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Erfahrungsbericht

für Australien - Reiseerlebnisse
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Pro bis auf

Kontra dass das wetter an manchen tagen hätte besser sein können

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Preis-/Leistungsverhältnis
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Sicherheit
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Der Autor

PetitSoleil

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Australien Reisetagebuch


21.09.2011, 22.09.2011, 23.09.2011
Meine Ängste waren eigentlich unbegründet. Natürlich war es aufregend so eine lange und vor allem auch weite Reise alleine anzutreten, aber die Zugfahrt nach Frankfurt, das einchecken und auch der Flug haben ohne Probleme geklappt. Im Flugzeug saßen unmittelbar um mich herum schon 3 weitere Teilnehmer, so kannte man schon ein paar. Immerhin. Umsteigen in Singapur war auch kein Problem und auch mein Koffer hat den Weg bis nach Perth gefunden.
In Australien herrschen strenge Kontrollen, sowohl bei der Einreise, wie auch bei der Ausreise. Hier fingen eigentlich erst die Probleme an. Man darf keine Nüsse, Pflanzen oder „feuchte“ Lebensmittel mit sich führen. Meine Kekse stellten also keine Probleme da, jedoch die Banane und die Mandarine, die ich im Flugzeug bekommen hatte. Bei der Einreise, nachdem ich mein Koffer hatte, wurde dieser und mein Handgepäck nochmals durchleuchtet und das Obst wurde mir abgenommen. Außerdem muss man vor der Passkontrolle so einen Zettel ausfüllen und wehe man tut dies nicht bis ins kleinste Detail. Ich hatte keinen Beruf angegeben, weil 1. das ist für die Reise und den Aufenthalt nicht wichtig und 2. wusste ich es einfach nicht auf Englisch. Außerdem sollte man den Aufenthaltsort notieren, was sich bei einer Rundreise auch schwierig gestaltet. „Verschieden“ war denen also nicht genau genug. Ich musste den Namen des Hotels in Perth nennen. Ein Glück, dass ich den wusste. Dann hatte man mich nochmals nach meinen Beruf gefragt und scheinbar ist meine Aussprache so mies, dass man „something with taxes“ nicht versteht. Denn auf dem Zettel stand dann „taxtes“ und er fragte mich, was „taxtes“ sind. Na ja, also direkt bei der Einreise blamiert, weil er sagte dann noch „klingt interessant“.
Ja, im Flug von Singapur nach Perth saß ein Australier neben mir. Der war sehr nett. Fragte mich, wo ich her komme und nur „Germany“ reichte ihm nicht. Dann wollte er noch wissen, was ich in Australien mache und ja, so musste ich das erste Mal richtig Englisch sprechen. Er hat mich trotz meiner miesen Aussprache allerdings verstanden und wollte hinterher noch wissen, ob heute denn der 22. wäre. Vielleicht war der Mensch an der Kontrolle einfach doof. Generell hatten alle an der Kontrolle um dieser späten Zeit ihren Spaß, weil Passbilder sehr genau angesehen wurden und teilweise man schon ein Lächeln entdecken konnte. Jedenfalls hat der ganze Kontrollmist ewig gedauert und um halb 2 war ich im Hotel. Dann erstmal Koffer so weit auspacken, dass die Dinge, die man braucht im Raum stehen. Ach, bevor ich es vergesse: mein Koffer wog bei Abflug 21,6 kg!
Heute Morgen fing dann gut an. Frühstück ging bis halb 10 und um 9 wollte ich frühstücken gehen. Mein Handy hatte sich über Nacht irgendwie abgeschaltet und war quasi tot und hat nicht geweckt. Zum Glück bin ich aber um 9 Uhr wachgeworden. Schnell das Nötigste gemacht und runter zum Frühstück. Ja, nicht so mein Ding. Kein Brot, keine Brötchen, keine Nutella, kein Käse. Für mich gab’s 2 Scheiben Toast mit Erdbeermarmelade. Ich mag eigentlich keine Marmelade, aber die Alternative wäre Erdnussbutter gewesen und da mag ich dann doch Marmelade etwas mehr als die Butter. Na ja, aber der Kakao war lecker!
Um 12 ging es dann mit dem Programm los. Erstmal eine Stadtrundfahrt mit Halt im Botanischen Garten. Das Wetter war super für so was. 20 Grad und Sonne. Perth ist die 3. windigste Stadt der Welt, aber heute hat man das nicht so zu spüren bekommen. Eincremen soll man sich aber trotz der „kühlen“ Temperaturen, weil man sonst verbrennt. Habe ich gemerkt. Ich war eingecremt, aber mein Gesicht hat trotzdem Farbe bekommen. Also, Farbe, nicht verbrannt. Bei mir sieht man jeden Unterschied ja schon sehr stark. Im Botanischen Garten konnte man neben Pflanzen, auch Vögel sehen. Hier scheint es normal zu sein, dass Papageie einfach frei herum fliegen, wie bei uns Spatzen oder Amseln, aber für mich war das ein kleines Highlight des Tages. Die Papageie findet man auch in den Städten, aber da sieht man sie halt nicht so einfach. Nach dem Aufenthalt im Botanischen Garten, gab’s eine Bootsfahrt auf dem Swan River. War ganz nett, aber man sieht halt nicht so viele interessante Dinge. Für den ersten Tag aber völlig in Ordnung, immerhin waren wir alle noch müde.
Wir sind übrigens eine Gruppe von 13 Leuten und ich bin die Jüngste und die, die mit der schwarzen Kleidung und den lila Haaren am meisten auffällt. Mich erkennt man also recht schnell wieder.
Die Bootsfahrt ging bis Fremantle, einer kleinen Stadt in de Nähe von Perth. Dort hatten wir noch etwas Zeit zum gucken und dann ging es mit Zwischenstopp Stand zurück zum Hotel.
Generell finde ich die Gebäude hier und die Bauweise etwas seltsam. Es sieht hier aus, wie in Südfrankreich, oder Spanien oder anderen südlichen Ländern in Europa. Man ist hier in einer Großstadt, die aber nicht so aussieht. Alles sehr ungewohnt.
Der Tag ohne Schlaf hängt mir noch in den Knochen. Im Flugzeug konnte ich nicht schlafen und irgendwann weiß man nicht mehr, wie man sitzen soll. Man ist aber so müde, dass man, außer Musik hören, nichts tun kann, weil die Augen immer wieder zufallen. Irgendwie verging die Zeit aber doch relativ schnell. Essen war undefinierbar. Ich hab’s gegessen, weil ich Hunger hatte, aber bei 2 von 3 Mahlzeiten kann ich nicht sagen, was das war und ich kann den Geschmack auch nicht benennen. Aber immerhin hatte ich mein vegetarisches Essen, was sogar mit Sitzplatz und Namen versehen war.
Morgen dann der Tagesausflug zum Nambung Nationalpark. Ich bin sehr gespannt!

