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Erfahrungsbericht

für African Safari Airways
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4 Sterne African Safari Airlines & Skytrail Air Safaris Bericht mit Bildern
33 von 33 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Pünktlich, Ehrlichkeit bei den Nebenkosten

Kontra Gepäckregelungen, Bordverpflegung, Bordunterhaltung

Bei einer Reise mit dem African Safari Club werden Sie ausschließlich mit der eigenen Fluglinie African Safari Airways von Europa nach Kenia geflogen. Die Gesellschaft besitzt nur ein eigenes Flugzeug, dabei handelt es sich um einen Airbus A 310-308. Grund genug sich diesen einmal näher anzuschauen:

Die Maschine mit der Konstruktionsnummer 620 absolvierte Ihren Erstflug am 08.11.1991 und war bis zum 31.01.2002 unter D-AHLC für Hapag Lloyd im Einsatz. Seit dem 10.03.2002 fliegt diese nun als 5Y-VIP für African Safari Airways. Lt. Angaben der Gesellschaft wird das Flugzeug bei Lufthansa gewartet.

An Bord des Airbus sind insgesamt 233 Plätze in drei Klassen:

In der Economy Class gibt es 157 Sitze, überwiegend mit 3-3-3 Bestuhlung und einem Sitzabstand von 81 cm sowie einer Freigepäckgrenze von 23 KG, einschließlich maximal 3 KG Handgepäck. Die Club Class mit 48 Plätzen hat 84 cm Sitzabstand und 33 KG Freigepäck. Wir sind eine Teilstrecke Club Class geflogen, hier wird aber nicht einmal der Sitzkomfort asiatischer Linienflieger erreicht. Der Mehrpreis für diese Kategorie beträgt € 100,- pro Strecke. Die 28 Plätze der Royal Class haben dann für einen Mehrpreis von € 210,- pro Strecke 43 KG Freigepäck und einen Sitzabstand von 94 cm. Hier wird aber noch keinerlei hoher Standart erreicht, die Plätze sind in etwa mit den Premium Economy Plätzen wie z.B. bei United ect. vergleichbar.

Der Flug:

Das Einchecken läuft schnell und ohne Probleme. Es werden keine Sitzplatzwünsche entgegengenommen, es sei denn Sie haben vorher pro Person (einschl. aller Mitreisenden) und Flugstrecke € 16,- Reservierungsgebühr gezahlt. In Deutschland werden die Gepäckregelungen nicht so rigoros gehandhabt wie in Kenia, es wir nur das aufgegebene Gepäck gewogen. Auch das Boarding geht schnell und der Flieger hebt pünktlich ab in Richtung Mombasa. Die Kabineneinrichtung sieht überall seht gepflegt aus, hier hatten wir auf Grund des Alters der Maschine anderes erwartet. An der Bestuhlung merkt man aber auch das der Flieger eigentlich für den Kurzstrecken-Charterverkehr gebaut wurde. Die Sitzlehnen haben für Personen über 1,80 Meter keine Kopfstützen mehr. Da Sie eine Strecke nachts fliegen benötigen Sie ein gutes Nackenkissen wenn Sie sich den nächsten morgen noch bewegen wollen. Als Bordunterhaltung gibt es mehrere Fernseher über der Mittelreihe, dort werden ein oder zwei Spielfilme gezeigt, ansonsten gibt es Infos über Höhe, Geschwindigkeit und Standort der Maschine. Kopfhörer müssen für € 3,- gekauft werden. Es passen aber handelsübliche Kopfhörer wie Sie an jedem MP3-Player zu finden sind, was Sie brauchen ist ein Adapter von 2-Pin 3,5mm Klinke auf 1-Pin 3,5mm Klinke, sonst hören Sie nur einen Kanal. Die Bordverpflegung ist auf unterem Charterniveau. Bier kostet € 2,- pro Dose, Wein € 3,50 (0,2 Liter). Da es Getränke nur zu den Mahlzeiten gibt und der Bordservice auf Rufzeichen nicht reagiert gibt es während der ca. 9 Flugstunden nur eine Flüssigkeitszufuhr von 0,5 Litern, was auch aus medizinischer Sicht zu gering ist. Wir konnten noch Wasser mit an Bord nehmen, da die Sicherheitskontrolle in Deutschland dieses noch passieren ließ. Auf dem Rückflug in Kenia wurden alle Flüssigkeiten einbehalten.

