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Alanya - fast schon meine zweite Heimat
Pro Interessante Stadt - eingebettet in einer traumhaften Landschaft
Kontra Die Strände laden nicht gerade zum Baden ein.
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Sehenswürdigkeiten | |
| Sicherheit | |
| Gastfreundlichkeit |
Nachdem ich einen Bericht über mein Stammhotel in Alanya (Hotel Gardenia) veröffentlicht habe, möchte ich heute einen Bericht über meinen Lieblingsort in der Türkei schreiben.
In lateinischen Quellen heißt die Stadt meist Alaya. Den heutigen Namen "Alanya" erhielt die Stadt 1933 von Kemal Atatürk. Diese Namensänderung basiert auf einem Übermittlungsfehler des Stadtnamens, so die offizielle Version.
Die Geschichte der Stadt Alanya ist eng verflochten mit der Geschichte der Burg - lange Jahrhunderte existierte Alanya zum grössten Teil nur auf dem Burgberg. Auch ihre immense strategische Bedeutung für das Römische Reich verdankt die Stadt der imposanten Festung auf dem Burgberg.
Wann genau die Burg zum ersten Mal als unbezwingbare Festung erbaut wurde, ist weitgehend unbekannt. Sicher ist jedoch, dass der Piratenkapitän Diodoros Tryphton den Burgberg im 2. Jahrhundert vor Christus zu seinem Hauptquartier machte und von dort aus lange Jahre die Mittelmeerküste bis Antalya beherrschte.Für mich ist es in jedem Urlaub ein Pflichtprogramm geworden, die Burg und die Festung zu besuchen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Man kann den stündlich verkehrenden Linienbus nehmen. Dieser fährt immer zur vollen Stunde von der Haupt-Moschee im Stadtzentrum, bzw. 5 Minuten später an der Damlatas Höhle. Diese Bustour ist ein Erlebnis, da der Bus eine wunderschöne Strasse hinauf zur Burg fährt und man einen herrlichen Blick auf den Hafen, die Bucht und die Umgebung von Alanya geniessen kann. Und das zum Preis von 80 Cent.
Den Rückweg sollte man unbedingt zu Fuss machen. Hier kommt man an dem ursprünglichen Alanya vorbei. Hier sieht Alanya noch so aus, wie vor hunderten von Jahren.
Viele einheimische Frauen bieten Tischdecken, selbstgetöpferte Keramikartikel an. Ebenso findet man kleine Gärten, in denen die Besitzer Gözleme (Teigtaschen) und Getränke zu einem wirklich günstigen Preis anbieten.Der Rückweg bis hinunter zum wirklich schönen und sehenswerten Hafen, dauert bei einem ganz normalen Spaziergang ca. eine Stunde. Während des gesamten Weges hat man einen herrlichen Blick auf den erwähnten Hafen und die Stadt. Hier hat man einen imposanten Blick auf das Taurus Gebrige (ca. 1800m hoch), welches Alanya einrahmt.
Selbstverständlich kann man auch zur Festung hoch wandern, hierfür sollte man dann ca. 1 1/2 Stunden Fussweg einplanen.Ausserdem hat man die Möglichkeit mit einem kleinen Boot eine Tour um die gesamte Festung herum zu machen.
Diese Fahrt dauert ca. eine Stunde und führt in mehrere kleine Höhlen. Der Preis pro Person liegt bei ca. Euro 10,00.
An jedem Freitag findet der Bauernmarkt statt. Hier gibt es vom Huhn und derem Produkt bis hin zur Banane, Gewürzen, Obst und Gemüse, sowie Klamotten wirklich alles was das Herz begehrt. Das ist ein Gewühle und Geschiebe, da braucht man auch ein sehr gutes Nervenkostüm und Zeit, die man im Urlaub aber auch haben sollte.
Ebenso sollte man auch eine ausreichende Zeit für das Handeln der Preise einplanen. Die Türken erwarten das förmlich. In der Regel kann man den ursprünglich (und natürlich viel zu hohen Preis) um ca. 20-30 Prozent herunter handeln. Das gilt natürlich nicht für Gemüse und Obst auf dem Bauernmarkt, sondern für alle Artikel auf dem Bazar und in den anderen Geschäften in der Stadt. Erst wenn der Verkäufer ernsthaft zornig wird, kann man davon ausgehen, dass man beim Preis daneben liegt. Dann wird aus der sonst sprichwörtlichen freundlichen Art gegenüber den Touristen, ein Kauderwelsch aus Türkisch, Englisch, Deutsch und was auch immer.Den modernen Tourismus begründet eine Zufallsentdeckung und der Weitblick eines Mannes:
1948 wurde bei Hafenarbeiten die Damlatas-Höhle entdeckt. Die ersten Untersuchungen leitete ein Bürger Alanyas, Galip Dere. Er hatte aus Deutschland von der heilenden Wirkung der Höhlenluft gehört und ließ in entsprechenden Untersuchungen die heilende Wirkung auf das Atmungssystem bestätigen.
