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Rembrandt, Pannekoken und Kiffchen

5  25.12.2010

Pro:
sehenswert

Kontra:
finde auch viele andere Touristen

Empfehlenswert: Ja 

elfenblume56

Über sich: wer den Bericht "Hertz" mit sH abklickt, soll doch bitte sagen, was ihm hier fehlt, danke ...

Mitglied seit:16.06.2008

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 128 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Im September bin ich mit meiner Freundin für ein Wochenende nach Amsterdam gefahren. Die Stadt hatte uns schon lange gereizt und mit der Kombination aus einigen Angeboten war es dann machbar.
Bei den Recherchen nach einem passenden Hotel wäre ich angesichts der Preise bald vom Stuhl gefallen. Amsterdam ist ein teures Pflaster, das habe ich schnell gemerkt. Ich bin dann über das Angebot von Aldi-Reisen gestolpert, die gerade ein Amsterdam- Special hatten und so ein 4-Sterne-Hotel mit einem ab Preis von 89.- Euro anboten. Gut, bei 2 Einzelzimmern kam dann noch ein satter Zuschlag .
Die Fahrt mit der Bahn war Dank Europa-Spezial dann das Trostpflaster. Zwar nicht für die ständig ausgelobten 39.- Euro, doch für 2 Karten ab Bremen waren es dann knapp über 100.- Euro.
Wobei wir dann auch schon bei der ersten Sehenswürdigkeit sind, denn der Bahnhof ist gleichzeitig ein architektonisches Schmuckstück.

Amsterdam Centraal

Die Ankunft in einem fremden Bahnhof gestaltet sich ja noch recht einfach. Man braucht nach verlassen des Bahnsteiges nur den Hinweissschildern in Richtung Ausgang folgen. Allerdings haben wir dabei schon gemerkt, dass es ein riesiger Bahnhof ist und dabei beschlossen, dass wir auf dem Heimweg früh vor Ort sein müssen.
Unser erstes Ziel war die Touristinfo in der wir unsere per Internet bestellte " I amsterdam" Card abholen wollten. Im Moment wird der Komplex allerdings von einem Bauzaun umgeben, so dass man schlecht einen Überblick hat. Da mussten wir einen Umweg laufen und entdeckten dann erst das Büro. Beim Blick zurück haben wir aber gesehen, dass der Bahnhof in einem interessanten, sehenswerten Gebäude liegt. Leider ließ sich der neogotische Bau recht schlecht ablichten. Nur wenn man die Kamera recht hoch hielt konnte man nette Fotos machen.
Vor dem Bahnhof fahren fast alle Linien der Tram ab. Auf Digitalanzeigen findet man die Linien und deren Abfahrtzeichen. Nach einer kurzen Orientierungsphase findet man leicht das richtige Abfahrtgleis.

Koffer abladen und dann auf Entdeckungstour

Bei der Fahrt mit der Tram haben wir dann schon einiges unterwegs entdeckt was unbedingt besichtigt werden muss.
Eine Station nach dem Messezentrum war Endstation und unser Hotel Holiday Inn schon sichtbar. In der Gegend waren noch einige Hotelbauten zu sehen aber keine Restaurants, Geschäfte usw. Das Hotel entsprach der Beschreibung und wir richteten uns ein. Zum Hotel wird es sicher noch einen separaten Bericht geben, sonst würde es den Rahmen sprengen.

Wo ist unser Boot ?

Da wir mit unserer Amsterdam Card eine Freifahrt in einem der Ausflugsboote hatten, nahmen wir das natürlich wahr. Da es am Ankunftstag trocken war, suchten wir gleich die Anlegestelle auf.
Gegenüber vom Bahnhof befindet sich die Anlegestelle. In einem kleinen Häuschen ist der Ticketverkauf. Unsere Karte wurde gescannt und wir bekamen auch eine Karte. Die Boote sind flach und verfügen über eine Fensterfront über die ganze Länge. Außerdem ist das Dach verglast, so dass man wirklich eine gute Sicht hat. Im Inneren gibt es Bänke, die jeweils immer zu einem Tisch gehören.
Der Motor wurde mit ohrenbetäubendem Lärm angeworfen und das Boot setzte sich in Bewegung. Über Lautsprecher wurden wir begrüßt. In den Sprachen englisch, deutsch und französisch gab es dann die Informationen zu den Sehenswürdigkeiten.
Zunächst ging es unter einer Brücke hindurch. Der Kanal war noch recht breit doch bald ging es dann in die typischen Grachten.
Vorbei an malerischen Giebelhäusern und alten Handelskontoren. Wir wurden aufmerksam gemacht auf die Hebevorrichtung oben an den Giebeln der Häuser. Da die Häuser zwar tief aber schmal zur Straßenseite waren und noch sind, hat man schmale Treppenhäuser. So mussten sperrige Gegenstände von außen in die Häuser gebracht werden.
Wir unterquerten die Magere Brug, die ich nicht erkannt hätte. Oft sieht man sie beleuchtet von hunderten Glühbirnchen, bei Tageslicht sind sie nicht so malerisch aus.
Im Hafengebiet schipperten wir an dem bugartigen Gebäude de Nemo Centers vorbei. Davor ein altes Segelschiff. Von dort fuhren wir auf die alte Schleusenwacht zu und weiter an dem Blumenmarkt vorbei.
Natürlich wurden auch die Wohnboote nicht ausgelassen, die ja schon ein Markenzeichen von Amsterdam sind. Interessant sind die verschiedenen Modelle, mal gepflegt elegant, mal alternativ und bewachsen.
Das war als Intro doch richtig toll und den Preis von 12.- Euro hatten wir durch den Erwerb der Amsterdam Card auch gespart.

