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Erfahrungsbericht

für Alter Schwede, Hamburg
5 Sterne ALTER SCHWEDE Bericht mit Bildern
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Empfehlenswert: Ja

Pro Schönes Ausflugsziel, gigantisch

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joanbaez Seit 12 Apr 2008

Auf meinem PC sehen unsere Berichte mit dem neuen Design gruselig, albern und nicht... mehr

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Am Elbstrand in Hamburg liegt der älteste Einwanderer und kann von jedem einlaufenden Schiff bewundert werden. Wer Lust hat kann ihn auch zu Fuß erreichen und ihn bestaunen. Sein Alter wird auf 1,7-1,8 Milliarden Jahre geschätzt und vermutlich kommt er aus Schweden. Deswegen haben ihn die Hamburger auch liebevoll ALTER SCHWEDE genannt.

Wenn ich jetzt sage es handelt sich um einen Stein, glaubt wohl jeder, dass ich langsam verrückt werde. Doch so ganz falsch ist das gar nicht, Nur sagt man bei seiner Größe nicht mehr Stein, sondern würde ihn als Felsbrocken bezeichnen und da er kein Hamburger ist, bis zu seinem Fund, aber schon seit Ewigkeiten im Elbbecken lag, nennt man ihn Findling.

Diesen Findling hat man 1999 aus den Wasser geholt und in Nähe seines Fundortes an den Strand verfrachtet, wo er nun, etwas verlassen, von jedem zu bestaunen ist.

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Wo kommt er her

Erzählen kann er uns das natürlich nicht, doch aufgrund seines Gesteins (Grauer Växjö-Granit) vermutet man das er aus Schweden kommt. Wahrscheinlich ist dieser Findling schon während der Elster-Eiszeit hierher gebracht worden. Er muss etwa dem Verlauf der heutigen Ostsee-Senke folgend mit dem Inlandeis transportiert worden sein. Dieser Transport wird durch Kratzspuren (Gletscherschrammen) an seiner Nordseite bestätigt. Die kantige Struktur an der Westseite lässt vermuten, dass der Findling während des Transports möglicherweise an dieser steil aufragenden Kluftfläche geteilt worden ist.

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Wann und wie wurde er entdeckt

Bis 1999 ruhte dieser Koloss auf dem Elbgrund, wie schon erwähnt fast 2 Milliarden Jahre. Bis er während der Fahrrinnenvertiefung der Elbe in ca. 15 Meter Tiefe ein riesiger Findling entdeckt wurde. Ein Ungetüm, das nun als große Gefahr für tief liegende Schiffe werden könnte. Das bedeutete, er musste raus aus der Elbe.

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Die Bergung

Ich erinnere mich nur noch schwach an die damaligen Nachrichten. Doch weiß ich noch genau, dass dieses Unterfangen einen riesigen Aufwand benötigte und nicht ganz reibungslos verlief. Der Versuch am 18.September 1999 schlug fehl. Der Riese riss sich von seinen Seilen einfach wieder los. Erst beim zweiten Versuch schaffte es der Schwimmkran, der ein Gewicht von 1600 t tragen kann, den „Alen Schweden“ aus dem Wasser zu befreien und auf einem Ponton zu hieven. Vorweg hatte man am Elbufer bei Övelgönne einen Platz vorbereitet und ihn dort endgültig abgesetzt.

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Der Alte Schwede

Er ist der größte und älteste Findling Deutschland. Er hat das enorme Gewicht von 217 Tonnen. Zum Vergleich: Ein Afrikanischer Elefantenbulle wird durchschnittlich 3,20 Meter groß und 5 Tonnen schwer. Gerechnet ergibt das ein gewicht von 105 Elefanten. Allerdings hat der Findling „nur“ einen Umfang von fast 20 m (19,7 m). Die Breitenabmessungen sind etwa 7,9 m und 5,2 m, seine Höhe beträgt etwa 4,5 m.

Am 6. Juni 2000 wurde er auf den Namen „Der alte Schwede“ getauft und „offiziell eingebürgert“.