24.09.2011
Mein Tag fing mit einem widerlichen Erlebnis an. Da ich nicht der Fan von Marmelade bin, dachte ich, ich probiere mal das australische „Vagemite“, wovon die Australier so schwärmen. Ich kann sagen, einmal probieren reicht! Das Zeug sieht aus wie flüssiges Lakritz und schmeckt wie Maggi nur 5-mal so intensiv! Widerlich! Dann doch lieber Marmelade. Der Kakao war heute auch nicht lecker, sondern eher eine Plörre aus Wasser und Kakao.
Um 8 Uhr war dann Abfahrt für den Tagesausflug. Unsere Reiseleiterin ist wirklich toll. Sie weiß was Touristen gerne sehen und kennt für alles Orte oder Stellen, wo man Fotos machen kann. Unser erster Stopp war im Pinnaroo Valley. Das ist eigentlich ein Urnenfriedhof mit riesiger Parkanlage und dort findet man eben auch, wenn man Glück hat, Kängurus in freier Natur. Wir hatten Glück! Kängurus sind Dämmerungsaktiv. Da es noch nicht so heiß heute war, hatten wir aber um kurz nach 8 Uhr Glück, dass die noch auf den Beinen waren. Wahnsinn war das. Die Tiere in dem Park sind so zutraulich. Man kommt so dicht heran und die rennen nicht bei jeden Zucken oder Geräusch davon. Viele Kängurus hatten sogar Babys in den Bäuchen. Für mich mein Highlight des Tages. Der Rest war auch nett, aber konnte die Tiere nicht übertreffen.
Heute waren es geschätzte leicht über 20 Grad. Da wir viel am Meer oder Meeresnähe waren, ging ohne Jacke laufen aber nicht. Mir war es eigentlich sogar kalt, wenn Wind kam. Dennoch kaum eine Wolke am Himmel und nur Sonne. Morgen soll es wieder regnen, aber das kann uns ja egal sein, weil wir weiterreisen.
Ziel dieses Tagesausfluges waren die Pinnacles. Das sind Kalksteinfelsen, die im Nambung Nationalpark stehen. Sieht wie eine Wüste aus, nur überall halt diese Kalksteine, in verschiedenen Größen, Farben und Formen. Sah schon toll aus. Hatte ein kleinwenig von Stonehenge. Beeindruckend bei allem waren heute die Weiten. Egal wo man hinsah, überall unbebautes, unberührtes Land. Wir sind auch an einen Gebiet vorbei gekommen, wo letztens diese Brände waren. Man mag es kaum glauben, aber die abgebrannten Pflanzen haben jetzt hier im Frühling schon wieder Knospen und fangen wieder an zu „leben“. Unsere Reiseleiterin erklärte uns, dass es, so lange es Pflanzen gibt, auch Brände gibt und die Pflanzen eine Art Selbsterhaltungstrieb haben. Die einen erholen sich eben einfach wieder, die anderen haben Samen, die Brände benötigen um sich zu öffnen, oder um von der Pflanze abgeworfen zu werden. Generell behält man sehr viel von dem Gesagten, weil es interessant erzählt wird.
Morgen geht es mit dem Flugzeug zum Ayers Rock und Sandsteinerhebungen Namens Kata Tjuta. Dort erwarten uns auch gut 34 C° und wir kommen wahrscheinlich nach dem Flug nicht erst ins Hotel, wo man sich umziehen könnte, sondern es geht sofort zum ersten Ausflugsziel weiter. Blöd, da wir hier mindestens 10 C° weniger haben und es im Flugzeug nie wirklich warm ist, aber lässt sich eben nicht ändern. Also: frieren im Flugzeug!