Damrak

Wieder mit festem Boden unter den Füßen gingen wir dann dem Strom der Touristen hinterher.
Der Damrak ist ein Straßenzug zwischen Dam und dem Hauptbahnhof. Zentraler geht es also nicht. Hier tobt das Leben der Stadt. Autos, Straßenbahnen und Busse machen einen Lärm auf der Straße, dazu gesellen sich dann noch die Sightseeing-Busse, die auch hier vorwiegend rot sind. Auch Touristen aus der ganzen Welt flanieren hier auf den nicht gerade breiten Bürgersteigen links und rechts.
Während die Häuser auf der Seite des Dams ein ziemlich einheitliches Bild liefern, geht es gegenüber museumsgleich zu. Hier sieht man das eindrucksvolle Gebäude des Beurs van Barlage, das hier den gleichen Platz einnimmt wie gegenüber 10 Häuser. Die Häuser mit ihren verschiedenen Treppengiebeln haben auch ihren Reiz. Keines gleicht dem nebenstehenden Gebäude, doch irgendwie wirkt es harmonisch. In einigen haben sich Hotels angesiedelt. Keine Luxusherbergen, doch einige sehen ganz passabel aus.
Auch die Läden im Erdgeschoss der Häuser sind vielfältig und interessant. Im letzten Haus vor dem Bahnhofsplatz hat sich das Sexmuseum angsiedelt, auch das ein Anziehungspunkt für die Touristen. Beschaulicher geht es gegenüber auf der Gracht zu. Hier ankern die Ausflugsboote, die auf Kundschaft warten. Auch sie bieten ein herrliches Bild vor der Kulisse der alten Häuser am Wasser.
In den kleinen Seitenstraßen kann weiter geshoppt werden und hier sind auch die berüchtigten "Braunen Cafés". Wir sind ja unbedarft da hineingeraten weil wir immer ein Café mit Raucherlaubnis suchten. Ein Cappuccino mit einer Zigarette, gemütlich im sitzen, das wäre es doch.
Ein seltsam süßer Duft schlägt einem durch die Rauchschwaden entgegen. Erst nachdem wir wieder draußen war, leicht benebelt, haben wir uns gefragt ob das schon beim einatmen wirkt??

Der Bienenkorb

Amsterdam ist eine Shopping-Stadt, das ist keine Frage. Nicht nur in den kleinen Straßen auch auf dem Dam kann man viel Geld loswerden.
Das Kaufhaus De Bijenkorf mutet zunächst von aussen wie ein Museum an. In der Nachbarschaft hat das Gebäude allerdings viel Konkurrent, so dass es uns fast nicht aufgefallen wäre.
Das Hotel Krasnapolski liegt in direkter Nachbarschaft. Davor auf dem Platz das National Monument, das zur Straße von zwei Löwen flankiert wird. Als ich diese ablichten wollte, entdeckte ich hinter dem Löwen den Namenszug " De Bijenkorf", was ich trotz spärlicher Kenntnisse der niederländischen Sprache mit Bienenkorb übersetzen konnte.
Das neobarocke Gebäude mit einigen klassizistischen Dekorationsteilen ist in bestem Zustand. Bis 1845 stand hier die Kaufmannsbörse, die der Kaufmann Simon Philipp Goudsmith zu diesem sehenswerten Kaufhaus umbauen ließ.
Große Schaufenster sind nicht zu sehen, daher hatten wir es sicher auch nicht als Shopping-Ziel wahrgenommen. Doch schon der Blick

