Reiseanlass/ Buchung/ Preis
Mein Mann musste geschäftlich nach Köln und ich durfte mit. Da die Reise kurzfristig angesetzt wurde und gleichzeitig die Messe Art Cologne stattfand, war schon vieles ausgebucht, so auch das 4* Senatshotel (siehe „Zentral gediegen wohnen im Stammhaus der Columbinen“ vom Januar 2010), das für Auto- und Bahnfahrer gleichermaßen geeignet ist.
Da mein Mann und sein Mitarbeiter einen Pkw dabei hatten, lauteten die Kriterien für eine Suche bei HRS: Zentral, Garage, preiswert, keine Bruchbude. Unsere Wahl fiel auf das Hotel Dom am Römerbrunnen. Das Einzelzimmer sollte in der Woche 78,- Euro ÜF kosten, das Doppelzimmer in der Woche 78 bis 88,- ÜF und am Samstag 99,- ÜF.
Das Hotel wirbt damit, dass Gäste, die auf der hoteleigenen Homepage mit Angabe des dort angegebenen Codes buchen, 5 % Rabatt erhalten. Was das Hotel nicht erwähnt, ist die Kulturabgabe der Stadt Köln in Höhe von 5 %, die darin nicht enthalten ist (alle Kölner Hotelgäste müssen diese Abgabe zahlen, aber z. B. bei HRS war diese bereits inklusive, d. h. die Preise bei Buchung im Hotel sind NICHT billiger, sondern bis auf ca. 25 Eurocent Differenz identisch!!!).
Auf der Seite www.laterooms.com werden als „Normalpreis“ für ein EZ 300,- € (im Angebot für78,-) und DZ 400,- € (im Angebot 88,-€) angezeigt. Die so genannten „Angebotspreise“ sind identisch mit den vom Hotel und HRS angezeigten Preisen für diesen Termin und gelten vermutlich nur zu Messezeiten – und da wird in Köln bis weit ins Umland jedes Zimmer von den Hoteliers finanziell vergoldet – da buche ich doch lieber bei HRS, dort habe ich über viele Jahre fast nur gute Erfahrungen gemacht. Die Buchung war diesmal nur mit Kreditkarte als verbindliche Buchung möglich, konnte aber bis einen Tag vor Anreise noch kostenfrei storniert werden.
Da ich das Hotel erst spät am Abend gefunden hatte, blieb außer einem Blick auf die Bewertung anderer HRS-Gäste keine Zeit mehr, vor der Buchung einen Blick auf andere Bewertungsportale zu werfen – dies habe ich am nächsten Tag nachgeholt und dort u. a. einen Hinweis darauf gefunden, dass
– ein Teil der Zimmer zwar eine PRIVATE Toilette habe, diese sich aber nur über den öffentlichen Flur erreichen ließe und
– die Doppelzimmer teils mit französischen und teils mit Kingsize-Betten ausgestattet wären.
Da eine Toilette, die nur über den Hotelflur erreichbar ist, in einem deutschen City-Hotel völlig indiskutabel ist und langjährige Erfahrungen in vielen Hotels gezeigt haben, dass außerhalb von Frankreich nur dann französische Betten anstelle eines Doppelbettes in Zimmer gestellt werden, wenn dieses für normale Betten zu klein ist, habe ich gleich über das Kontaktformular des Hotels eine Anfrage gestellt, ob man mir garantieren könne, dass die von uns gebuchten Zimmer über eigene Toilette und das DZ über ein großes Bett verfügen. Noch am gleichen Abend erhielt ich die verbindliche Zusage des Hotels, dass unserem Wunsch entsprochen wird – das ist eine wirklich schnelle Reaktion.