25.09.2011
Heute ist Sonntag. Man kommt mit den Tagen total durcheinander, wenn sie für einen keine Rolle spielen. So habe ich gestern eine SMS nach Hause geschickt und habe auch viel Spaß bei der Arbeit gewünscht. Dass das völlig daneben war, ist mir eben eingefallen. Passiert.
Der Flug verlief ohne Probleme. Wir hatten einen Gruppen-Check-in, so ging alles sehr schnell und die Kotrollen bei Flügen innerhalb des Kontinentes sind nicht so extrem.
Heute bei der Abreise am Hotel haben erstmal alle über meinen Koffer gelacht. Ich hatte meinen Koffer auf jeder Seite mit Smileys und dem Spruch „ I want back to my mum! Please bring me back to her“ verschönert und das fanden alle süß. Na ja, so bin ich einmal mehr aufgefallen.
Vom Flugzeug aus konnte man schon sehen, dass es sehr trüb in der Gegend um Ayers Rock ist. Man sagte uns später, dass es Brände gab und dass das noch vom Rauch ist. Vom der Temperatur her war es ok. Schon über 30 C°, aber erträglich. Unser Reiseführer hier vor Ort hatte sich direkt Sorgen gemacht, dass ich verbrenne, weil ich nur ein Top an hatte. Bin ich aber heute nicht!
Das Pionier Outback Hotel ist ganz schön. Da ich alleine Reise habe ich natürlich Unmengen von Platz. Hier habe ich sogar 2 Betten zur Verfügung. Einmal das Doppelbett und dann noch ein Einzelnes. An Platz mangelt es mir nun wirklich nicht. Ich würde sogar sagen, dass das Hotel hier besser ist als das in Perth, obwohl das in Perth mehr Sterne hatte. Naja, eine Nacht sind wir hier, morgenfrüh um viertel vor 6 geht’s weiter.
Blöd ist hier auch die Zeitverschiebung. Die Uhr musste noch mal 1,5 Stunden vorgestellt werden. Das heißt vor 12 Uhr werde ich nicht müde sein und um halb 5 muss ich morgen raus.
Das eigentliche Highlight und eigentlich auch Highlight der Reise, sollte der Ayers Rock, oder auch Uluru genannt, sein. Doch leider hat man von dem heute so gut wie gar nichts gesehen, weil es so diesig war. Der hoch angepriesene Sonnenuntergang ist damit „ins Wasser gefallen“. Wir waren zwar da und es gab auch Sekt (zuviel für mich), aber so richtig schön rot konnte man ihn nicht sehen. Vielleicht und hoffentlich morgen bei Sonnenaufgang. Was ist das für eine Reise, wo man kein schönes Bild vom Ayers Rock hat? Gut, aber ist eben Natur, kann man nicht ändern. Gesehen habe ich ihn ja und der ist schon gigantisch und der wirkt schon sehr mystisch.
Bessert zu sehen waren da die Kata Tjuta. Die sind genauso entstanden wie der Uluru, nur eben ist es nicht ein Berg, sondern mehrere und höhere. Die Farbe war schon gigantisch. So rot, wie angemalt, so unecht irgendwie. Ich denke, die Bilder von denen kann ich auch als Ayers Rock verkaufen. Jedenfalls sehen sie teilweise wirklich fast so aus und für jemanden, der nicht so den direkten Unterschied hat, wird man es wohl auch nicht erkennen. Na ja, ich warte mal den Sonnenaufgang morgen ab.
Kleines Highlight heute war für unsere Gruppe ein Dornenteufel. Schon mal davon gehört? Ich bis Dato nicht! Ein Dornenteufel ist ein kleines Reptil, was eben in Australien lebt, ca. 15 cm groß ist und gerne von Autos überfahren wird, weil es einfach zu langsam ist. Unser Reiseführer hat ihn während der Fahrt gesehen und ist dann extra noch mal umgekehrt, damit wir den sehen können. Die Namen hat er wohl daher, weil er „Dornen“ am ganzen Körper hat. Auf den roten Sand und Boden, den es hier gibt, würde man ihn sicherlich nicht sehen. Der arme, kleine Zwerg wurde somit ganz schnell zum Star und konnte sich vor uns Paparazzi kaum wehren.
Morgen geht’s zum Sonnenaufgang zum Uluru und danach weiter nach Alice Springs, was 460 km entfernt ist. Frühstück nehmen wir nicht im Hotel ein, dafür ist es zu früh, sondern unterwegs. Bin mal gespannt. Besonders hoffe ich aber, dass das Wetter und das Licht diesmal auf unserer Seite ist und uns einen schönen Berg beschert. Daumen Drücken!

26.09.2011
Es ist schon sehr komisch, wenn man um 4 Uhr morgens aufstehen muss, man auf die mit der deutschen Uhrzeit guckt und man lächelnd feststellt, dass in Deutschland die meisten noch gar nicht im Bett sind. Wir haben hier derzeit 7,5 Stunden Zeitverschiebung. Morgen in Melbourne kommt nochmals eine halbe Stunde dazu.
Heute ging es ganz früh zum Sonnenaufgang zum Uluru. Dieser soll ja, wie auch der Sonnenuntergang ganz spektakulär sein. Gut, gestern konnten wir kaum meinen Berg sehen, von daher konnte es heute nur besser werden. Spektakulär würde ich das jetzt nicht bezeichnen, aber immerhin war die Sicht heute besser und man konnte einen Berg sehen. Rot von der Sonne erstrahlt oder so, wurde er aber nicht, denn es war so gut wie keine Sonne da. Zudem kam, dass es heute Morgen furchtbar kalt war. Ich würde mal so auf 9 C° tippen. Da man ja wusste, dass es heiß werden würde, war ich natürlich nicht wintertauglich angezogen und habe mir den Hintern abgefroren. Warm wurde es erst gegen 10 Uhr, dann aber richtig. Wir sind dann noch ein bisschen um den Uluru herum gegangen, uns wurden einige Dinge gezeigt und erklärt und je nach Sonnenfall war der Berg wirklich knallrot. Wahnsinn. Ganz toll! Auf den Rückweg und Weiterfahrt nach Alice Springs haben wir noch mal an einer Stelle gehalten, wo man den Ayers Rock „richtig“ fotografieren konnte und so haben wir jetzt wenigstens auch schöne Bilder. Die rote Farbe bekommt man da sicherlich noch irgendwie reingearbeitet. Wozu gibt es heute Fotobearbeitungsprogramme?
Gefrühstückt haben wir im Informationscenter des Uluru. Mein kleines Highlight heute, denn es gab Blätterteig mit Schokifüllung! Das ganze noch warm und mit flüssiger Schoki! Ein Traum! Ansonsten haben wir den ganzen Tag im Bus verbracht. Die Strecke vom Uluru bis Alice Springs beträgt 460 km und die fährt man halt nicht mal eben. Sehr eintönig, da es nur gradaus geht und das durch Wüste. Man sieht also so gut wie nichts. An einer Stelle haben wir dann noch Halt gemacht, da war eine Sanddüne aus rotem Sand und von da aus konnte man einen Salzsee sehen und eben eine tollen Blick auf die endloslange Straße bekommen.
Das Hotel hier in Alice Springs ist ganz nett. Zwar keine Badewanne, aber morgen geht’s ja schon weiter nach Melbourne. Dort steht laut plan erstmal nichts auf dem Plan. Wir kommen aber auch erst am Nachmittag dort an. Mal sehen.

