Allgemeines zu Marriott Hotels

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Gut aufgehoben im Zürich Marriott Hotel

4 30. Mai 2002

Pro:
gute Innenstadtlage, günstiger Wochenendtarif

Kontra:
unpassende Architektur

Empfehlenswert: Ja 

Wilma2000

Über sich: Mein "Winterschlaf" dauert schon ziemlich lange. Ich hatte ein wenig bei Ciao die Lust v...

Mitglied seit:14.09.2000

Erfahrungsberichte:58

Vertrauende:17

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 49 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet


„Wo wohnen wir, wenn wir nach Zürich kommen?“
„Wär’ schön in einem gemütlichen Innenstadt-Hotel.“
Gesagt – gebucht. Aber nur drei Tage lang, dann buchten wir um. Die großen Hotelketten bieten bekanntlich zum Wochenende verheißungsvolle „Ringeltäubchen“ an, und wir hatten schon häufiger bei unseren Städtereisen von derartigen Wochenend-Tarifen partizipieren können.
In diesem Mai bot das Zürich Marriott Hotel einen besonders günstigen Weekend-Tarif an. Eigentlich wollten wir nicht in einem dieser meist anonymen Hotels der großen Hotelketten wohnen, aber das Angebot war so verlockend, dass wir sehr schnell die Erkenntnis gewannen, ja eigentlich im Hotel nur schlafen, vielleicht noch schön frühstücken zu wollen, um den anderen Teil des Tages (und der Nacht) in Zürich außerhalb der Hotelwände zu verbringen. Und in irgendeiner unbekannten, dafür vielleicht billigen Kaschemme wollten wir natürlich auch nicht wohnen.
(Als ich 20 war und das erste Mal nach Paris fuhr, da spielte für mich die Unterkunft eine so untergeordnete Rolle, dass sie nur billig sein musste! Aber ich bin keine 20 mehr!) Ein Problem galt es allerdings noch zu lösen: Wir wollten nicht erst am Freitag Gäste des Hotels sein, sondern bereits ab Donnerstag (Christi Himmelfahrt).
Unsere Verhandlung war erfolgreich: Wir erhielten den günstigen Tarif für drei Tage – von Donnerstag bis Sonntag. Und damit wusste ich, dass zwar das Zimmer ziemlich eintönig sein würde, dafür aber der Luxus eines 5-Sterne-Hotels zu meiner Verfügung wäre.

