Hallo liebe Leser und Leserinnen,
in meinem heutigen Bericht möchte ich euch ein Hotel vorstellen ( was ich ja schon seit Längerem nicht mehr gemacht habe), welches ich während einer Geschäftsreise in Lübeck besuchen durfte.
Meine Firm rief zu einem deutschlandweitem Meeting auf und wir versammelten uns alle in dem Atlantic Hotel in Lübeck. Natürlich auch weil es die Geschäftsleitung es so beschlossen hat. ;-)
Im Nachhinein waren wir alle nicht besonders böse, dass wir alle nach Lübeck kommen mussten. Irgendeinen Ort in Deutschland musste man ja wählen und ob nun alle nach München müssen, wo die Hotels meistens sowieso ihre eigenen Preise haben, oder ob wir alle nach Lübeck fahren bzw. fliegen, dass war nun wirklich egal. Jeder Ort hat seine eigene Faszination und da wir in Lübeck aber nicht zum Spaß waren, sondern zu einem Meeting, war uns also auch die Umgebung (fast) egal.
Das Örtchen Lübeck
Lübeck ist eine Stadt im südlichen Schleswig-Holstein mit 10 Stadtteilen und 35 Stadtbezirken, in denen knapp 210.000 Einwohner ihren Wohnsitz haben. Der Bürgermeister ist Bernd Saxe, welcher der SPD angehört. Das Kfz-Kennzeichnen für die Hansestadt Lübeck lautet „HL“.
Der Lübecker Hafen ist der größte deutsche Ostseehafen, welcher Deutschland somit mit Skandinavien und Russland verbindet. Zahlreiche Fährlinien starten hier in die nördlichen Regionen.
Die Anfahrt
Lübeck liegt ca. 65km westlich von Hamburg, und ca. 75km nördlich von Kiel und auch Schwerin liegt nur ca. 70km östlich entfernt.Wir kamen aus München mit dem Flugzeug auf dem Flughafen Hamburgs an und wurden dann in einem Shuttle bis nach Lübeck gefahren. Wir fuhren erst einige Zeit durch Hamburg zur entsprechenden Autobahn (A1) und dann noch etwas über die Landstraße direkt durch Lübeck. Das Atlantic Hotel liegt mitten in Lübeck, sehr nahe der Trave und der bildschönen Altstadt.
Allgemeine Daten
Zimmer: 135
Adresse: www.atlantic-hotels.de/luebeck
Atlantic Hotel Lübeck
Schmiedestraße 9-15
23552 Lübeck, Schleswig-Holstein
Preise: zwischen 105 und 185Euro
Kategorie: 4*Sterne Hotel
Der erste Eindruck
Der erste Eindruck zum Atlantic Hotel ist, dass es sehr groß von außen aussieht und sehr modern. Irgendwie auch richtig teuer, zum mindestens war das mein Empfinden, als doch eher Geringverdienende. Irgendwie machte es gleichzeitig auch einen netten Eindruck, so dass man sich schon von außen wohl fühlen könnte. Zudem war es sehr zentral gelegen, so dass wir es nicht weit hatten bis zur Trave und uns ein leckeres Eis am Flüsschen genehmigen konnten.
Aber erst einmal noch zum Einchecken: das ging recht unkompliziert und das obwohl wir so viele Personen waren. Das Personal hat sich trotzdem Zeit genommen vieles zu erklären, aber das Personal ist natürlich nicht davon ausgegangen, dass ich nicht wusste, wie meine Zimmertür aufgeht, aber dazu später mehr.
Im Großen und Ganzen kann ich den ersten Eindruck als gut abwickeln und ich empfand das Hotel am Anfang als ein schickes, nobles Hotel, welches einen modernen, aber doch recht gemütlichen Eindruck ausstrahlt.
Das Zimmer
Mein Zimmer war sehr geräumig, das kam sicher auch davon, dass ich ein Doppelzimmer für mich allein bekommen hatte, was ich natürlich richtig toll fand.
Das Bett macht nicht nur am Anfang einen kuscheligen Eindruck, sondern es ist auch so kuschelig, dass man am liebsten den ganzen Tag im bett geblieben wäre. Dass das bei einer Geschäftsreise so nicht geht, ist auch klar, denn schließlich möchte man ja auch etwas tun für sein Geld. Zum mindestens manchmal lässt man sich auch ein einem Wochenende dazu hinreißen.