Bilder von Amsterdam
  • Amsterdam - Amsterdam
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Amsterdam - Amsterdam
Idylle an der Singel
durch die Glastüren begeistert. Das Innere ist des Hauses ist modern und gediegen. Glänzende Böden und einfallsreiche Dekorationen sieht man dann beim Eintreten. Im Erdgeschoss kann man über die ganze Fläche laufen während die andere Geschosse von den Galerien begrenzt werden. Damenmode, Herrenmode, Kosmetik, hier ist alles vertreten, was man in einem Kaufhaus sucht
Bekannte Markenmode ist hier vertreten, die wir auch aus Bremen kennen. Die Preise sind großstädtisch, also nicht gerade billig. Die Präsentation ist aber einfallsreich und ansprechend.
Hier ist in der Regel bis 21,00 Uhr geöffnet, so können wir es den Schildern entnehmen. Sogar sonntags kann man hier einkaufen, was aber sicher in der Innenstadt gut angenommen wird. Besser man hält hier die Geldbörse fest zu.

Gleich daneben und gegenüber vom Dam ist ein belebter Platz.
Dominiert wird dieser Platz von einer hohen Säule, die uns fast an die Obelisken in Rom erinnert hat. Dieses Monument ist aber offensichtlich jüngeren Datums. Eingeweiht wurde es im Mai 1956. Das Mahnmal soll an die Opfer des zweiten Weltkrieges erinnern und so finden jedes Jahr am 4. Mai hier auch die Gedenkfeiern in Anwesenheit der königlichen Familie statt.
Geplant hat den 22 Meter hohen Obelisken der Architekt J.J.P. Oud. Den sonst glatten Obelisken zieren im unteren Drittel verschiedene Figurengruppen. Die Männer mit den Hunden symbolisieren den Widerstand, eine Frau mit Kind steht für den Frieden und die Gruppe der vier Männer sympolisiert den Krieg.
An der Rückseite hat man Urnen eingemauert. In den elf Urnen befindet sich Erde aus den damals 11 holländischen Provinzen.
Die Stufen vor dem Mahnmal sind ein beliebter Treffpunkt, wie wir feststellten. Man konnte kaum richtig nahe an den Obelisken heran, denn überall saßen hauptsächlich Jugendliche, die sich unterhielten oder einfach nur ausruhten.


Es wurde langsam schummrig und wir bekamen Hunger. In einer weiteren Seitenstraße fanden wir das italienische Lokal Vasso. Auch dieses natürlich, in einem der hübschen Gebäude mit Treppengiebel. Hier haben wir sehr nett gegessen und sind dann wieder mit der Tram zum Hotel.
Ein kleiner Absacker in der Bar und ab in die Falle, denn wir wollten am nächsten Tag früh unterwegs sein.


Munttoren

Schon auf unserem Weg vom Bahnhof in Richtung RAI fuhr unsere Straßenbahn an diesem Turm vorbei.
Auf der Rückfahrt in Richtung Stadt haben wir beschlossen, zunächst hier auszusteigen. Dort wo die Flüsse Amstel und Singel zusammen fließen, steht dieser schlanke Turm. Unter ihm ein kleiner Platz, der bei unserem Besuch von Touristen bevölkert war. Kein Wunder, denn gleich neben dem Turm liegt der schimmende Blumenmarkt und auch auf der anderen Straßenseite sieht man schöne alte Häuser am Ufer und auch verschiedene Ausflugsboote beginnen hier ihre Fahrt.
Auch diesen Turm gestaltete Hendrik de Kayser, diesen Namen ließt man oft in Amsterdam. Entstanden ist der Turm gegen Ende des 17. Jahrhunderts als Teil der Stadtbefestigung. Seinen Namen Münzturm erhielt er von dem Nahen Gebäude, der Münze Amsterdams.

Ein wohlklingendes Glockenspiel hört man aus dem hölzernen Glockenhaus. Wer, so wie wir, das Glück hat am Freitag Mittag hier zu sein, der kann sich an dem Klang erfreuen.
In dem Gebäude darunter befindet sich eine Ausstellung mit Verkauf von Porzellanartikeln. Hier wird alles verkauft was den Besucher der Stadt begeistern könnte.


Der schwimmende Blumenmarkt

Der schwimmende Blumenmarkt am Singel ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Amsterdam.
Das haben wir schon gleich festgestellt als wir am Munttoren vorbei auf den ersten schwimmenden Stand zugelaufen sind. Touristen aus allen Ländern bummelten hier. Irgendwie hatte ich mir immer vorgestellt, dass hier Schiffe liegen auf denen verkauft wird. Im Prinzip sind es aber eher Holzplanken mit einem Aufbau aus mehr oder weniger festen Planen. Die Rückwände zur Wasserseite sind allerdings aus Plexiglas.