Anfahrt:
Anfahrt mit PKW (lt. Hotelhomepage, da ich vom Bahnhof kam):
Mit dem Auto fahren Sie über die A59 Richtung Köln „Zentrum“. Die Autobahn endet in Köln-Deutz. Sie folgen der Straße geradeaus („Opladener Strasse“, im weiteren Verlauf „Mindener Straße“ und „Deutzer Brücke“). Sie überqueren den Rhein auf der Deutzer Brücke und fahren direkt am Ende der Brücke die allererste Möglichkeit rechts ab Richtung „Dom/ Hbf“. An der Ampel hinter der Unterführung biegen Sie links ab und fahren rechts in den Tunnel ein. An der Ampel am Ende des Tunnels fahren Sie links, geradeaus unter der Unterführung hindurch und fahren geradeaus auf der „Komödienstrasse“. Den Dom links liegen gelassen, erreichen Sie nach ca. 350 m eine große Kreuzung. Auf der linken Seite sehen Sie das Gebäude des „WDR – Westdeutscher Rundfunk“. Diese Kreuzung überqueren Sie. Nach 50 Metern erreichen Sie das Dom Hotel Am Römerbrunnen. Es befindet sich auf der rechten Straßenseite.
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die nächstgelegene Haltestelle ist U-Bahn Appellhofplatz, Ausgang Stadtmuseum / Zeughaus.
Wer mit dem Zug oder der S-Bahn zum Hauptbahnhof kommt, spart sich das Umsteigen in die U-Bahn für eine Station und nimmt im Hbf. den Ausgang Dom/Innenstadt, geht aber nicht die Treppen zum Dom, sondern geht an diesen vorbei und folgt der stark befahrenen Trankgasse, die dann zur Komödienstraße wird. Auf Höhe der Kreuzung Tunisstraße schwenkt die Hauptstraße nach links, ihr folgt der Komödienstraße weiter gerade aus und seht schon auf der rechten Seite das Hotel. Gesamtstrecke max. 500 m. Das im Titel genannte Museum befindet sich gleich daneben und ist unverkennbar im Kölner Stadtbild durch das geflügelte goldene Auto auf dem Dach.
Garage:
Anders als bei HRS angegeben verfügt das Hotel NICHT über eine eigene Garage, sondern verweist seine Gäste auf die fußläufig nahe gelegene öffentliche Garage „Du Mont Carré“. Es gibt auch keine Hotelpauschale, sondern es sind die normalen Garagenpreise zu zahlen (je nach Parkdauer ca. 14,- Euro pro Tag). Die Garage kann nur bar bezahlt werden, Kartenzahlung ist nicht möglich. Die größtmöglichen Scheine sind 20 Euro, also bei längerer Parkdauer für kleine Scheine sorgen, denn mit einem Fünfziger werdet ihr hier nichts.
Der Gast erhält bei Ankunft eine Zeichnung, wie die Garage angefahren wird – diese war nach Aussage meines Mannes nicht sehr überzeugend, sie haben die Garage nur dank ihrer Navi gefunden. Die Garage hat drei Ausgänge. Wer den Aufgang neben der Einfahrt (Du-Mont-Straße) wählt, muss sein Gepäck eine halbe Etage zum Lift tragen, die beiden anderen Ausgänge sind aber stufenfrei.
Hotel Dom am Römerbrunnen
Komödienstr. 54
50667 Köln -Zentrum
Telefon: 0221160940
Fax: 0221790761170
www.domhotel-koeln.de
Email: reservation@domhotel-koeln.de
Zahlung: Visa, Eurocard, American Express, Electronic Cash
Das Nichtraucher-Hotel wurde 1966 erbaut und steht seit Juni 2010 unter neuer Leitung, die umfangreiche Renovierungen durchgeführt hat. An unseren Schlüsselbunden waren noch die früheren Namen des Hotels („Hotel Country Home Köln“ und „Hotel am Römerbrunnen International“) angebracht, falls jemand dieses Hotel noch unter anderem Namen kennt.
Es gibt insgesamt nur 20 Zimmer, davon 2 Suiten, 2 Einzelzimmer und 16 Doppelzimmer. Bei den Doppelzimmer haben 2 getrennte Betten, 4 sind als Dreibettzimmer und 2 als Vierbettzimmer geeignet. Bei mindestens zwei Zimmern befinden sich die (zum Zimmer gehörenden, nicht öffentlichen) Toiletten nicht im Zimmer, sondern sind über den Hotelflur erreichbar. Das Hotel bezeichnet sich selber als für Geschäftsleute, Touristen, Familien, Schwule und Lesben geeignet. Haustiere dürfen nach Rücksprache mit im Zimmer übernachten.
Es gibt einen Lift, Schließfächer am Empfang sowie (laut Internetauskunft, haben wir nicht geprüft) gesicherte Stellplätze für Fahr- und Motorräder.
