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Erfahrungsbericht

für Artá, Mallorca
Nächsten Bericht ansehen "Coves d'Artá"
5 Sterne Artà - das ursprüngliche Mallorca Bericht mit Bildern
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Empfehlenswert: Ja

Pro Kleine Stadt mit alten Häusern, Kunsthandwerk, feine Geschäfte, Märkte, freundliche Atmosphäre

Kontra Nichts

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Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

das-antiquarium

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Eine richtige Künstlerkolonie ist das zwischen Cala Rajada und Alcudia gelegene Artà. Wir haben Freunde, die hier längere Zeit gelebt haben und uns auch ein Ferienhaus für unseren dreiwöchigen Aufenthalt in Canyamel vermittelten. Sie gaben uns Tipps für Ausflüge auf Mallorca, und sie meinten, wir müssten auf jeden Fall nach Artà kommen und uns alles anschauen. Gesagt, getan, das ließen wir uns nicht entgehen.


Artà und Umgebung

Obwohl die kleine Stadt im Landesinneren liegt, verfügt sie auch über einen längeren Küstenstreifen. Artà erstreckt sich in einer breiten Ebene vor der Kulisse der Bergketten der Serres de Llevant. Als herausragende Sehenswürdigkeit fiel mir die Befestigungsanlage der Almudaina d`Artà auf, die noch aus maurischer Zeit stammt. Heute steht hier die Wallfahrtskirche Santuari de Sant Salvador. Weitere Orte der Umgebung sind Canyamel, Còlonia de Sant Pere, Son Serra de Marina und Son Servera.


Leben in Artà

Mehrere hundert Deutsche und andere Ausländer haben diese Gegend zu ihrem dauerhaften Wohnsitz erklärt. In der Tat lässt es sich hier gut leben. Die Altstadt ist nicht zu groß und bietet ein übersichtliches Gewirr an Gassen mit alten Häusern und feinen Geschäften. Von einer guten Auswahl kann man durchaus reden. Sei es die teure Modeboutique, die Kunstgalerie mit Ausstellung selbst geschaffener Werke oder das Straßencafé, in dem man einfach gemütlich dasitzen kann – Artà bietet etwas für jeden Geschmack.

Jeden Dienstag ist Wochenmarkt auf der Plaça del Conqueridor. Zugleich wird auch Kunsthandwerk wie die hier hergestellten Korbwaren verkauft. Nicht nur Spanier, auch Einwanderer haben ihre Stände auf dem Markt und verkaufen Handtaschen an vorbeiziehende Touristen. Neben dem Rathaus befindet sich das Regionalmuseum mit Ausstellungen zur heimischen Naturkunde, Ethnologie und Archäologie.


Hinauf zur maurischen Festung

Der wichtigste Berg ist der Puig de Sant Salvador mit seinen mächtigen Mauern und der Wallfahrtskirche aus dem 19. Jahrhundert. Von der Unterstadt führte uns eine schmale Straße zunächst hinauf zur Pfarrkirche Transfiguració del Senyor in spätgotischem Stil aus dem 16. Jahrhundert. Von dort stiegen wir über eine Kalvarientreppe entlang einer Zypressenallee auf den Berg. Eindrucksvoll erheben sich die immer noch erhaltenen Mauern und Türme der mittelalterlichen Festungsanlage. Im Zentrum der Wallfahrt steht eine geschnitzte Marienstatue, die sich in der Kirche befindet. Auch das Panorama ist es wert, auf den Berg zu kommen. Unterhalb sahen wir die Stadt Artà liegen, in der anderen Richtung die Höhenzüge der Serres de Llevant.


Das Kloster in den Bergen

Sie waren das Ziel eines Ausfluges, der uns zu einem Ort führte, der rund zehn Kilometer außerhalb der Stadt liegt. Dazu fuhren wir durch die Gassen in nordwestlicher Richtung aus Artà heraus und kamen in ein fruchtbares Anbaugebiet. Orangenbäume und andere mediterrane Flora prägen die Gegend. Hier und da steht ein kleines verlassenes Haus, mal zweigt ein Feldweg ab. Wir blieben immer auf der MA-3333 und hielten uns links. In der Nebensaison ist diese Straße wenig befahren, trotzdem sollte man aufpassen.

Das zeigt sich spätestens, wenn die Straße immer mehr bergauf führt und die Kurven unüberschaubar werden. An der Seite kann es schon mal steil hinuntergehen, dazu bemerkt, oft nicht oder nur gering befestigt. Allerdings hat die Fahrt auch was, wenn man zwischendurch mal anhalten und den Ausblick genießen kann. Auf dem Höhepunkt der Straße angekommen, fühlten wir uns fast wie in den Alpen. Besonders als noch leichter Nebel herrschte, hatte diese Gegend etwas Geheimnisvolles. Nun war es nicht mehr weit bis zur Ermita de Betlem. Dabei handelt es sich um eine kleine Bergkirche vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Sie steht am Ende einer Zypressenallee in einem ausgedehnten Anwesen.

Bis 2010 wohnten hier noch Mönche. Die Christusstatue ist das Wallfahrtsheiligtum. An der Kuppel befindet sich ein kunstvolles Gemälde. Der Höhenunterschied zum Meer beträgt rund 300 Meter. Von einem Aussichtspunkt konnten wir hinunterschauen und sahen die Bucht von Alcudia mit dem Ort Betlem. Etwas versetzt steht im Gelände noch eine kleine Kapelle. Sie ist von den für das Mittelmeer typischen aufgetürmten Mäuerchen umgeben, die die Felder vor dem Wind schützen.


Mein Eindruck

Artà ist das ursprüngliche Mallorca, wie man es aus den Bildbänden kennt und liebt. Sicherlich gibt es auch hier viele Touristen, und die Einwohner sind wahrscheinlich auch froh darüber. Aber im Mai war es noch nicht so überlaufen, wir konnten in aller Ruhe bummeln und uns die Geschäfte anschauen. Die Leute waren nett und hilfsbereit, und auch der Kaffee hat sehr gut geschmeckt. Für eine Besichtigung ist Artà sehr gut geeignet, die Altstadt ist überschaubar und in den Gassen herrscht viel Flair. Wie es rein wandertechnisch in der Umgebung aussieht, weiß ich nicht. Im Buchhandel und bei Internetanbietern gibt es allerdings sehr gute Wanderkarten, zum Beispiel von Kompass. Wir hatten ein Mietauto, mit dem wir dann zur Ermita de Betlem hochgefahren sind. Mit einem Fahrrad ginge das bestimmt auch, weil hier nicht soviel Verkehr herrscht. Die Touristenhochburgen Cala Ratjada, Cala Millor und Alcudia sind nicht weit entfernt von hier, der Ausflug lohnt sich garantiert.

Bilder

für Artá, Mallorca
Artá, Mallorca
Blick auf Artà
von das-antiquarium
Artá, Mallorca

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Kommentare

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  • Jollynchen 16.08.2011 12:27
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Marnie61 14.08.2011 19:17
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Tommy1959 14.08.2011 16:56
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • BigDaniel 14.08.2011 11:55
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • t.schlumpf 14.08.2011 08:50
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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