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Erfahrungsbericht

für Air Malta
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2 Sterne (Es ist) Ein Malteser-Kreuz in der Luft
67 von 67 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Nein

Pro ich konnte leider nichts finden

Kontra unfreundliches Personal, miese Verpflegung, Null Beinfreiheit

Der Autor

NorthPole76 Seit 1 Feb 2002

"Erst seine Schwächen zu zeigen, zeugt von wahrer Stärke!" - aus meinem verwirrten Kopf mehr

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Endlich war es soweit, Flughafen Wien Schwechat, Check-In für flight 513 der Air Malta von Wien nach Malta, Sonntag 08. Juni 2003.
Als Abflugzeit war 17:45 angegeben, doch eigentlich haben meine Freundin und ich nicht wirklich damit gerechnet, dass der Flug pünktlich abheben würde (Meine Eltern hatten zwei Tage zuvor erhebliche Verspätung bei ihrem Flug nach Griechenland, aber das ist wieder eine andere Geschichte). Aber egal, wir sind ja auf Urlaub.

Der Check-In selbst hat reibungslos funktioniert und schon 10 Minuten nachdem der Air Malta Schalter geöffnet hatte, hatten wir unsere Boarding-Passes in der Hand. Bis zum Boarding selbst war noch mengenhaft Zeit, also schlenderten wir gemütlich durch den Duty-Free Bereich (ohne allerdings etwas zu kaufen).
Bis hierhin also alles perfekt.

Sogar das Boarden war noch perfekt, abgesehen davon, dass man die Passagiere in zwei Gruppen teilte, Reihe 15 aufwärts und dann bis Reihe 15, was mir bei einer "kleinen" Boing 737 noch nie passiert ist, aber wen stört es!

Die erste Ernüchterung folgte dann aber im Flugzeug. Ich bin nun mit meinen 180cm nicht wirklich ein Riese, keinesfalls, und der Umstand, dass ich etwas längere Beine habe ist auch nicht wirklich tragisch, aber wenn mir schon die Knie bis zum Kinn standen, als ich endlich gesessen bin, was macht dann eigentlich ein 190cm Hüne in diesem Papierflieger?
Schon klar, bei besagter 737 handelte es sich eigentlich um nichts anderes, als um einen Touristenbomber, sprich so viele Touris reinbekommen, wie irgendwie möglich. Aber wie gesagt, irgendwo ist eine Grenze. Nun gut, die zwei Stunden Flugzeit wird man auch in Ölsardinen-Manier überleben, immerhin gibt es ja auch noch etwas zu Essen und Trinken, also einiges an Ablenkung. Außerdem, man ist doch auf Urlaub.

Nun als kleines Intermezzo, muss ich aber auch etwas Positives loswerden, nämlich dass die Abflugzeit penibelst eingehalten wurde (oder eingehalten werden konnte). Der Flieger hob nämlich tatsächlich schon um 17:42 Uhr von der Wiener Erde ab, also wenn man es genau nimmt, sogar etwas verfrüht. Aber wen stört das, man ist doch gerne früher als erwartet am Urlaubsort (ausserdem muss es nicht zwingend der Verdienst der Air Malta sein, dass man pünktlichst abehben konnte, vielleicht lag es ja auch am VIA (Vienna International Airport), was sogar wahrscheinlicher ist).

So, nun aber wieder zurück zum Flug.
Nach ca. 5 Minuten hatte ich eine Position gefunden, wie anscheinend auch der Rest der Passagiere, in dem es sich halbwegs bequem nach Malta fliegen ließ.
Genüsslich las ich in meinem Buch, als nach kaum 10 Minuten in der Luft, schon das Essenswagerl vor uns stand – oder besser, fast wieder von uns wegrollte, denn wir waren noch mitten im Steigflug.
Nun gut, etwas Abwechslung tat uns gut, immerhin musste man so nicht mehr an die Krämpfe in den verschiedenen Körperteilen denken. Als wir aber das Essenstablett vor uns hatten, na ja, da war es uns schon wieder fast lieber an die verschiedenen Krämpfe im Körper zu denken.