27.09.2011
Über Alice Springs etwas zu erzählen lohnt sich eigentlich nicht. Die Stadt hat gerade mal 35.000 Einwohner, davon ein großer Teil Aboriginies. Warum bei allen buchbaren Rundreisen diese Stadt auf dem Plan steht, ist mir ein Rätsel, aber ist eben so.
Heute haben wir uns dann in Alice Springs noch die „School of Air“ angesehen. Dort werden Schüler im ganzen Outback per Internet und Telefon unterrichtet. Eine tolle Sache, da die Entfernungen hier ja doch gewaltig sind und so auch diese Kinder die Chance auf eine vernünftige Bildung haben.
Danach wurde uns an anderer Stelle in Alice Springs der „Flying Doctor Service“ vorgestellt. Hier fliegen Flugzeuge mit Ärzten ins Outback um Menschen zu untersuchen oder zu retten. War auch sehr interessant. Bei beiden Dingen wird das Geld des Staates wenigstens mal für richtig gute und sinnvolle Dinge ausgegeben.
Zu den Aboriginies möchte ich auch mal was sagen. Man kennt natürlich die Bilder aus den Büchern und man denkt sich: „ Ok, da sehen 2 Leute mal so markant aus, aber da werden bestimmt auch welche dabei sein, die „normal“ aussehen“. Nein. Die sehen alle so aus wie in den Büchern, wenn nicht noch „markanter“. Alle eine extrem dicke und breite Nase, sehr dunkel Hautfarbe und meistens extrem dünne Beine und einen dicken Bauch. Es ist wirklich so und ich bin auch nicht feindlich, wenn ich jetzt sage, ich habe selten hässlichere Menschen gesehen! Es ist einfach eine Tatsache. Fotografieren wollte ich die aber nicht. Das hätte man falsch verstehen können. Die mögen „weiße“ ja so wie so nicht besonders.
Nach den 2 Besichtigungen ging es zum Flughafen. Weiter nach Melbourne sollte es gehen, aber erstmal hatte unser Flug eine halbe Stunde Verspätung. Um 15 Uhr sind wir gelandet. Die Uhr musste wieder 30 Minuten vorgestellt werden. Auf den ersten Blick fühle ich mich hier wohl. So muss eine Stadt sein. Schön groß, modern, Hochhäuser, leben in der Innenstadt. Ich könnte mir gut vorstellen hier zu leben. Das ist die erste Stadt in Australien, wo ich das sage! Es ist zwar alles riesig und es ist viel Verkehr und viele Menschen, aber das ist eben das, was für mich eine Stadt ausmacht. Hier gefällt es mir. Melbourne ist die zweitgrößte Stadt Australiens, größer ist nur noch Sydney! Wir sind hier im Mercure Hotel untergebracht. Es sieht hier alles sehr neu und modern aus, großes Zimmer, mini Bad. Mein Zimmer ist im 11. Stock und die Aussicht ist toll. Leider sind die Scheiben so dreckig, dass man die Aussicht kaum fotografieren kann. Kostenloses Wlan gibt es aber auch hier nicht…
Witzigerweise habe ich heute Nachmittag / Abend jemanden aus der Gruppe im Supermarkt getroffen und wir sind dann noch ein bisschen rumgegangen. Ich habe endlich Postkarten und Briefmarken kaufen können! Außerdem ein Geschenk für meine Cousine, die auf meine 2 süßen Frettchen aufpasst. Ein schwarzes T-Shirt mit den Tieren Australiens drauf. Keine Ahnung, ob es ihr gefällt, aber ich finde es schön und zum Sport wird’s wohl gut genug sein. Generell möchte ich jetzt mal etwas zu den Preisen hier sagen! Es ist alles sauteuer! Alles! Will man essen gehen, dann ist man mit einer Person schnell 30 AUSD los. Hier muss man echt reich sein! Ich hätte nicht gedacht, dass es irgendwo noch teurer sein kann als im Euroland, aber es ist so. Wahnsinn!!!
Heuten Abend werden die Postkarten geschrieben, damit die endlich die große Reise nach Deutschland antreten können. Vielleicht noch etwas lesen und dann ins Bett. Morgen beginnt unser Programm erst um 9 Uhr! Eine Stunde länger schlafen. Als erster Programmpunkt steht eine Stadtrundfahrt an und ab13 Uhr machen wir uns auf dem Weg nach Phillip Island, wo am Abend die „Pinguin Parade“ ist. Wird ein langer Tag!

28.09.2011
Das Frühstück hier kann sich sehen lassen. Große Auswahl, aber leider immer noch keine Nutella und so wird weiterhin Marmelade gegessen, die ich ja eigentlich nicht mag.
Zu Beginn des Tages hatten wir eine Stadtrundfahrt, die 3 Stunden ging. Begeistert war ich von dieser nicht gerade. Nicht, weil die Stadt mir nicht gefällt, ganz im Gegenteil, sondern weil wir alles vom Bus aus gesehen haben und kaum angehalten haben, damit man mal Bilder machen konnte. Wir haben auch einen Teil der Formel 1 Rennstrecke gesehen, bzw. sind ein Stückchen darauf gefahren. Es ist so, dass bis auf die Boxen alles nach dem Renne wieder abgerissen wird und erst zum nächsten Rennen, ein Jahr später, wieder aufgebaut wird. Einzig, was an den Rennen erinnert sind die Boxen. Ist eben ein Stadtgrandprix.
Leider hat das Wetter auch nicht ganz so mitgespielt. Es war sehr bewölkt, aber mit 22 C° relativ warm. Zum Nachmittag hin hat sich das leider geändert. Es hat angefangen zu regnen und es wurde sehr windig.
Auf Phillip Island konnten wir dann kaum etwas unternehmen, weil es die ganze Zeit geregnet hatte. Ja, ich bin in Australien und ich musste Pulli und Jacke anziehen und kalt war mir immer noch. Highlight sollte die Pinguin Parade sein. Dabei kommen zig Minipinguine aus dem Meer am Land, u.a. um den Brütern Futter zu bringen. Leider hat man bei so einem Wetter nicht besonders große Lust 50 Minuten am Meer bei Regen zu sitzen. Draußen waren wir natürlich trotzdem. Diese kleinen Pinguine sehen so unecht und so süß aus! Scherzhaft meinte ich, dass 3 in meinen Rucksack passen und dass ich die mitnehme. Die waren einfach so süß! Ich denke aber, dass leider einige hin und wieder vom Auto überfahren werden, weil als wir vom Parkplatz fuhren, haben wir 2 auf dem Parkplatz gesehen und es ist dunkel und so gut beleuchtet war der Platz nicht. Gott, die waren so süß! Leider hat das Wetter dieses Ereignis versaut. Bei schönem Wetter sicherlich eine tolle Sache, so am Strand und dann mit den Tieren, aber bei Regen einfach unmöglich! Allerdings sagte man uns, dass das Wetter zu der Zeit in Melbourne noch schlechter gewesen sein, denn den Flughafen haben sie zeitweise geschlossen gehabt. Da kann man ja fast schon sagen, dass unser Ausflug die bessere Alternative war.
Morgen gibt es einen Ganztagesausflug zur Great Ocean Road, ein bizarr aussehender Küstenstreifen. Hoffentlich spielt das Wetter mit und es regnet nicht. Ein bisschen Sonne wäre natürlich auch nicht schlecht.

