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Die Stadt der Peachtrees

4  29.08.2003

Pro:
das Lebensgefühl in den Südstaaten kommt toll rüber

Kontra:
nicht so viele Sehenswürdigkeiten und eher wenige Veranstaltungen abends

Empfehlenswert: Ja 

namira69

Über sich:

Mitglied seit:17.08.2003

Erfahrungsberichte:12

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 22 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nach meinem Abi hatte ich das Glück 3 Monate in den USA in der Nähe von Atlanta leben zu dürfen...

Allgemeines
Klar, dass ich mich schon vor meiner Abreise eingehend über Georgia und Atlanta informiert hatte: Atlanta als Hauptstadt des Peachtrees-States (daher natürlich auch ein Pfirsich auf den Autokennzeichen...) hat mehrere Millionen Einwohner und ich dachte mir, dass da wohl jede Menge los sei...
Doch das war dann doch eher weit gefehlt... Gross ist Atlanta schon aber zum einen auf eine riesige Fläche verteilt (überall ist grün und vor allem die Aussenbezirke sind durch teilweise richtig grosse Waldstücke voneinander getrennt) zum anderen ist die Rassentrennung hier immernoch nicht so ganz aufgehoben und die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen bleiben meist unter sich. So ist es dort nur natürlich, dass Weisse sich möglichst nicht in Gegenden aufhalten, wo es viele Schwarze gibt... Daher kam es auch, dass meine Gasteltern immer darauf achteten, dass ich nicht allein dort war (schade eigentlich... es hätte noch so viel mehr zu sehen gegeben...).
Was ich besonders auffällig fand, sind die vielen Pfirsichbäume die man bis in die Downtown hinein findet und die angeblich im Frühjahr wunderschön blühen (da war ich leider nicht da). Aufpassen muss man nur, wenn man irgendwas sucht, dass in einer Strasse liegt in deren Name irgendwas mit "peach" vorkommt: Davon gibt es mehr als 50 die sich zum Teil auch noch sehr ähnlich anhören...

Verkehrsmittel
In den Randbezirken von Atlanta ist ein Auto quasi Muss, da es zum einen nur wenige Busverbindungen gibt und diese zum anderen meist nur an einem Punkt pro Stadtteil halten, womit man allein dorthin schon bis zu 30 Minuten mit dem Auto braucht.
Fahrräder sind generell eher als Sportgeräte denn als Fortbewegungsmittel zu sehen, weshalb es nirgendwo Radwege gibt (aber selbst wenn es sie gäbe: wer fährt 30 Minuten und mehr zum nächsten Supermarkt???).
Auch zu Fuss wird man in den Randbezirken ziemlich komisch angesehen. Es gibt zwar extra Fussgängerampeln, die jedoch meist so kurz geschaltet sind dass man rennen muss um rechtzeitig bevor die Autofahrer wieder grün haben über eine (!) Fahrbahn zu kommen... (und dann muss man natürlich wieder eine zeitlang warten, bis die Ampel für die 2. Fahrbahn endlich grün wird) In der Downtown kommt man zu Fuss schon wesentlich besser durch und ich denke es ist einfach beeindruckend neben den riesigen Wolkenkratzern zu stehen und an ihnen hochzugucken.
Ein weiteres Verkehrsmittel ist die MARTA (Metropolitan Atlanta Rapid Transit Authority), die S-Bahn, die die meisten Stadtteile miteinander verbindet (wenn man nicht gerade so wie ich zu weit ausserhalb wohnt). Meiner Meinung ein gutes Verkehrsmittel, wobei die Fahrgäste hier hauptsächlich den unteren Gesellschaftsschichten angehören und man teilweise auf sehr komische Gestalten trifft (viele Amis, gerade mit Kindern, nutzen deshalb die MARTA nicht).
Trotz sehr hoher Parkgebühren nutzen daher die meisten Amerikaner das Auto um in die Downtown zu kommen (daher ist man auch meist ziemlich lange auf Suche nach einem Parkplatz, der zum einen nicht zu weit ausserhalb liegt und zum anderen noch bezahlbar ist).