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Meine Erfahrungen

Im Spätherbst 2000 habe ich mich das erste Mal auf den Weg gemacht, um den „Alten Schweden“ selbst zu bestaunen. Da doch vieles in den Medien über diesen Fund berichtet wurde, war der Zulauf im Sommer sehr groß und ich hatte keine Lust, mich in eine überfüllte Fähre zu setzen mit Menschentrauben am Elbstrand zu marschieren.

Das Wetter war an diesem Tag eigentlich optimal. Leicht bewölkt, aber noch recht warm. So war der Weg am Strand noch barfuss zu bewältigen. Als ich den Findling von weitem sah, wirkte er gar nicht so Groß, eher grau und sehr verloren. Doch je näher ich kam, umso klarer konnte ich seine Größe erahnen. Als Maßstab halfen mir die Bäume, die neben ihm nicht mehr ganz so groß erschienen.

Als ich dann vor ihm stand, war ich doch sprachlos. So riesig hatte ich ihn mir nicht vorgestellt. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass er sich von Schweden hierher bewegt hat. Schon die Höhe, fast dreimal so groß wie ich, beeindruckte mich sehr. Sein Umfang natürlich noch viel mehr.

Mein Bedürfnis ihn zu berühren war sofort da, Vorsichtig glitt ich mit meiner Hand über die Fläche, die durch die Sonne erhellt war. Ganz warm und glatt fühlte er sich an. Auch in den kleinen Vertiefungen ist er ganz geglättet, fast wie poliert. Im Vergleich zur sonnigen Seit, war die Fläche zur Promenade eiskalt.

Nun verspürte ich die Lust, mich auf den Stein zu stellen. Doch ich fand keine Möglichkeit ihn zu erklimmen. Trotz der Furchen und Wölbungen gibt es keine Möglichkeit (für mich). Den "Stein von Othmarschen", der nicht weit entfernt liegt, konnte ich jederzeit „besteigen“. Doch der ist auch viermal kleiner. Der „Alte Schwede“ lässt sich von mir nicht erklimmen. Mittlerweile ist er als Boulderblock mit Schwierigkeiten bis 7b bei Kletterern beliebt.

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Meine Meinung

Auch wenn ich nur noch ganz selten direkt zum „Alten Schweden“ laufe, erfreue ich mich immer wieder über seinen, wenn ich ihn von der Elbe aus betrachte. Man fährt auf dem Weg nach Finkenwerder mit der Hafenfähre der HVV an ihm vorbei. Allerdings wirkt er meistens recht verloren. Sein Ausmaß ist erst wirklich zu erkennen, wenn man fast vor ihm steht oder sich Personen in seiner Nähe befinden. Dann kommt mir der Stein wieder riesig vor, oder die Menschen klein. Halt so, wie man es betrachten möchte.

Für Touristen lohnt sich der Weg allemal. Schon die Fahrt vom Hamburger Hafen bis Ovelgönne ist ein Erlebnis. Von dort aus ist eine Wanderung am Elbufer schon fast Pflicht. Unterwegs bietet die „Strandperle“ (ganz bekannte Gastronomie), Platz für einen Kaffee mit Blick auf die Elbe. Von dort aus ist es nicht mehr weit zu laufen, bis man den Riesen erreicht.

Ich mache diesen Weg gern mit Freunden, die Hamburg nicht kennen. Ihr Erstaunen beim Anblick des Koloss amüsiert mich immer, denn ich erinnere mich dann an meinen ersten Besuch und meiner Reaktion. Es war eine Mischung aus Ehrfurcht, Neugier und Fassungslosigkeit. Mann, „Alter Schwede“

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Wer nicht so gern mit dem Schiff fährt, kann auch den Bus oder das Auto nehmennehmen

Bilder

für Alter Schwede, Hamburg
Alter1 - Alter Schwede, Hamburg
Etwas verloren, aber doch beeindruckend
von joanbaez joanbaez
Alter1 - Alter Schwede, Hamburg

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Kommentare

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  • christianpirker 27.03.2012 18:50
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Lupo889 28.01.2012 11:06
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • mozarteum 27.01.2012 21:41
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    mal ne andere sehenswürdigkeit ... lg detlef

  • travelgirl 27.11.2011 08:38
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • hansi04 13.11.2011 14:14
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    BH

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