet ab Mai abends ab 23 h Diskothek statt (Getränke unfrei).

2 Duschen stehen in unmittelbarer Nähe der Beachbar und eine Toilette ist auch vorhanden. Ein Strandboy sorgt für Sauberkeit und räumt auf. Ein richtig netter Kerl, sehr gesprächig und lernt gern deutsch bei seinen lieben Gästen.

Der Strand ist teils feinsandig, teils kieselsteinig, jedenfalls recht dunkel und merkwürdigerweise staubig. Wenn Kinder im Sand rennen ziehen sie eine Staubfahne hinter sich her, was mir woanders so noch nicht aufgefallen ist.

Der Uferbereich ist felsig und die Hotels haben in ihrem Abschnitt einen mehr oder weniger großen Felsenteil herausgebrochen um einen sandigen Einstieg zu ermöglichen. Leider gibt es nach 50 m trotzdem eine Felsenkante und die Wassertiefe fällt von 1,50 m schlagartig auf 30 cm ab. Hier macht jeder Badende, der schwimmen will, beim ersten Mal schmerzhafte Erfahrungen. Bei hohen Wellen, wenn die Sicht im Wasser gegen Null geht, ist das richtig gefährlich. Man kann zwar über eine Brücke ins Wasser gehen, aber die rostige Treppe mit kleinen runden Sprossen ist auch nicht toll.

Wassersportmöglichkeiten gab es unmittelbar nicht. Nur Boote fürs Parasailing passierten den Strandabschnitt.

Unterhaltung


Das Hotel hat mehrere fest angestellte Animateure, die sich gut um die Gäste kümmern und es finden Veranstaltungen über den Tag verteilt statt: Gymnastik, Tischtennis, Dart, Aquagym usw. Am Abend um 21:30 Uhr ist dann fast täglich eine Show im Theater: Sketsche, Kabarett, Folklore, Bingo, Mr.- und Mrs.-Hotel Wahlen und Lederpräsentationen.

Am Strand gibt es einen Beach-Volleyball-Platz. Gegen Abend werden die Gäste lautstark eingeladen um mitzuspielen.

Wie in allen touristischen Hochburgen werden vom Veranstalter Ausflüge angeboten, die von Bustouren zu Wasserfällen und Orten wie Antalya und Alanya mit Besuch von Teppichknüpfereien, Gold- und Ledergeschäften bis zu Jeep- und Bootsfahrten reichen. Meine Erfahrung ist, dass diese Touren auch von Vermittlern draußen angeboten werden und zwar deutlich billiger. Und letztlich treffen sich dann alle - wie bei uns auf der Jeep-Safari - wieder.

Empfehlenswert ist eine Fahrt nach Alanya. Neben der guten Einkaufsmöglichkeiten findet man dort an der Kleopatra-Beach einen wundervollen Strand mit flach abfallendem Ufer ohne Felsen vor. Sehr sehenswert ist auch die Burganlage auf dem Felsen. Man erreicht den Ort am besten auf eigene Faust mit dem Dolmus (alle 10 min) für 1,20 € pro Fahrt und Person (ca. 13 km, 20 Minuten entfernt).

Fazit


Das Hotel Aydinbey Relax ist trotz der Größe wegen seines familiären Charakters und seiner Gastronomie für einen erfreulichen Aufenthalt durchaus gut geeignet. Es liegt zwar nicht direkt am Strand und ist durch die nahe Autobahn auch nicht besonders ruhig. Wer beabsichtigt, keine Urlaubsbekanntschaften zu machen - die Gäste wechseln nämlich recht häufig - und keinen gesteigerten Wert auf anwesende Landsleute legt, kann sich im Aydinbey sehr wohl fühlen. Allerdings werde ich in Zukunft Konakli meiden wegen der Felsen im Wasser und der mäßigen Strandqualität.

© Rolfo1 am 11.5.2007

Bilder

für Aydinbey Relax Hotel, Konakli
Aydinbey
Block A der Hotelanlage (Haupthaus)
von Rolfo1 Rolfo1
Aydinbey

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Kommentare

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  • joanbaez 10.02.2011 17:18
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • lunamond 07.08.2010 14:11
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    sehr hilfreich
  • muttibremer 07.03.2010 22:06
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    sehr hilfreich
  • t.schlumpf 19.07.2009 18:49
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  • telemo 07.03.2009 12:16
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