Dieser Erfahrungsbericht wurde von 76 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
1 WARUM INS ALEX? 2 LAGE 3 ESSEN 4 SERVICE 5 FAZIT
1 Warum ins Alex? ~~~~~~~~~~~~~~~~~ Letzte Woche wollte ich ganz normal nach der Arbeit mit der S-Bahn nach Hause fahren und am Hauptbahnhof hieß es dann, dass die S3 in Richtung Süden wegen eines Feuerwehreinsatzes nur bis Wilhelmsburg fährt und ab dort ein Schienenersatzverkehr eingerichtet ist. Das ist eine Durchsage, die ich an einem Montagabend nicht hören möchte! Da ich dieses Spielchen schon mehrmals mitgemacht habe, weiß ich, was das heißt: Es gehen ja viel mehr Menschen in eine Bahn als in einen Bus und es dauert immer eine Weile, bis die Ersatzbusse am Einsatzort sind, also bedeutet das warten, warten, warten. Und danach war mir hungrig und müde wie ich war wirklich nicht. Also habe ich mir überlegt, welches Restaurant in der Nähe ist...
Nach kurzem Überlegen bin ich dann auf den Alster-Pavillon gekommen, denn er liegt nur wenige Gehminuten von der S- und U-Bahn-Haltestelle Junfernstieg entfernt. Seit 2001 wird der Alster-Pavillon, der ehedem also Oma-Kaffee-und-Kuchen-Café galt, von der Restaurant-Kette Alex betrieben, die in ganz Deutschland Filialen hat. Alex ist seit eigenen Angaben mit ca. 45 Betrieben (wissen die selber nicht, wie viele?) Marktführer im Segment der Freizeitgastronomie und steht unter dem Motto "Frühstück · Mittags · Abends · Immer". Immer hört sich gut an, denn schließlich will ich ja jetzt hin.
2 Lage ~~~~~~ Da das Wetter warm war, habe ich mir draußen eine Platz auf der Terrasse gesucht. Das Alex liegt direkt an der Alster (für alle Nicht-Hamburger: Die Alster ist ein Binnensee, der Mitten in der Stadt liegt, weil das Flüsschen Alster gestaut wird) und hat sehr viele Außenplätze. Ich saß also dort draußen, freute mich, nicht in einem stickigen Bus zu sitzen und genoss die Aussicht. Und dachte mal wieder, dass Hamburg eine wirklich schöne Stadt ist.
3 Essen ~~~~~~~~~~ Und so saß ich da und wartete. Irgendwann sprach ich eine Kellnerin an und sagte, dass ich bitte etwas bestellen möchte. Sie meinte, dass Sie ihrem Kollegen Bescheid sagt. Irgendwann kam der auch und ich bestellte eine Apfelschorle und ein Backed Potatoe de Sol. Hört sich doch toll an, oder? Sonnenkartoffel an einem Sommertag. Laut Karte ist das eine gebackene Kartoffel mit mediterranem Gemüse mit einem Hauch von Balsamico-Essig abgelöscht, Sour Creme und einem Salat.
Es dauert ziemlich lange bis das Essen kam. Ich dachte noch, na dann ist es wenigstens frisch zubereitet und war entsprechend enttäuscht, als es dann kam: Die Kartoffel war zäh. Sie wirkte so, als ob sie schon vor sehr, sehr langer Zeit gekocht worden war und dann in der Mikrowelle nur kurz warm gemacht worden ist (und das leider nur sehr lau). Das so genannte mediterrane Gemüse bestand fast ausschließlich aus Paprika und Zwiebeln (und das, wo jetzt fast alle Gemüsesorte Saison haben!). Der Salat war nicht der Rede wert (klein und auch nicht so richtig frisch). Insgesamt war die ganze Angelegenheit ziemlich flau, darum fragte ich nach Salz und Pfeffer. Das kam dann auch, allerdings erst nachdem ich das Essen fast schon aufgegessen hatte und ein zweites Mal nachgefragt hatte. Alles zusammen habe ich über zehn Euro für die Kartoffel, eine kleine Apfelschorle und einen Milchkaffee bezahlt.
