Wenn es draußen herbstlich wird, sind die Spielplätze oft matschig und die Eltern genervt. Entweder weil die Kinder schmutzig sind oder weil sie schlicht Langeweile haben. Eine Alternative zu herbstlich vermatschten Spielplätzen bieten Indoor-Plätze wie der Abenteuerplanet Riedberg, Frankfurts erster Hallenspielplatz.
Abenteuerspielplatz Riederwald e.V.
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Ja richtig, der Spielplatz wird von einem Verein organisiert und unterhalten. Der Verein orgnisiert neben der Halle auch andere Events und Einrichtungen für Kinder. Die genaue Geschichte erfahrt ihr auf der Internetseite des Abenteuerspielplatzes.
Anschrift und Anfahrt
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Der Abenteuerspielplatz liegt etwas abgelegen in dem Frankfurter Neubaustadtteil Riedberg in der Riedbergallee in 60439 Frankfurt.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man ganz leicht hin. Man fährt mit der U1, U2 oder U3 zur Haltestelle Heddernheim und steigt dort um in die Buslinie 26. An der Haltestelle Nelly-Sachs-Platz müsst ihr aussteigen, von dort aus ist es nicht mehr weit zu laufen, der Weg ist beschildert. Das Gebäude ist auch schon von weitem zu sehen.
Wir haben vergessen, im Bus den Stop-Knopf zu drücken und sind deshalb erst am Max-Planck-Institut ausgestiegen. Das ist kein Umweg. Auch von dieser Seite her sind Wegweiser aufgestellt, groß und orange mit schwarzer Schrift - nicht zu übersehen.
Von der A661 kommend fährt man an der Abfahrt Heddernheim ab und folgt der Beschilderung.
Öffnungszeiten
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Im Winterhalbjahr von Oktober bis März ist die Halle wie folgt geöffnet:
Freitags und an Feiertagen von 13 - 19 Uhr
Samstags und sonntags von 11 - 19 Uhr
Als wir um die Mittagszeit ankamen, war noch nicht viel los. Zu späterer Stunde füllte sich der Laden und es wurde auch lauter.
Eintrittspreise
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Obwohl wenig los war, gingen wir gleich hinein. Insgesamt waren wir zu sechst, vier Erwachsene und zwei Kinder.
Erwachsene zahlen 4,50 €
Kinder ab 4 Jahre zahlen 2,50 €
Kinder unter 4 Jahre dürfen kostenlos spielen
Die Tochter unserer Freunde ist 4, aber sie ist als dreijährige durchgeschlupft. Es hat sie niemand nach ihrem Alter gefragt, sonst hätte sie stolz in alle Welt posaunt: "Ich bin viiiiiier."
Spaß beiseite. Ich finde es nicht teuer. Auch im Hinblick auf die günstigen Getränke und Speisen.
Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: Erwachsene bekommen bei Eintritt einen Chip, der zu kostenlosem Verzehr von Kaffee und Kuchen einlädt. Man bekommt eine Tasse Kaffee und eine Portion Kuchen. Zur Auswahl stehen Marmor- und Sandkuchen. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Weitere Preise - Speisen und Getränke
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Bereits am Eingang steht ein Hinweis, dass der Verzehr von mitgebrachten Speisen und Getränken nicht erlaubt ist. In der Halle drin wird ebenfalls mehrfach darauf hingewiesen. Für zwei Erwachsene ist das ok, denn die Preise sind günstig. Um einen ganzen Kindergeburtstag zu versorgen geht der Spaß aber schnell ins Geld.
Hier ein kurzer Überblick der Preise:
Kaltgetränke (Cola, Limo, Wasser, etc.) 0,2 l 1 €
Würstchen mit Brötchen 1,50 €
Kartoffelsalat oder Nudelsalat 1,50 €
Pizza 2,50 €
Kleine Tüte Gummibärchen 0,20 €
Brezel 0,80 €
Ich finde die Preise billig, gerade die Getränke. Da kann man den ganzen Tag verbringen ohne Hunger und Durst zu leiden. Neben diesen Sachen gibt es noch diverse Kleinigkeiten wie Lutscher, Chips und so weiter. Eine genaue Auflistung aller Angebote mit Preisen findet ihr unter www.abenteuerplanet-riedberg.de.
Die Spieleinrichtungen
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Links vom Eingang war eine Art Eisenbahn aufgebaut, bei der die Kinder die Wagen selbst vorwärts bewegen mussten, und zwar mit den Händen kurbelnd. Unser Neffe kniete auf dem Wagen, der aussah wie ein kleiner Roller und kurbelte. Es muss anstrengend gewesen sein, denn ihm standen die Schweißperlen auf der Stirn. Zum Glück - da ist die Haltestelle, gut zu sehen, da steht nämlich ein richtiges ,H'-Schild.
Gleich neben der Bahn konnten die Kids wieder ein bisschen zur Ruhe kommen und auf dem Piratenschiff Kapitän spielen. Manchmal waren viele Kinder auf dem Schiff und rissen förmlich an dem Steuerrad.