29.09.2011
Heute war nicht mein Tag. Komisch ist, dass ich auf meine deutsche Uhr gucke, bevor ich eine SMS schreibe, Leute, die mir antworten aber nicht darüber nachdenken, dass wir 8 Stunden weiter sind und ich eventuell schlafen könnte oder kurz vor dem aufstehen bin und mir so vielleicht eine Stunde Schlaf geklaut wird. Das war heute der Fall. Um 20 vor 5 ging eine SMS ein. Das Handy ist auf lautlos, aber bei dem ist es so, dass es alle 8 Minuten piepst, wenn man die Nachricht nicht liest. Ganz ausschalten möchte ich es nicht, weil ich immer ein Wenig Angst habe, dass es dann nicht weckt. Na ja, so war ich heute sehr früh beim Frühstück und konnte mit Freude feststellen, dass es heute Schokomuffins gab. Habe mir für unterwegs 2 Stück eingepackt. Schokomufins, mein kleines Highlight heute!
Man sagt ja, Gott hat die Erde an 6 Tagen erschaffen und am 7. ruhte er. Ich glaube, er hat 5 Tage für Australien gebraucht, noch ein Küsschen dem Kontinent gegebenen, ist dann im Stress geraten und hat die restliche Welt nur so dahin geklatscht. Anders lässt es sich nicht erklären, warum auf einem Kontinent so viel Schönes und Faszinierendes zu finden gibt! Die Strecke an der Great Ocean Road entlang ist einfach nur traumhaft, wunderschön. Das Wetter war heute nur bedingt gut. Mal ohne Regen, mal mit, an den 12 Aposteln sogar mit Windstärken von bis zu 100 km/h. Dennoch traumhaft! Die 12 Apostel sind Felsen, die vom Meer zig Meter in die Höhe ragen. Natürlich gibt es eine Geschichte dazu, so interessant war die nicht und wenn man dann in diesem Sturm steht und fast wegfliegt, es regnet und man trotzdem versucht Bilder zu machen, dann ist die sehr schnell vergessen. Was bleibt sind die Bilder vor Augen und das Erlebnis an sich! Übrigens kann ich nicht empfehlen bei so einem Wetter einen Rock anzuziehen. Mein rock hat bei dem Wind zur Belustigung aller beigetragen. Aber gut, so bin ich halt und da ich keine Hosen anziehe musste ich das eben so hinnehmen.
Auf dem Weg zu den Aposteln haben wir an einer Stelle halt gemacht, wo Papageie und Koalas sind. Ich habe Koalas in der freien Natur gesehen! Irgendwie wird meine Abneigung gegenüber Zoos immer größer, weil es einfach so unnatürlich ist und die Tiere frei zu sehen einfach so viel schöner. Mein Highlight waren heute die Koalas. So knuffig! Aber ganz schön faul und fett! So ein Koalamännchen kann bis zu 17 kg wiegen und wenn man sieht, wie klein die doch sind, dann hat der Gute ganz schön Übergewicht. Ein ganz tolles Erlebnis!
Ja, und ich sagte ja, heute war nicht mein Tag. Erst wurde ich eine Stunde zu früh durch eine Sms geweckt, was doof ist, auch wenn ich den Absender sehr gerne mag, und dann rutsche ich mittags die Bustreppe hinunter. Es war teilweise sehr nass und Chucks sind keine idealen Schuhe für so ein Wetter aber ich habe eben nur 3 Paar Schuhe mitgenommen. Na ja, jedenfalls tut mir jetzt alles weh, alles ist jetzt schon teilweise blau, aber es sah wohl schlimmer aus, als es jetzt ist. Ja, ganz toll. Hätte nur noch ein gebrochener Arm gefehlt.
Morgen fliegen wir weiter nach Sydney. Der Flug ist diesmal nur eine Stunde und wir hoffen alle, dass das Wetter endlich wieder trockener und wärmer ist. Neue Stadt, neues Hotel, mal sehen, was wir jetzt bekommen. Das ständige Packen und Schleppen nervt. Das ist eindeutig der Nachteil an einer Rundreise.
Ach, und ich bin mit Abstand die Jüngste hier. Nach mir kommt erst wieder ein Mädel mit 38.