Neben der Rezeption steht rund um die Uhr eine große Etagere mit frischem Obst (Banane, Apfel, Birne, Pflaumen), dazu Teller, Obstmesser und Servietten zur Selbstbedienung bereit. Außerdem liegen an der Rezeption kostenlose Tageszeitungen (Welt kompakt und/ oder Bildzeitung) zum Mitnehmen bereit.
In jedes Zimmer wird jeden Tag kostenlos eine große Flasche Medium-Mineralwasser mit zwei Gläsern bereit gestellt. Andere Getränke können kostenpflichtig an der Bar erworben werden, in einigen Zimmern (14 laut HRS-Auskunft) stehen noch die alten Minibar-Kühlschränke (leer, zum Selbstbefüllen), in vielen sind diese aber auch ausgebaut.
Internet/ Telefon:
Einen hoteleigenen PC für die Gäste gab es leider nicht, ich erhielt aber von der Rezeption den Code für kostenfreies WLAN. Laut Homepage haben 18 Zimmer einen ISDN-Anschluss und alle Zimmer und die Lobby WLAN-Zugang. Wir haben beides nicht ausprobiert. Zimmer 21 und 24 gehören aber nicht zu den Zimmern mit ISDN-Anschluss. Dafür durften wir innerhalb Deutschlands nach Herzenslust kostenlos telefonieren.
Rezeption/ Empfang:
Die Rezeption befindet sich im Eingangsbereich hinter einem kleinen aufschiebbaren Fenster – ähnlich wie die Kinokasse in den alten Lichtspielhäusern – zwischen Hotelflur und Bar/ Restaurant. Sie ist 06:00 - 23:00 geöffnet, am Wochenende erst ab 06:30 Uhr. Wer nach 23:00 Uhr ins Hotel zurück kommen will, nimmt seinen Zimmerschlüssel mit, an diesem hängt auch der Schlüssel für die Eingangstür des Hotels.
Check-In: 14:00 bis 23:00, spätester Check-Out 11:00. Als mein Mann und sein Mitarbeiter um 12:30 Uhr im Hotel eintrafen und schon mal ihr Gepäck abstellen wollten, durften sie dieses gleich ins Zimmer bringen, das auch schon fertig war – prima.
Das junge Mädchen an der Rezeption war sehr freundlich und hilfsbereit, fand bei Nennung des Namens gleich die Reservierung und händigte mir den Zimmerschlüssel Nr. 24 mit dem Hinweis aus, dass mein Mann schon eingecheckt hatte. Zum Lift geht es über 3 Stufen, einen Absatz und weitere 5 Stufen – für Rollstuhlfahrer ist dieses Hotel also ungeeignet.
Zimmer 24:
Zimmer 24 liegt im 2 Stock auf der rechten Seite, daneben nur der Lagerraum für Wäsche und Mineralwasser, also keinerlei Geräuschbelästigung durch andere Gäste zu befürchten. Beim Blick ins Zimmer war ich aber erst mal etwas irritiert – versprochen war mir ein Kingsize-Bett, danach sah dieses Bett nun wirklich nicht aus, sondern nach einem durchschnittlichen französischen Bett (meine spätere Messung durch Querdrüberlegen im Vergleich zur Körpergröße ergaben 160 cm Breite). Also gleich wieder runter zur Rezeption und nachgefragt, ob man uns vielleicht versehentlich ein falsches Zimmer zugeteilt hätte. Die Mitarbeiterin verkündete stolz, doch, dies wäre ein Kingsize-Bett, das sei in ihrem Computer so eingetragen. Da mein Mann das Zimmer schon akzeptiert und teilweise ausgepackt hatte, habe ich mich dann mit dem ansonsten ordentlichen Zimmer abgefunden und nur um das Auswechseln der defekten Glühlampe im Badezimmer und ein zweites Nachtschränkchen oder ersatzweise einen Hocker gebeten – beides wurde noch am gleichen Nachmittag gebracht.
Die Zimmerausstattung:Nach einem 1,5 m langen Flur mit Ganzkörperspiegel und sechs Garderobenhaken liegt das Zimmer hinter einem keinen Rundbogen.