Ankunft in Mombasa:

Der Flughafen in Mombasa ist nicht sehr groß und wir waren die einzige Maschine dort. Trotzdem dauert es ca. 1 Stunde durch den Zoll. Sie benötigen USD 50,- oder € 40,- Bargeld pro Person für das Visum, das vor Ort erteilt wird. Nach dem Visum gibt es eine Gepäckkontrolle wo Ihr Koffer geöffnet werden kann. Ein Zollbeamter fragt Sie nach deklarationspflichtigen Waren. Sollten Sie eine Videokamera dabei haben, so muß diese mit Wertangabe im Paß vermerkt werden. Ich hatte meine Kamera kurz vorgezeigt und bekam dafür einen weiteren Stempel. Das sollten Sie auf keinen Fall versäumen, denn beim Abflug werden alle Gepäckstücke kontrolliert und Videokameras ohne Deklaration einbehalten.

Der Rückflug:

Am Flughafen von Mombasa gibt es nur zwei Gepäckschleusen durch die alle Fluggäste mit Ihrem Gepäck müssen. Dort werden Sie dann noch einmal gefragt ob Sie verbotene Waren (das sind in Kenia alle Tierprodukte und alle Muscheln und Korallen) mit sich führen und dort müssen Sie auch Ihre Kamera vorzeigen die dann im Paß ausgetragen wird. Beim leichtesten Verdacht des Zollbeamten oder auf Hinweis des Beamten am Röntgengerät können Sie dort Ihren Koffer neu packen. Spannend wird es dann beim Einchecken: Die oben genannten Freigepäckgrenzen werden rigoros eingehalten. Sie müssen alles auf die Waage legen, auch Ihre Jacke und Kameras. Jedes Kilogramm kostet dann € 7,50 und einige Mitreisende haben dort Ihre Souvenirs noch einmal bezahlt. Da Ihr Bordgepäck auch noch einen CB-Tag (Cabin Baggage) bekommt gibt es keine Möglichkeit dieser Bezahlung zu entrinnen. Der Flug selber verlief ohne Probleme und war ebenfalls sehr pünktlich.Skytrail Air Safaris Ltd.

Bei einer Flugsafari werden Sie von Skyrail, einem weiteren Unternehmen vom African Safari Club transportiert. Die Gesellschaft verfügt über zwei De Havilland Canada DHC-6 Twin Otter Serie 300. Dabei handelt es sich um Propellerflugzeuge mit jeweils 20 Sitzen. Die Serie 300 wurde zwischen 1969 und 1988 gebaut, genaue Daten für die beiden Maschinen waren aber nicht aufzutreiben. Wir sind mit diesem Flugzeugtyp schon öfter geflogen, es ist zwar für schwere oder große Menschen sehr eng, aber die Flieger sind robust und zuverlässig. In den Parks erfolgen die Landungen auf unbefestigten Pisten und das Erlebnis eines solchen Fluges in Verbindung mit der tollen Aussicht auf das Land ist schon beeindruckend. Haben Sie aber Flugangst und schon ein schlechtes Gefühl in einer großen Maschine dann wird der Flug vor Ort eine Zitterpartie.

Fazit:

Die Flugline des African Safari Clubs ist zwar nicht der erstbeste Flieger, aber wir haben auch schon sehr viel schlechtere Erfahrungen gemacht. Für die lange Flugstrecke ist die Bordverpflegung am unteren Limit. Was an Nebenkosten auf Sie zukommt können Sie im Prospekt nachlesen, hier muss auch mal die Ehrlichkeit bei den Preisangaben positiv gewertet werden. Bei der Lufthansa können auch schnell mal € 40,- pro Kilo auf Langstrecken fällig werden.

Bilder

für African Safari Airways
Bordverpflegung, Hauptmahlzeit

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Kommentare

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  • BigDaniel 23.11.2006 21:59
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Leo56 29.09.2006 17:01
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • berthl 17.09.2006 22:40
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    super beschrieben.grüße norbert

  • hundeliebe02 16.09.2006 21:54
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Schön beschrieben, liebe Grüße Edith und Claus

  • negendank 16.09.2006 20:49
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Das Essen sieht lecker aus. VLG - Olaf

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