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Pro tolle Lage, tolle Aussicht, Zimmer und Frühstück sind ok, abschließbarer Schrank und Tresor kostenlos vorhanden
Kontra Zimmer war NICHT modern, Renovierung ist nötig, schmutziger Boden, muffiger Geruch im Zimmer, knappes Frühstück, Preis, Parken kostenpflichtig in Tiefgarage
Manche Reisen macht man einfach nur zur Erholung, manche, um sich schöne Regionen und Sehenswürdigkeiten anzuschauen und wieder andere, um Erinnerungen aufzufrischen. In diesem Fall sind es zwar nicht meine eigenen Erinnerungen. Aber Erinnerungen sind der Hintergrund, warum die Schweizer Stadt Lausanne für mich zum Reiseziel geworden ist. Hier geht es um einen "Kurzurlaub". Ein wenig habe ich überlegt, ob ich einen weiteren Bericht über Lausanne schreibe. Doch dafür kenne ich die Stadt nicht gut genug. Daher werde ich hier ein paar Hintergrundinformationen einflechten. Denn auch sie haben im weitesten Sinne mit dem Drei-Sterne-Hotel Albatros Navigation in Lausanne zu tun.
1. EIN HOTEL FINDEN UND BUCHEN
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Wie findet man das richtige Hotel in einer (zumindest mir) fremden Stadt? Da wir niemanden mehr in Lausanne kannten, war mein erster Weg der über's Internet. Denn ich wollte keine Pauschalreise im Reisebüro buchen.
In den meisten Fällen sind ja die Homepages der Städte eine gute Wahl. Lausanne liegt wie schon erwähnt in der Schweiz, einem dreisprachigen Land - und dort im französischen Teil. Dennoch hat die Stadt auch eine deutsche Version der Homepage www.lausanne.ch . Dort findet man unter "Tourismus" auch die Option, sich über Hotels zu informieren und sie zu buchen. Eine gute erste Hilfe dafür ist eine Art "Prospekt" im Internet, in dem man die meisten Hotels ansehen und eine Kurzbeschreibung lesen kann. Außerdem gibt es eine Liste aller Unterkünfte, mit Zahl der Sterne, Preis, Ausstattung und Anschrift. So lässt sich schon einmal grob schauen, was in Frage kommt.
Nun kann man ganz konkret auch eingeben, wann man anreisen, wie lange und zu wie vielen Personen man bleiben möchte. Man erhält nun eine Reihe von Vorschlägen, die diesen Wünschen entsprechen. Das alles lässt sich recht einfach nachvollziehen, auch für Leute, die nicht ständig im Internet unterwegs sind. Sehr gut: Man erhält (so war es zumindest beim Albatros Navigation) auch Fotos von den Zimmern selber. Außerdem erfährt man die Preise - sowohl in CHF (Schweizer Franken) als auch in Euro. Wichtig: Ich musste auch eine Kreditkartenverbindung angeben - als Sicherheit quasi, damit man nicht wahllos Zimmer reserviert, dann aber nicht anreist.
Per Mail gibt es nun eine Reservierungsbestätigung, in der alle wichtigen Daten (eigener Name + Adresse), Zimmer (mit kurzer Beschreibung) und Preise vermerkt sind. In Lausanne kommt zu dem eigentlichen Zimmerpreis noch eine "Kurtaxe" (Lausanne ist KEIN Kurort) von 2 CHF pro Tag und Person dazu.
3. ANREISE
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a) Auto: Anfahrt und Parken
Aus dem süddeutschen Raum (speziell aus Baden-Württemberg) ist die Möglichkeit, der Anreise per Auto eine gute. Denn man hat keinen zu weiten Weg, ist flexibel, hat seinen Wagen auch in Lausanne und Umgebung "zur Hand". Wir sind aus Nordrhein-Westfalen angereist, hatten rund 750 Kilometer zurück zu legen - also etwas mehr, haben uns aber dennoch für die Anreise per Auto entschieden, um flexibler zu sein.
Wichtig für diese Anfahrt: Man braucht eine Vignette (einen Aufkleber, mit dem man für ein Jahr die Autobahngebühren bezahlt). Sie bekommt man unter anderem in den Raststätten kurz vor der Grenze. Wer sich vorab vorbereiten will, kann sie aber auch bei den Automobilclubs (z.B. beim ADAC - auch als Nicht-Mitglied) bekommen. Sie kostet 27 Euro und ist immer 14 Monate (1. Dezember bis 31. Januar des übernächsten Jahres) gültig.