Auf der rechten Seite Schreibtisch mit Stuhl, Telefon und riesigem Röhrenfernseher (der den halben Tisch einnimmt), daneben ein knapp 50 cm breiter Kleiderschrank mit zwei Borden und darunter eine Kleiderstange mit 6 Bügeln. Unter dem Fernseher ein Schrank, in dem sich noch erkennbar früher die Minibar befand – heute ein leeres Schrankfach. Über dem Schreibtisch ein Fenster zum Innenhof – dass Zimmer ist dadurch sehr ruhig gelegen, so dass das Fenster auch Nachts offen bleiben kann (zu hören ist nur ganz leise das Geräusch der Klimaanlage des Nachbargebäudes).
An der hinteren Wand eine Stehlampe, ein (!) kleiner Nachtschrank und das 160 cm breite „Kingsize-Bett“, daneben dann noch 15 cm Platz für die Person, die auf der linken Seite des Bettes schläft. Ich habe den Nachtschrank quer gestellt, so passte nicht nur ein Katzi durch den Gang, sondern auch der Stuhl, den ich anstelle eines zweiten Nachtschrankes erhalten hatte, damit ich darauf Wecker und Brille deponieren konnte. Über dem Bett eine Nachttischlampe.
Neben dem TV hängt ein großer männlicher Akt, über dem Bett 7 Gemüsebilder (Kohl, Kürbis, Rettich, …). Unter diesen Akte stellte ich den Kofferbock, für eine zweite Reisetasche war der Platz aber knapp, wir entschieden uns, sie schräg vor den Kleiderschrank zu stellen, so dass wir diesen noch öffnen konnten.
Der holzfarbene Laminatboden, die Decke und die Stuckleisten scheinen frisch renoviert, die Wände sind es leider nicht und wirken abgeschabt – insbesondere an der Wand unter dem Bild, wo vermutlich die meisten Gäste den Kofferbock platzieren. Auch die Möbel haben schon bessere Tage gesehen, dies zeigen insbesondere die Spuren des herausgebrochenen Kühlschrankes in dem Unterschrank.
Der Bettentest: Das gute zuerst: Decke und Kopfkissen bestehen den Kuscheltest und sind prima. Leider habe ich das Bett erst am Abend getestet, denn sonst hätte ich sofort auf ein anderes Zimmer bestanden … das habe ich noch nicht erlebt, dieses Bett KNARRTE bei jeder Bewegung wie der Holzfußboden eines seeehr alten Hauses, dazu kam eine nicht stark, aber leicht durchhängende Matratze. Mein Mann hat prima geschlafen, aber ich nicht, weil ich mich wegen seines am nächsten Tag anstehenden Geschäftstermin nicht getraut habe, ihn durch irgendeine Bewegung zu wecken. Und dieses Knarren ist nicht neu, ich habe später bei www.booking.com eine Bewertung vom Oktober 2010 gefunden, in dem sich ein Gast über das knarrende Bett in Zimmer 24 beschwerte :o(.
Bad: Links eine Handtuchstange für die Badelaken, dahinter eine kleine Duschkabine mit Schiebetür. Rechts ein türloser Mauerdurchbruch in einen winzigen Raum mit Toilette und Fenster sowie ein „Gästewaschbecken“ (winzig, gerade zum Händewaschen geeignet) mit Ablage und Spiegel darüber. Der Duschbereich ist neu gefliest mit großzügigen neuen Marmordekor, das übrige Bad mit kleinen beigefarbenen Fliesen. Toilette und Waschbecken in „Bahamabeige“ deuten darauf hin, dass sie aus den späten 70er Jahren stammen, als diese Sanitärfarbe modern war (sind aber qualitativ nicht zu beanstanden, da heil und sauber). VORSICHT – VERBRÜHUNGSGEFAHR! Der Boiler lässt sich auf Wassertemperaturen bis zu 85 ° C einstellen, und denn ist der Übergang von Eiskalt zur Verbrennung im Millimeterbereich, also unbedingt am Boiler unterm Waschbecken gucken, welche Temperatur euer Vorgänger eingestellt hat, wir haben „E“ gewählt. Die Heißwassereinstellung der Dusche ist nicht für Gäste zugänglich, die Warnung gilt also nur für das Waschbecken.