In Zürich-Kloten angekommen, dauert die Bahnfahrt in die Stadt höchstens 15 bis 20 Minuten. Ich war zum ersten Mal in Zürich und verständlicherweise sehr gespannt auf diese Stadt. Das Marriott ist vom Hauptbahnhof Zürich in 10 Gehminuten erreicht. Nach Verlassen des Bahnhofgebäudes und einem ersten Rundblick sah ich schon unser Hotel am Ufer des Flusses Limmat. Es sah so schrecklich aus: Das einzige Hochhaus, das ich während meines Aufenthalts in Zürich zu Gesicht bekam, sollte nun unsere Schlafstatt sein! Das Gebäude wirkte auf mich wie so viele amerikanische Hotelketten-Häuser: Gigantisch, schmucklos, hässlich. (Bei meiner Beurteilung ziehe ich deshalb einen Punkt ab, weil ich der Meinung bin, dass auch ein zweckmäßiges Gebäude in seine Umgebung passen sollte. Und das tut dieses Hotel nicht!)
Der Weg zum Hotel war aber wunderschön. Vom Bahnhof aus biegt man in den Neumühlenquai unmittelbar entlang der Limmat ein. Der Himmel war blau, die Sonne schien warm, und der Weg entlang der Limmat war geradezu „überdacht“ mit blühenden Kastanienbäumen – es war eine Pracht!
Aber ich erzähle ja vom Marriott und nicht von meinen ersten Eindrücken von Zürich!
Das Hotel selber machte einen guten, ja geradezu luxuriösen Eindruck. An der Rezeption, die ein Teil der großzügigen Empfangshalle ist, wurden wir höflich bedient. Unser reserviertes Zimmer war allerdings noch nicht frei, aber es war auch erst 11.00 Uhr vormittags. Unser Gepäck wurde uns gleich abgenommen, so dass wir unbepackt unseren ersten Entdeckungsgang durch die Stadt unternehmen konnten. Am Nachmittag konnten wir unser Zimmer beziehen. Es lag in den höheren Etagen und bot uns eine wunderschöne Aussicht auf die schneebedeckten Berge am Horizont. (Diesen herrlichen Anblick hatten wir allerdings nur an zwei der vier Tage, da klares Wetter Voraussetzung dieser Fernsicht ist). Über das Zimmer lohnt es sich nicht, allzu viel zu schreiben. Es war hübsch eingerichtet und ließ keine Wünsche unerfüllt. Erwähnen möchte ich noch, dass die guten Betten uns zu großartigem Schlaf in den drei Nächten verhalfen. Das Bad war hell gekachelt und bot alles, was man in einem Hotel dieser Kategorie erwartet: Wanne, Bidet, Waschtisch, gute Beleuchtung.
Dass wir beim Einzug in unser Zimmer auf dem Fernsehschirm eine persönliche Begrüßung lesen konnten, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen; ich glaube, das ist heute Standard. Aber nett ist es schon! Außerdem konnten wir über das Menue auf dem Bildschirm kostenlos e-mails verschicken, wodurch wir wenigstens die meist teuren Ausland-Telefonkosten sparen konnten für die Mitteilung nach Hause, gut angekommen zu sein.
Zu meiner Freude verfügte unser Zimmer nicht nur über die obligatorische Klimaanlage, sondern auch über ein kippbares Mittelfenster der großen, lichtspendenden Fensteranlage. Für mich ein großes Glück: Ich mag Klimaanlagen nicht. Meistens ziehen sie, sind oft für mich zu kalt, machen außerdem Geräusche.
Wenn dann die Möglichkeit besteht, nachts das Fenster zu kippen, sind das Fakten für mich, beruhigt in den Schlaf zu sinken.
An der Innentür unseres Zimmers konnten wir den Zimmerpreis mit 385 SFR lesen. Oh, oh, ganz schön teuer! Wie gut, dass wir einen viel preiswerteren Wochenendtarif vereinbart hatten!
Komme ich zurück auf die Hoteldaten:
19 Etagen, 260 Räume, 10 Meeting-Räume.
2 Restaurants (die ich allerdings nicht ausprobiert habe)
Coffee Shop
Geschenke-Shop
Cocktail Lounge (in der man spät noch den Absacker in schöner Atmosphäre genießen kann)
Healthclub mit Pool, Whirlpool, Sonnenbänken, Sauna etc.
Das Frühstück nimmt man in einem sehr hübsch ausgestatteten Frühstücksraum mit großzügiger Fensteranlage ein. Der Service ist vorzüglich, das Frühstück auch! Vom Bircher Müsli träume ich noch jetzt (ich gehöre zu dem Personenkreis, der am Morgen so ein saftiges Müsli unheimlich gern mag. Ansonsten kann jedes Hotel an meinem Konsum vom Frühstücksbuffet nur verdienen.) Der Preis mit 27,50 SFR ist ja auch nicht gerade preiswert zu nennen! Doch was ist in der Schweiz für uns schon preiswert? Die Tische sind geschmackvoll gedeckt, der Kaffee (oder das gewünschte Getränk) wird von sehr höflichem Personal serviert, ansonsten steht das reichhaltige Buffet mit Leckereien zur Verfügung, die ich selber nur bestaunen, aber nicht genießen konnte. Das aber liegt an meiner Frühstücksgewohnheit! Vielerlei Brot- und Brötchenvariationen, Müslis in vielen verschiedenen Ausführungen, Käse, Aufschnitt, Pasteten, Eier, frische Früchte – ach, es ist mühsam, das hier alles aufzuzählen! Und da ich gern in Ruhe frühstücke, begann der Tag für mich hier immer ganz positiv!
Am Abreisetag mussten wir das Zimmer bis 12.00 Uhr verlassen haben, konnten aber natürlich unser Gepäck wohlgesichert vom Hotelportier verstauen lassen. Da unser Rückflug erst am Abend war, hatten wir also noch den ganzen Mittag und Nachmittag für Zürich Zeit.
Übrigens: Unser Sonder-Zimmerpreis betrug 190 SFR pro Nacht, und das war sogar inklusive Frühstück.
Für die Rückfahrt zum Flughafen am Sonntag nahmen wir den Hotel-Shuttle, der auf die Minute pünktlich ankam und uns schnell – und auch nicht teuer – nach Kloten fuhr.
Der architektonische „Fremdkörper“ in dieser Stadt hat mir, wie schon gesagt, überhaupt nicht gefallen, aber das Hotel Zürich Marriott war für mich ein wirklich empfehlenswertes Haus, das ich bei einem nächsten Besuch wieder gern buchen möchte.

Zürich Marriott Hotel
Neumühlenquai 42
CH-8001 Zürich
Tel.: ++41 1 360 7070
Fax: ++41 1 360 7016

www.marriotthotels.com

 

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Ebener

Ebener

12.01.2003 20:59

Ich habe diesen Bericht mit Genuß gelesen! Er ist in flüssigem und geschmeidigem Stil geschrieben und hat mich auf unterhaltsame Weise so ausreichend mit einem wohl in der Tat sehr empfehlenswerten Hotel bekannt gemacht, daß ich fast Lust verspüre, es selber kennenzulernen, wenn es denn nicht - ein bißchen weit weg wäre... Nebenbeibemerkt, ich konstatiere, daß Du Dich, obwohl schon zur älteren Generation gehörend, der Rechtschreib"reform" Deinen Tribut zollst. Alle Achtung! - Gruß Eberhard, der sie leidenschaftlich ablehnt.

MikeNelson

MikeNelson

12.12.2002 18:23

Hallo Wilma ein sehr guter Bericht. Gefreut hatt mich die genaue und detailierte Beschreibung nicht nur des Hotels wegen. Übrigens 1Euro ist ca. Sfr.1.47 Gruss aus Zuerich das nicht nur aus Schandflecken besteht.

macias

macias

07.07.2002 13:30

Ja, ja, das Mariott. Innen ist es bestimmt okay - doch aussen - ein weiterer Schandfleck für Zürich. Ansonsten: hierzulande (im Land der hängenden Mundwinkel) ist irgendwie alles teuer...

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