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Portugal in Indien
Pro Romantisches, stimmungsvolles Ambiente
Kontra Weg zum Strand
Goa - die älteste portugiesische Kolonie - ist seit 1961 ein Teilstaat Indiens. Bekannt wurde das Land durch die Hippie-Bewegung in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts an den wunderschönen unberührten Stränden.
Die Strände sind immer noch wunderschön, aber die Hippies haben Pauschaltouristen Platz gemacht. Neue Hotels wurden und werden gebaut, neue Strandabschnitte durch Resorts erschlossen.Als wir uns entschlossen, im europäischen Vorfrühling der Kälte zu entfliehen und zwei Wochen in Goa zu verbringen, suchten wir aber etwas Anderes, etwas Typisches, mit dem Flair des Kolonialen.
Wir fanden es in der "Aldeia Santa Rita" am Strand von Candolim.
Gebucht haben wir über "Thomas Cook". Bezahlt habene wir pro Person ca. 1400 €.
Das Resort ist etabliert seit den portugiesischen Zeiten. Es ist angelegt im Stil eines portugiesischen Dorfes: Bunte Häuser (mit insgesamt ca. 50 Appartments) scharen sich um einen "Dorfplatz" und stehen entlang einiger Gassen in einem gepflegten Garten. Es gibt einen kleinen romantischen Swimmingpool unter tropischen Bäumen.
Der Aufenthalt ist nur "all inclusive" möglich. Das bedeutet, dass auf dem Hotelgelände Essen, Snacks und lokale Getränke (incl. Wein und Bier) sowie wöchentliche Auffüllung der Minibar inbegriffen sind. Auch die Liegen um den Pool und die Handtücher am Pool sind umsonst.
Die Fahrt vom Flughafen Dabolim (in der Nähe der Hauptstadt Panjim) dauerte ca. 1 Stunde. Wir wurden - wohl weil wir die einzigen Ankömmlinge mit diesem Flieger waren - zu zweit mit dem Taxi abgeholt (es war morgens um 8) und durch die allmählich erwachenden Dörfer zum Hotel gefahren. Das bedeutete schon einen wunderbaren Einstieg nach Indien, wo wir noch nie gewesen waren.
Das Hotel liegt am Rand des Dorfes Candolim, durch eine kurze Stichstraße von der Hauptstraße zu erreichen.
Unser Zimmer war eigentlich eine Art Suite, das obere Stockwerk einer der Villen. In jeder gibt es zwei Appartments im Parterre und zwei im Obergeschoss.
Ein großes Zimmer mit Fliesenboden öffnete sich uns. Hohe Decke. Ein Doppelbett, Einbauschrank, Spiegelkommode mit Fernseher. Gleich neben der Tür eine Art Küchenzeile mit Kühlschrank und Spülbecken, Wasserkocher und Minimalausstattung Geschirr (2 Tassen, 2 Teller, 2 Gläser, Flaschenöffner!).
Der Kühlschrank, bestückt mit Bier, Cola, Wassser, Limo. Dazu gab es jeden Tag einen Teller frischgebackene Kekse sowie als Empfangsgeschenk des Hauses eine Flasche goanischen Wein (den wir nicht dort getrunken, sondern als Souvenir mitgenommen haben).
Hier wurde sogleich ein Problem offenbar - das Hauptproblem des "normalen" deutschen Pauschaltouristen in diesem Hotel - Man muss sich doch einigermassen gut im Englischen ausdrücken können, denn vom Personal spricht niemand Deutsch.
Doch war man jederzeit um Abhilfe bemüht: So erhielten wir zwar nicht die verlangte zusätzliche Stehlampe, aber innerhalb einer halben Stunde erschien ein Mann, der eine stärkere Birne in die Lampe schraubte - und das Licht reichte zum Lesen.Allerdings gab es täglich für kürzere Zeit, aber jedesmal völlig überraschend (man war z.B. gerade beim Föhnen oder Rasieren) Stromausfall (lag wohl am Generator). Das lernte man gelassen zu ertragen. Am Strom wurde ansonsten aber nicht gespart, denn der Zimmerboy stellte beim Weggehen nach der Reinigung stets die Klimaanlage auf höchste Stufe und den Ventilator an. so fanden wir bei der Rückkehr immer ein angenehm kühles Zimmer vor.