Allgemein die ganze Ausstattung meines Zimmers fand ich einfach geräumig- ich hatte einen großen Lesesessel, den ich bei diesem geräumigen Bett zwar nicht brauchte, aber trotzdem cool fand. Zu diesem Sessel gab es einen Fußhocker, der für meine Füße wie geschaffen war und den ich gerne in die Tasche gesteckt hätte. Auch ein hochwertiger Lederstuhl, eine verstellbare Nachttischlampe, ein Schreibtisch, ein Flachbildfernseher und eine elegante Schrankwand machten den ersten Eindruck eines schicken und noblen Hotels sicherlich zu Nichte.
Doch mein Favorit in diesem Zimmer war das absolut geniale Bad, was ich an diesem Wochenende ganz für mich allein nutzen durfte und das auch ausgiebig tat. Wenn ich solch ein tolles Bad bei mir zu Hause hätte, würde ich nicht arbeiten gehen. Es gab eine geräumige Dusche, die ich gern mit meinem Freund geteilt hätte, aber auch so ausgenutzt habe, in dem ich an diesem Wochenende ganze 6mal duschen gegangen bin. Ja das habe ich während der Meetings und der Essenszeiten alles hinbekommen. Es war übrigens eine Glasdusche, was ihr ja später auf den Bildern noch betrachten könnte und ich fand diese einfach nur entspannend. Allerdings erlebte ich im Bad auch direkt bei der Ankunft und beim Zimmer inspizieren meinen ersten Dämpfer- die Klobrille war nicht geputzt. Da ich das nicht leiden kann und aber dazu noch tierisch auf die Toilette musste, habe ich die Klobrille eben selbst sauber gemacht. Doch das sollte in einem 4*Sterne-Hotel eigentlich nicht passieren. Schon gar nicht wenn eine ganze Firma das Hotel gebucht hat- oder gerade deswegen?
In diesem Bad habe ich auch noch einen weiteren kleinen Nachteil entdeckt, der vielleicht für mich nur klein war, aber der für andere Frauen eine Katastrophe sein könnte. Es gibt in diesem Bad so gut wie keine Ablageflächen, wo man seine Schminksachen hintun könnte. Sicherlich sieht man natürlich immer hübscher aus, aber gerade chronische Beautymäuse müssen da ja immer ein wenig nachhelfen. Dann noch ein entscheidender positiver Punkt, der mir im Gegensatz zu meinem eigenen bad aufgefallen ist- in diesem Bad hält sich der Duft vom eigenen Duschgel viel länger als in meinem Bad zuhause.
Das Ambiente & Das Personal
Das Ambiente im gesamten Hotel wich über das gesamte Wochenende nicht groß von dem ersten Eindruck ab, denn es ist interessant, modern, stylisch und gehoben eingerichtet worden. Trotzdem gibt es einige Kleinigkeiten im Hotel, die von einer puren Verspieltheit zeugen- der grüne Frosch im Bad, der liebevoll eingerichtete Weinkeller, welcher für 35 Personen ausgelegt worden ist und natürlich dazu noch die Roof- Lounge, welche sich auf der oberste Etage (7. Level) befindet. Die Seminarräume sind sehr schlicht eingerichtet und haben eine ausreichende Größe, so dass sich auch eine größere Menge an Leuten dort wieder findet und dazu auch noch konzentrieren kann. Hier muss ich für die Wahl dieses Hotels ein Lob an die Geschäftsleitung meiner Firma loswerden, falls sie dies hier einmal lesen sollte. Von der Dachterrasse aus hat man einen super Blick auf die Wahrzeichen Lübecks und wenn man einmal in Lübeck ist, dann sollte man dies einmal gesehen haben. Auch in der Nacht ist dies ein super Blick, der unvergesslich ist. Dazu darf man auf der Dachterrasse auch rauchen. Der Regen vertrieb uns Raucher aber weiter in die Raucherlounge, welche sich auf Level 3 befindet. Das Hotel hat auch einen Spa- Bereich, welchen ich leider wegen mangelnder Zeit nicht mehr testen konnte. Das Bad in meinem Zimmer war auch schon Spa- gleich. Aber auch an dem modernen und gehobenen Ambiente des Hotels konnte ich einen Nachteil erkennen- ich konnte mich satt sehen an diesem Stil.
