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Pro reizvolle Landschaft, Sehenswürdigkeiten,keine lange Anfahrt
Kontra Sprachprobleme, teuer, unbeständiges Wetter
Unseren Sommerurlaub verbrachten wir in diesem Jahr in den belgischen Ardennen. Genau gesagt in Blaimont, einem Dörfchen in der Nähe von Dinant.
Wir, das waren mein Partner, zwei Teenis und ich. Eine schwierige Aufgabe für mich, denn der Urlaub sollte für alle ein Erlebnis werden. Da wir nur 7 Tage Zeit und ein begrenztes Budget hatten , hieß es schon im Vorfeld: planen und kalkulieren, um jedem gerecht zu werden.
Schon bei der Ankunft am Freitag Nachmittag waren wir überwältigt von der Schönheit der Region. Riesige Kuhwiesen, Pferdekoppeln und Wälder prägen die Landschaft.Sogar ein richtiges Kamel konnten wir auf einer Weide bestaunen ; was aber natürlich nicht typisch für die Region ist.
Die Maas schlängelt sich durch die Berge und bietet einen herrlichen Anblick. Spaziergänger und Radfahrer dürften hier allerdings nicht auf ihre Kosten kommen. Die bergige Landschaft in der Provinz Namur ist für ungeübte nicht immer leicht zu erkunden. Immerhin gibt es Straßen mit 15 % Steigung. Rad- und Fußwege sind nur selten zu finden. Wo denn auch, wenn links der Straße der felsige Berg in die Höhe ragt und sich rechts die Maas in ihrem Bett tümmelt !?
DINANT
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Dinant, ein altes Städtchen mit zahlreichen touristischen Attraktionen, ist die Geburtsstadt von Alphonse Sax, dem Erfinder des Saxophons.Etwa 12 000 Einwohner leben in dem von Felsen umgebenen Ort.
Wir entschlossen uns daher noch zu einer Bootstour von Dinant bis Falaen und zurück ( 16 €). Die Fahrt vorbei an den steilen Felsen der Ardennen und den schönen alten Häusern, die zum Teil in die Felsen gebaut wurden, dauerte etwa 45 Min. Leider sprach der Bootsführer nur französich und niederländisch; so dass wir nicht alles verstanden, was er über die Geschichte der
Ardennen erzählte. Dass Dinant eine Rolle im 2.Weltkrieg spielte, weiß ich noch aus dem Geschichtsunterricht. Dass die Felsen viele Verstecke für die belgische Bevölkerung bieten, habe ich aus den Erzählungen des Kapitäns erfahren.
Ein Essen in einem der zahlreichen Restaurants rundete unseren Ausflugstag ab. Leider sprach die Bedienung nur französisch und es gab keine deutsche Speisekarte. Trotzdem fanden wir alle das Richtige und es schmeckte uns ausgezeichnet. Die Preise liegen bei etwa 15 € pro Gericht.....nicht gerade wenig bei unserem schmalen Budget.
Dann machten wir uns aber schnell davon. Dinant ist nämlich sehr überlaufen. Besonders viele holländische Touristen tummeln sich in den engen Straßen. Die Außenbeschallung der Geschäfte bringt auch viel Unruhe in den Ort. Zu kaufen gibt es in den vielen kleinen Läden und Souvenierständen vor allem teuren Kitsch.
Han- sur Lesse
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Der Ausflug nach Han-sur-Lesse bildete den Höhepunkt unserer Reise. Von Blaimont aus fuhren wir etwa eine Stunde mit dem Auto.Dort wollten wir dann den Wildtierpark und eine Grotte besichtigen. Das angebotene Superkombiticket berichtigt zum Besuch des Tirparks mittels Safari-Bus , der Grottenbesichtigung und anschließendem Bauenhofbesuchs sowie dem Eintritt in ein Museum. Alles zusammen 16,25 € pro Person; also für uns vier 65 €. Für soviel Geld wurde uns aber auch viel geboten.
Zuerst ging es mit einem offenen Bus ins Wildgehege. Hier konnten wir viele verschiedene Tier bestaunen. Wildschweine, Hirsche, Rehe , Wölfe, Bisons Tarpans, Luchse, Braunbären und, und, und....wurden von allen Safari-Teilnehmern ausgiebig fotografiert. Der Fahrer machte viele Stopps und gab uns damit Gelegenheit die Schönheit der Natur zu genießen und zu fotografieren. Die Tiere scheinen sich dort allesamt sehr wohl zu fühlen, denn sie beobachteten uns nur gelangweilt. Mir gefiel der Bär am besten, aber auch die Wildschweinbabies fand ich sehr niedlich. Leider dauerte die Fahrt insgesamt nur etwa 90 Min. Die Erläuterungen des Safariführers wurden auch nur in Enlisch und französisch abgehalten und so erfuhr ich erst zu Hause, dass Tarpans die Urform der heutigen Pferde sind.
Beeindruckend war auch ein Ton-und Lichtschauspiel. Mystische Klänge und angestrahlte Tropfsteine verzauberten alle Anwesenden.
Zum Schluß brachte uns ein Boot auf einem unterirdischen Flußlauf zum Ausgang der Höhle.
Nur für dieses Erlebnis hat sich die Belgien-Reise gelohnt.
Zum Schluß besuchten wir noch das Museum der unterirdischen Welt. Hier bekommt man einen Einblick über Forschungsarbeiten und Ausgrabungen in dieser Region. Hier haben wir viel über Flora und Fauna der unterirdischen Welt erfahren. Zahlreiche Fundstücke bieten einen Einblick in die Vergangenheit.
Die Einwohner Belgiens sind alle zuvorkommend und hilfsbereit. Leider spricht man in der Region selten Deutsch. Die meisten Touristen kommen wohl aus den Niederlanden oder aus Frankreich. Viele Belgier scheinen sich auch standhaft dagegen zu wehren ein wenig Englisch zu lernen. Da ich nur über wenig Französisch-Kenntnisse verfüge, war die Verständigung nicht immer leicht.
Unsere Reise fand in der letzten Augustwoche statt. Glücklicherweise hatten wir stets strahlend blauen Himmel bei etwa 25° C. Die Abende in den Bergen waren aber empfindlich kühl. Wie überall in den Bergen muß man in der Ardennen-Region aber stets mit plötzlichem Wetterwechsel rechnen.
Obwohl und die Reise mehr als geplant gekostet hat, war es doch eine Woche voller wunderschöner Erlebnisse. Um alles Sehenswerte zu besichtigen sind 7 Tage allerdings viel zu wenig. Viele schöne Schlösser gibt es noch zu besichtigen, Brauereien könnten besucht werden, Klöster laden zu einem Besuch ein. Mutige könnten Kajak fahren oder an steilen Wänden klettern.........Aber wer weiß? Vielleicht führt uns der Weg noch einmal in die Ardennen.
Blick vom Boot auf die Maas
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Lady-Alexa 07.09.2007 21:35
Rumyana 28.01.2007 10:12
ShortBrini 23.08.2006 22:26
da möcht ich auch mal gerne hin....Brini
Hageljo 15.08.2005 11:06
VaniHH 07.08.2005 19:03
Toller Bericht über eine Region, die ich noch nicht wirklich gut kannte. Mich persönlich würde noch interessieren, wie es in den Region mit Unterkünften aussieht: gibt es auch kleine Pensionen, B&B bzw. Jugendherbergen? Oder nur touristisch teure Hotels? Ciao, VaniHH