Das sich anschließende Bad mit WC war an sich sehr klein, hatte aber ein Fenster zur geräumigen Dusche. Das Wasser war immer heiß. Das Waschbecken allerdings doch sehr klein, für die Katzenwäsche von Gesicht und Händen reichte es aber. Toilettenartikel wie z.B. Duschgel gab es nicht, wohl aber Seife. Als Geschenk des Hotels fanden wir einen hübschen Plastikbeutel vor, der mit Zahnbürste, Rasierer, Zahncreme, Nagelfeile und Nähzeug bestückt war.***** Strand *****
Der Strand gehört nicht zum Hotel.Man muss durch den Garten gehen (an der sehr empfehlenswerten Ayurveda-Praxis mit vorzüglichem und billigem Massageangebot und Arzt vorbei) und dann etwa 300m über wildes Gelände, am Schluss durch Sand über die Dünen. Das ist etwas mühsam, aber im Ergebnis unbedingt lohnend. Ich gebe jedoch zu, dass es manch einem zu unbequem sein mag. Der Sand wird mittags glühend heiß, und bisher ist offenbar niemand auf die Idee gekommen, ein paar Matten o.ä. auszulegen.Das Meer ist warm und bewegt, es gibt meist schöne Wellen. Kilometerlang kann man am Strand entlang gehen. Leider liegt vor der Küste immer noch das Wrack eines großen Schiffes, das vor Jahren auf Grund gelaufen ist. Man ist wohl dabei, es abzuwracken, aber das dauert.
Wenn man nach llinks geht, ist man in wenigen Minuten am Fuß der alten portugiesischen Festung Fort Aguada. Man kann zu Fuß auf die Klippe steigen (Achtung! gute Schuhe, mindestens Trekking-Sandalen) und auf einem Pfad bis zur Festung laufen (ca. 1 Std.), mit spektakulären Ausblicken. Sie ist zu besichitgen. Vor dem Eingang (Busstation, Parkplatz) gibt es Stände mit Getränken.
Als wir am ersten Morgen, übermüdet vom 10stündigen Flug, imHotel eincheckten, war gerade das Frühstück im Gang. Es wird, wie alle Mahlzeiten, im Freien auf dem romantischen "Dorfplatz" eingenommen. Es gibt allerdings auch einen überdachten Bereich, den - uns unverständlich - doch manche Gäste vorzogen. Das Abendessen im dann mit Lämpchen illuminierten Hof, unter Palmen, am beleuchteten Pool, gehört überhaupt zu meinen schönsten Erinnerungen an diesen Urlaub. Gegen die Moskitos wurden jeden Abend Pfannen mit einer Art Weihrauch angebrannt.
Das Frühstück ist allerdings gewöhnungsbedürftig: nach dem ersten Mal überlegten wir, ob wir nicht gleich in ein anderes Hotel ziehen sollten: es gibt keinen fertigen Kaffee, sondern nur Nescafe-Tütchen und Teebeutel. Das liegt sicher an den zu 98% englischen Gästen. Von einem portugiesischen Hotel hätte ich aber anderes erwartet. Dazu auch nur Toast, den man selbst rösten muss (die Engländer stehen dazu mit wahrer Schafsgeduld an). Wenn es gelingt, ein Stück Fladenbrot zu ergattern, kann man sich glücklich schätzen. Ansonsten werden aber Spiegeleier oder Omelettes auf Wunsch frisch zubereitet. Leider gab es so gut wie kein frisches Obst, keine Milchprodukte wie Joghurt.
Mit der Zeit gewöhnten wir uns an den Ablauf, aber zufrieden waren wir nicht.
Zufrieden sein kann man aber mit dem Essen zu Mittag und zu Abend. Es gab ein im wesentlichen indisches Buffet , aber auch immer irgendwelche Pasta. Natürlich kein Schweinefleisch, immer ein Fischgericht. Wenn man einen speziellen Wunsch hatte, war das Personal sehr bemüht, ihn zu erfüllen. Dreimal in der Woche konnte man abends à la carte essen, und zwar ohne Einschränkung.
Da das Hotel nicht irgendwo außerhalb liegt, sondern mitten im Dorf, sind alle Bars, Restaurants, Geschäfte sehr leicht zu Fuß zu erreichen. Es gibt eine angesagte Disco, aber aus eigener Erfahrung kann ich dazu nichts sagen. Wir waren öfter im "Stone-House", einem legendären Jazzlokal, wo man im Freien unter tropischen Bäumen Live-Musik vom Besten hören kann. Vom Santa Rita aus ca. 10 Minuten zu Fuß.
