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Pro gute Ausstattung, modernes Design, freundlicher Service, gute Verkehrsanbindung
Kontra Check In Konzept noch verbesserungsfähig, nicht alle Zimmer haben Blick zur Straße
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
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| Anbindung | |
| Service | |
| Essen & Trinken | |
| Atmosphäre | |
| Sauberkeit | |
| Behindertenfreundlichkeit |
Für einen Tagestrip nach London suchte ich nach einem Hotel. Da ich gerne an Promotionsangeboten zweier Hotelketten teilnehmen wollte, wurde die Wahl auf Hilton und Hyatt eingeschränkt. Insoweit stellte es sich als ausgesprochen günstig heraus, daß das favorisierte Hotel der Hyatt Kette, das Andanz, auch noch mit zu den preisgünstigsten Hotels gehörte.
Das Hotel befindet sich an der Liverpool Street Station im Londoner East End und damit relativ zentral.
Die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere der U-Bahn (Tube), gestaltet sich recht einfach, zum Flughafen Heathrow muß man aber in jedem Fall umsteigen, entweder vom Heathrow Express in die U-Bahn oder von einer U-Bahn in eine andere um das Hotel zu erreichen. Wirklich problematisch ist dies nicht. Die Fahrt mit dem Heathrow Express bringt übrigens gegenüber der Fahrt mit der U-Bahn keine nennenswerte Zeitersparnis, die Mehrkosten gegenüber der U-Bahn kann man sich insoweit sparen.
Vom Ausgang der Station sind es bis zum Hoteleingang noch nicht einmal zwei Minuten zu Fuß, leider gibt es keinen Eingang (mehr) vom Bahnhof direkt ins Hotel.
In der näheren Umgebung gibt es Geschäfte und auch Restaurants, zudem sind viele Punkte mit der U-Bahn nur wenige Stationen entfernt, so daß ein Eintauchen ins Londoner Nachtleben genauso unproblematisch ist, wie ausgedehnte Shoppingtouren oder ein Besuch der zahlreichen Museen in London.
Das Hotel wurde als Railway Hotel erbaut und der mehrfache erweitere Ursprungsbau geht auf das Jahr 1884 zurück. Das sechsstöckige Hotel wurde zuletzt vollständig renoviert und im Jahr 2007 als Andaz eröffnet, nachdem es zuvor einige Zeit als „Great Eastern Hotel“ fungiert hatte. Es verfügt über insgesamt 267 Zimmer unterschiedlicher Kategorien sowie einiger Suiten.
Die Marke Andaz ist ein Marke des Hyatt Konzerns und spricht eher jüngere Leute an; ein wenig ausgerichtet auf die Marke „W“ des SPG Konzern und vielleicht den „Indigo“ Hotels aus dem IHG Portofeuille. Das Londoner Andaz war das erste Hotel dieser Marke. Es ist eher ungewöhnlich das Hyatt das erste Hotel eiber Marke nicht in ihrem Kernland USA eröffnet. Es gibt mittlerweile aber auch Hotels dieser Marke in den USA, u.a. in Los Angeles, New York und San Diego.Das Hotel macht von außen einen imposanten Eindruck, handelt es sich doch um einen für das ausgehende 19 Jahrhundert typisches Gebäude. Es war als (Bahn) Hotel der „Great Eastern Railway“ konzipiert. Das äußere ist relativ unverändert geblieben und noch immer recht imposant.
Das Hotel verfügt über einen zentralen Eingang, daneben gibt es aber auch Eingänge zu den Restaurants, durch die man theoretisch auch in das Hotel gelangen kann,
Durch eine Drehtür erreicht man die Lobby. Diese ist sehr modern und eher dunkel gehalten. Stilistisch ein ziemlicher Kontrast zum äußeren. Rechts vom Eingang befindet sich frei im Raum stehend ein Desk, an dem die Mitarbeiter stehen, ein eigentliches oder herkömmliches Check In Desk gibt es nicht, worauf ich aber noch eingehen werde.
Es gibt im Hotel mehrere Restaurants und Bar, die fast alle auch via Lobby erreichbar sind.
Ein Business Center ist vorhanden, den ich aber nicht benötigt habe. Das Hotel bietet zudem Internet, sowohl wired und wireless.Im Untergeschoß des Hotels befinden sich Fitneßcenter sowie der Health Club, der allerdings nur aus eimem Dampfbad besteht, zudem ist es möglich Massage zu buchen. Nicht so groß, aber ich habe diesen Bereich nie wirklich voll erlebt, so daß ich denke, daß er ausreichend dimensioniert ist. Vom Equipment her ist das Fitneßcenter modern und die Geräte sind relativ hochwertig. Umkleidemöglichkeiten sind vorhanden, was hier auch sinnvoll ist, da man um Fitneßbereich und Health Club zu erreichen nicht nur durch die Lobby muß sondern auch an einem Eingang zu einem der Restaurants vorbei muß. Das hätte ich mir etwas besser und diskreter zugänglich gewünscht, aber hier hat, wie mir ein Hotelmitarbeiter erklärte, wohl der Denkmalschutz Einwände gehabt.
