Home > Reisen > Afrika > Kenia > Reiseberichte & Tipps zu Kenia > Amboseli Nationalpark > Erfahrungsbericht
Kein Bild verfügbar

Erfahrungsbericht

für Amboseli Nationalpark
Nächsten Bericht ansehen "Kenia - wie alles begann"
4 Sterne Massai in Autoreifen
120 von 120 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Kulisse und Elefantenvorkommen

Kontra sonst nur vereinzelt Tiere

Der Autor

Marnie30 Seit 21 Aug 2000

Schön, daß Du mal bei mir vorbeischaust. Falls Du Dich für Reiseberichte interessierst, bist Du... mehr

93 Mitglieder vertrauen mir
Nein, nein, dass ist nicht das neue kenianische Nationalgericht-was denkt ihr? Vielmehr ist es die erste Attraktion, die ihr zu sehen bekommt, wenn ihr euch auf den Weg in den Amboseli Nationalpark macht. Dieser süd-östlich von Nairobi gelegene Nationalpark befindet sich direkt an der Grenze zu Tansania und begrenzt die Nordseite des Kilimandjaros. Das circa 390 km² große Areal bietet genau den richtigen Einstieg ist die Safari-Welt Afrikas.

Am Rande der sehr holprigen Zubringerstrasse gibt es viele Dörfer zu durchqueren, ja sogar der Blick auf die Grenze Tansanias wird freigegeben.

Massai in voller Ausstattung, wie aus dem Fernsehen bekannt, kreuzen den Weg. Die Füsse bekleidet mit Stücken eines Autoreifens. ;-)

Doch setzen wir unsere Fahrt über die rote Erde fort. Am Eingang des Nationalparks angekommen, stürzen sich zahlreiche Einheimische auf unseren Safari-Bus, während der Fahrer seine Smart-Card zückt, um den Eintritt zu zahlen. In den Händen halten sie Perlenschmuck, wie er für Massai typisch ist, diverse Holzmasken und Schnitzereien, sowie allerlei andere Souveniers. Die Frage nach dem Preis lässt deutlich werden, dass Touristen hier keine Seltenheit sind. Beträge, die einem nur ein Schmunzeln abringen, da sie so unverschämt und utopisch hoch sind, sind keine Seltenheit. Eine afrikanische Holzmaske sollte 3.800 kenianische Schilling kosten, was ungefähr 50 EUR ausmacht. Das in diesen Lande typische Feilschen hätte den ganzen Vormittag gedauert, bis man sich auf einen annehmbaren Preis geeinigt hätte. Also zogen wir weiter.

Quer durch den ausgetrockneten Amboseli-See, der eine graue triste Staubwüste preisgab. Vereinzelte Tiere liefen uns vor die Linse und veranlassten uns dazu, den Fahrer mit einem lauten "Stop" zum anhalten zu zwingen. Mit einem breiten Schmunzeln gab er unserer Bitte jedesmal nach. So hielten wir in 100 m Abständen an jedem Zebra, an jedem Gnu und ja sogar eine Giraffe lief uns über den Weg. Die Zeit sollte zeigen, dass sehr bald der Gewöhnungseffekt eintritt und man an dem zweiten Tag nur noch bei Katzen oder Tieren über 2,00 m Höhe laut schreit. ;-) Doch er nahm diese ersten schwierigen Stunden mit Humor.

Generell sei gesagt, dass der Fahrer, er hiess John und war vom Stamm der Luo vom Viktoriasee, sehr gut war. Als Angestellter der Firma Pollman sind Safaris sein täglich Brot, doch Routine liess er sich nie anmerken. Er machte jede Pirsch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Nach Durchquerung des Sees gelangten wir in den Amboseli Nationalpark.

Eine Gänsehaut läuft einem über den Rücken, wenn man einen afrikanischen Elefanten mit ausgebreiteten Ohren vor dem majestätischen Kilimandjaro erblickt. Ein Postkartenmotiv, welches jedoch jeden Tag im Amboseli Wirklichkeit wird, nämlich jedes Mal wenn die Wolken am frühen Morgen und gegen Abend für ein oder zwei Stunden die Kuppe des Berges freigeben. Der Elefant ist austauschbar. Die Kameralinse erblickt mal eine Giraffe, mal eine Schirmakazie vor dieser Kulisse. Doch die Schneekuppe des höchsten Berges Afrikas, bzw. des höchsten allein stehenden Berges der Erde, ist und bleibt das Highlight und auch der einzige Grund, warum man diesen Park besuchen sollte.

Die Vegetation im Amboseli ist nicht das typische Afrika, welches man aus zahlreichen Filmen und Reportagen auf VOX oder Kabel 1 kennt. Keine Savanne, wenig alleinstehende Akazien. Lediglich grauer Staub und Kiesel bedecken das Erdreich, jeweils durchbrochen von einzelnen größeren Baumgruppen bestehend aus Palmen, Akazien und Buschwerk.

Ganze Tierherden kommen hier nicht vor. Mal bis zu 20 Elefanten war das Einzige, was uns über den Weg lief. Ansonsten trifft man Gnu-Herden oder Zebras in Gruppierungen bis zu 10 Stück. Auch Nilpferde leben nur vereinzelt in den Wasserlöchern.

Der in der Mitte des Parks stehende "Oberservation Hill" ist ebenfalls wie der Kilimandjaro aus Vulkangestein und per pedes zu erreichen. Auf der Kuppe des Hügels angekommen, hat man einen atemberaubenden Blick über den gesamten Park, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Fazit::

Aufgrund der hohen Elefantenpopulation sowie der beeindruckenden Kulisse des schneebedeckten Kilimandjaros sollte man dem Amboseli Nationalpark schon einen Besuch abstatten. Ein Tag mag da schon genug sein. Während einer Frühpirsch ist es gut möglich, Geparden und Löwen zu beobachten. Und mitten in einer Elefantenherde zu stehen, möchte sich doch wirklich niemand entgehen lassen. Oder?

Bewerten Sie diesen Erfahrungsbericht

Wie hilfreich ist dieser Bericht für Sie? Leitfaden zum Bewerten

Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors

Anstatt dem Mitglied eine negative Bewertung zu geben, bitte daran denken:

  • Helfe diesem Mitglied durch nützliche Tipps

  • Melde einen Missbrauch wegen unerlaubter Kopie oder anderer Gründe an das Ciao Support Team.

Aktiviere die Funktion für negative Bewertungen

Kommentar schreiben

 Kommentar abgeben  Kommentar abgeben

JavaScript sollte aktiviert sein, um eine Bewertung oder einen Kommentar abgeben zu können.

Kommentare

Haben Sie eine Frage zu Amboseli Nationalpark? Frage stellen
Vorherige Seite Nächste Seite Seite 1 von 25 | 1 - 5 von 121 Kommentaren
  • bin14 24.03.2010 10:57
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Pasibaumi 12.03.2010 11:02
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Striker1981 09.03.2010 00:49
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • trenker26 01.05.2003 09:14
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • LotharH44 27.09.2002 03:04
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Mußte einfach einige Deiner Berichte nochmals "nachlesen"...einfach toll!

Vorherige Seite Nächste Seite Seite 1 von 25 | 1 - 5 von 121 Kommentaren

Mehr Berichte

für Amboseli Nationalpark

Ähnliche Angebote

für Amboseli Nationalpark
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.