Per Kartenprogramm (z.B. Map24.com) lässt sich die Anreise direkt bis zum Hotel gut vorplanen. Allerdings sind derzeit auch im Schweizer Raum viele Baustellen, so dass man unter Umständen doch länger als geplant unterwegs ist.
Bei der Auto-Anreise hat das Hotel Albatros Navigation einen großen Nachteil: Man kann eigentlich nicht direkt vorm Hotel parken - auch grundsätzlich ist kein hoteleigener Parkplatz vorhanden. Zum Aus- und Einladen des Gepäcks kann man allerdings kurz vorm Eingang (in der Seitenstraße Avenue de la Harpe) halten.
Das eigentliche PARKEN ist dann in einer Tiefgarage gegenüber vom Hotel möglich. Achtung: Es hilft, wenn man sich zunächst im Sekretariat des Parkhauses (von der Einfahrt aus gesehen ganz hinten im 1. Tiefgeschoss = 1. Parkebene) eine Parkkarte holt. Dann kostet 1 Tag "nur" 15 CHF, bei 4 Tagen lohnt eine Wochenkarte (etwas mehr als 55 CHF) . Hilfreich ist es, wenn man erst gegenüber vom Hotel den Eingang (Treppe oder Aufzug) in die Tiefgarage nimmt. Dann ist man schon in der Nähe vom Sekretariat. Mit dieser Parkkarte kann man übrigens aus der Tiefgarage raus und wieder rein fahren, so dass Ausflüge problemlos möglich sind. Wenn man die Karte kauft, ist es hilfreich, französisch zu sprechen.
c) BAHN
Der Hauptbahnhof von Lausanne ist ca. zwei Kilometer vom Hotel Albatros Navigation unterwegs. Theoretisch könnte man die dann auch zu Fuß zurück legen, da es auf dem Hinweg vom Bahnhof zum Hotel vor allem bergab geht. Beim Rückweg wird es dann etwas schwieriger, da empfiehlt es sich dann doch, Bus oder Taxi zu nehmen. Aus meiner Sicht war auch die Bahnreise nicht DIE Option, da wir auch mehrfach hätten umsteigen müssen.
5. DAS ZIMMER
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a) DER ERSTE EINDRUCK
Erst einmal war ich etwas enttäuscht: In der Beschreibung war von "moderner Einrichtung" die Rede. Modern war das nicht, was ich vor mir sah. Statt eines roten Zimmers (das im Internet abgebildet war), schien dieses blau, mit einem schmutzig blauen Teppichboden, einer ausgesessenen Couch und Wänden, die dringend einen Anstrich nötig hätten. Der Schrank war recht klein, hatte eine graue Tür - ebenso wie das Zimmer selber und das Bad - nicht unbedingt einladend. Das Bett selber wirkte ordentlich.
Gemischt auch mein Eindruck vom Bad: Einerseits schien es relativ sauber zu sein, andererseits sah man auch hier recht schnell, dass eine Renovierung schon gut wäre: Auch hier schrieen Wände und Decke nach einem Anstrich, die weißen Kacheln, Waschbecken und Wanne waren okay, wenn auch nicht wirklich schön.
Der eigentliche Trumpf: Dieses Zimmer hatte wirklich eine wunderbare Aussicht. Auf der einen Seite hatte man einen tollen Blick auf den Genfer See und den Segelboot-Hafen von Lausanne Ouchy. Im Hintergrund konnte man zudem das andere Ufer mit der französischen Stadt Evian (bekannt durch das gleichnamige Wasser) sehen. Auch aus dem zweiten Fenster hatte man einen Blick auf See und Berge sowie auf ein Stück Ouchy.