Im ersten Obergeschoß gibt es in einem offenen Atrium eine Bar, die sehr hip ist, dankenswerterweise sind die zum Innenhof gehenden Zimmer aber recht gut isoliert, daß eine Geräuchsbelästigung hiervon nicht ausgeht.Insgesamt wirkt das Hotel etwas verwinkelt – den Begriff ‚verbaut‘ würde ich so nicht verwenden wollen, denn dies ist eine Folge von Vorgaben des Denkmalschutzes.
Einer der wichtigsten Innovationen des Andaz ist der Check in und Check out. Wie erwähnt, ist eine Rezeption im eigentlichen Sinne nicht vorhanden. Es gibt lediglich einen Tisch mit zwei Laptops. Wer das Hotel betritt, wird von einem Servicemitarbeiter angesprochen und gebeten Platz zu nehmen. Man bekommt ein Getränk (Kaffee / Tee / Saft / Wasser) angeboten und wird informiert, daß ein Mitarbeiter sich sofort um die Wünsche kümmern wird.
Ich nahm Platz und nachdem mir ein Kaffee gebracht worden war kam auch nach wenigen Minuten ein Mitarbeiter um mich einzuchecken. Diese Prozedur zog sich, wie schon von sultanbinaber erwähnt, trotz hinterlegter Daten, etwas hin. Zwar war meine Reservierung schnell gefunden, aber viele Daten mußten noch eingegeben werden, was sich an dem Tablet Pc wohl etwas schwierig gestaltete. Zudem schien es etwas Probleme mit der Wireless Verbindung zu geben. Sowohl zur Kreditkarenverifikation als auch zum Programmieren der Zimmerkarte mußte der Mitarbeiter ans Desk, nachdem die entsprechenden Versuche am Tablet PC gescheitert waren. Zum Zimmer wurde ich begleitet und wie so oft mußte ich nach Öffnungszeiten von Fitneßcenter und Health Club fragen, die Lage wurde mir allerdings auf dem Weg zum Zimmer mitgeteilt. Hierbei erfuhr ich auch einiges über das Hotel und der solchermaßen gehaltene Small Talk war informativ.Der Check out gestaltete sich ähnlich, wobei ich hier so dreist war, an das Desk zu gehen, da ich früh auscheckte und beide Mitarbeiter eh am Desk standen. Dies ging etwas zügiger, was aber auch daran gelegen mag, daß die Rechnung vorausbezahlt war. Leider gab es erneut Probleme der Wireless Verbindung, denn der solchermaßen angebundenen Drucker wollte nicht recht. Dafür mailte man mir die Rechnung als PDF sofort zu.
Positiv hervorzuheben ist der Umstand, daß ich morgens um kurz vor 10 Uhr an einem Samstag bereits ein Zimmer beziehen konnte und sogar ein der für mich vorgesehenen höheren Kategorie, der Blick zum Innenhof war der einzige zu machende Kompromiß.Das neuartige Check-In Procedere bei andaz ist mal etwas anderes und im Grunde ist die Idee nicht schlecht und dürfte auch eine der Business Anwendungen sein, bei der ich mir ein iPad gut vorstellen könnte, allerdings halte auch ich das Ganze für noch nicht ganz ausgereift. Anders als sultanbinaber hatte ich nicht den Eindruck, daß die Mitarbeiter nicht umfassend geschult sind.
Die von mir kontaktierten Mitarbeiter während des Aufenthaltes waren hilfsbereit und die gewünschten Informationen wurden korrekt und schnell herausgefunden und auch Wegbeschreibungen wurden ausgedruckt. Anders als in manch anderem Hotel, nötigte man hier auch nicht zum Zimmer sondern konnte mir die richtigen U-Bahn Linien nebst den besten Ausgängen nennen. Die Anrede erfolgte durchweg mit dem Familiennamen, war freundlich und höflich, aber nicht ausdringlich, im Grunde genommen so, wie ich es mir eigentlich wünsche.Einige der Zimmer bieten nur einen Blick in das Atrium bzw. in das angrenzende Bahnhofsgebäude. Dies mag nicht jedermanns Sache sein, dafür war das von mir bewohnte Zimmer aber ein für Londoner Verhältnisse recht großes Zimmer mit einer Größe von ca. 35qm.
Ein Flur war hier nicht vorhanden, man stand unmittelbar im Zimmer. An der Wand zum Flug befand sich der äußerst großzügig bemessene Kleiderschrank, der neben den Bademänteln und mit Andaz Logo versehenen Hausschuhen auch den Safe sowie die Minibar beherbergte. Letztere ist mit einige Flasschen Wasser sowie diversen Säften bestück, daneben gibt es noch Chips, Cranberrycookies sowie schokolierten Mandeln. Nicht viel, dafür ist der Inhalt im Zimmerpreis enthalten. Ein Wasserkocher für Kaffee und Tee steht gleichfalls ergänzend zur Verfügung.An der rechten Wand befindet sich das Doppelbett mit Nachttischen nebst entsprechenden Leuchten. Dem Bett gegenüber befindet sich ein Sessel nebst Beistelltisch und Stehleuchte.