Ansonsten ist das Nachtleben sehr "überschaubar". Im Hotel jeden abend Live-Programm, meist Tanzmusik, aber auch Folklore-Shows.
Sehr viel haben wri nicht unternommen, aber einige "Musts" gibt es schon:
Zunächst, wie beschrieben, die Besichtigung von Fort Aguada.
Wir sind zu Fuß um die Klippe gegangen. Es geht aber auch per Bus oder Taxi.
Ein weiterer organisierter Trip führte zum Dudhsagar Wasserfall in den Westghats. Die Anreise per Bus dauert drei Stunden (und der Weg zurück natürlich genauso lang), aber man sieht auf der Fahrt viel vom dörflichen Alltag, was allein schon die Fahrt lohnend macht. Das letzte Stück (ca.5 km) bis zum Wasserfall im Naturschutzgebiet kann man nur per Jeep bewältigen. Allein diese Fahrt über Stock und Stein, durch Bäche, ist äußerst abenteuerlich. Der Wasserfall ergießt sich in ein fast kreisrundes natürliches Becken, in dem man baden kann. Allerdings gibt es dazu keine Infrastruktur, will heißen Umkleidekabinen o.ä., oder eine Möglichkeit, auf einfachem Weg ins Wasser zu kommen. Wenn man denn unbedingt baden will, sollte man schon vorher den Bikini oder die Badehose anziehen. Verpflegung (Getränke!) ist mitzubringen. ImGelände trifft man wilde Affen an, deren Fütterung "streng verboten" ist (wie die Schilder mitteilen). Allerdings werden im letzten Dorf vor dem Eingangstor bereits fertige Tüten mit Bananen und Nüssen angeboten. Die Tiere sind derart überfressen, dass sie auf das angebotene Futter überhaupt nicht mehr reagieren.
Weitere Ausflugsfahrten (z.B. zum "Hippie-Markt " in Anjuna - sehr gut Einkaufsmöglichkeit, aber Achtung! Schlepper) haben wir per Taxi organisiert. Die Taxis stehen überall vor den Hotels und sind äußerst preiswert. Am besten vorher den Preis aushandeln. Er gilt für Hin- und Rückfahtrt incl.einer Wartezeit von ca.2-3 Stunden.***** Einkaufen *****
Goa ist ein Einkaufsparadies. Besonders Textilien und Schmuck sind sehr viel billiger als bei uns. Auch Zigaretten und einheimische Alkoholika. Ich habe mir z.B. ein Kostüm aus Rohseide nähen lassen (50 € incl. Stoff). Viele Engländer brachten Anzüge zum "Kopieren" mit. Für einen Goldring mit Edelsteinen zahlt man ca. 250 €. Seiden- und Pashmina-Tücher kosten wenige EURO.
Geld tauschen kann man im Hotel ganz offiziell und ohne Gebühren (1 € derzeit ca. 60 Indische Rupies). Zu warnen ist vor der Wechselstube im Flughafen Dabolim.
Die zwei Wochen Erholungsurlaub im "Aldeia Santa Rita" (ein Reiseführer nannte es "das romantischste Hotel in Goa") waren traumhaft. Gerne wären wir länger geblieben. Die Unzulänglichkeiten des Hotels (Stromausfall, Frühstück) sieht man auf die Dauer gelassen, gemessen an der kolonialen Atmosphäre, dem sehr freundlichen Personal (das sich am Abend mit Handschlag verabschiedet) und dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Nicht umsonst sind 80% Stammkunden. Vielleicht gehören wir auch bald dazu.
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Duvie 15.03.2012 18:35
swissghostly 30.01.2010 22:01
Dr.Claudia 28.01.2010 15:53
Mein Mann fliegt gelegentlich beruflich nach Indien und bringt mir immer schöne Sachen von dort mit. LG Claudia
Superbiene20000man 05.10.2008 14:27
esp1 08.07.2008 15:49
eine gegend und ein hotel, das mich auch interessieren würden. lg
AUSGEWÄHLTER PARTNER
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Lage Dieses Hotel befindet sich in Strandnähe in Goa. Die Unterkunft liegt in der Nähe der folgenden Sehenswürdigkeiten: Singuerim Beach, Fort... |
29,95 € * Händler kann Preis erhöht haben |
Hotels.com
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Versandkosten: keine Angabe Verfügbarkeit: Preis für DZ pro Nacht / Angebot kann je nach Buchungsdatum abweichen |