Alabamahalle, München

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Alabamahalle, München

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I come from Alabama ...

4  01.07.2001

Pro:
nette Schlagerparty, gutes Preis - Leistungsverhältnis, akzeptables Publikum, jede Menge Spaß

Kontra:
manche Leute trinken zu viel, Boden klebt nach einiger Zeit

Empfehlenswert: Ja 

stefbl

Über sich: Kaum schreibt man mal wieder Berichte, schon sind sie wieder da: Die unsäglichen Anfragen für Leseru...

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... with my Banjo on my knees? Nicht ganz, aber so ähnlich. Genauer gesagt kam ich in der Nacht von Freitag auf Samstag aus der Münchener Discothek "Alabamahalle" – zwar nicht mit einem Musikinstrument, aber mit einem klitzekleinen Schwipps und jeder Menge guter Laune. In der Discothek im Münchner Norden, die vielen vielleicht noch von der Jugendsendung "Live aus dem Alabama" im bayerischen Fernsehen bekannt sein dürfte – lang lang ist's her – ist jeden Freitag abend "Schlagersahne" angesagt – und das bedeutet deutsches Kulturgut bis zum Umfallen. Wer wie ich auf deutsche Schlager steht und bei Songs wie "Über den Wolken" frei nach Dieter Thomas Kuhn oder "Hölle, Hölle, Hölle" a la Wolfgang Petry so richtig abgehen kann, der ist in dieser Discothek genau richtig.

Nun aber der Reihe nach:

Alabamahalle – was geht da genau ab?

Wer mal echten Münchnern das Stichwort "Alabamahalle" gibt, wird unter Umständen ein entnervtes Augenrollen ernten. Denn es gab mal Zeiten, da hatte dieser Schuppen nicht den allerbesten Ruf, galt als Bagger- und Saufdisco. So ganz falsch ist das auch wirklich nicht: Denn für 25 Mark (Frauen) bzw. 30 Mark (Männer) Eintritt, sind Freitags abends alle Getränke bis 1.00 Uhr und am Samstag abend alle Getränke bis morgens um fünf Uhr frei. Obwohl ich dort deshalb nicht mit den allerhöchsten Erwartungen hinging, so wurde ich von der Alabamahalle doch angenehm überrascht. Statt einer versifften Absteige entpuppte sich die Alabamahalle doch als ganz annehmbarer Schuppen in einem ehemaligen Militärgebäude. Und auch das Publikum war durchaus akzeptabel, Altersspanne von 18 bis 30, fast durchweg ganz normale Leute, keine verqueren Szenegänger oder nach Alkohol lechzende Teenies. Ehrlich, so kann es wirklich ein lustiger Abend werden.

Die Musik:

Wie bereits eingangs erwähnt: Freitags abends ist "Schlagersahne" angesagt, und das heißt wirklich Schlager, Schlager, Schlager bis zum Umfallen. Während "Schlagerparty" in anderen Münchner Lokalitäten durchaus auch mal "zwei Schlager pro Stunde und sonst Charts" heißen kann, bekommt der Schlagerfan hier wirklich die volle Schlagerdröhnung. Und das heißt nicht nur bekannte Klassiker – nein, auch Uralt-Ohrwürmer wie "Eine Mark für Charlie" oder "Hallo, Frau Nachbarin" fehlten nicht. Vor allem das Musikangebot in den ersten beiden Stunden hat mich stark an das WDR-4-Sonntags-nachmittags-Wunschkonzert "Wünsch dir was" erinnert, bei dem ein aus Holland stammender Moderator immer "und auch ganz liebe Grüße nach unsere Omma in Recklinghausen" verlesen hat. Nach Mitternacht wird das Programm dann doch etwas "mainstreamiger" – hier geht dann auch das eine oder andere NDW-Stück an den Start.

Samstag abend sind dann in der Alabamahalle "moderne Zeiten" angesagt – und das bedeutet vor allem Pop und Achtziger-Sound. Da ich dort aber noch nie gewesen bin, kann ich hier nur das Urteil von einigen Bekannten wiedergeben, die "die ganze Sache doch ziemlich nett" fanden.