Aber auch das Piratendasein hat irgendwann ein Ende, dann lädt der Sandkasten zu Rast und Kuchen ein. Mit Förmchen, Schaufeln und Schubkarren machen sich die Kinder erstmal richtig dreckig.
Die drei Eingangsschauplätze verlieren schnell an Attraktivität, haben die Kinder erst entdeckt, dass es hinter der Wand noch viel weiter geht. Sobald sie das Trampolin und die Hüpfburg einmal gesehen haben, gibt es kein Halten mehr. Schnell drauf aufs Trampolin - Schuhe ausziehen nicht vergessen - ein paar mal hoch und runter und wieder raus. Gleich zur nächsten Attraktion, da vergisst man schon mal, die Schuhe auch wieder anzuziehen. Ist auch egal, die müssen eh wieder runter. Das war ein schmutzige Angelegenheit, weil der Boden in dem großen Bereich ausgefüllt war mit Holzraspeln. Schnell waren die weißen Socken ganz braun. Da diese Art Bodenbelag auch schnell nass wird, roch man das auch. Nun, eine Kleinigkeit am Rande im Verhältnis zum Spaßfaktor.
Es gibt wirklich eine große Auswahl an Spielgeräten. Zum Beispiel das Bull-Riding, bei dem sich auch unsere Männer erprobt haben. Allerdings mit mäßigem Erfolg. 18s sind keine Glanzleistung, so mancher Junge schaffte 30 Sekunden und mehr auf dem sich immer schneller hin und her drehenden Ochsen.
Wurde man von dem wilden Tier abgeworfen, konnte man sich im Bällebad entspannen. Der bunte Bällchensee war etwas versteckt in der hinteren rechten Ecke.
Der näheren Erläuterung bedarf noch eine Raupe, in die man hineinkriechen konnte. Einmal durch das luftgefüllte Schlauchtier hindurchgekrabbelt wird Kind für Kind am anderen Ende wieder ausgespuckt. Ausgespuckt deshalb, weil Ein- und Ausgang kein Loch haben, sondern man quasi durch den Stoff hindurchkriechen musste. Das sah etwas eigenartig aus, etwas wie ein menschliches Hinterteil, ja stellt euch vor, ein Kind würde in einem großen roten Stoffpo kriechen und wieder herausschlüpfen.
Gegenüber jener Raupe steht eine Kuh, drunter ein Schemel und ein Behälter, damit man sie melken kann. Daneben ist ein Pferd aufgebaut, wie im Schulsport so eines aus Holz mit Lederaufsatz, nur dieses hat noch Sattel, Zügel und eine Mähne. Ideal um darauf herumzuklettern.
Neben den größeren Attraktionen gibt es kleinere Spielecken mit Wurf- und Würfelspielen sowie Geschicklichkeitstests.
Nicht zu vergessen ist die Bastelecke. Ein Mitarbeiter betreut die Kleinen. Gleich nebenan können sich die Kids schminken lassen. Wer sein Kind mit einem Schmetterling oder als Vampir bemalen lassen will, der muss mit Wartezeiten rechnen, die Schlange dort war immer lang.
Ganz besonders süß fand ich die kleinen Kinderliegestühle, die als Sitzreihen vor dem Kasperletheater aufgebaut waren. Lauter winzige Liegestühle, das war so goldig. Leider gab es gerade keine Vorstellung, ich hätte zu gerne gesehen, wie die Jungen und Mädchen da sitzen und Kasper lauschen.
Das Kaspertheater befindet sich in einem angrenzenden Raum mit offener Tür zur Halle. In diesem Raum können auch Kindergeburtstage gefeiert werden.
Theater hin, Hüpfburg her, die Hauptattraktion im Abenteuerplanet ist eine Raketenrollbahn. Aus einer aufgestellten Rakete kommt eine Bahn heraus, die wie eine Rutsche im flachen Winkel abfällt. Sie besteht aus aneinandergereihten Walzen. Die Kinder rutschen dort hinunter, sitzend in einer Kunststoffkiste. Das macht den Kids großen Spaß, es ist eine lange Schlange zu sehen, viele stellen sich immer wieder an. Beim genaueren Hinsehen gibt es eine kleine Auffälligkeit: oben auf der Bahn befindet sich eine seitliche Begrenzung, damit die Kisten nicht schief laufen und herunterfallen. Auf der unteren Hälfte fehlt diese Seitenführung. Unter Umständen könnten die Kisten dort aus der Bahn geraten und fallen. Es ist aber wirklich nur eine Kleinigkeit, denn Stürze aus dieser Höhe sind kaum gefährlich. Solange wir da waren ist auch nichts passiert.