Schon der erste Stand an der Ecke zeigte die ganze Vielfalt. In Kisten lagen die Tulpenzwiebeln, immer schön nach Sorte getrennt. An Metallständern gab es weitere Blumenzwiebeln. Von der Decke hingen Trockenblumen in allen Farben.
Auch frische Schnittblumen sowie Topfblumen waren im Angebot. Eine bunte Farbenpracht und auch die Nase erhielt verschiedene Düfte.
Auf einer Konsole standen auch die typischen Mitbringsel, die meiner Meinung nach, die Beschenkten in arge Bedrängnis bringen wird. Wohin mit dem Kitsch ohne den Spender nicht zu verärgern? Die kleinen Klumpen aus billigem Porzellan in Delfter Blau. Becher mit bunten Tulpen und die Windmühle aus Plastik waren nur ein teil des Angebots. Nunja die Geschmäcker sind wohl verschieden und besonders die Asiaten haben hier eifrig zugegriffen.
So reiht sich hier ein schwimmender Stand an den anderen, wobei der erste wirklich der farbenprächtigste war. An einem der letzten Stände gab es dann noch Seerosen aus Plastik, gleich mit passendem Frosch aus dem gleichen Material.
Richtiger Lichtblick waren da die Kästen mit den Herbstzeitlosen, die teilweise ihre Blüten schon aus der Zwiebel reckten.
Gegenüber reihte sich übrigens auch ein Andenkenladen an den nächsten. unterbrochen von einem Käseladen im Keller, dem wir auch einen Besuch abstatteten.


Rembrandt Huis

Wir sind dann am Singel entlang gelaufen über malerische Brücken bis wir dann das Rembrandt Huis gesucht haben.
Amsterdam ist nicht nur die Stadt der Coffieshops sondern auch der Kunst. Bedeutende Maler hat dieses kleine hervorgebracht und jedes Kind kennt den Namen Rembrandt. Er war zu seiner Zeit schon ein anerkannter Künstler, was vielen anderen seiner Zunft erst nach ihrem Ableben zuteil wurde.
Das Haus von Rembrandt ist heute ein Museum, das man besichtigen kann. Dieses gebäude bewohnte er in seiner " goldenen Zeit", so würde er sie sicher heute nennen. Zwischen 1639 und 1658 arbeitete und wohnte er in diesem Gebäude, das seine Frau, eine Adlige, finanziert hatte. Zu dieser Zeit entstanden viele seiner bekannten Gemälde in einem Atelier im Obergeschoss. Viele bekannte Bürger gingen hier ein und aus und leider später auch die zahlreichen Gläubiger des Herrn Rembrandt Harmensz van Rijn.
Die Touristen betreten das Gebäude durch einen modernen Eingang links neben dem Haus. Wir hatten eine "I Amsterdam-Card" und brauchten diese nur vorzeigen. Der Museumsbesuch wurde entwertet und wir begaben uns in den ersten Raum.

Eine Küche war es offensichtlich. Ein riesiger Rauchabzug, ein Spülbecken und verschiedene Utensilien deuteten auf die Verwendung hin. Ein Alkoven an der rechten Wand enthielt aber auch ein Bett, das vielleicht die Magd benutzt hatte?
Ein anderer Raum auf dieser Etage wurde als Salon bezeichnet. Diverse Bilder an der Wand wirkten gemütlich. In der Ecke auch wieder ein Alkoven? haben die überall ihre Betten gehabt. Und auffallend war, dass die Betten sehr kurz waren. Kunstvoll geschnitzt und geschmückt, das fällt ins Auge.
Über eine richtig schmale, gewendelte Treppe erreicht man den ersten Stock. Hier hängt über einem schönen Kamin auch ein interessantes Gemälde. Von Rembrandt stammt allerdings kein Gemälde.
Ein interessanter Raum ist mit Radierungen des Meisters geschmückt. In dem Raum hängen leinen verschiedene Stiche, es gibt eine Werkbank mit Utensilien und anderen Gerätschaften.
Eine Dame betritt den Raum, begrüßt alle Anwesenden in englisch und beginnt eine Vorführung der verschiedenen Techniken.
Alle hören interessiert zu und der kleine Raum füllt sich immer mehr. Die Dame erklärt wort-und gestenreich die verschiednen Verfahren und zeigt dann die Endergebnisse.
Noch ein Stockwerk höher liegt eine Art Boden, der damals von Rembrandts Schülern benutzt wurde. Hier sitzt ein Maler und zeigt sein Handwerk mit Naturfarben. Fast wie fotografiert wirkt sein Werk eines afrikanischen Paares. An den Wänden sind Regale mit Büsten, Statuen und anderen Dekoobjekten angebracht.

