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Erfahrungsbericht

für Air Malta
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Kontra Service, Essen

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Der Autor

Hoernchen123 Seit 27 Mrz 2000

Ab und zu wieder da :-) mehr

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Unseren diesjährigen Urlaub haben wir auf der schönen Insel Malta verbracht. Hin und auch wieder nach Hause brachte uns die Air Malta, die nationale Fluglinie des Inselstaates.

Allgemeines

Air Malta wurde 1973 gegründet und ist der National Carrier von Malta. Sie gehört zu 98% der maltesischen Regierung. Die ersten Flugzeuge waren ausrangierte Maschinen der pakistanischen PIA, aber diese Zeiten sind definitiv vorbei und nun besteht die Flotte aus recht neuen Airbus A319 und A320. Das durchschnittliche Flottenalter beträgt 3,9 Jahre, es ist also eine recht junge Flotte. Im Winter verleiht Air Malta seine Flugzeuge häufig, beispielsweise nach Südamerika, um eine volle Auslastung der Flieger zu erreichen.

Flüge mit Air Malta kann man auf der Homepage der Airline buchen, aber natürlich auch im Reisebüro. Unser Flug war Teil einer Pauschalreise. Eine Flug mit Air Malta ab Deutschland nach Malta kostet ca.240 Euro. Zum Vergleich...mit Lufthansa ab Frankfurt kostet es je nach Saison ab 163 Euro. Dafür fliegt Air Malta ab vielen deutschen Flughäfen wie beispielsweise Berlin, Hamburg, München, Leipzig und Stuttgart.

Kontaktdaten in Deutschland:
Air Malta Office
Rossmarkt 11
60311 Frankfurt
http://www.airmalta.com

Unsere Flüge

Am Abend des 28.Juli ging es los. An diesem Mittwochabend startete der Flug nach Malta planmässig um 19:40 Uhr ab Berlin-Tegel zu dem dreistündigen Stunden-Flug nach Malta. Der Check-In wurde von den Mitarbeitern von Globeground übernommen und obwohl die Maschine nicht mal ansatzweise ausgebucht war, gab es einen ziemlich Stau am Schalter. Wir erhielten unsere Bordkarten und es dauerte nicht lange und unser Flugzeug, der Airbus A 320 mit der Kennung 9H-AEF stand zum Einstieg bereit. Von außen machte die Maschine einen ordentlichen Eindruck. Sie ist (wie meine Recherche im Netz ergab), 7 Jahre alt, trägt den Namen der maltestischen Hauptstadt Valetta als Taufnamen und wurde letztes Jahr mal leihweise in Chile eingesetzt. Auch von innen machte das Flugzeug einen ganz normalen, ordentlichen Eindruck, wir fühlten uns gut aufgehoben und sicher. Die Sitze waren aus blauem Leder, die Gurte rot und die „Kopflätzchen“ an jedem Sitz mit Werbung bedruckt. Unseren Rückflug haben wir mit dem Flugzeug 9H-AEN angetreten. Ein Airbus A320, der gerade einmal 4 Jahre ist.

Ganz überpünktlich durften wir einsteigen, bereits eine halbe Stunde vor Abflug saßen alle an ihren Plätzen. Die Maschine war nicht ansatzweise voll, ganze Reihen waren frei, so dass man sich, so denn man wollte und es einem erlaubt wurde, auch umsetzen konnte.

Das Personal war schon beim Einsteigen eher unmotiviert und gelangweilt. Ich hatte auf Malta allgemein den Eindruck, dass man es mit Kundenservice nicht so hat und die Air Malta gibt da schonmal einen Vorgeschmack... Begrüßt wurde eher halbherzig und auch nicht jeder. Kleine Geschenke oder ähnliches für die recht zahlreichen Kinder an Bord gab es gar nicht.

Als das Bording beendet war, saßen wir da. Und saßen. Und saßen. Und warteten. Wir hatten, da das Bording so früh abgeschlossen war, die leise Hoffnung, dass es dann vielleicht eher losgeht, aber dem war nicht so. Die Beinfreiheit war nicht die beste, daher war ich nicht begeistert, dass die „Sitzzeit“ sich etwas verlängert.