6. FRÜHSTÜCK
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Irgendwie hatte ich die Vorstellung, in der französischen Schweiz ein besonders gutes Frühstück zu erhalten. Direkt beim Einchecken hatte man uns gesagt: Es gibt die Wahl "Continental Breakfast" (Kaffee oder Tee oder Kakao, 1 Croissant, 1 Brötchen, Butter, Marmelade, 1 O-Saft) auf dem Zimmer oder Frühstücksbuffet. Wir hatten uns für letzteres entschieden. Zum Frühstücksraum gelangt man, indem man aus dem Receptionszimmer ein paar Stufen tiefer steigt. Dann ist man zunächst in der Brassierie, die auch zum Hotel gehört. Erst einen Raum weiter entdeckt man dann den eigentlichen Frühstücksraum. Hier wird von 7 - 11 Uhr aufgetischt.
Das Buffet hat diesen Namen fast nicht verdient. Denn es ist - zumindest für meinen Geschmack - eher mager, was da geboten wird: Man hat auch hier die Wahl zwischen den drei genannten Heißgetränken. Der Kaffee ist allerdings in einer großen "Zapfkanne" und bereits um 9 Uhr nur noch sehr lau warm. Für den Tee stehen verschiedene Teebeutel mit unterschiedlichen Sorten und heißes Wasser zur Verfügung. Für den Kakao gibt es Tütchen mit zwei Markensorten (als Pulver) und Milch. Als einzige Saftart steht in einer offenen Kanne O-Saft bereit.
Neben den Getränken findet man eine Platte mit Käse und Wurst (jeweils nur eine Sorte und um 9 Uhr meist jeweils nur noch 2 Scheiben). Marmelade ist grundsätzlich in vorgepackten Portionen zu haben, ebenso Honig. Die Auswahl ist auch hier oft schon gering, Butter gibt es auf Eis gelegt, sie wird aber am Tisch schnell weich genug, um streichfähig zu sein. Margarine fehlt!
Im französischsprachigen Raum gehören Croissants klarerweise zum Frühstück dazu. Wenn man Glück hat, sind um 9 gerade noch genügend da. Die Brötchen (Mohn, Sesam und "normal") sind klein und rund, von der Menge halb so groß wie die in Deutschland, es gibt ein breites Baguette, von dem man sich scheibenweise etwas abschneiden kann und zwei süße Teilchen. Außerdem sind Joghurts aus dem Becher (schmecken mittelprächtig) und eine Sorte Corn Flakes vorhanden.
Gut, jetzt mag man sagen: Das ist doch eine Menge, was hast du da zu meckern? Der eine Kritikpunkt: Das Buffet war schon zur Halbzeit der Frühstückszeit (7 - 11 Uhr) extrem ausgesucht, es fehlte dann doch so einiges. Allerdings kann ich hier auf der anderen Seite das Hotel bzw. die Mitarbeiter loben: Wenn man Kaffee oder Croissants nach haben möchte, versuchen sie, das zu erreichen. Beim Kaffee ist das sogar von Vorteil: Denn da erhält man wirklich frischen und noch heißen statt der fast schon kalten Brühe aus der Kanne. Der zweite Kritikpunkt: Das Frühstück bietet wirklich vor allem die Basissachen. Es gibt keine Nuss-Nougat-Creme (darauf hatte ich mich eigentlich gefreut), die Marmeladen schmecken alle recht ähnlich (keine wirklich fruchtigen Unterschiede), es gibt keine Eier.
Außerdem werden wirklich die fehlenden Sachen nur auf Anforderung nachgeliefert, man hat nicht den Eindruck, dass die Mitarbeiterin selbständig schaut, wo etwas fehlt und dann entsprechend für Nachschub sorgt. So gab es am ersten Morgen z.B. auch keine Servietten. Andererseits kann ich das Hotel vielleicht ein wenig in Schutz nehmen: Es scheint nicht sehr ausgebucht gewesen zu sein, viele Frühstücksgäste gehörten wohl zu den Frühaufstehern, so dass wohl ab 9 nur noch wenige Gäste ans Buffet kamen.
8. FREIZEITMÖGLICHKEITEN
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***a) am Hotel:
Wie gesagt: Das Hotel liegt direkt im Lausanner Stadtteil Ouchy, also direkt auch am (Segel-)Hafen. Hier hat man zahlreiche Möglichkeiten. So bietet die Promenade direkt gegenüber vom Albatros Platz und schöne Aussicht zum Bummeln. Schnell sieht man dort, dass Bewohner aber auch Gäste auch auf andere Weise unterwegs sind: Viele Inline Skater brausen in einem ziemlichen Tempo hier entlang, andere haben einen kleinen Roller dabei, einige auch ein Fahrrad.