Alle Spielgeräte sind kostenlos, auch die, bei denen immer ein Betreuer anwesend ist wie Rollbahn, Schminken und Basteln. Na ja, fast alle Geräte: im Außenbereich kann man Trampolin springen, festgeschnallt in einem Beckengurt, damit man richtig hoch springen kann. Da dieses Gerät gesichert und gewartet werden muss, finde ich 2 € Unkostenbeitrag echt ok.
Die Galerie
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Im oberen Berich stehen Tische und Bänke für die Erwachsenen. Die Kuchen- und Kaffeeausgabe ist auch dort oben. Da kann man sitzen, essen und vor allem die Kinder sehen. Aber die Halle ist übersichtlich, da kommt keiner weg, auch wenn man nicht dort oben sitzt, so wie wir. Wir wollten nämlich nicht oben sitzen, weil die Bänke keine Lehnen hatten, das wird auf die Dauer unbequem. Wir saßen im unteren Bereich an quadratischen Tischen und auf bequemen Holzstühlen mit Lehne. So kann man es einen Nachmittag lang aushalten.
Die Toiletten
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Das stille Örtchen ist gut beschildert leicht zu finden. Man muss zwei hohe Stufen hinauf wie in einen Toilettenwagen auf dem Jahrmarkt. Für kleine Kinder ist die Tür zu hoch, nicht zu erreichen. Aber welches kleine Kind geht schon alleine auf die Toilette. Ich kenne keines. Die Toilettenbecken sind tief angebracht, gut geeignet für Kinder. Vor den Waschbecken stehen bunte Fußhocker als Podeste, damit auch die Jüngsten das Händewaschen nicht vergessen. Alles ist sehr sauber und gepflegt, auch gut belüftet. Man könnte an der Innenseite der Tür ncoh ein Schild anbringen mit der Aufschrift ,Vorsicht Stufe', denn die Stolpergefahr ist hoch.
Eine Anmerkung noch zum Wickeltisch. Der Platz war in einem offenen Vorraum der Toilette liebevoll eingerichtet, ganz weich mit Wickelunterlage und Handtuch. Leider wollten wir unser 8 Monate alte Tochter dort nicht umziehen, weil Mäuse den Tisch als Klo benutzt hatten. Wir sagten Bescheid, das war der Mitarbeiterin äußerst unangenehm. Sie entschuldigte sich und machte umgehend alles frisch. Dieser Vorfall tat mir irgendwie leid, denn dieser kleine Wickelplatz war zuckersüß eingerichtet. Wir wickelten auf dem nebenstehenden Holztisch ohne Unterlage.
Nebensachen
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Die Halle war kalt, am frühen Nachmittag war es draußen wärmer als drinnen. Aber ich denke, dass es bei winterlichen Temperaturen umgekehrt sein wird.
Als Eltern kann man den ganzen Nachmittag ohne Langeweile verbringen. Es ist Raum zum Erzählen, es liegen Zeitschriften zum Lesen aus und die Stühle sind auch nach längerem Sitzen noch bequem.
Allerdings zieht es. Am Anfang merkten wir nichts, aber später saßen wir im kalten Zug.
Zu kalt ist es aber nicht, den Kindern sowieso nicht, weil sie sich bewegen.
Nun wisst ihr, was der Abenteuerplanet bietet und wie es mir gefallen hat. Ich liste die Vor- und Nachteile nochmal übersichtlich auf.
Was ich hervorheben möchte
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- günstiger Eintritt
- Kinder unter 4 Jahren spiele kostenlos
- 1 Tasse Kaffee und eine Portion Kuchen gratis
- viele Spielgeräte
- Kasperletheater
- Raum für Kindergeburtstage
- Schminken
- Günstige Getränke und Speisen
- Übersichtlich, die Kinder im Blick
- Saubere Toiletten
- Ruhige Umgebung, kein Verkehr vor der Tür
- Leicht zu finden, gut beschildert
- Nette Mitarbeiter
- Kleine, kindgerechte Bänke und Tische
- Nichtraucher
- Eigene Internetseite mit allen Infos zu Öffnungszeiten, Eintritts- und Getränkepreisen unter www.abenteuerplanet-riedberg.de
Was mit nicht so gut gefällt
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- Bodenbelag aus Holzstücken, daher feucht und muffig, Kinder laufen ohne Socken darauf herum und holen sich kalte Füße
- Zugig und kühl, das trifft eher die Erwachsenen
- Man darf keine mitgebrachten Getränke und Speisen verzehren
Fazit
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Für Frankfurter Familien ist der Abenteuerplanet ein schöne Anlaufstelle an verregneten Tagen der kalten Jahreszeit. Der Hallenspielplatz liegt ruhig ohne Verkehr auf dem Berg mit Skylineblick. Die Kinder haben viel Spaß und die Eltern können es längere Zeit aushalten. Für günstige Verpflegung ist gesorgt. Da der Indoor-Spielplatz recht klein ist, bietet sich eine längere Anreise nicht unbedingt an. Am besten eignen sich die Spielgeräte für Kinder zwischen 2 und 6 Jahren. Älteren Kindern könnte schnell langweilig werden.
Yolante