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AVIS kennt mein graues Elenfantenohr

5  05.07.2001

Pro:
Im Ausland eine gute Wahl

Kontra:
kein Kontra

Empfehlenswert: Ja 

ronraed

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:60

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 30 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

„Wo krieg ich denn jetzt so schnell ein Ersatzwagen her, ausgerechnet hier in Italien? Welche Unterlagen brauch’ ich eigentlich dafür? Langt da mein alter, verknickter grauer Lappen, oder geht’s nur mit dem Euroführerschein..?..“ Fragen über Fragen... und irgendwie stellt man fest, dass es für alles ein Erstes Mal gibt.


Meine Geschichte:
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Eines Tages wollte mein Auto nicht mehr nach meinem Willen – und das mitten im Urlaub in Italien. Ich hätte mich schwarz ärgern können, denn ich dachte: „Gestern ging’s doch noch... “. Doch was nützt mir dieser Spruch, wenn’s heut’ eben nicht mehr geht! Lange Rede, kurzer Sinn - ich kam ziemlich schnell zur der Einsicht, dass der Wagen in eine Werkstatt muss. Gesagt - getan, aber wie geht’s dann weiter – ich wollte doch mobil sein? Die Lösung war ziemlich naheliegend: Meinen Auslandsschutzbrief betrachtend traf ich die Entscheidung, dass ein Mietwagen für die Zeit der Reparatur meine Mobilität aufrecht erhalten sollte...

Die nächste Frage, die es zu beantworten galt, war diejenige nach der richtigen Autovermietung. Natürlich wollte ich nicht mein Auto in einer „Apotheke“ mieten, denn der Auslandsschutzbrief übernimmt die Mietwagenkosten schließlich nicht bis in unbegrenzte Höhen. Daher entschloss ich mich, mein Augenmerk zuerst auf namentlich unbekannte Firmen zu richten...


Die NoName – Autovermietung...
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Den Namen der ersten (und einzigen) Autovermietung, die ich nach erster telefonischer Kontaktaufnahme aufsuchte, weiß ich heute nicht mehr – er ist aber auch nicht weiter wichtig... ich möchte Euch dennoch nicht vorenthalten, was ich dort erlebte.

Ich betrat das Büro durch eine recht große Parkgarage, in der viele (private) Autos untergebracht waren. Zwei Personen waren heftig mit Rangiertätigkeiten beschäftigt, denn es war gerade Haupturlaubszeit in Italien. Zur Erklärung: Viele Italiener stellen ihr Auto in dieser Zeit in bewachten Garagen unter... interessanter Weise ist immer der Wagen, der gerade abgeholt wird, derjenige, der ganz hinten in der Garage steht und für den man 4 andere Fahrzeuge umrangieren muss...

Ich betrat also das Büro... doch zuerst einmal musste ich gute 15 Minuten warten, bis ich überhaupt gefragt wurde, was man denn für mich tun könne... Ich schilderte (in meinem dürftigen Italienisch), dass ich gerade angerufen hatte und mich nach einem Mietwagen erkundigt hatte. Die Dame nickte vielsagend und fragte mich nach meinem Wunschwagen und wie lange ich diesen mieten wolle. Ich sagte: „Einen Lancia Y oder Corsa...5 – 7 Tage vielleicht“, und sie antwortete mir, sie habe nur einen Punto. Nun gut, warum denn eigentlich kein Punto?


Das Problem Führerschein...
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Wir einigten uns auf einen Mietpreis und dann reichte ich ihr meinen Führerschein herüber, denn ohne dieses gibt’s bekanntlich kein Auto. Diesen Führerschein musterte sehr genau - sie drehte und wendete ihn mehrfach, hielt ihn gegen das Licht, und fragte mich danach ungläubig, ob dies wirklich der deutsche Führerschein sei. Ich muss ganz ehrlich gestehen, das hatte ich irgendwie erwartet! Der alte deutsche Führerschein, dieser hässliche, graue, lederartige Lappen sieht wirklich nicht wie ein Dokument aus... doch er ist nun mal das Dokument meiner Fahrerlaubnis und ich erwiderte entschieden mit „Ja“. Sie befragte daraufhin einen Mitarbeiter, ob er dieses „Dokument“ schon einmal gesehen habe, aber dieser zuckte nach kurzer Prüfung mit den Schultern. Am Ende gab sie mir den Führerschein zurück mit den Worten „Es tut mir leid...“.

