Von Melk ging es mit der OEBB nach Linz, der Landeshauptstadt von Oberösterreich.
Buchung und Preis:
Da der Bahnhof etwas abseits liegt, haben wir uns für ein Hotel in der City entschieden, das vom Bahnhof mit der Straßenbahn gut erreichbar ist. Eigentlich buchen wir lieber unverbindlich, um flexibel zu sein, aber da wir auf dieser Reise ohnehin viele Hotels nur verbindlich buchen konnten, entschieden wir uns bei HRS für die günstigste Buchungsvariante „Hot Deal“ (Vorauskasse, kein Storno möglich) für 64,- Euro Übernachtung im Doppelzimmer.Der „Normalpreis“ für das Hotel liegt bei rund 300,- Euro für das Doppelzimmer, aber selbst auf der Hotelwebseite werden bei Einzelanfrage Preise von 80 – 150 Euro genannt.
Lage / Anfahrt
Vom Hauptbahnhof 2 Stationen mit den Straßenbahnlinien 1, 2 oder 3 (Abfahrt unterirdisch) bis „Bürgerstraße“, dann steht ihr direkt vorm Hotel und müsst nur noch die Straße überqueren.
Die 24-h-Karte für den ÖPNV kostet 3,60 € pro Person, das Freizeitticket (zusätzlich Fahrt mit der Pöstlingsbergbahn, die im Wechsel mit modernen und historischen Wagen fährt, vgl. Fotos) kostet 8,- €. Das normale ÖPNV-Ticket gibt es im Automaten, das Freizeitticket nur im Tabakgeschäft.
Garage:
Hotel und Spielcasino verfügen über eine Garage, die laut Aushang pro Tag 15,50 Euro kostet – als Bahnfahrer können wir hierzu aber nichts näheres sagen.
Hotel
4* Austria Trend-Hotel Schillerpark (Linz)
Rainerstr. 2 – 4
4020 Linz (Donau)
Oberösterreich
Tel. 0043-73 26 95-0
Fax 0043-73 26 95-09
http://www.austria-trend.at/Hotel-Schillerpark/de/
schillerpark@austria-trend.at
Das Hotel mit 111 Zimmern wurde 1981 gebaut, befindet sich im gleichen Gebäudekomplex wie das Spielcasino und gehört zur Kette der Austria-Trendhotels. Die Rezeption ist 24 h geöffnet und das Hotel akzeptiert alle gängigen Kreditkarten. Es gibt 5 Meetingräume, mehrere Restaurants und eine
Café-Bar.
Hier haben wir auch unseren Getränkegutschein eingelöst.
Leider haben wir uns nicht mit Jacke draußen auf die Terrasse gesetzt, sondern sind ins Café hineingegangen. Dieses hätten wir ohne den Gutschein gleich wieder verlassen, denn 2/3 sind Raucherbereich und der Nichtraucherbereich wurde nur durch einen halbhohen gläsernen Paravent vom Raucherbereich getrennt. Raucher, die sich in den Nichtraucherbereich setzten, erhielten vom Personal einen Aschenbecher gereicht … aber die Jacken waren im Zimmer und wir wollten ja nichts essen … die Getränkeauswahl war sehr großzügig, wir durften uns aus der vollen Getränkekarte (Heißgetränke, Wein, Bier, Spirituosen, Softdrinks) auswählen.
Die Rezeption / Erster Eindruck
Der junge Mann an der schicken Rezeption hatte schon alles vorbereitet. Als wir unseren Namen nannten, bekamen wir eine überwiegend ausgefüllte Anmeldekarte, auf der nur noch unsere Privatanschrift und die Unterschrift fehlte. Wir erhielten sofort zwei Zimmerkarten, die (bezahlte) Rechnung, einen Getränkegutschein für das Café und einen Hinweis zur Nutzung des Liftes, weil unsere Zimmer im Executive Floor lagen.
Zimmer 527 (Executive Floor):
Für die Fahrt mit dem Lift zur 5. und 6. Etage (Executive Floor) muss die Zimmerkarte in den Schlitz im Lift eingeführt werden, bis es leise piepst, erst dann können diese Etagen angesteuert werden. Die anderen Hoteletagen können normal angefahren werden.
Aussteigen, den Flur entlang und dann ganz am Ende das letzte Zimmer – TOLL!!!
