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Die Algarve, mein schönstes Reiseziel bisher...
Pro schöne Strände
Kontra Bettenbunker in einigen Orten
Letztens beim Aufräumen sind mir mal wieder einige Urlaubsfotos in die Hände gefallen. Es waren die Fotos von meinem letzten Portugalurlaub im September 1999. Ich erinnere mich immer sehr gerne daran zurück, denn ich fand es dort wunderschön. Natürlich möchte ich euch meine Erfahrungen nicht vorenthalten. Und somit versuche ich mich heute zum ersten Mal mit einem Reisebericht über die Algarve.
LAGE UND ENTFERNUNG:REISEZEIT:
Als beste Reisezeit kann ich euch die Sommermonate empfehlen, da die Nächte an der Algarve immer angenehm kühl sind, auch wenn es tagsüber angenehm warm ist. Ich war Mitte September dort. Da war es tagsüber auch nicht mehr so warm und es hat leider ab und zu geregnet. Die Wassertemperatur des Atlantiks beträgt aber auch im Sommer nur ca. um die 19°C. Ich habe dann den beheizten Pool vorgezogen. Aber ich bin sowieso seit jeher eine Frostbeule.
WÄHRUNG:
Herrlich seit dem 01.01.02 gibt es auch in Portugal nur noch Euros. Das lästige Umtauschen entfällt.
LANDESSPRACHE:
Die Landessprache ist Portugiesisch. Als Tourist kommt man aber auch mit der in Portugal geläufigsten Fremdsprache englisch gut zurecht. Teilweise verstehen die Portugiesen auch etwas deutsch, aber meistens nur in den Touristengebieten.
Nun aber zu meiner Reiseerfahrungen:
Schon als wir in Faro gelandet sind, wurden wir von der Fa. Olimar Reisen (das ist ein Reiseveranstalter, der sich fast nur auf Portugal spezialisiert hat) herzlich begrüßt und es ging ab zu unserem Hotel. Schon auf dem Weg zum Taxi nahm ich diese angenehme, warme Luft war. Die Fahrt zum Hotel war sehr schön, die Sonne ging gerade unter und überall waren schöne Palmen zu sehen. Nach einer ¾ Stunde Fahrt waren wir endlich an unserem Hotel angekommen. Es lag ganz verträumt auf einem Hügel in der Nähe eines kleinen Fischerdorfes namens Ferragudo und im Vorgarten blühten überall Blumen. Das Hotel Casabela lag ganz ruhig und abgelegen, nur selten verirrte sich mal ein Auto hierhin. Doch, genauso hatte ich mir das Hotel für meine Flitterwochen vorgestellt, es war wirklich wie im Traum. Gestern erst geheiratet und heute schon an diesem wunderschönen Ort... Aber nun weiter, räusper... Das Hotel hat 3 ½ Sterne und wir hatten Vollpension genommen, d. h. morgens gab es ein internationales Frühstück und abends ein 3-Gänge-Menü. Mittags könnte man sich an der Hotelbar Snacks und Salate bestellen. Wir hatten ein Doppelzimmer mit Klimaanlage und Balkon mit Meerblick, sowie ein Bad mit einer Badewanne. Hinter dem Hotel war noch ein beheizter Pool mit vielen Grünflächen und einem eigenen Hausstrand. Die Hotelangestellten sprachen fast fließend deutsch und waren sehr nett und hilfsbereit. Vom preislichen her liegt das Hotel eher im höheren Bereich, aber für Leute, die ihre Ruhe haben wollen, finde ich es genau richtig. Falls euch die Unterkunft aber nicht so wichtig ist und ihr mehr den Stadttrubel gewohnt seit, kann ich euch Portimao empfehlen, denn dort gibt es sehr viele große Hotels. Portimao ist eigentlich eine Industrie- und Hafenstadt, aber 2 km südlich liegt der wunderschöne Strand Praia da Rocha. Dort stehen an der Strandpromenade die vorhin erwähnten Hotels und es gibt dort genügend Kneipen und Gaststätten. Den Strand sollte man sich aber auf jeden Fall ansehen, denn er ist ca. 1,5 km lang und sehr breit. Dort stehen außerdem sehr bizarr geformte Felsblöcke, die sehr sehenswert sind.