30.09.2011
Year, heute ging es nach Sydney, der größten Stadt Australiens und das Beste an der ganzen Sache war, dass es Triple-Choc-Cockies im Flugzeug gab! Qantas hat wirklich einen guten Service.
Bei der Ankunft haben wir leider mitbekommen, dass ein Koffer unserer Gruppe den Weg nicht gefunden hat. Ob er noch nach kommt, ist fraglich. Ich bin aber froh, dass es nicht meiner war. Dann wäre für mich der Urlaub erledigt und die Laune nicht mehr auffindbar.
Sofort nach Ankunft ging es mit der Stadtrundfahrt los. Das Wetter war super! Über 20 C°, Sonne, etwas Wind, perfekt!
Zunächst haben wir an einen Strand Halt gemacht und sind dann ein ganzes Stück an einer Strandpromenade entlang gegangen, gut eine Stunde. So schön! Wenn man das so dann sieht, den Strand und die Bucht, dann meint man, man wäre in Spanien oder so, aber nicht in so einer Metropole! Nichts hat an das Stadtleben erinnert. Danach sind wir dann in die Stadt rein gefahren und da waren dann die Hochhäuser, die Menschen und der viele Verkehr. Mir persönlich gefällt Melbourne besser, was hier aber toll ist, ist dieses Meer-feeling. Das hat man in Melbourne nicht so.
Nachdem wir im Hotel abgeliefert wurden bin ich dann alleine los. Unser Ibis Hotel ist direkt in der Innenstadt und die Haupteinkaufsstraße ist nicht weit entfernt. Man wäre in 5 Minuten da, aber die Ampeln hier sind so dermaßen schrecklich, dass man teilweise 5 Minuten warten muss, bis es grün wird. Sehr nervig. Man erkennt dann Einheimische und Touristen daran, wer über rot geht und wer nicht, die Touris bleiben nämlich stehen und warten!
Heute dann früh am Abend Ruhe und Zeit zum entspannen. Morgen geht es dann zu einem Tierpark, wo man alle Tiere Australiens sehen kann und außerdem zu den „Blue Mountains“, das sind Eukalyptuswälder. Außerdem sind die Blue Mountains ein UNESCO Welterbe oder so und sind geschützt. Der Name kommt daher, weil die Berge von weiten einen blauen Schimmer haben. Der kommt von den Eukalyptusbäumen. Die Blätter sind sehr saftig und durch Sonne „verdampft das Wasser bzw. Öl und dadurch entsteht die blaue Farbe von weiten. Es gibt übrigens über 600 Sorten von Eukalyptusbäumen, die Koalas essen aber nur sehr weniger davon.
Das Hotel hier ist sehr neu und alles noch sehr gut erhalten, aber die Zimmer sind schon sehr klein. Die Zimmer der Hotels, die wir bis jetzt hatten, waren alle sehr groß, und wenn man dann so was Kleines bekommt, dann fühlt man sich etwas eingeengt, aber es ist super und am Montag geht’s ja schon weiter, heute ist Freitag.
Zu den vielen Zeitzonen in Australien kommt jetzt noch hinzu, dass in der Nach von Samstag auf Sonntag hier in New South Wales die Uhren umgestellt werden, auf Sommerzeit, eine Stunde vor. Wenn wir dann in Cairns sind, wieder eine Stunde zurück.

01.10.2011
Ja, das Frühstück ist ja in jedem Hotel wieder eine neue Überraschung. Hier war es sehr dürftig! Ausreichend, aber bis jetzt ist das Ibis hier das schlechteste Hotel mit dem schlechtesten Frühstück. Aber gut. Sicherlich ist das sehr teuer, so nah wie das an der Innenstadt ist. Bis zur Oper kann ich laufen und wenn die Ampeln nicht so doof wären, wäre ich in 15 Minuten dort. Von daher soll man mal nicht meckern.
Unser erster Stopp war bei einem Wildpark, wo es so ziemlich alle Tieren Australiens gibt. Mir taten die meisten Tiere aber Leid. Ich mit Tieren, die eingesperrt sind einfach nichts mehr anfangen. Die Koalas waren noch ok, weil die bewegen sich kaum und haben ihren Baum und gut. Wobei die, die für Fotopostings für Besucher genommen worden, mir auch schon wieder Leid taten. Viele Kängurus laufen da frei rum, allerdings kann man da Futter kaufen und es denen geben und das fand ich schon wieder nicht gut, weil die ja genug bekommen. Na ja, gut. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich so die Chance hatte einige australische Tiere überhaupt mal zu sehen. Den Tasmanischen Teufel sieht man einfach so nicht. Ein Wombat in freier Natur zu sehen ist auch kaum noch möglich. Das war natürlich schon toll, aber mir tun die Tiere trotzdem Leid. Mir tun meine Frettchen schon Leid, wenn ich mal nicht so viel Zeit an einen Tag für die Kleinen habe. Na ja, so bin ich halt…
Weiter ging es dann in die Blue Mountains hinein. Beeindruckend, wie viel freies Land zu sehen ist, wie viel grün und immer wieder diese Weiten in diesem Kontinent. Wahnsinn. Das Wetter war heute wieder nicht so gut. Teilweise hat es geregnet und da wir in den Bergen waren und damit höher als sonst, war es natürlich auch kälter. Trotzdem haben wir heute beeindruckende Bilder bekommen. Was man mit eigenem Auge sieht, kann man durch erzählen und zeigen der Bilder nicht wirklich erklären. Das Gefühl, wenn man das sieht, das ist einmalig. Man denkt: hier ist die Welt noch in Ordnung. Hier ist man fern von allem Bösen, allen, was einen das Leben erschwert. Es gibt Kraft!
Morgen haben wir einen freien Tag. Also, ein Tag, wo kein Programm des Veranstalters ansteht und wir machen können, was wir wollen. Ich werde mit einem Pärchen eine Big Bus Tour machen und dann mal sehen. Diese Tour kostet 35 Australische Doller, damit man mal einen kleinen Einblick hat, wie teuer es hier ist…
Montag geht’s dann weiter nach Cairns, wo es derzeit über 30 C° sind. Wie schnell auch die Zeit vergeht.