An der Seite zum Innenhof befindet sich der Schreibtisch, der auch als Kosmetiktisch dient, denn hier kann eine Klappe so aufgestellt werden, dass ein Spiegel nebst Haarföhn zum Vorschein kommt. Schön war hier die verdeckte internationale Steckdosenleiste.Der Flat-TV befand sich nicht ganz ideal neben dem Schreibtisch, war aber in Richtung Bett schwenkbar. Auf dem Schreibtisch stand zudem eine iPod-Docking-Station von Bose.
Der Internetzugang im Hotel ist unentgeltlich, sowohl die wired als auch die wireless Variante.Vom Stil her war das Zimmer recht schön, wenn gleich auch nicht so hip, wie man dies von der Lounge her erwartet hätte und auch im Vergleich zu den eher hipperen Zimmern der W Hotels von Starwood ist das Zimmer hier deutlich konservativer. Gleichwohl ist es gemütlich, da warme und dunkle Töne verwendet worden sind, die recht harmonisch zusammenpassen. Die Holzverkleidung hinter dem Bett läßt das Zimmer warm und gemütlich wirken.
Insgesamt ein sehr schönes Zimmer, modern eingerichtet und großzügig dimensioniert und gut aufgeteilt.Das Bad ist eher klein, mit Badewanne, Toilette und Waschbecken. Zudem ist ein Spiegelschrank in die Wand eingelassen, sodass auch genügend Stauraum vorhanden ist. Das Bad ist ganz in schwarz-weiß gehalten, was mir gut gefallen hat und mal eine Abwechslung von den typischen Hotelbadezimmern ist. Hier setzen insbesondere die Armaturen im RetroDesign gelungene Akzente und auch die Regendusch war nett, wenngleich die gläserne Duschabtrennung mal wieder zu kurz war.
Handtücher standen in ausreichender Anzahl zur Verfügung, gleiches galt für Bathroom Amenities.Hervorheben möchte ich hier das Unterdruck-Abwassersystem, welches vor allem bei der Toilettenspüllung nur ein Bruchteil des ansonsten benötigten Wassers notwendig macht und ein Beitrag des Hotels zum aktiven Umweltschutz darstellt.
Matratze und auch das Zimmer an sich waren in einem guten Zustand. Die Matratze entsprach weitestgehend meinem Geschmack und Kratzer, Schrammen oder Flecken gab es bis auf ganz wenige Ausnahme, die der genauen Suche bedurften so gut wie keine.Ich habe in London auch in guten Hotels aus dem Hilton oder Starwood Konzern für mehr Geld schon deutlich schlechter gewohnt.
Das Hotel verfügt über mehrere Restaurants und eine Bars. Selstverständlich wird auch Frühstück angeboten, welches mit knapp 30 Pfund jedoch sehr teuer ist. Gleiches gilt für das Frühstück im Roomservice, der allerdings eher hochpreisig ist.
Das Restaurant „1901 restaurant and wine bar“ bietet britische Küche an und ist preislich in eher mittlerer Region angesiedelt. Das „Miyako“ ist ein japanisches Restaurant, daß auch carry away anbietet. Preislich im Vergleich zu anderen Städten noch recht attraktiv, wenn auch nicht ganz günstig. Das „catch restaurant and champagne bar“ offeriert neben besagtem Getränk in verschiednenen Variationen vor allem Seafood. Preislich eher gehoben und hip. Das „eastway“ bietet Snacks, aber auch herzhafte Gerichte in mittlerer Preisregion, wohingegen das „george pub“ einem alten Pub nachempfunden ist und typische Pub Gerichte offeriert. Preislich das attrkatives Angebot, wenn gleich ein reguläres Pub natürlich günstiger ist.Man sollte hier eigentlich keine Probleme haben, etwas Passendes zu finden. Insgesamt würde ich das Angebot als vielfältig und die Speiseauswahl als reichhaltig, aber eher hochpreisig bezeichnen. Es gibt in London zahlreiche Möglichkeiten günstiger zu essen, nicht unbedingt besser, denn London ist wenn es um fine dinig geht eher teurer und da macht das Andaz keine Ausnahme.
Mir hat es im Andaz gut gefallen und je nachdem wie die Preise dieses Hotels sind, werde ich es auch bei weiteren Aufenthalten in Erwägung ziehen und so manchem anderen Hotel gar vorziehen. Bei einem Preis von unter 100 GBP kann man das Hotel schon fast als Schnäppchen bezeichnen.
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duderally 30.11.2010 13:08
christianpirker 30.09.2010 11:30
ciao2002 08.09.2010 08:06
Schoki-Vanilla 25.08.2010 05:01
Wolle0509 23.08.2010 14:01
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