4 Service ~~~~~~~~~~~ Der Service war nicht nur an diesem Abend ziemlich schlecht, sondern auch die Male davor, als ich da war. Das hat sich scheinbar bis zur Managementebene des Restaurants durchgesprochen. Denn die eine Kellnerin wirkte so, als ob sie einen Weiterbildung mitgemacht hatte. Mit betont lauter Fröhlichkeit hat sie die Sachen serviert, das war aber so aufgesetzt, dass es schon wieder störend auffiel. Und sie stellte alles auf den Tisch mit den Worten „Guten Appetit“ – auch die Apfelschorle. Dafür antwortete so eine Art Oberkellner (nur er durfte die Bestellungen aufnehmen) auf eine Anfrage eines Gastes „jetzt nicht“ und ging weg, am Nachbartisch schüttelten die Gäste auch schon den Kopf.
5 Fazit ~~~~~~~~ Der Blick ist wunderschön und ein lauer Sommerabend an der Alster ist etwas Herrliches! Nur sollte man dafür nicht unbedingt ins Alex gehen... Ich fand den Service wieder unterirdisch. Das Essen war nicht frisch und nicht lecker, da konnte ich fast froh sein, dass die Portion so klein war. Ich kann das Alex im Alster-Pavillon nicht wirklich weiter empfehlen.
Als ich mich dann später auf den Weg nach Hause gemacht habe, fuhr die Bahn wieder. Und so kann ich sagen: Besser als stundenlang auf den überfüllten Bus warten ist das Alex allemal. Ist die Frage, ob das reicht, um wieder zu kommen...
ALEX im Alsterpavillon Jungfernstieg 54 20354 Hamburg Fon 040/3501870 Fax 040/35018779
Vielleicht solltest Du nach 2 Jahren doch mal wieder vorbei schaun?
Die Bedienungen waren naemlich auf "zack" bei vollbesetzter Bude. Scheint mir aber so eine Art In-Treff zu sein fuer alle, die einen Hut haben oder ein Motorrad oder sonstwas, was man herzeigen kann.
Die Abendstimmung ueber die Alster mit der "Skyline" ist aber schon sehr schoen- vor allem bei angenehmen 20 Grad.
Ich tät dem ALEX nur 2 Sterne geben mieses Essen und die Möglichkeit verbaut direkt am Wasser sitzen zu können. Fast alle deutsche Städte haben Restaurants am Wasser, nur in HH gibt es das Kaum (ausnahme Strandperle und da sitzen 1000sende im Sand.) Warum wird das alles so teuer in Hamburg in verbaute Strukturen untergebracht? Dabei hat doch HH auch Wasserränder.
09.05.2006 01:33
Vielleicht solltest Du nach 2 Jahren doch mal wieder vorbei schaun? Die Bedienungen waren naemlich auf "zack" bei vollbesetzter Bude. Scheint mir aber so eine Art In-Treff zu sein fuer alle, die einen Hut haben oder ein Motorrad oder sonstwas, was man herzeigen kann. Die Abendstimmung ueber die Alster mit der "Skyline" ist aber schon sehr schoen- vor allem bei angenehmen 20 Grad.
24.08.2004 19:48
Nie wieder ALEX! Und schön, wieder war von Dir zu lesen. Ciao Marco
21.08.2004 21:26
Ich tät dem ALEX nur 2 Sterne geben mieses Essen und die Möglichkeit verbaut direkt am Wasser sitzen zu können. Fast alle deutsche Städte haben Restaurants am Wasser, nur in HH gibt es das Kaum (ausnahme Strandperle und da sitzen 1000sende im Sand.) Warum wird das alles so teuer in Hamburg in verbaute Strukturen untergebracht? Dabei hat doch HH auch Wasserränder.