Nach so viel Kunst und Historie muss sich das Augen erstmal erholen. Gleich gegenüber gibt es dann wieder ein Postkartenidyll.
Gesehen haben wir dieses kleine Häuschen schon vom Wasser aus. Bei einer Grachtenfahrt fuhren wir an diesem ehemaligen Schleusenhaus vorbei. An dieser Stelle wird die Wasserstraße deutlich schmaler und das dunkle schmale Häusschen ist hier ein richtiger Blickfang.

Von der Terrasse über dem Zwanenburgwal kann man bei einer Tasse Kaffee oder auch einem Bier den Rundblick genießen. Von hier sieht man noch den schiffsähnlichen Bau vom Nemo und auch die kleinen Schiffe und Ausflugsboote, die den Kanal nutzen.
Neben dem Gebäude kann man auch noch etwas von der Technik der Schleusenanlage sehen. leider hatten wir keinen Reiseleiter dabei, der uns das erklären konnte.

Irgendwie fragt man sich in Amsterdam immer: was ist am Ende der Straße? um die nächste Ecke?

Bevor wir in die Zuiderkerk gehen konnten, schlenderten wir ein Stück die Straße hinunter. Auf der Karte hatte ich sie schon gesehen und auch Im Reiseführer von ihr gelesen:

Die Moses und Aaronkerk

Die dicken Mauern und die schönen Fensternischen gehören zu dieser schönen Kirche deren Hauptfassade aber dann erst um die nächste Ecke zu sehen ist. Auf dem Platz davor findet ein Flohmarkt statt, der hier ganz bekannt ist. Also die Taschen gut festhalten und dann geht es weiter. Bei diesem Gedrängel muss man aufpassen. Leider ist schon ein Gitter am Eingang der Vorhalle, es ist also geschlossen. Da kann man sich dann nur an der Fassade erfreuen und mit ein wenig Abstand die Figur auf dem Dach fotografieren.
Ein Blick auf die Uhr verrät auch, dass jetzt die Zuiderkerk geöffnet sein muss.

Zuiderkerk

Etwa eingequetscht zwischen den umliegenden modernen Wohnblöcken wirkt das Bauwerk. Der 80 Meter hohe Glockenturm ist wirklich sehr schön, lässt sich aber nur aus einiger Entfernung auf das Foto bannen. Die Anfang des 17. Jahrhunderts erbaute Kirche ist eine sogenannte Pseudobasilika.
Jetzt ist das Tor an der rechten Seite geöffnet und wir treten gespannt ein-- und prallen fast zurück.
Neben dem Eingang liegt in einem Glaskasten ein Shop mit Büchern.In supermodernen Regalen stehen hier Bildbände. Die Zugänge sind offensichtlich auch mit einer Alarmeinrichtung gegen Diebstahl gesichert. Irgendwie wirkt das ganze richtig deplaziert auf mich.
Dort wo wir eigentlich das Kirchenschiff vermuteten ist ein knallroter Teppich mit einem Metalltisch. Wo in den Kirchen die Fenster zu bewundern sind, sieht man ein Metallgerüst. Dieses zieht sich fast um das ganze Innere des Kirchenschiffs. Statt schöner Leuchter blenden mich hier Scheinwerfer.
Ich versuche dann noch herauszufinden, was das für eine Ausstellung ist, doch das eigentlich eher widerwillig. Auf den Tischen ist offensichtlich etwas über neue Energien in Amsterdam zu erfahren. Es geht um Windenergie und andere erneuerbare Energiequellen, soviel kann ich sehen und lesen.
Gut, das hätte man sich sparen können. Am Ende der Straße hatten wir vorhin schon ein interessantes Gebäude gesehen. Die Richtung nehmen wir jetzt.

Waggebouw und Nieuwmarkt

Die Straße mündet dann in einen großen Platz, auf dem die ursprüngliche Waage steht, die Waggebouw. Ein Haus mit langer Tradition. So schaute hier Zar Peter den Chirurgen bei der Arbeit zu. Auch der Maler Rembrandt schaute hier zu, denn er brauchte für ein Gemälde Anschauungsmaterial.
.In ihr gibt es heute ein Caférestaurant, das sich bei Einheimischen und Touristen allgemeiner Beliebtheit erfreut. Der Platz selbst ist mit schönen Steinen gepflastert und bietet Platz zum schauen und ausruhen. Eine weitere Straße führt von hier dann in die Gassen von Chinatown.
Ein weiteres interessantes Gebäude ist das Trippenhuis. Auch wenn man hier die Ableitung des Namens Treppenhaus vermutet, es hat nichts damit zu tun. Hier wohnten die Waffenhändler Trip. Wer nach oben auf die Schornsteine blickt, der wird sie in Form von Kanonenrohren erkennen.
Die anderen schönen , alten Häuser rund um den Platz wirken eher beschaulich und keineswegs martialisch. Sie verleihen diesem Platz ein besonderes Flair. Und auch der eine oder andere Laden trägt zu dieser Idylle und Anziehungskraft bei.
Wir laufen in Richtung Chinatown und lassen uns in eine andere Welt versetzen. Viele asiatische Läden und Restaurants reihen sich hier aneinander.