Mit Zimmergröße und Bad kann ich gut leben, mit dem knarrenden und leicht durchhängenden Bett aber nicht, zumal noch 4 Nächte vor mir liegen. Daher habe ich am nächsten Morgen massiv reklamiert, noch mal auf die schriftliche Zusage des Kingsize-Bettes und die Bettenbreite von 160 cm hingewiesen und das Hotel vor die Wahl gestellt, das Bett auszutauschen oder uns ein anderes Zimmer zu geben. Die Dame an der Rezeption sagte zu, dieses Problem mit dem Manager zu klären. Als ich Nachmittags gegen 15:00 wieder ins Hotel kam, wurde mir ein Tausch in Zimmer 21 angeboten – vorsichtshalber habe ich dieses erstmal besichtigt und nach Zurückschlagen der Bettdecken den „Knarrtest“ gemacht (es war nämlich die gleiche Bettengeneration wie in Zimmer 24, wie an der roten Stoffbettenumrandung zu sehen) … nichts knarrt und die Matratze ist fest, also Wechsel in Zimmer 21 auf der anderen Seite des Flurs:
Zimmer 21:
Das Zimmer 21 befindet sich im 2. Stock auf der linken Seite neben den Zimmern 20 und 22, von denen wir aber keinen Lärm hören. Es ist deutlich größer als Zimmer 24.
Auf der rechten Zimmerseite befinden sich 6 Garderobenhaken, daneben die Tür zum Bad. Auf der hinteren Seite ein Holzkleiderschrank (120 cm breit), daneben Platz für den Kofferbock und eine Stehlampe, dann ein richtiges Doppelbett (180*200) mit ZWEI Nachtschränken. Auf der linken Seite befinden sich zwei Fenster mit bodenlangen Gardinen und ein Heizkörper, auf der Eingangsseite ein Schreibtisch mit Stuhl, Telefon, TV (kleiner, aber auch moderner als in R. 24) und ein Unterschrank (wieder ohne den früher darin montierten Kühlschrank) sowie ein Ganzkörperspiegel. Hier hängt kein Gemüse an der Wand, sonder über dem Bett ein Männerportrait (angezogen), der männliche Akt befindet sich am Fußende des Bettes.
Die Fenster befinden sich auf der Straßenseite, bei geschlossenen Fenstern ist der Straßenlärm aber kaum zu hören.
Bad: Das Bad ist deutlich kleiner als in Raum 24 und hat auch kein Fenster, sondern eine Belüftung. Links eine winzige Duschkabine, in der Mitte ein kleines Handwaschbecken mit Spiegel und Ablage und rechts die Toilette, da bleibt gerade noch 1 m² Fußraum in der Mitte. Die Fliesen sind beige, Toilette, Waschbecken und Dusche wieder in Bahamabeige, aber tadellos in Ordnung.
Weitere Zimmer:
- Zimmer 10-11 ist eine Suite in der ersten Etage
- Zimmer 20 hat ein Doppelbett und eine eigene Toilette im Zimmer
- Zimmer 22 hat ein französisches Bett und das Badezimmer ist nur über den öffentlichen Flur erreichbar (kein eigenes Schloss, die Privatsphäre wird nur durch ein Messingschild „Privates WC von Zimmer 22/ private lavatory of room 22“ geschützt.
- Zimmer 32 in der 3. Etage hat ebenfalls nur ein über den Flur erreichbares WC (wie Zimmer 22)
- Das Einzelzimmer unseres Mitarbeiters befand sich in der 4. Etage, ging nach hinten raus, hatte einen Kühlschrank und ein ca. 120 cm breites französisches Bett.
Auf meine Nachfrage an der Rezeption, wem sie die Zimmer mit den nur über den Flur erreichbaren Toiletten zuteilen, erklärte diese, das hänge nicht vom Buchungsportal ab, sondern sie würden es nach Gefühl zuteilen. Wer vorab darauf hinweisen würde, dass er so etwas nicht möge, bekäme ein anderes Zimmer. Mit anderen Worten: wer sich nicht durch Bewertungsportale informiert und sich vom Hotel bestätigen lässt, ein Bad im eigenen Zimmer zu bekommen, wird mit nächtlichen Gängen über den Hotelflur bestraft.
Das Restaurant
„Henry´s Café und Bar“ bietet neben dem Frühstücksbüffet auch verschiedene Pauschalfrühstücke an und wirbt für den Abend neben Snacks mit Original Elsässer Flammkuchen aus dem Schamotsteinofen.