02.10.2011
Heute war der einzige freie Tag auf der ganzen Reise für mich, weil ich alle fakultiven Ausflüge gebucht habe und was ist? Ich verderbe mir beim Frühstück den Magen, muss während wir unterwegs waren zurück zum Hotel. Auf dem Rückweg kamen dann auf der gesamten Strecke Teile meines Frühstücks wieder raus. Tolle Sache, wirklich! So weit war der Weg nicht, aber ich habe trotzdem fast 1,5 Stunden gebraucht und war so froh, als ich im Hotel war. Erstmal hingelegt. Hatte auch Schüttelfrost. Das Wetter war zwar auch kalt, aber diesmal kam die Kälte nicht vom Wetter. Ich bin sogar eingeschlafen. Als ich wieder wach wurde ging es mir etwas besser und ich bin nach McCafe gegangen. Dort kann man kostenlos, so lange man möchte ins Internet und das auch noch zu einer akzeptablen Geschwindigkeit. So konnte ich endlich ein paar Bilder verschicken und ein bisschen Kontakt nach Hause haben. Es war zu der Zeit grade halb 10 morgens in Deutschland, einige Leute sogar schon wach. Mir hat man dann Bilder von meinen 2 Süßen Frettchen geschickt und jetzt vermisse ich die beiden noch mehr. Na ja, nicht mehr lange und ich habe sie wieder!
Nachdem dann meine Batterie vom Laptop leer war, war ich noch in einen Supermarkt, weil ich unbedingt Cola brauchte. Nachdem ich so viel gebrochen habe, musste ich was Süßes trinken. Wenn man sucht, dann findet man auch relativ günstige Dinge. Mit meiner Zahnpasta hatte ich mich auch verschätzt, die ist also auch so gut wie leer, also brauchte ich auch da neue. Was ich jetzt erzähle ist nicht gelogen: Ein winziges Überraschungsei kostet hier 1.79 AUSD!!! Für den Preis bekommt man bei Aldi 3 in Deutschland. Na ja, fast. Schokokekse hab ich auch noch mitgenommen. Musste sein. Das einzige, was ich bis jetzt gesehen habe, was günstiger als in Deutschland ist, sind Oreokekse. Da kostet die Packung nämlich auch, 1.79, nur eben nicht Euro sondern Dollar und damit sind die hier ein wenig günstiger. Ein sehr teuerer Kontinent!
Morgen fliegen wir nach Cairns. Das ist in Queensland und dort wird es wärmer sein. Schon eine Schande eigentlich. Da ist man in Australien und hat so viele schlechte Tage erwischt. Aber man kann es eben nicht ändern und was man sieht ist dennoch wunderschön!

03.10.2011
Heute ging es nach Cairns. Eine Temperaturveränderung von Plus 13 C°! Schön, endlich warm, endlich Sonne, endlich Urlaubsfeeling. Cairns an sich ist nichts Besonderes. Klein, ein Hotel neben dem anderen, hauptsächlich Souvenirläden. Die Stadt lebt vom Tourismus. Warum wir hier Halt machen, wenn es nichts Besonderes ist? Weil man hier einen Flughafen hat und man von hier gute Ausflüge machen kann.
Das Hotel ist wieder ein Mercure, aber diesmal ein 4 Sterne Hotel. Auf dem ersten Blick wirkt alles sehr sauber und gepflegt. Schaut man genauer hin, sieht man, dass das komplette Bad veraltet ist und erneuert werden müsste. Viele Flecken gehen einfach nicht mehr weg und auf die Dusche ist so, wie sie ist nicht mehr auf dem neusten Stand. Toll ist, dass das Zimmer groß ist und, auch wenn ich es nicht brauche, ich habe 2 Betten a 1,40m! Wlan ist auch hier nicht kostenlos, aber ein McDonalds gibt es auch hier.
Nach unserer Ankunft war ich mit einer as der Gruppe in der „Innenstadt“ von Cairns. Unser Hotel hat einen Shuttle-Service ins Zentrum, aber man kann das Stück auch in 15 Minuten laufen. Dort haben wir dann die Souvenirläden unsicher gemacht, die allesamt von Asiaten geleitet werden. Ein paar letzte Mitbringsel konnte ich noch holen und aufn Heimweg sind wir dann an der „Strandpromenade“ entlang gegangen. Einen richtigen Strand gibt es hier nicht und schwimmen sollte man auch vermeiden, weil es hier Krokodile gibt. Es gibt aber eine kleine Badebucht.
Gespannt bin ich hier auf das Frühstück. Es ist interessant zu sehen, wie unterschiedlich es doch sein kann, wo die Sterne der Hotels sich kaum unterscheiden.
Um 8 Uhr geht es dann zum Wooroonooran Nationalpark, wo auch ein sehr großes Regenwaldgebiet ist. Dort sollen Wasserfälle sein und gigantische Bäume. Ich bin gespannt.

04.10.2011
Frühstück im Hotel: endlich mal so wie man es aus Europa gewöhnt ist! Käseplatte, Wurst, hart gekochte Eier. Super! So Lecker!
Heute ging es ja in den Regenwald und ich bin wirklich überwältigt! Die Geräusche, die man dort hört, so was habe ich noch nie erlebt. So intensiv, so klar, und so natürlich. Keine Motorgeräusche, keine Musik, nichts, was irgendwie erzeugt wird.
Vom Klima her dachte ich, dass es irgendwie „feuchter“ wäre. Eigentlich war es genauso wie außerhalb des Waldes, nur vielleicht stellenweise etwas kühler, wo eben keine Sonne schien. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich es nicht so „feucht“ empfunden habe, weil Cairns generell sehr tropisch ist. Wie hat sich nun dieser Regenwald von einem normalen Wald unterschieden? Nun ja, zum einen, weil dort andere Bäume stehen, zum anderen weil dort andere Tiere leben und diese auch andere Geräusche machen und am meisten unterscheidet es sich wohl daran, dass dort in so gut wie keiner Weise in die Natur eingegriffen wird. Fällt ein Baum um, dann wird er liegen gelassen. Eventuell räumt man ihm von Gehweg und zerkleinert ihn etwas, aber das ist es dann auch. Der Wald wird so gelassen, wie er ist. Er ist sehr dicht bewachsen und wirklich tief hinein kann man nicht sehen. Wild sieht es aus, natürlich. Natürlich wurden Wege gemacht und Aussichtsplattformen oder teilweise auch Absperrungen, aber eigentlich ist er wirklich sehr naturbelassen.
Wir waren heute mehrmals an verschiedenen Stellen im Regenwald. Dazwischen waren wir auf einer Krokodilsfarm. Ich kann mit so was nichts anfangen. Mir tun die Tiere Leid. Allerdings sagte man uns, dass Krokodile in der freien Natur so gut wie kaum noch überleben können, jedenfalls die Babys, weil zu viele Feinde in der Natur sind. Auf dieser Farm gab es auch noch mal Kängurus, die sich auf dem ganzen Gelände bewegen durften, Emus, Dingos und in Terrarien auch Schlangen und Echsen. Eine Schlange, eine Python, hatte ich sogar teilweise um meinen Arm. Die war richtig weich, aber irgendwie auch kalt, wie tot irgendwie. Oder besser gesagt, so stelle ich mir vor, wie sich der Tod anfühlt, wenn man ihn anfassen könnte. Komisches Gefühl. Ach, und Papageie hatten sie auch. Darunter einen schwarzen Kakadu. Ich habe so einen noch nie gesehen. Wunderschönes Tier und der war zahm und lief da frei rum, wohl auch, weil er nicht mehr fliegen konnte. So eine Farm war ein Erlebnis, auch wegen der Emus, die man in der freien Natur kaum noch sieht, aber für die Krokodile hab ich habe ich mich nicht interessiert. Ich war bei den anderen Tieren!
Morgen geht es sehr früh zum Great Barrier Reef. Ich bin sehr gespannt, ob ich überhaupt was sehen werde, weil ich nicht Schnorcheln werde. Abwarten. Ja, und dann ist die Reise schon zu Ende und es geht Heim.