Fo Gua Shan He Hua Tempel

Schon von weitem sahen wir dann eine richtig auffällige Fassade, die wir zunächst für ein besonders dekoratives Restaurant hielten.
Viele Touristen strömten durch den Eingang und gingen die Treppen hinauf. glücklicherweise entdeckten wir noch das Schild auf dem Tempel stand.
Eine zweiläufige Treppe führte zunächst auf einen Absatz, von dort ging dann noch eine Treppe in einen großen Raum. Beim Eintreten mussten wir aufpassen, dass wir nicht über die hohe Schwelle stolpern. In dem etwa 100qm großen Raum standen verschiedene Altäre mit , ich vermute mal, Buddha-Figuren. Da ich noch nie in Asien war, fand ich diese Besichtigung sehr interessant.
An den Wänden konnte man fast flächendeckend quadratische Reliefs sehen. Sie hatten die Größe von normalen Kacheln und stellten auch immer die Gottheit dar.
Direkt am Eingang stand ein Behälter mit kleinen Papierrollen, ähnlich der Lose auf einem Jahrmarkt. Diese Zettel konnte man erwerben und dann in einer hohen, goldfarbenen Pyramide einstecken.
Sicher standen dort gute Wünsche für das weitere Leben drauf. leider konnte ich es nicht entziffern.
Hauptsächlich sah man hier neugierige Touristen, so wie mich und meine Freundin. Doch es gab auch Asiaten, ob einheimisch oder auch Touristen kann ich nicht sagen, die hier beteten. Dabei beschlich mich dann doch ein wenig ein Schuldgefühl, denn leise war es hier wirklich nicht.
In einer Ecke des Tempels wurden religiöse Andenken verkauft, jedenfalls wirkten sie auf mich so.

Nach etwas stöbern in den Geschäften sind wir dann ins Hotel gefahren. Gegessen haben wir in der Bar, die an dem Tag auch für die Gastronomie zuständig war denn im Restaurant gab es eine Gesellschaft. Trotz der kleinen Karte haben wir etwas Leckeres gefunden und sind nach diesen vielen Eindrücken bald in den Federn verschwunden.

Am Abreisetag nahmen wir unsere Koffer gleich mit in die Stadt und zum Bahnhof. Wir hatten Zeit bis 15.00 Uhr, so dass wir den Koffer einschließen wollten. Das gestaltete sich aber nicht so einfach. Wir hatten ein leeres Fach gefunden und ich wollte mittels Karte bezahlen. Nirgendwo konnte man die Nummer des Faches eingeben, was ich merkwürdig fand. Wir notierten auf einem Zettel die Nummer und fragten nach. " Doch, versicherte der Herr, wenn Sie nachher zurück kommen, dann geht genau das richtige Fach auf". Wie sollte das funktionieren ? Wir beschlossen in jedem Fall rechtzeitig am Bahnhof zu sein. Hier fand übrigens ein Marathon statt, so dass man kaum über den Platz gelangen konnte. Wir suchten uns ein besinnliches Plätzchen: die Kirche gegenüber, die wollten wir uns unbedingt noch ansehen.

Sint Nicolaaskerk

Erbaut wurde diese Kirche gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Sint Nicolaas, wie sie in niederländisch heißt, ist eine römisch-katholische Kirche.
Vielleicht verdankt sie diesem Umstand, dass sie noch nicht zu einem Veranstaltungszentrum umfunktioniert wurde.

Außenansicht

Die gelingt nur gegenüber vom Bahnhof und von dort sieht man den Aufbau und die Türme. Von dort lässt sich gerade noch die Figur des heiligen Nikolaus erkennen.
Direkt vor dem Sakralbau tost der Verkehr von Autos und Straßenbahnen mehrspurig vorbei. Wer hier ein besseres Foto schießen will, der spielt mit seinem Leben.