Frühstück: (07:00-10:00)
Das Frühstück ist in unserem Übernachtungspreis inbegriffen. Wer ohne Frühstück gebucht hat oder als Kölner hier zum Frühstücken erscheint, zahlt 9,80 Euro inklusive Heißgetränke.
Frühstück gibt es nicht vor 07:00 Uhr, wer früher frühstücken möchte, macht eine lange Nase. Die Rezeption ist ab 06:00 besetzt, diese Mitarbeiterin ist dann auch für die Zubereitung des Frühstücksbuffets zuständig, erst ab 08:00 Uhr erhält sie Hilfe durch eine zusätzliche Rezeptionskraft.
Sitzmöglichkeiten gibt es im hinteren Bereich des Restaurants direkt am Buffet zwischen Fachwerkbalken und großen Spiegeln an dunklen Holztischen unterschiedlicher Größe für 1 bis 4 Personen oder im vorderen Bereich im amerikanischen Stil auf roten Bänken.
Kaffee wird in der Thermoskanne auf den Tisch gestellt, Tee steht auf dem Buffet (8 Sorten Teebeutel, Teekannen, Schälchen für die Teebeutel und einen Heißwasserkocher, der regelmäßig aufgefüllt, aber nicht immer angestellt wird - also vor dem Einfüllen des Teewassers unbedingt noch mal aufkochen, wenn ihr kein abgekühltes Wasser mögt).
Auf dem Büffet stehen Fruchtsäfte (Orange, Multi, Birne, Banane), Mineralwasser, kalte Milch, 6 Brötchensorten (Aufbackbrötchen, aber in guter Qualität), Toast, Schwarzbrot, frisch aufgebackene tolle Croissants (Frankreich-Qualität), Müsliriegel, verschiedene süße Gebäckstücke, Butter, Honig, 6 Sorten Marmelade (in großen Gläsern), Grafschafter Goldsaft (Rübenkraut, eine rheinische Spezialität), 5 Wurstsorten, 8 Käsesorten, Räucherlachs, frisches Obst (Banane, Traube, Apfel, Kiwi, Pflaumen), frischer Obstsalat, Fruchtjoghurt (Bauer), Quark, Tomaten mit Mozzarella, Pickels, 15 verschiedene Cerealien und getrocknete Früchte, kalte (bunte) gekochte Eier. In der Mitte werden frisches Rührei mit krossem Speck, Würstchen und kleinen Frikadellen warm gehalten, dazu Ketchup und 3 Sorten Senf.
Alles sehr lecker und in guter Qualität, einziger Kritikpunkt: an drei von vier Tagen war das Rührei nicht um 07:00 Uhr zu Frühstücksbeginn, sondern erst um 07:30 fertig, so dass wir es erst ganz am Ende der Mahlzeit gerade noch essen konnten. Wenn Frühstück ab 07:00 Uhr angeboten ist, muss auch das Ei fertig sein, sonst muss die Mitarbeiterin eben ein wenig früher mit dem Dienst beginnen
Restaurantangebot:
Die Bar ist von 07:00 bis 23:00 geöffnet, die Küche von 18:00 bis 21:30, So. Ruhetag.
Angeboten werden Snacks (z. B. Zwiebelsuppe mit Käsetoast 5,50/ Ungarisch Gulasch aus der Puszta-Hütte mit Baguette 6,80/ Tomaten-Mozzarella-Salat mit Balsamico 8,50), Flammkuchen (klein 4,80 – 5,50, groß ab 07,50), Kölsch (0,2 für 1,80), Weizen (0,5 für 4,50), Weißwein (0,15 l für 4,80-6,80), Limonaden und Säfte (0,2 für 2,80), Espresso (1,90), Kännchen Tee (4,50), Longdrinks (mit 4 cl für 7,50). Wir haben hier nur am Nachmittag Kaffee getrunken und der war so gut wie beim Frühstück.