Auf dem Rückflug lief es ähnlich, nur dass wir beim zweiten Mal nicht ganz so arg früh einsteigen mussten.

Ganz pünktlich ging es sowohl auf dem Hin-als auch auf dem Hinweg los. Bereits das Willkommen an Bord kam vom Tonband, es gab keine persönliche Begrüßung. Das Sicherheitsvideo zeigte dann alle notwendigen Instruktionen für den Notfall. Alles wurde uns auf Maltestisch, Englisch und Deutsch vorgedudelt. Die Flugbegleiter sprachen auf unseren Flüge übrigens alle kein Deutsch. Mich stört das nicht, für manch anderen ist das vielleicht relevant.

Nach dem Start dauerte es ein Weilchen, bis die Flugbegleiter mit dem Service begannen. Wir hatten auf den Hinweg einen Abendflug (Start um 19:45 in Berlin, Landung um 22:40 Uhr), auf dem Heimflug war es ein Nachmittagsflug (Start gegen 16 Uhr, Landung 19 Uhr). Da ich im Internet gelesen hatte, dass es ein üppiges Mahl gäbe, haben wir vor dem Abflug nicht viel gegessen außer einem Snack am Flughafen. Wir rechneten mit Abendessen im Flugzeug. Was uns dann aber serviert wurde, überraschte dann doch...Eine Pappverpackung wurde jedem hingestellt...mit einem kleinen Rosinenkuchen und einem unglaublich labberig aussehenden Käsebrot, auf dem die Aufschrift „Fresh“ wie eine Ironie wirkte. Da ich keinen Käse esse und der Rosinenkuchen winzig war, blieb ich an dem Abend hungrig. Meine Tochter ebenfalls, die weder das Brot noch den Kuchen mochte. Ok, unser Problem, dass wir mit warmen Essen und Brötchen gerechnet hatten. Auf dem Rückflug gab es übrigens das gleiche, nur diesmal war auf dem Brot Wurst.
Wie man auf www.airlinemeals.net sehen kann, gab es bis vor Kurzem noch warmes Essen bei Air Malta. Dem ist nun aber nicht mehr so. Also, Essen mitnehmen oder vorher satt essen, zumindest bei Abendflügen, wenn man vor Ort nix mehr kriegt ;-).

Während des Fluges gab es theoretisch Unterhaltung. Nur theoretisch, denn es gab zwar Kopfhöreranschlüsse in jedem Sitz, aber wer keinen Kopfhörer dabei hatte, hatte davon nix. Es wurde nichts verteilt. Monitore konnten aus der Decke ausgefahren werden und zeigten eine Weile den Flugverlauf an, aber über gut 1,5 Stunden auch nur Videos im Stil von Pleiten, Pech und Pannen (ok, dafür braucht man dann keine Kopfhörer). Außerdem gab es auch noch das Bordmagazin. Auf dem Hinflug, Ende Juli, sah es sehr abgegriffen aus, beim Rückflug Anfang August lag die frische August-Ausgabe in der Sitztasche, die wesentlich besser aussah. Es befanden sich darin ein paar Artikel zu Malta.

Die Sauberkeit an Bord war ok, aber das ist auch nahezu logisch bei einem so kurzen Flug in einem nur halbvollen Flieger.

Wir sind beide Male ganz pünktlich gelandet. Die Flüge verliefen ruhig, was aber ja typischerweise am Wetter und nicht an der Airline liegt.

Fazit:

Air Malta ist ok, aber mehr auch nicht. Man kommt mit ihnen sicher und auch relativ günstig nach Malta, verzichtet dafür aber auch auf Service, Unterhaltung und auch auf allzu überschwengliche Freundlichkeit. Es wirkte, wohl auch durch die Werbung auf jedem Sitz, ein wenig wie bei einem Low-Cost-Carrier mit dem einzigen Unterschied, dass man hier kostenlos einen kleinen Snack bekommen hat.

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Air Malta
Unser Flieger
von Hoernchen123 Hoernchen123
Air Malta

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  • Alwini 09.06.2011 11:24
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Teilsmit 04.01.2011 19:01
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Werner86 05.12.2010 18:15
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    sehr hilfreich
  • duderally 19.11.2010 11:26
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • GoldenerFelsen 02.10.2010 19:01
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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