Innenansicht

Die eiserne Pforte war geöffnet, wir hatten Glück. Daneben gab es in einem Infokasten einen Hinweiss auf die Samstags um 17.00 Uhr stattfindenden Chorgesänge. Einige Stufen führen zum Portal.
Der erste Blick entlockt uns ein Ausruf des Erstaunens, denn wir schauen auf den Altar und die hohen Fenster im Hintergrund. Fünf hohe Fenster sind zu erkennen, drei davon haben bunte Glasmosaiken von ausgeprägter Farbigkeit. Die beiden Fenster an der linken Seite sind fast transparent. Ich vermute, dass hier die Fenster zerstört wurden. Unter diesen Fenstern funkelt es in den Nischen, doch wir müssen zunächst etwas näher gehen.
Auf der rechten Seite laufen wir an der Kanzel vorbei. Ein Relief wird oben und unten von braunem Marmor gefasst. Ob das helle Relief aus weissem Marmor ist? ich kann es nicht sagen. Die Figuren sind jedenfalls wunderschön gemeisselt, die Gesichter fein gearbeitet.
Nun sind auch die Mosaiken in den Nischen gut zu erkennen. Dargestellt sind hier fast mannshohe Figuren, die ich als Heilige einschätzen würde.
Auf goldenem Grund inmitten von Palmen wird hier eine Geschichte erzählt. Vor den Nischen stehen Skulpturen aus hellem Stein.
Die Wände sind flächendeckend mit Gemälden geschmückt, auch sie halten sich an den goldenen Grundton. Über dem Altar blickt man dann in eine Kuppel. Auch sie ist mit Malereien verziert und enthält Fenster aus buntem Glas.
Es gibt Seitenkapellen links und rechts neben dem Altar. Auch sie wurden praktisch flächendeckend mit Gemälden verziert. In einer dieser Kapellen stand ein hoher Aufbau aus weissem Marmor mit einer Figurengruppe als Abschluss. Ein Fries von Darstellungen zog sich mittig über diesen Altar.
Also für mich die schönste Kirche in Amsterdam. Das war eine Entschädigung für die Zuiderkerk. Nun brauchten wir einen Cappuccino.

Schreierstoren

Das alte Hafenviertel der Stadt liegt direkt neben dem Hauptbahnhof. Hier fällt uns ein merkwürdig geformter Turm auf, der etwas von den sonst gewohnten Giebelhäusern der Stadt abweicht.
Das Gebäude heißt Schreierstoren und ist Teil der alten Stadtmauer. Es wurde im Jahr 1485 errichtet und ist somit wohl eines der wenigen erhalten gebliebenen mittelalterlichen Bauten der Stadt. Der Bau ist rechteckig, an den Ecken aber abgerundet. Auf dem Dach ist ein turmähnliches Gebilde zu sehen, das aber im Gegensatz zu dem wuchtigen Bau etwas kläglich wirkt.
Für den Namen gibt es zwei verschiedene Erklärungsversuche. Als schrijlings, also rittlings auf der Stadtmauer, gelegen, ist ein Erklärungsversuch. Etwas poethischer ist die Deutung der schreienden Frauen, die hier beklagten, dass die Männer nun viele Jahre auf See waren. Darauf soll auch ein Relief am Giebel hinweisen, dass eine solche Seemannsbraut zeigt. Das erscheint doch recht stimmig, denn der Hafen ist nur einen Steinwurf entfernt.
Wir haben diese ganzen Bedeutungen des Bauwerks erst später entdeckt. Uns zog das Café mit seiner netten Außenterrasse an. Über eine recht steile Treppe erreicht man das hier beheimatete Lokal. Im Inneren ist es richtig rustikal, mit viel Holz und alten Regalen. Eine Tür führt auf einen kleinen Balkon, auf dem wir glücklicherweise noch das letzte Tischchen ergattern konnten.
Von hier hat man die Gracht und den Hafen im Blick, was man einfach als genial bezeichnen muss.
Jetzt aber Beeilung. Denn wir wollten ja noch ins Reichsmuseum. Die Tramlinie 2 fährt uns direkt hin.

Meisterhaftes im Reichsmuseum

Schon beim aussteigen sieht man dann das riesige Gebäude an der Stirnseite des Platzes. Wir sind begeistert von dieser Aussicht, König Wilhelm III. war es nicht. Er bemäkelte das Aussehen , das eher an ein Sakralbauwerk erinnert. Er werde nie einen Fuß in dieses Bauwerk mit seinen burgundischen Dächern setzen, verkündete er. Ich weiß nicht ob er Wort gehalten hat, wir haben jedenfalls beide Füße hinein gesetzt.

