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Der African Safari Club (ASC) wurde 1967 gegründet und ist heute ein Unternehmen mit insgesamt 3000 Mitarbeitern. 10 Hotels, davon 7 am Shanzu-Beach, diversen Safari-Camps, 1 Kreuzfahrtschiff, die Royal Star und drei Flugzeuge, darunter ein Airbus der African Safari Airways gehören zum Unternehmen. Der ASC ist in der Region nördlich vom Mombasa der größte Arbeitgeber, ohne den ASC läuft dort nichts und auch die Preise vor Ort werden vom ASC diktiert.
Eines vorweg: Wenn Sie in Kenia nur Baden möchten gibt es sowohl bessere Veranstalter als auch bessere Reiseziele als Kenia. Hier bucht man seinen Urlaub um auf Safari zu gehen und dafür ist der ASC immer noch der unangefochtene Spezialist. Eine vergleichbare Auswahl von Flugsafaris finden Sie sonst kaum und beim ASC bekommen Sie alles aus einer Hand, was in einem Land wie Kenia viel wert ist. Ihre Urlaubsregion ist der Shanzu-Beach, ca. 20 Kilometer nördlich von Mombasa. Von dort starten auch die Flugsafaris.
Shanzu-Beach: Dieser Strand ist der Grund warum ich von einem reinen Badeaufenthalt in Kenia abrate. Bei Ebbe fällt dieser auf fast einem Kilometer Breite trocken, so dass kein Schwimmen möglich ist. Bei Flut sehen Sie nur Seegras und Unrat, keine fühlt sich dafür zuständig vor den Hotels den Strand zu säubern, und in dieser Suppe badet keiner gerne. Der Strand verdient nicht einmal das TUI-Prädikat "naturbelassen", dreckig und unappetitlich ist eher zutreffend. Ein ständiges Ärgernis sind die Beachboys, hier sind immer ca. 40 in Sichtweite die auf unbedarfte Badegäste warten. Wenn dann bis zu 10 gleichzeitig auf Sie einreden machen Strandspaziergänge keinen Spaß mehr. Anders als in Asien sind diese nervig und überaus unfreundlich was fast immer dazu führt dass die Beachboys den ganzen Strand für sich alleine haben und die Gäste hinter der Absperrung bleiben.
Wenn Sie sich also für eine Safari mit dem ASC entscheiden sollten Sie wissen was alles auf Sie zukommt, denn der Veranstalter hat nun fast 40 Jahre Erfahrungen mit dem erfinden von Nebenkosten und nicht inkludierten Leistungen:
Freigepäck: Hier sind je nach Buchungsklasse zwischen 23 und 43 KG frei, jedes, und zwar wirklich jedes Kilogramm kostet € 7,50, wie viele Mitreisende beim Abflug erfahren mussten.
Sitzplätze: Sie möchten einen Fensterplatz, kein Problem für den ASC: € 16,- pro Person und Strecke, selbstverständlich auch für alle Mitreisenden.
Poolliegen: Diese kosten € 1,50 pro Person und Tag, ein Badehandtuch müssen Sie aber entweder von zuhause mitbringen oder käuflich erwerben. Die Nutzung einer Liege ohne Auflage kostet das gleiche wie mit Auflage. Alternativ bietet der ASC folgendes Paket an:
Deluxe-Paket: Dieses Paket für € 45,- beinhaltet ein Badetuch sowie die Poolliegen mit Auflagen. Das gilt aber ausschließlich im gebuchten Hotel, in jedem anderen Hotel zahlen Sie wieder € 1,50. Darüber hinaus beinhaltet das Paket einen Spezialtransfer, der aber in unserem Fall genau der gleiche Bus war.
Safe: Kostet € 2,50 pro Tag
Privatstrand: Der reservierte Strandplatz kostet € 35,- pro Person und Woche und ist einfach nur lächerlich. Ein kleines Stück Strand in Rufweite der Beach-Boys ohne Möglichkeit in den Schatten zu wechseln und mit einer Fahne für den Service, der aber ohnehin ständig präsent ist. Außerdem gibt es immer ausreichend Poolliegen und für ein paar Cent Tip trägt Ihnen der Poolboy diese auch vom Pool an den Strand und wieder zurück. Dieser "Service" kommt in die Hall of Shame.
Klimaanlage: Eine Klimaanlage kostet € 80,-, ist aber nicht unbedingt notwendig, da das Klima in Kenia nicht schlimmer ist als im deutschen Hochsommer. Die meisten der Anlagen sind alt und wegen mangelhafter Wartung total verkeimt. Bei den fast täglichen Stromausfällen funktioniert die Klimaanlage auch nicht.
Gourmetpass: Hier verlangt der ASC glatte € 100,- pro Person und Woche. Das Essen im Kasr al Bahar war spitzenmäßig mit zwei servierten 5-Gänge Menüs am Tag. Möchten sie am Abend in einem anderen Hotel Essen so sind hier noch zwei Mal Taxikosten in Höhe von ca. € 6,- fällig, ein Shuttle verkehrt nur ein Mal tagsüber.