Sehenswürdigkeiten
Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist wohl das CNN-Center, wo man auch unbedingt eine Führung mitmachen sollte, weil man sonst nicht viel sehen kann (unten im Foyer gibt es einige Fastfoodrestaurants und man kann die Flaggen aller Länder in denen CNN ausgestraht wird sehen und das wars dann auch schon).
Durch einen Durchgang kommt man vom CNN-Center direkt in das Stadion des Baseballteams (BravesMuseum gibt es dazu) und von da aus weiter zum Georgia Dome, Heimat der Atlanta Falcons (Football) (ich schreib jetzt nicht so viel dazu, da man das während ich da war nicht besichtigen konnte und von aussen ist es doch eher langweilig.
Auf der anderen Seite des CNN-Centers liegt der Olympia Park, der leider wie alle Parks in der Downtown etwas klein ausgefallen ist. Schönes Detail finde ich aber die Wege, auf deren Pflastersteinen die Namen sämtlicher Olympiateilnehmer stehen (wenn man da was sucht, kann das bei so viel Namen allerdings seeehr lange Dauern).
Mein persönliches Highlight unter den Sehenswürdigkeiten ist allerdings das Einkaufszentrum "underground", was so gar nicht den üblichen amerikanischen Malls gleicht... Wie der Name schon sagt liegt es mehr oder weniger unter der Stadt. Es gibt keine Fenster und ist auch alles etwas düster mit seinen dunklen Steinwänden. Zu beiden Seiten des breiten Durchgangs befinden sich Geschäfte aller Art und auch das ein oder andere Restaurant. Was mir besonders gefallen hat, sind die antik aussehenden Verkaufstände die überall stehen und an denen man sowohl Souveniers als auch andere Nützliche Kleinigkeiten kaufen kann. Das Publikum wirkt sehr multikulturell, wobei man bei näherem hinsehen schnell feststellt, dass fast alle Weissen Besucher Touristen sind (weisse Amerikaner kaufen hier eher selten ein und durch den hohen Anteil vo Schwarzen stand auch schon zur Debatte das undergroud zu schliessen, was zum Glück bis heute nicht passiert ist).
Kommt man aus dem underground raus, steht man auf einem grossen Platz und hat vor sich die "world of Coca Cola", das Colamuseum. Hier erfährt man einfach alles über Coca Cola und die anderen Produkte der Firma vom Beginn bis heute. Gerade für Kinder ist der letzte Teil des Museums ziemlich interessant: hier kann man sämtliche Getränke, die es weltweit gibt testen bis zum umfallen (ich habe es nicht geschafft alles durchzutesten, dafür ist es einfach zu viel...). Interessant ist vor allem, dass es in jedem Land ganz spezielle Produkte gibt, die es sonst nirgendwo gibt (daher fragten uns auch einige Amerkianer, ob denn Mezzo Mix auch wirklich so schmecke wie bei uns...).

Fazit
Alles in allem ist Atlanta eine recht schöne Stadt, die trotz ihrer eigentlichen Grösse eher gemütlich klein wirkt. Für einen langen Besuch dirkt in der Downton lohnt es sich sicher nicht, da man das meiste an einem Tag sehen kann.
Wenn man allerdings schonmal da ist, sollte man es auf keinen Fall verpassen auch die Sehenswürdigkeit in der näheren Umgebung (vor allem Stone Mountain, einen riesigen Felsblock mit grossem Freizeitpark drumherum) anzugucken...

weitere Infos unter www.underatl.com
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Gigix

Gigix

30.08.2003 11:35

Ich war nur mal einen Tag in Atlanta - habe da lange nicht soviel gesehen wie Du. Aber das die Stadt so weit auseinandergezogen liegt, hat mich auch verwundert. Liebe Grüße Gigix.

larshermanns

larshermanns

29.08.2003 17:06

Hallo! Ein wirklich guter und informativer Bericht...! Ich bin selbst auch sehr häufig in der Nähe von Atlanta (in Canton/GA) und kenne mich folglich auch sehr gut dort unten aus. Leider erwähnst Du mit keiner Silbe "Stone Mountain", das Freilichtmuseum, östlich von Atlanta. Auch könntest Du erwähnen, daß man binnen 1 Stunde Fahrt über die I75 in Tennessee ist und auch "Helen" in den Smokey Mountains erreicht man in wenigig mehr als 1 Stunde. Auch ist man binnen 2 Stunden in Lynchburg/TN, wo der berühmte Jack Daniels gebrannt wird! Liebe Grüße, Lars :o) *Shake Heads*

tylerfan

tylerfan

29.08.2003 16:41

Guter Bericht! L.A, New York oder San Francisco würden mich aber irgendwie mehr interessieren. Aber dazu müsste ich überhaupt erstmal nach Amerika :) LG, tylerfan

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