Das Getränkeangebot:

Alle Getränke frei – das bezieht sich tatsächlich auf alle Getränke bis auf Wodka-Red-Bull, der mit drei Mark pro Glas extra bezahlt werden muss. Alle anderen Drinks, also vor allem Bier und Mixgetränke wie Wodka-Lemon oder Bacardi-Cola werden im 0,4-Liter-Plastikbecher ausgeschenkt. Die Alkohol-Mischung ist großzügig, die Qualität durchaus annehmbar. Obwohl ich hier bei ciao in einigen Berichten über die Alabamahalle gelesen habe, dort würde nur billigster, Kopfschmerzen verursachender Fusel ausgeschenkt, so kann ich dies dementieren – es war tatsächlich Bacardi, und auch der Wodka gehörte durchaus einer nicht ganz unbekannten Marke an.

Getrunken wird in der Alabamahalle entsprechend des Frei-Angebotes auch sehr, sehr viel – trotzdem gab es nur ganz wenige Gäste, die es maßlos übertrieben haben. Trotzdem kommt es öfters vor, dass beim Tanzen mal jemand den Inhalt seines Bechers verschüttet – entsprechend wird der Fußboden zu fortgeschrittener Stunde mit einer klebrigen Schicht überzogen. Also keine guten Klamotten oder teure Schuhe anziehen ...

Das Publikum:

Ich habe es bereits angesprochen – die Leute, die Freitags abends in die Alabamahalle gehen, sind durchaus in Ordnung. Kein Vergleich zum pseudo-coolen und pubertierenden "Kunstpark Ost" – jener bekannten Münchner Discotheken-Meile, die ich überhaupt gar nicht gerne mag und deshalb auch fast immer meide. Der Flirtfaktor in der Alabamahalle ist dann aber doch überdurchschnittlich hoch. Wenn hier jemand mit dem Vorsatz hinfährt, einen One-Night-Stand finden zu wollen, dürfte es wohl nicht allzu schwer haben.

Und wie kommt man dort hin?

Die Alabamahalle liegt im Münchner Norden in der Domagstraße und ist mit der U 6, Station "Alte Heide" zu erreichen. Von dort fährt alle 15 Minuten ein eigener Pendelbus zum Alabamagelände, zu Fuß würde man noch ca. 20 Minuten brauchen. Auch mit dem Auto ist die Alabamahalle gut zu erreichen, Parkplätze sind reichlich vorhanden. Allerdings sollte man sich in Gedenken an das Getränkeangebot überlegen, ob man den fahrbaren Untersatz n icht doch besser zuhause lässt ...

Mein Fazit:

Zusammen mit meinen Freunden habe ich in der Alabamahalle einen wirklich rundum lustigen und gelungenen Abend mit frohem und lustigem Schlagergesang erlebt, der auf jeden Fall nach einer Wiederholung schreit. Die Alabamahalle ist sicherlich nichts für jedes Wochenende, aber dort ca. alle zwei Monate mal vorbeizuschauen, lohnt sich auf jeden Fall - weil das Preis-Leistungsverhältnis hier wie in München an kaum einem anderen Ort wirklich stimmt!

stefbl, 1. Juli 2001


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
grapefruit

grapefruit

26.11.2002 14:19

Habe es mir zur Aufgabe gemacht, irgendwann mal alle Discos von München durchzuprobieren... bisher war ich aber leider noch nicht in der Alabamahalle... :)

Blake_Carrington

Blake_Carrington

22.08.2001 04:00

Du hast völlig recht! War vor 5 Jahren das letzte Mal auf der "Schlagersahne" - und anscheinend ist es immer noch so gut. Werd mal wieder hinschauen müssen...

DerSchwabe

DerSchwabe

04.07.2001 00:38

70er und 80er Jahre Musik UND Freibier....na, da würde ich wohl ein bisschen mehr trinken als gewöhnlich....*gg* - MfG

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