Das Personal des Hotels hatte natürlich einiges zu tun, wenn man eine Firma, welche ca. 25V Standorte in Deutschland hat, bewirten muss. Meine Wertung des Personals bezieht sich sehr stark auf das Servicepersonal, obwohl ich natürlich das Personal rundherum nicht vergessen möchte. Die Putzfrau hat an dem Tag, wo ich noch in meinem Zimmer „wohnte“ ihren Job gut gemacht und bis auf die ungeputzte Klobrille am Anfang, habe ich nichts an ihr anzusetzen.
Das Servicepersonal war im Großen und Ganzen sehr professionell und geschult, so wie ich es in einem 4*Stern-Hotel auch erwarte. Sie waren nicht nur nett, sondern haben auch immer ein Lächeln auf den Lippen gehabt. Sogar als sich eine weibliche Bedienung am Abend (eigentlich mehr in der Nacht) von einem der Männer einen doofen Spruch anhören musste, hat sie nur gelächelt und nicht reagiert. Das fand ich sehr professionell und wir Frauen haben uns mehr kaputt gelacht und sie hat schüchtern mit uns mitgelächelt. Fand ich super. Allerdings wirkte das Personal besonders am Abend etwas überfordert mit der Situation, dass es in nur 1 Stunde die Cocktails umsonst gegeben hat. So hat natürlich jeder auf einmal mehrere Cocktails genommen. Das Personal hat dann immer einige Cocktails auf ein Tablett gestellt und kaum dass sie in unserer Lounge drin gewesen waren, war das Tablett auch schon wieder leer. Ich denke aber, dass das Personal das nicht das erste Mal mitgemacht hat und eigentlich haben sie die Situation sehr gut gemeistert.
Auch beim Essen benahm sich das Personal sehr hilfsbereit und zuvorkommend.
Das Essen
Jetzt kommen wir zu dem Punkt, der den ersten Eindruck des Hotels ein wenig milderte. Wir kommen alle ziemlich verhungert aus dem Flieger und dann gibt es abends nur ein bisschen Fingerfood. Sicherlich war das auch eine Frage der Organisation, aber auch das Fingerfood hätte so sein können, dass es satt gemacht hätte. Es war als Büffet aufgebaut und man möchte ja auch nicht jedes Mal wieder zum Büfett laufen, also isst man weniger. Wir haben dann schon gewitzelt, dass es uns nicht reicht und wir dann noch zu McDonalds gehen wollen. Doch nach ein paar Bier hatten wir diese Idee dann auch wieder verworfen.
Aber an sich hat das Essen ganz gut geschmeckt, obwohl ich einige Sachen nicht probiert habe, weil z.B. am Büfett nicht dran gestanden hat, was es denn wirklich ist.
Das Frühstück im Hotel ist allerdings sehr empfehlenswert, weil es viel Auswahl gibt und eigentlich alle Speisen sehr lecker schmecken. Außer das Rührei war nicht gut gewürzt und das habe ich auch in einem 5*Sterne-Hotel schon mal besser gegessen.
Man sagt ja immer- je mehr Sterne, desto weniger Essen auf dem Teller. Also das möchte ich hier nicht unterstreichen, aber das Büfett war auf jeden Fall nicht mit vollen Schüsseln gefüllt, sondern eher mit eleganten kleinen Gläschen. Aldo in Bezug auf die Menge des Essens an sich hatte die Weisheit wieder Recht, aber trotzdem macht dieses Essen mehr satt als das Essen, was ich mir zu Hause koche.
**FAZIT**
Das Ambiente im Hotel ist modern gehoben, aber noch so, dass man sich auch als „einfacher“ Mensch wohl fühlen kann. Das Essen war in Ordnung. Trotzdem wird der gute erste Eindruck des Hotels nicht enttäuscht. Aber: an dem Stil des Hotels konnte man sich satt sehen und meine Klobrille war nicht geputzt. Auch der Preis hat es in sich, obwohl er schon gerechtfertigt ist.
Deswegen: 4*Sterne und eine Empfehlung
Liebe Grüße eure Jasmin
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