Viele Leute mit Krankheiten der Atemwege nutzen diese Höhle täglich. Für einen Eintrittspreis von Euro 1,50 ist sie bequem von jedem Hotel am Kleopatra Strand zu erreichen.
Während im Sommer am Strand die Sonne brennt, kann man hier im Schatten am kühlen Fluss in zahlreichen Restaurants die Beine im Wasser baumeln lassen, das milde Klima genießen und sich bei einem Picknick oder mit frisch gegrillten Forellen die Zeit vertreiben. Zum Dimcay werden nur wenige organisierte Ausflüge angeboten, allerdings ist der Fluss problemlos per Taxi, mit dem Dolmus (fährt ca. alle 30 Minuten vom zentralen Busbahnhof) oder dem Motorroller zu erreichen.
Ein Stück höher über dem Dimcay in den Bergen befindet sich die Dim-Tropfsteinhöhle. Sie ist erst seit 1997 für Touristen zugänglich und beeindruckt nicht nur durch wunderschöne Tropfsteine, sondern auch durch eine einmalige Akustik.Nicht selten sitzt in der Dim-Höhle ein Flötenspieler, der mit seinen zarten Klängen für eine ganz besondere Atmosphäre sorgt.
Auch das gehört für mich zu meinem Pflichtprogramm in jedem Alanya Urlaub.Für ältere Menschen, auch ich zähle mich dazu, ist es ab einem gewissen Wellengang ziemlich gefährlich geworden. Auch Kinder müssen sehr aufpassen. Das ist wirklich ein Manko und hier ist dringend Abhilfe nötig. Schnell hat man sich eine Prellung oder sogar einen Knochenbruch zugezogen.
Das gleiche gilt für den Strand im östlichen Teil. Hier findet man auf einer Länge von ca. 20 km das gleiche Problem.Ansonsten gibt es überall am Strand eine ausreichende Zahl an Liegen und Sonnenschirmen und sehr viele Lokalitäten. Die Sauberkeit am Kleopatrastrand ist insgesamt in Ordnung, da für die Reinigung die Hotels verantwortlich sind.
Auf dem in östlicher Richtung gelegenen Strand bis nach Mahmutlar, gibt es dagegen sehr viele unsaubere Ecken.
Das Nachtleben Alanyas ist berühmt und berüchtigt.
Allen voran die "Hafenmeile" (direkt oberhalb des Hafens) mit den Discos und Bars (ganzjährig, zum größten Teil mit freiem Eintritt), die türkischen Pop, aber auch internationale Hits spielen. Namen wie, "James Dean Bar", "Bellman", "Robin Hood" und "Zapfhahn", haben bei partyhungrigen Alanya-Urlaubern einen guten Ruf. Eigentlich ist das ganze Viertel rund um den Hafen eine einzige Partyzone.Besonders gemütlich und vom Angebot her lobenswert sind die Bars und Restaurants am Kleopatra Strand. Sauberkeit ist das oberste Gebot der Türken. Man sieht fast in jedem Restaurant wie das Essen zubereitet wird. Die Preise für ein Gericht sind immer noch recht günstig. Sie liegen je nach Restaurant zwischen Euro 4,00 [Pizza, Spaghetti etc.) bis Euro 12,00 (Fleischgerichte oder Fischgerichte mit üppiger Beilage). Die Getränkepreise haben sich in den letzten Jahren fast unserem Niveau angeglichen.
Ich habe ein Lieblingsrestaurant und möchte es Euch hier einfach empfehlen.Zur Zeit leben ca. 10.000 Deutsche (vorwiegend Rentner) in Alanya. Sie haben diese Stadt zu ihrer Heimat gemacht und ich kann sie gut verstehen.
Alanya ist wirklich eine Reise wert. Für mich ist es fast zu meiner zweiten Heimat geworden.Mein geistiges Werk für ciao und dooyoo.
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jockel2001 30.04.2011 07:00
AndreaRo 28.08.2008 16:11
morla59 11.08.2008 00:20
Puppekaa 03.07.2008 15:17
Andrea5464 16.06.2008 11:30