Wir haben für den günstigen Preis von 64,- Euro ein Zimmer der teuersten Kategorie erhalten.
Links ein großer Kleiderschrank mit Safe und ausziehbarem Kofferbock, dahinter eine offene Garderobe und ein kleiner runder Tisch mit Minibar, Sessel und TV-Tisch. An der hinteren Wand ein Schreibtisch mit kleiner runder Besprechungsecke, Schreibtischstuhl und noch ein Sessel.
Auf der rechten Seite das mit Schiebetür und Bullauge verschlossene Bad, ein großes Doppelbett mit 2 Nachtschränken und am Fußende des Bettes noch ein Kofferbock im Sideboard, in der Ecke ein Hosenbügler. An der Decke eingelassene Fluter, zusätzlich 3 gemütliche Messingstehlampen und ein Deckenfluter sowie zwei Drucke von Mirò.
Zwei riesige Fenster ziehen sich über zwei Wände des Zimmers, davor weiße Gardinen und rote Übergardinen. Die Möbel helles Holz, blaue Polster, der Teppich grün mit rotgelbem Muster – alles perfekt aufeinander abgestimmt in Design und Funktion. Die Klimaanlage funktioniert schnell und effektiv, pustet aber leider direkt aufs Bett (das einzige Härchen, was wir in dieser perfekten Zimmersuppe finden konnten).
Bad:
Links Toilette und Badewanne mit wegklappbarer klarer Trennwand, rechts durch ein halbhohes Mäuerchen getrennt der um die Ecke laufende Waschtisch mit Waschbecken, Fön und Spiegelflächen an zwei Wänden, außerdem ein beleuchteter Kosmetikspiegel.
Alles chic, neu, praktisch, viel Ablagefläche und perfekte Helligkeit.
Frühstück:
Das Frühstück wird in einem relativ kleinen, ungemütlichen Raum ohne Tageslicht serviert, auf dem Weg dahin muss man durch das verräucherte Café.
Kaffee wird in der Thermoskanne serviert, alles andere gibt es auf dem sehr unübersichtlich aufgebauten Buffet:
Den Tee holt man sich im Porzellankännchen (8 Sorten von Teekanne, davon 1 Schwarztee), 4 Säfte (Orange, Apfel, Grapefruit, Tomate), Prosecco (leider schal und ungekühlt), Dosenobstsalat (mit frischem Apfel und Erdbeeren aufgewertet), Honigmelone, Naturyoghurt, 4 Cerealien, 6 Marmeladen, 1 Honig, Butter, Margarine, 5 Brötchensorten (hell und dunkel, keine Körner), 3 Brotsorten, Kuchenstückchen, 5 Wurstsorten (Speck, Putenwurst, Salami,…), 3 Käsesorten (Camembert, Blauschimmel, Schnittkäse), Würstchen, Speck, Pulverrührei und gekochte Eier. Alles in eher mäßiger Qualität und keine 15,25 Euro wert – das Frühstück bei McDonald gegenüber wäre vermutlich nicht besser, aber allemal preiswerter gewesen :0)
Fazit:
Positiv:
- gute Lage in der Innenstadt, gute Verkehrsanbindung zum Bahnhof
- sehr freundlicher und kompetenter Service an der Rezeption
- bei Buchung des preiswerten 64-Euro-Zimmers ein tolles Executive-Zimmer erhalten
- das HRS-Extra „Welcomedrink“ durfte aus der ganzen Getränkekarte frei gewählt werden
- behindertenfreundlich
Negativ:
- Frühstück passt nicht zur übrigen Leistung (ungemütlicher Raum, nur mittlere Qualtität)
- Kein echter Nichtraucher-Bereich im Café
Die Zimmer waren genauso toll wie die Aussicht und für 64,- Euro ein echtes Schnäppchen. Der Getränkegutschein wurde freundlich und sehr großzügig eingelöst (Auswahl aus der gesamten Getränkekarte). Abraten würde ich nur vom Frühstück – wer es nicht inklusiv hat, sollte lieber woanders hingehen. Da das Angebot des Frühstücks nicht obligatorisch war und der übrige Service wirklich spitze, ziehe ich nur einen halben Stern ab, der dann wieder aufgerundet wurde … :0)