Wer mag, kann auch selber auf's Wasser gehen: Diverse Anbieter verleihen Tretboote, bei einigen gibt es auch andere "Wasserfahrzeuge". Surfer, Wasser- oder Jet-Skifahrer habe ich nicht gesehen. Direkt in der Nähe des Hotels befindet sich auch die Anlegestelle für die Fähren. Sie bringen einen vor allem ans andere Ufer, nach Frankreich, nach Evian.
Die Lausanner nutzen Ouchy aber auch sonst, um ihre Freizeit, ihren Feierabend zu verbringen, sitzen in der Sonne, essen und trinken in den Kaffees und Restaurants oder Bars (zwei Häuser neben dem Albatros befindet sich auch ein anscheinend sehr beliebtes Lokal der jungen Lausanner, das MGM) und spielen: Auf der Promenade gibt es Schachfiguren und aufgemalte Felder, auch ein Mühlespiel ist möglich.
An den Wochenenden finden in Ouchy mitunter auch Konzerte statt.
***c) am Genfer See
Rund 170 Kilometer Strecke legt man zurück, wenn man den See einmal umrunden möchte. Den Personalausweis sollte man sicherheitshalber dabei fahren, denn ein Stück des Weges führt auch durch Frankreich.
Besonders empfehlenswert finde ich St. Prex, ein kleines Örtchen 15 Kilometer westlich von Lausanne mit einer richtig alten, urigen Altstadt. Nach einem kleinen Bummel dort kann man einen Moment am See verweilen.
Rund 60 Kilometer von Lausanne entfernt ist Genf. Auch hier ist natürlich direkt am Wasser besonders schön, man erkennt die Fontäne wieder, die auf vielen Bildern von und in vielen Filmen über Lausanne immer wieder auftaucht. Ansonsten war ich von meinem kurzen Genf Besuch nicht so begeistert. Das mag aber auch daran liegen, dass ich in der wenigen Zeit nicht die eigentlichen Sehenswürdigkeiten oder schönen Seiten entdeckt habe.
Wenn man Genf hinter sich lässt, ist man ziemlich bald auf der anderen Seite des Sees und auch in Frankreich. Hier war unsere nächste Rast in Evian, auch weil diese für ihr Wasser bekannte Stadt direkt gegenüber von Lausanne liegt. Für Zocker ist hier wohl das Casino besonders interessant.
Auf der Fährt ist die Nähe zu den Bergen besonders beeindruckend. Während man vom Albatros aus oft an schönen Tagen die berge nur im Dunst sieht, kommt man ihnen nun näher, erkennt selbst bei sommerlichen Temperaturen auf den Gipfeln den Schnee.
Nächster Stopp war (wieder in der Schweiz) Montreux. Hier wirkt der See weniger breit und weit, das andere Ufer ist näher als in Lausanne. Auch Montreux hat eine schöne Promenade zum Bummeln und Restaurants und Geschäfte, die zum Verweilen einladen. Auf der letzten Strecke in Richtung Lausanne kommt man dann auch noch durch Vevey, durch die Stadt, in der Charlie Chaplin zuletzt gelebt hat.
Alles in allem dauert die reine Fahrt rund um den See wohl 3 Stunden, mit den genannten Stationen waren wir einen Tag unterwegs - ein lohnender Ausflug vom Albatros Navigation aus.
10. PRO & CONTRA
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PRO:
- tolle Lage, tolle Aussicht
- Zimmer und Frühstück sind okay
- abschließbarer Schrank, Tresor ist kostenlos vorhanden
CONTRA
- Zimmer war NICHT modern, eine Renovierung ist hier und auch im Hotel insgesamt nötig
- schmutziger Boden, muffliger Geruch im Zimmer
- Frühstück könnte etwas reichhaltiger sein
- Preis
- Parken am Hotel nicht möglich, Tiefgaragenplatz kostet extra
Aussicht Teil 1
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
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sunrise67 11.04.2010 19:21
radinho 12.02.2010 20:33
IchLiebeMarco 28.01.2009 19:43
Janet74de 08.05.2008 07:34
templerthomas 18.01.2008 14:25