05.10.2011
Heute war ein gelungener Abschluss dieser Rundreise. Erst ging es mit dem Katamaran zu einer kleinen, nennen wir es mal, Sandbank. Dort war ein kleiner Abschnitt für die Besucher abgeteilt und der Rest war für die Vögel, die dort leben und sollte als Schutz dienen, dass die Korallen nicht beschädigt werden. Bei einem kleinen Abschnitt hat man die Besucher besser unter Kontrolle, als wenn man eine ganze „Insel“ zur Verfügung steht. Im Wasser konnte man dann Tauchen oder Schnorcheln, was ich aber beides nicht getan habe. Ich war mit den Beinen im Wasser, das hat mir gereicht. Man sieht die Riffe auch, wenn man nicht den Kopf unter Wasser hat und dieser Anblick ist schon wie im Fernsehen, traumhaft. Ich war mit einer aus der Gruppe dann am Strand. Wie ich jetzt feststellen musste, bin ich doch etwas rot geworden, aber Sonnebrand würde ich es nicht nennen. Ich hätte mich zwischendurch noch einmal eincremen sollen, aber gut, das ist eben jetzt so.
Auf dem Schiff gab es dann ein Mittagsbuffet, was jetzt für mich als Veggie nicht so dolle war. Hinterher gab es aber noch Kuchen. Allerdings süßen die hier in Australien etwas wenig, als man es von Deutschland gewohnt ist. Lecker war er trotzdem.
Nach dem Mittagsessen sind wir noch mit dem U-Boot gefahren. Was man da dann sehen konnte, war einfach nur traumhaft! Man kann es auch nicht in Worte beschreiben, weil man das einfach sehen muss. Im Fernsehen sieht man so was schon mal, aber wenn man selber in so einem Boot sitzt und das Live mit eigenen Augen sieht, dann ist es wieder etwas ganz anderes. Fotografieren war schwierig, weil das Boot sich natürlich bewegt hat und natürlich kein Kamerateam dabei war, was alles auch schon mit Licht beleuchtet hat. Dennoch sind ein paar sehr schöne Bilder dabei. Was mich gewundert hat war, dass das Wasser unter Wasser immer noch so blau ist, wie man es von oben sehen kann. Ich hatte sogar das Glück, dass ich eine von diesen Riesenmuscheln fotografieren konnte. Unvergesslich dieser Ausflug!
Jetzt ist es abends und der letzte Tag neigt sich dem Ende. Morgen geht es über Brisbane und Singapur zurück nach Frankfurt und dann weiter mit dem ICE nach Hause. Was sind meine Eindrücke von dieser Reise? Ich hätte gerne besseres Wetter gehabt. Auch wenn viele Bilder und Erlebnisse trotzdem gigantisch so waren, bei Sonnenschein und 5 Grad mehr, wäre das alles angenehmer gewesen. Dann hätte ich gerne in Melbourne einen Tag mehr gehabt. Die Stadtrundfahrt da war Mist und man hat kaum etwas von der Stadt gesehen. Betrachtet man die Rundreise als Ganzes war es einfach nur überwältigend. Ich habe noch nie so viel Schönheit der Natur in so wenig Zeit gesehen und mir war auch nicht bewusst, dass es so was überhaupt gibt. Australien ist ein wunderschöner Kontinent, wofür 15 Tage eigentlich viel zu wenig für sind. Ich konnte viele Eindrücke mitnehmen und ich weiß, ich werde wieder kommen. Am liebsten würde ich jetzt jedes Jahr eine Rundreise durch irgendein Land machen, egal wie weit es entfernt ist, aber das ist ja leider aufgrund von verschiedenen Dingen nicht möglich. Die Reise hat sich wirklich sehr gelohnt und ich bin froh sie gemacht zu haben. Der Wunsch eine Australienrundreise zu machen, hatte ich seit ich 16 bin. Nun habe ich mir diesen Wunsch erfüllt und ich bin glücklich. Ich sehe mir gerne abends meine Bilder an und erfreue mich an ihnen. Sie zeigen, meiner Meinung nach, wie die Welt sein könnte, wenn der Mensch nicht überall eingreift. Sie strahlen Ruhe aus, Schönheit, aber auch das Leben in Metropolen. Sie zeigen, wie facettenreif die Welt und eben das Leben ist. Für mich: eine unvergessliche Erfahrung!

http://s1109.photobucket.com/albums/h426​/Yvonne23021984/Australienrundreise%2020​11/

Hier findet ihr eine große Ausahl meiner über 600 Fotos. Falls ich euch die anseht, würde ich mich über einen Kommentar freuen... Immerhin bin ich schon etwas Stloz auf, für mich, so viele schöne Bilder! Danke!


Bilder

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Känguru in freier Wildbahn
Känguru in freier Wildbahn
von PetitSoleil
Känguru in freier Wildbahn

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Kommentare

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  • radinho 26.02.2012 10:49
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Verdientes BH :-)

  • Astrafee 23.02.2012 15:42
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Jewels00 20.02.2012 19:20
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Riesenschildi 14.02.2012 19:42
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh und liebe Grüße!

  • ClaudiaL 29.01.2012 03:20
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    BH und LG! Claudia

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