Ihr könnt Euch sicher denken, was das bedeutete: „Hier bekomme ich mit meinem Elefantenohr keinen Mietwagen“... na toll!

Ich wollte keine weitere Zeit mit Besuchen anderer NoName - Autovermietungen verschwenden und erinnerte mich an Namen großer Firmen, die ich schon aus Deutschland kenne... Hertz, Europcar und AVIS.


Die AVIS – Autovermietung...
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Warum gerade AVIS diejenige Autovermietung war, die ich zuerst aufsuchen wollte, weiß ich heute nicht mehr. Die Entscheidung habe ich aber nicht bereut, denn hier ging alles wie geflutscht.

Schon von weitem kann man das Büro an dem markanten Schriftzug erkennen – selbst im Ausland. Ich betrat das Büro und sofort wurde ich angesprochen, wie man mir helfen können. Zunächst stellte ich eine Gegenfrage, ob wir das Gespräch in Englisch führen könnten (denn ich erwartete nach meinem ersten Erlebnis eine weitere Diskussion über graue Elefantenohren, die ich gerne in einer Sprache führen wollte, die ich etwas flüssiger spreche...) – und sofort kommunizierten wir in Englisch. Ich sagte, ich wolle ein Kleinwagen für 5 – 7 Tage mieten... Der Angestellte nickte verständnisvoll, fragte, ob ein Lancia Y OK wäre und wollte dann meinen Führerschein ausgehändigt haben, um die Formalitäten erledigen zu können. Sofort zückte ich meinen Lappen (respektive Führerschein), in der nervösen Erwartung einer Diskussion... aber hoppla - sofort fing er an, das Formularblatt auszufüllen. Ich war platt – das hatte ich nun nicht erwartet! Keine Diskussionen!

Ich mache es kurz: 10 Minuten später saß ich in meinem Lancia Y (7500 km Laufleistung, topgepflegt), vollauf zufrieden mit AVIS und dem Rest der Welt (Italien) und brummte vom Hof...

5 tage später kam ich wieder, um den Wagen zurückzugeben – auch jetzt ging alles reibungslos – kein lästiges Nachkontrollieren der Tankanzeige oder Suche nach Schäden am Fahrzeug.


Und die Moral von der Geschicht...
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Wenn’s um Autovermietungen im Ausland geht, dann sind die Großen den Kleinen wirklich einen Schritt voraus.


Mein Urteil:
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AVIS ist voll OK. Preislich zwar ein klein wenig teuer als NoName - Autovermietungen, dafür aber mit englischsprachigen Personal im Büro, welches auch den hässlichen, grauen, deutschen Lappen als Führerschein anerkennt... Es gibt eine gut leserliche Rechnung (wichtig für Erstattungsforderungen in Deutschland) und alles geht blitzschnell über die Bühne.


Ronald (7/2001)
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
pyragoon

pyragoon

26.12.2006 11:23

die tage habe ich gelesen, dass es in der eu ungefähr 270 verschiedene sorten von führerscheine gibt. da kann man nicht alle kennen *dreifachgrins*

DottiGross

DottiGross

05.07.2001 22:44

*lach* Das gibt's doch nicht. Die haben den grauen Führerschein nicht anerkannt? Ich fasse es nicht. Kein Wunder, wenn die Dinger ständig die Farbe und Form wechseln. Rosa Lappen, grüne Plastikkarte...

raedeker

raedeker

05.07.2001 21:40

Ein erfreulicher Bericht, der Mut macht und aufzeigt, sich besser an einen Profi-Vermieter wie AVIS zu wenden als an einen Hinterhofbetrieb. In der ADAC-Motorwelt Heft 6/01 sind Mietwagen-Expertentipps nachzulesen. raedeker.

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