Was es genau war, was wir auf diesem Flug zu essen bekommen haben, ich kann es leider nicht sagen. Ich kann nur sagen, dass ein Teil auf jeden Fall einer Hühnerbrust ähnelte und auch annähernd so schmeckte. Ich bin nun wirklich nicht heikel und meine Freundin schon gar nicht (glaubt mir, sie ißt wirklich fast alles), aber dieses Boardessen war kaum verträglich.
Einzig der Dessertkuchen war ein Traum, Schokokuchen mit Nüssen und auch die beiden kleinen Hartcracker waren mit Butter recht genüsslich.

Sei es wie es sei, war also nichts mit dem Essen, dann konzentriert man sich eben auf das Trinken.
An Getränken, da darf man nicht meckern, gab es wirklich fast alles, außer Tomatensaft, den irgendjemand hinter uns lautstark bestellte, aber ohne diesen kann ich sehr gut leben. Dass das Pepsi auch nicht gerade eisgekühlt war, sondern eher so in der 25° Region lag, störte mich nicht weiters, Hauptsache flüssig und mit viel Zucker (irgendwie wollte ich meine Krämpfe und meinen nun pulsierenden Kopf behandeln).
Bier, Wein, Wasser, Juice und eben die normalen Soft-Drinks, alles war vorhanden und erfreute also alle Passagiere.

An den Getränken konnten wir uns also erfreuen, nicht so an unserem Board Personal. Was ich zwar als sehr angenehm empfunden habe, war die Tatsache, dass es sich um eine gemischte Crew handelte, also Damen und Herren, aber das war auch schon das einzig erfreuliche.
Freundlichkeit war wohl aus dem Wortschatz der gesamten Crew gestrichen, ein kleines Beispiel?
+++
Nun wollte unser Sitznachbar, ein Herr mittlern Alters, nach einiger Zeit doch noch eine zweite Miniflasche Wein, wenn auch warm, aber immerhin flüssig und rief deshalb mal nach dem Steward.
Dieser, dass muss man dem Personal lassen, kam auch innerhalb kürzester Zeit und fragte, mehr genervt als freundlich, was denn das Anliegen sei. Die Bitte, nach etwas mehr zu trinken wurde zuerst mit einem Blick auf die Uhr quittiert, nach dem Motto "...guter Mann das geht nun wohl nicht mehr, wir landen in ca. 50 Minuten!", dann mit eisernem Schweigen. Dies wiederum verdutze unseren Sitznachbarn, der nun nochmals fragte, ob es denn möglich wäre eine weiter Flasche Weißwein zu bekommen. Der Steward belohnte unseren Nachbarn mit weiterem Schweigen, bis es ihn, den Steward anscheinend zu bunt wurde (???) und unseren Nachbarn anschnauzte "was wollen Sie nun endlich trinken! Oder soll ich es vielleicht für sie aussuchen? Aber trinken müssen Sie es dann schon selber!".
Etwas perplex, stammelte unser Nachbar kleinlaut "Weißwein" und verschwand tief in seinem Sitz. Immerhin, nach weitern 2 Minuten bekam er seinen Wein, wort- und blicklos.
+++

Auch fand es niemand der Crew wert, uns darauf aufmerksam zu machen, dass man zur Einreise nach Malta ein kleines Einreiseformular ausfüllen muss. Na ja, zumindest der nette Herr bei der Passport Control hat uns darauf aufmerksam gemacht und uns gleich wieder postwendend zurückgeschickt. Aber was soll’s, man ist ja auf Urlaub und vielleicht hat die Crew ganz einfach nicht gewusst, dass Touristen diesen kleinen Zettel ausfüllen müssen.

Und das liebe Leute war erst der Hinflug!!!!