Zunächst galt es den Eingang zu finden, der aber mittels der Hinweisschilder gut zu finden ist. Vorbei an dem Backsteinbau im Stil der Neugotik mit seinen Türmen und den schönen Maßwerkfenstern geht es links an der Fassade durch einen gemauerten Torbogen. Da steht man in einer kleinen Parkanlage und am Ende einer Schlange. Ein Sprachengewirr zeugt davon, dass hier Touristen aus allen Ländern Einlass begehren. Immer wird nur eine kleine Anzahl eingelassen.

Nach einer Kontrolle stehen wir dann im Gebäude und müssen uns orientieren.
Nun hatte ich mir vorgestellt, dass es hier ähnlich groß wie im Prado ist. Dort muss man eine Auswahl treffen, sonst schafft man es nicht. So haben wir gleich die gewendelte Treppe angesteuert, die uns nach oben zu den holländischen Meistern führt.
Die Räume sind recht schlicht gehalten und insofern für Gemälde ideal. Wir laufen von Raum zu Raum und schauen uns die Werke an und schauen natürlich auf die Namen neben den Gemälden . In Raum Nummer 10 begegnen wir der Küchenmagd von Vermeer. Sie trägt ein gelbgoldenes Oberteil und eine blaue Schürze. Die Farben wiederholen sich in der blauen Tafeldecke und den gelbgoldenen Früchten auf dem Tisch. Der Lichteinfall ist genial festgehalten und wir freuen uns, dass man so ein Gemälde mal aus der Nähe sieht.
In Raum 12 dann steht ein Menschenknäuel vor einem Monumentalgemälde. Die Nachtwache von Rembrandt nimmt fast die ganze Wand ein. Es wirkt recht düster, nur die Herren im Vordergrund werden von dem Licht erfasst. Wir sind beeindruckt.
Wieder im Erdgeschoss angekommen, schauen wir uns die Puppenhäuser an, die bis zu 300 Jahre alt sind. Die Ausstattung ist kostbar und liebevoll bis in das kleinste Detail. Im nächsten Raum sehen wir uns die silbernen Ausstattungsstücke der Tafel an und auch die Fayencen mit dem bekannten Delfter Blau sind hier zu sehen.
Was habe ich nun gedacht als ich wieder aus dem Museum ging ? das war alles ? Möglicherweise hatte ich mehr oder zuviel erwartet. Sicher waren sehr viel berühmte Gemälde zu sehen--und das sogar hautnah. Wir konnten die Pinselstriche sehen.
Irgendwie hatte ich den Eindruck, das zu dieser Zeit nicht alle Räume offen oder nicht alle Gemälde gezeigt wurden. Ich hatte zwar etwas von Renovierung gelesen, doch mich nicht genau erkundigt. Da der Besuch für die Inhaber der Amsterdam- Card frei war, kann ich über den Eintrittspreis nichts sagen.

Dann wurde es aber Zeit sich auf den Weg zum Bahnhof zu machen.
Wir hatten es ja nicht geglaubt, doch tatsächlich sprang genau unser Fach auf. Ich kann bis heute nicht sagen ob das durch die Kameras erfasst wird... oh Wunder der Technik.


Amsterdam ist eine Reise wert. So einiges kann man an einem Wochenende sehen und genießen, wird der Leser feststellen, der bis zu diesen Zeilen durchgehalten hat.
Ich möchte aber anmerken, dass dieses nur unsere Auswahl war. Manches vorher geplant, über anderes einfach gestolpert, was ja auch spannend ist.
Leider war der Königliche Palast geschlossen wegen Renovierung, die Nieuwe Kerk entpuppte sich leider innen auch als Baustelle und Madame Tussaud war sowas von belagert. Eigentlich sind 3 Tage zu wenig, doch uns hat es gefallen und Spaß gebracht. Viele neue Eindrücke und nette Menschen. Wie zum Beispiel die Verkäuferin im Shop gegenüber dem Bahnhof, die richtig ins schwatzen kam über ihre "berauschten" Kekse, Schokolade und Lollys ".


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
meinemiamaria

meinemiamaria

08.08.2012 21:39

Ja, eine tolle Stadt ! ---- "BH" von Maria -----

romantikramona

romantikramona

25.07.2012 17:31

da war ich auch schon einige male, einfach klasse .....lg .....

MSBBonn

MSBBonn

09.07.2012 14:39

Ich war schon sehr oft in Amsterdam. Allerdings habe ich von deinen Sehendswürdigkeiten noch nicht viel mitbekommen, da wir immer eher die alternativen Seneswürdigkeiten wie Flohmärkte, Kneipen, Caffeeshops etc. besucht haben. Und italienisch essen waren wir dort auch noch nie :-))) LG Martin

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