Die andere Möglichkeit einer Unterkunft ist die, sich ein Ferienhaus anzumieten. Denn es gibt genügend Supermärkte, die gut ausgeschildert sind. Die Preise sind relativ günstig und ich habe fast nur Lidl dort gesehen. Teilweise bekommt man dieselben Produkte wie bei uns. Für den Hunger zwischendurch gibt es auch noch Fastfoodrestaurants, die aber leider etwas spärlich gesät sind. Da muss man schon wirklich in der Nähe eines größeren Ortes wohnen, denn ansonsten sind es locker 25 km bis zum nächsten Mc Donalds. Wer aber gerne frischen Frisch isst, ist in Portugal genau richtig aufgehoben. Ein Besuch in den vielen urigen Gaststätten lohnt sich immer.
Also ihr seht, ohne Auto kann man ziemlich aufgeschmissen sein. Und deshalb leisteten wir uns einen Mietwagen, vor allem, weil wir uns auch vorgenommen hatten, die Algarve selbst zu entdecken, ohne Reiseleiter oder dergleichen.. Den Kontakt zur Autovermittlung hatte man uns über das Hotel hergestellt und noch am selben Tag kam die Dame von Mietwagenfirma. Leider konnte sie nur englisch aber wir unterschrieben den Vertrag trotzdem, aber mit einem mulmigen Gefühl. Aber zum Glück verlief alles so, wie wir uns das erhofft hatten.
Da wir ja nun den Wagen hatten, konnten wir viele Tagestouren machen, u. a. nach Lagos (ca. 90 km Von Faro entfernt). Lagos ist eine kleine Hafenstadt mit wunderschönen kleinen Gassen und Geschäften. Es ist sehr schön, wenn man an einem herrlichen lauen Sommertag durch die Gassen spaziert und auf einem der vielen Plätze in der Innenstadt wieder mal einen Straßenmusiker trifft. Schon von weitem hörten wir wunderbare instrumentale Musik, die das Leben in der Algarve wiederspiegelte. Schließlich haben wir uns auch eine CD von dem Musiker gekauft. Noch heute, wenn ich die CD höre, sehe ich den Mann mit der Gitarre vor dem Brunnen sitzen...
Ein weiteres schönes Ausflugsziel ist Cabo de Sao Vicente. An dieser Stelle fallen die Felsen 60m tief ins Meer. Es ist der südwestlichste Punkt Europas, daher nennt man diese Stelle auch das Ende Europas. Hier auf diesem Kap steht auch ein Leuchtturm, der mit dem stärksten Leuchtfeuer Europas ausgestattet ist. Der Turm ist begehbar und bietet einen atemberaubenden Blick über die raue Küste und die gesamte Umgebung, die herrlicherweise vom Tourismus verschont geblieben ist. Als wir hier waren, regnete und stürmte es. Da ich vorher im Reiseführer gelesen habe, wie viele Sagen und Märchen sich um diesen Ort ranken, fröstelte es mir schon etwas. Und genauso lief einem ein Schauer über den Rücken, wie es im Reiseführer stand.Brrrr...
Noch empfehlenswert finde ich den typischen Ferienort Carvoeiro, der sich aber noch viel von seinem ursprünglichen Charakter bewahrt hat, wie z. B. die tollen Klippen. Sie bestehen aus einer Art Felslabyrinth mit Säulen und Torbögen. Wenn man hier durchläuft kann man das Meer gurgeln hören und vereinzelt befindet sich eine Art Durchblick im Fels, von wo aus man den tosenden Atlantik sehen kann.
Genauso empfehlenswert ist Albufeira. Es ist auch ein Ferienort, der aber hauptsächlich von Touristen aus England und den Niederlanden besucht wird. Das merkt man an den vielen Pubs, die es dort gibt. Albufeira hat einen kleinen, schmalen Sandstrand mit vielen bunten Fischerbooten. Dazu wieder diese kleinen, gemütlichen Gassen und Gaststätten mit einem reichlichen Fischangebot.
Abraten kann ich euch eigentlich nur von dem Ort Vilamoura, das ist ein ursprüngliches Ferienprojekt, das aber mittlerweile zu einem kleinen Ort rangewachsen ist. Jedes Haus, jede Straße und sogar jeder Baum steht dort, wie es geplant wurde. Alles wirkt absolut unnatürlich und kalt, sogar der Hafen und der Strand.
Tja, langsam wird es wieder Zeit für uns, den Heimweg anzutreten, und auf jeden Fall haben wir der Algarve nicht zum letzten Mal einen Besuch abgestattet.
Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten meines ersten Reiseberichtes
Saserena
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
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