Da man aber auch wieder in die Heimat zurück muss, wurden wir ein zweites Mal "gezwungen", die Dienste der Air Malta in Anspruch zu nehmen.
Da ich schon viel ausschweifender als geplant geschrieben habe, halte ich mich nun kurz.

War der Hinflug nach Malta noch überpünktlich, so hatte der Rückflug nach Wien 40 Minuten Verspätung. Das ist eigentlich nicht schlimm und solche Verspätungen stören mich persönlich eigentlich kaum, wenn man auch richtig informiert wird und richtig behandelt. Richtig behandelt?
Na ja, Malta ist nicht gerade ein Kaltwettergebiet und so hatte es am Rückflugtag sicher wieder weit über 30°. Kein Problem, das erwartet man sich ja auch von seinem Urlaubsland.
Während dem Urlaub kann ich die Hitze aber am Strand oder am Pool genießen und muss nicht in einer Sardinenbüchse, oh Entschuldigung, in einer Boing 737 der Air Malta, sitzen.
Genau das ist uns passiert, wie soll es anders auch sein.

Dass ein technisches Gebrechen an der Maschine behoben werden muss, ist klar und das ist ja auch wünschenswert, dass man währenddessen auch alle Passagiere in der Maschine sitzen lässt ist auch klar. ABER das mindeste wäre es doch, dass man den Passagieren, nach zumindest 20 Minuten Leiden in einer 60° heißen Maschine etwas zu trinken gibt – Fehlanzeige. Dass dann die Belüftung auch nicht funktioniert, na das ist dann auch schon egal.

Ansonsten mag ich mich nicht mehr zum Rückflug äußern, das Essen war um nichts besser, die Crew aber etwas freundlicher. Immerhin, der Vogel der Air Malta hat es nach Wien geschafft und wir sind wohlbehalten wieder angekommen.

+++ Fazit +++
Insgesamt war der Maltaurlaub ein voller Erfolg. Tolles Hotel (da könnte noch ein Bericht folgen), super Wetter, viel Kultur, einfach perfekt.
Nur der Hin- und Rückflug ist aus dem Gedächtnis zu streichen. Leider konnte ich bisher noch keine Alternative zur Air Malta finden. Anscheinend hat diese Fluglinie eine Art Monopol aufgebaut, was die Flüge nach Malta betrifft.
Aber was soll's, Malta wird uns wieder sehen, wobei wir wirklich schon am Überlegen sind, ob wir das nächste Mal nicht mit dem Auto und der Fähre anreisen. Aber lohnt sich ein ganzer Tag Anfahrtsstress, nur um dieser Fluglinie zu entgehen?
Wir werden sehen.


Abschließend noch ein paar Fakten zu Air Malt:

Viel ist nicht zu finden auf der offiziellen Seite (www.airmalta.com), aber hier die Infos zur Flotte:
Insgesamt 13 Flugzeuge, darunter:
- 4 Airbus A320-200
- 7 Boeing 737-300 und
- 2 Boeing 737-200A

Wie alt die eingesetzten Maschinen sind ist leider ebenfalls nicht zu entnehmen. Die beiden Maschinen welche wir benützen durften, waren zwar nicht mehr die neuesten, aber gravierende Mängel wären mir keine aufgefallen. Ich tippe mal, dass die beiden 737 so um die 7 Jahre alt waren, aber ich kann mich auch irren.

Also in diesem Sinne, möge das Kreuz mit dem Malteser-Kreuz in der Luft bald zu Ende gehen!!!!

Warum ich 2* vergebe und nicht gar nur einen? Die Sicherheit war immer gegeben und auch technisch scheinen die Maschinen in sehr gutem Zustand, also von der diesbezüglich keinerlei Bedenken!


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Kommentare

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  • bayernils 06.06.2007 11:23
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • StonerMcT 06.04.2007 19:53
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • muddled 20.02.2007 12:32
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • enton27 03.05.2006 19:18
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • eugeniuskasachstanius 24.05.2005 17:23
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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