Auch die Mahlzeiten in den anderen Hotels werden trotz gleicher Kategorie mit bis zu € 9,- berechnet, einzige Ausnahme ist das Mittagessen im Partnerhotel Flamingo, aber auch nur wenn man nach einem Voucher fragt.
Wie die meisten Veranstalter bietet der ASC auch Ausflüge vor Ort an, hier eine Auswahl und ein paar Hinweise:
1001 Nacht: Diese Abendveranstaltung hatten wir 2x im Kasr al Bahar. Sie kostet für auswärtige Gäste € 25,- pro Person. Das orientalische Buffet war ok, aber das Menü in Hotel ist einfach hochwertiger. Es findet Folklore mit Tanz und Gesang statt. Etwas vergleichbares können Sie aber in jedem Touristenhotel in der Türkei sehen. Für das gleiche Geld können Sie aber ein Seafood-Dinner in Kasr al Bahar buchen und das ist absolute Spitze und auch die Atmosphäre ist ohne Folklore besser.
Malindi: Dieser Tagesausflug für € 45,- führt Sie ca. 200 Kilometer in schrottreifen Bussen über Strassen wie im Steinbruch. Ansonsten ist Ihr Geld woanders besser angelegt.
Busch-Tour: Auch hier geht es für € 20,- 6 Stunden zu den gleichen Bedingungen durch den Busch. Das ist aber keine besonders reizvolle Landschaft sonder schlicht die ländliche Siedlungsstruktur in einiger Entfernung von den Badehotels. Hier erwarten Sie nur Dörfer mit bettelnden Kindern. Solche Besuche können Sie authentischer während der Safari machen.
Bamburi Natur Trail: Dieser Ausflug mit sehenswerter Natur kostet € 16,- und führt in einen renaturierten Steinbruch in der Nähe der Hotels. In diesem Naturreservat finden Sie einen Teil der afrikanischen Fauna. Alleine schon die beeindruckende Leistung aus einen ehemaligen Steinbruch dieses schöne Stück Natur wiederherzustellen lohnt den Besuch.
Creek Sundowner Tour: Der Tiefpunkt unserer Ausflüge: Statt romantischer Bootsfahrt fährt man mit einer gammeligen Motorjacht den Mtwapa-Creek rauf und runter, die Getränke kosten Geld und das inkludierte Essen nimmt man dann in seinem Hotel ein. Diese Tour verkauft der ASC für € 30,- !
Dolphin Tour: Hier sollten Sie absolut seefest sein, denn die Dünung ist vor dem Riff ist gewaltig. Das Schiff, die Seeperd sieht aber sehr gut und nostalgisch aus. da während unseres Aufenthaltes niemand diese Tour gebucht hatte, kann ich auch keine Angaben zur Wahrscheinlichkeit von Delfinsichtungen geben.
Mombasa: Dieser Ausflug für € 15,- ist zu empfehlen, da alle Sehenswürdigkeiten angefahren werden. Sie haben einen Fotostopp an den berühmten Stoßzähnen, besuchen die alte Markthalle, einen Hindutempel und gehen anschließend zu Fuß durch die Altstadt zum Fort Jesus. Leider verbringen Sie fast 90 Minuten bei einem Juwelier und einem Souvenirgeschäft und haben daher nur eine halbe Stunde für das Fort Jesus übrig. Daher können Sie sich den Eintritt in Höhe von € 8,- sparen. Alternativ können Sie die Tour auch mit einem Taxi für € 20,- machen. Die Altstadt und der Markt sind aber für Alleinreisende absolutes no go.
Fazit: Wir waren mit den ASC-Leistungen zufrieden, besonders mit der Safari über die ich separat berichten werde. Alle Nebenkosten sind im Preisteil des ASC aufgeführt, der ebenso wie die Hotelbeschreibungen absolut ehrlich und zutreffend sind. Einige der Erfahrungen der Ausflüge stammen von vertrauenswürdigen Mitreisenden, die aber von anderen bestätigt wurden. Die Buchung unserer Reise erfolgte über BigXtra, was gegenüber den offiziellen ASC-Preisen deutlich günstiger ist. Daher beurteile ich auch nicht die Reisebuchung und Abwicklung, denn diese erfolgte nur vor Ort in Kenia durch den ASC.
Irgendwie verquer. Zwar hast du deine Erfahrungen beschrieben, doch etwas stimmt da nicht. Scheinbar wolltest du einen Strandurlaub und hast etwas anderes bekommen. Nicht wahr? VLG - Olaf
17.09.2006 22:25
interessanter bericht.grüße norbert
16.09.2006 20:36
Irgendwie verquer. Zwar hast du deine Erfahrungen beschrieben, doch etwas stimmt da nicht. Scheinbar wolltest du einen Strandurlaub und hast etwas anderes bekommen. Nicht wahr? VLG - Olaf
15.09.2006 23:02
Toller Bericht! Sehr schön geschrieben und klasse Fotos! :-) .. Schönes Wochenende und lieben Gruss, Manuela :o)