Kunst im Hotel
Wer Bilder der Künstlerin Marion Beier, Dozentin für Malerei und Grafik an der Freien Kunstschule Köln (näheres unter http://domhotel-koeln.com/default.asp?site=444&lang= sowie http://www.kunstschule-koeln.de/seiten/schule/dozenten.htm) mag, kann hier im Hotel den Eintritt zur Galerie sparen, denn überall im Hotel – den öffentlichen Räumen wie auch den Zimmern – sind ihre Originale ausgestellt – überwiegend männliche und weibliche Akte, aber auch Gemüse. Es lohnt sich also, das ansonsten wegen steiler Treppen nicht empfehlenswerte Treppenhaus einmal zu begehen und auch einen Blick auf andere Etagen zu werfen. Die mit Eitempura gemalten Kunstwerke sind überwiegend zu verkaufen – Preise sind nicht ausgehängt, sondern auf Anfrage. Zumindest ein Bild wurde während unseres Aufenthaltes abgehängt – vielleicht hat ein Besucher der gleichzeitig laufenden Messe „Art Cologne“ hier zugeschlagen. Die Bilder scheinen aber nicht allen zu gefallen, in einem Bewertungsportal beklagte sich ein Gast über zahlreiche Bilder von nackigen Männern und Frauen, die in den öffentlichen Räumen als auch in den Zimmern hängen ...
Bezahlen:
Wir haben bei HRS gebucht zu einem Festpreis, in dem alle Zulagen einschließlich der Kulturabgabe der Stadt Köln inklusive sind. Bei der Bezahlung der Rechnung des Mitarbeiters wurde diesem aber irrtümlich auf den Rechnungsbetrag diese 5 % aufgeschlagen. Da wir die Kopie der Buchungsbestätigung nicht dabei hatten, haben wir bei HRS angerufen, die mit dem Hotel den Fehler klärten. Am nächsten Tag entschuldigte sich das Hotel für diesen Fehler und hat dann die Abrechung unseres Doppelzimmers und die Korrektur des Einzelzimmers veranlasst.
Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe:
Wer seinen Kühlschrank (so er einen hat) preiswerter als aus der Hotelbar füllen will, kann hier einkaufen:
- In der Passage, in der sich auch die Garage befindet, gibt es den italienischen Supermarkt STADA
- In der nahe gelegenen Neumarktpassage gibt es im Keller LIDL
- Aldi ist in der Richmodstr. 31
- Zur Finanzierung findet ihr Commerzbank und Deutsche Bank nur 200 m vom Hotel entfernt auf dem Weg zum Hauptbahnhof; dort soll sich auch eine Sparda-Bank befinden.
Köln-Unkundige erhalten an der Rezeption einen guten Innenstadtplan und weitere Tipps.
Fazit:
Positiv:
- tolle Lage direkt in der Innenstadt nahe Bahnhof, Dom und Einkaufsstraßen
- für die guten Zimmer (z. B. Zimmer 21) relativ preiswert
- gutes Frühstück
- sehr freundlicher Service, der sich um Reklamationen kümmert
- kostenlose nationale Telefonate und W-LAN
- Täglich eine kostenlose Flasche Mineralwasser
- Obstteller mit Besteck und Servietten rund um die Uhr an der Rezeption
- Kunst im Hotel
- Hunde erlaubt (für Haustierbesitzer)
Negativ:
- kein Hinweis auf die Zimmer mit Toilette über den Flur (Zimmer 22 und 32)
- einige Zimmer sehr klein; knarrendes, leicht durchhängendes Bett in Zimmer 24
- keine Garage wie zugesagt (auch wenn die öffentliche gut erreichbar ist)
- korrekte Abrechnung erst nach Reklamation
- Rührei erst ab 07:30 Uhr
- nicht für Schwerbehinderte geeignet (8 Stufen vor dem Lift, enge Bäder)
Wer dieses Hotel bucht, muss sich unbedingt zusichern lassen, dass er Zimmer mit Bad im Zimmer und kein französisches Bett erhält und darauf auch bestehen – dann habt ihr hier einen schönen Aufenthalt in perfekter Lage mit freundlichem Personal. Wenn alle Zimmer so wären wie Zimmer 21, hätte ich das Hotel vermutlich mit 5 Sternen bewertet und nur einen für fehlerhafte Abrechung und spätes Rührei abgezogen.
Aber für die Vergabe von Zimmern ohne Bad im Zimmer und Verkauf von französischen Betten als „Kingsize-Betten“ ziehe ich einen weiteren Stern ab.
Sehr ausführlich berichtet